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Ille mihi - Zweiter Band

Elisabeth von Heyking: Ille mihi - Zweiter Band - Kapitel 17
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typefiction
authorElisabeth von Heyking
titleIlle mihi ? Zweiter Band
publisherVerlag von Gebrüder Paetel
printrunVierte Auflage
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Lange, bange Monde folgten.

Die Segelregatten, die alljährlich in den Buchten und Förden vor dem Kriegshafen gehalten wurden, waren vorüber, die Gewinne von glücklichen Siegern heimgetragen. Andere Preise noch wie Gold- und Silberpokale! Denn neben den Fremden, die aus Sportliebe oder Neugier um diese Zeit stets in Scharen zu der sonst stillen Stadt strömten, gab es auch manche, die mit weiter tragenderen Absichten kamen und, in dem harmlosen Yachting-Kostüm, bei den ungezwungenen und wie zufälligen Zusammenkünften mit machtvollsten Persönlichkeiten, die Förderung eigenster Interessen eifrig betrieben. Zu einem Ort, wo über dienstliches Leben und Sterben oftmals gewichtige und einschneidende Entschlüsse gefaßt wurden, war die von Buchenwäldern umgürtete Ostseebucht geworden. –

Doch Heischer und Spender von Gnaden waren wieder abgereist. Die Kriegsschiffe, die für die Dauer der Festwoche in stattlicher Zahl auf den blauen Fluten gelegen hatten, waren verstreut auf der Fahrt zu anderen Häfen, und über das Wasser tönte nicht mehr das Dröhnen ihres Salutschießens zu Ehren hoher Gäste.

Von all dem Treiben hatte man in der Anstalt nichts gemerkt. Das alles gehörte ja in die Welt derer, die noch etwas wollen und Ziele haben, zu deren Erreichung günstiger Wind die Segel schwellen muß. Hinter diesen Mauern aber lebten ja nur arme Niedergebrochene, die im Schicksalssturm gescheitert waren, oder auch solche, die überhaupt nie recht gestartet waren, weil eine unverständliche Macht sie von Anfang an untauglich zur Fahrt erschaffen hatte.

Nach der Regattenzeit zog an der nun wie ausgestorbenen Stadt der kurze nordische Sommer vorüber; bald kamen auch schon die ersten kalten Nächte und färbten die Buchenwälder mit kupfrigem Rot und goldenem Gelb.

Von der See her kamen jetzt die Herbstböen gezogen. Am seinen grauen Horizont stiegen die fahlen Wolken auf, ballten sich rasch empor zu seltsamen Gebilden und jagten dann dahin, wie wilde, weißbeschwingte Rosse. Ganz dicht über dem Meere strichen sie, die schweren Fittiche durch die eisigen Fluten schleifend, schwangen sich triefend ans Land und schüttelten die wehenden Mähnen, daß die ersten Schneeflocken daraus herniederfielen. Und weiter rasten sie durch die engen Straßen der Stadt, füllten sie so ganz mit ihrem Wirbeln und Wiehern, daß die wenigen Fußgänger sich ängstlich vor ihnen duckten und an die Häuser drückten. Doch kaum war die Stadt durchflogen, wo der Wind sich unwillig durch die Gassen hatte drängen müssen, so schwoll seine Stimme draußen erst recht zu brausendem Toben an; heulend rief er zur Jagd, und die eng aneinander gekeilten Wolkenrosse folgten ihm in wilder wütender Hast. Aller Hemmnisse frei stoben sie nun schnaubend auseinander und, zu weiter Linie entfaltet, fegten sie über das flache nordische Land.

An solchen Tagen konnten manche Kranke stundenlang am Fenster stehen und hinausstarren, als erkennten sie draußen etwas von dem staunend wieder, was in ihrem eigenen Innern stürmte. – Andere dagegen kauerten verzagt in den Zimmerecken und zuckten zitternd zusammen, wenn ein besonders starker Windstoß durch die Schornsteine fuhr und an losen Ziegeln und knarrendem Holzwerk zerrte. Ängstlich lauschten sie auf das Ächzen und Stöhnen in den Lüften, das sich den Lippen anderer unsichtbarer Kranken zu entringen schien.

Wochenlang drang kein Sonnenstrahl durch das dichte graue Gewölk. In den langen Korridoren des Krankenhauses war es so dunkel, daß auch während des Tages Licht brennen mußte. Durch den von überall her eindringenden Nebel glühten die elektrischen Birnen, wie es Ilse früher in den tiefgelegenen Gängen von Schiffen gesehen. Es war ihr ja so oft, als befände sie sich wieder auf einem Schiff in voller Fahrt! Alles mahnte sie daran. Das Heulen des Seewindes hier wie dort; die Dünste der ihrem Zimmer nahen Kaffeeküche; das Läuten zu den gemeinsamen Mahlzeiten der nur leicht Erkrankten; das zeitweilige Klagen und Seufzen hinter den Zellentüren zu beiden Seiten der Gänge; das gleichgültige Verrichten regelmäßig wiederkehrender Arbeiten durch die Bediensteten und Pflegerinnen, das dem sturmgewohnten, unbekümmerten Hantieren von Seeleuten glich. Und wenn Ilse die Ärzte, nach den Besuchen in den Krankenzimmern, noch einen Augenblick in den Korridoren zusammen reden sah, so erschienen sie ihr wie des Schiffes Kapitän und Ingenieure, die die geheimen Schäden und Gefahren kennen und den sichersten Kurs beratschlagen. Aber Ilse wußte nun auch schon, daß sie auf dem schlimmsten und unerforschtesten aller Meere steuerten und selbst auch nicht vorauszusagen vermochten, ob sie je einen ihrer Leidenspassagiere in sicherem Hafen landen würden.

Sie gewöhnte sich das Fragen ab, das ihr anfänglich, wie allen Neulingen in der Pflege geliebter Kranken, gegenüber jedem Arzt ganz unwillkürlich auf die Lippen gekommen war, weil sie noch in jedem einen allwissenden Heiland vermutet hatte. – Sie sah es ja auch selbst, und ohne daß ein Arzt es ihr zu sagen brauchte, daß die dunklen Tage vorbeischlichen, ohne Wechsel und Wandel zu bringen. –

Nach der anfänglichen Erregung war Wolf jetzt meist in stumpfes Brüten versunken. Ganz fern schien er zu weilen, und es war Ilse, als läge ein Meer zwischen ihnen beiden, das sie durchschwimmen müsse, um zu ihm zu gelangen. Ein schier unmögliches Unternehmen! Aber sie wollte es doch nicht aufgeben; sie wollte zu ihm, in das Reich geistiger Fata morgana am jenseitigen Ufer, wollte ihn von dort mit sich zurückführen in die Welt der Wirklichkeiten. Sie allein vermochte es, das fühlte sie wohl.

Ilse kannte allmählich die Geschichte mancher Patienten der Anstalt, und es wollte ihr scheinen, als ob doch bei vielen irgendein schmerzliches seelisches Erlebnis den letzten Anstoß zur Erkrankung gegeben, war nicht das vor allem der Punkt, wo Behandlung und Beeinflussung einsetzen sollten? Doch solche Herzensarbeit war von keinem Arzt und keiner Pflegerin zu leisten, da mußten eben, neben deren Arzneien und Vorschriften, Liebe und Kenntnis der nächsten Angehörigen eingreifen. Aber die meisten Kranken waren ja ganz allein. Gichtbrüchige, Blinde, Schwindsüchtige werden von ihren Nächsten meist liebevoll gepflegt, nur diese Allerärmsten, deren Seelen ohnedies Martern litten, die ließ man auch noch so völlig vereinsamen. Es gab da welche, die vor Jahren eingeliefert worden waren: jene, die sie einst gebracht, waren bald mit sichtlicher Erleichterung abgereist; seitdem wurde die Pension zwar pünktlich für sie bezahlt, aber niemand fragte nach ihnen in all der langen Zeit. Sollten diese Patienten je gesunden, fragte sich Ilse bisweilen, wie würden sie wohl von den Angehörigen aufgenommen werden, die sich so gar nicht um sie gekümmert hatten? –

Ach, daß doch nie ein Hauch solcher Kälte bis an Wolf zu dringen vermöchte! daß es ihr gelänge, ihn immer davor zu schützen und schirmen!

Und Ilse, die doch so müde war, die so gern an dieser steilsten Stelle des brennenden Felsenpfades die Bürde niedergelegt hätte, betete nur noch um die eine Gnade, daß ihre Kräfte nicht vor denen Wolfs versagen möchten, daß der Weg ihr nicht abgekürzt werde, sondern daß sie mit ihm gehen könne bis zum Ende.

*

Weihnachten nahte.

Bis in das Krankenhaus brandeten die Wogen fieberhafter Tätigkeit, die die deutsche Welt um diese Zeit alljährlich erfüllen. Handarbeiten tauchten plötzlich bei den nur leicht Erkrankten auf, und solche, die ausgehen durften, wanderten mit den Pflegerinnen in die Läden der Stadt, zu langen, schwankenden Auswahlen. Die Ärzte sahen all das gern, denn es lag etwas Heilendes in dieser zu alten Gewohnheiten zurückführenden Geschäftigkeit. Bei ihren täglichen Besuchen fragten sie nach Einkäufen und Vorbereitungen, froh auch ein neues Thema für ihre monoton wiederkehrenden Gespräche mit den Patienten gefunden zu haben. In der Anstalt selbst wurde gebacken, Nüsse versilbert und Ketten geklebt, als sei es ein Haus wie jedes andere deutsche Haus, und die Oberin hatte dieselben Sorgen wie andere Hausfrauen, ob das rosageblümte Kattunkleid wohl den Wünschen der etwas leichtsinnigen Grete entsprechen würde, und ob der soliden Rieke Wunsch nach Bettwäsche etwa auf Heiratsabsichten deute. Grete und Rieke wiederum waren in dieser Zeit leise, schnell und gefällig in all ihren Dienstleistungen, wußten nichts mehr von zugeworfenen Türen, ungebürsteten Kleidern, noch vergessenen Aufträgen. Der Koch kochte schmackhafter, der Hausdiener putzte die Stiefel blanker. Alle eingedenk des kommenden Tages trinkgeldlicher Vergeltung. Für die Pflegeschwestern und auch bei manchen Kranken langten schon vor dem Feste Pakete aus der Heimat an, und man tauschte untereinander aus, badische Springerle gegen pommersche Spickgans, Königsberger Marzipan gegen Braunschweiger Würste. Ein Strom des Wohlwollens, des Wunsches, Freude zu bereiten, ging auch durch diese kleine Welt. – – – Aber daneben gab es auch Stuben, die kein Christkindchen mit Erlösungsbotschaft betrat, sondern wo die Tragödie geistigen Sterbens unaufhaltsam weiter schritt.

Ilse hatte im geheimen ein Bäumchen für Wolf geschmückt, denn es sollte doch nicht alles anders sein als sonst. Aber was konnte sie ihm schenken, den ja nichts mehr erfreute? Schließlich hatte sie sich doch ein paar Kleinigkeiten ausgedacht. Und dann hatte sie auch noch einige Sachen für sich selbst besorgt, die sollte er ihr schenken. Denn wenn er die Bedeutung des Abends überhaupt wahrnahm, würde er ihr sicher etwas bescheren wollen, und er sollte nicht die Empfindung bekommen, einer geworden zu sein, der nichts mehr zu geben hat. Aber wie sie so die Dinge bestellte, von denen sie doch nicht wußte, ob er sie je bemerken würde, überkam sie mit überwältigender Gewalt das volle Bewußtsein eigener Verarmung, das bisher vor dem einen großen Gefühl des Mitleids mit ihm noch gar nicht recht erstanden war. – Sie entsann sich, wie er sie früher wochenlang vor Weihnachten nach Wünschen ausgeforscht hatte; wie er in allerhand geheimen Schubladen und Gefächern die künftigen Geschenke für sie aufspeicherte und sich dann am heiligen Abend mit dem Aufbau für sie so wichtig und glücklich abmühte. – All die Liebe, all die Sorge, mit der er sie umgeben, die würde sie nun missen müssen? Aber wo war denn nur all diese Zärtlichkeit hin entschwunden, die sie begleitet hatte seit vielen Jahren? Vermochte Krankheit sogar sie zu töten? –

Erinnerungen an all die früheren Winter stiegen vor ihr auf, so daß das kleine trübselige Krankenhauszimmer zu versinken schien, und sie sich von lauter Bildern entschwundener Tage umringt wähnte. – Da war ein Weihnachten in Südamerika: Eine Araukarie im Garten hatten sie zusammen als Weihnachtsbaum geschmückt, mit silbernem Lahn und duftenden Florifundien, und die Wachslichter waren ganz weich von der Hitze gewesen. Die indianischen Gartenarbeiter starrten mit großen staunenden Augen auf dies nie geschaute Fest und hatten dann, mit der Sprachgewandtheit ihrer Rasse, volltönende spanische Dankesreden auf diese neue fremde Herrschaft gehalten, die auch sie beschenkt. – Nachdem die Lichter erloschen, waren sie beide in der schmalen Schlucht, die an den Garten stieß, noch etwas gewandelt; dort dufteten verwilderte Orangenbäume, unsichtbare Nachttierchen surrten und zirpten, der Palmen Blätter knisterten metallisch im Nachtwind, und über ihnen, in unendlichen Höhen, leuchtete das südliche Kreuz. – – – Einmal auch waren sie zu Weihnachten an Bord eines großen Dampfers gewesen, auf der Fahrt nach einem ihrer fernen Posten. Als nun der heilige Abend kam, hatten sie beide lachend entdeckt, daß sie denselben Gedanken gehabt und jeder für den anderen heimlich ein winziges Bäumchen mitgebracht; da nahmen sie das eine, stiegen damit herunter ins Zwischendeck und bescherten dort den Auswandererkindern. Blaßäugige Nordländerinnen, Slawinnen mit vortretenden Backenknochen und heimatliche deutsche Mütter hatten ihnen dankend die Hände gedrückt. Lauter arme, entwurzelte Existenzen, die für einige Tage auf denselben schwankenden Brettern zusammengedrängt über das finstere Weltmeer fuhren und zukunftsbang dem Wogenprall, dem Sturmesheulen lauschten.

Wo mochten all jene jetzt sein, die ihr damals so bejammernswert erschienen? Sicher leuchteten ihnen heute nicht trüber die Kerzen als ihr selbst. – Wo mochten auch die vielen anderen sein, mit denen sie an so mancher Stätte der Erde Weihnachtsfeste gefeiert? Englischer Christmasdinners in heißen Kolonien entsann sie sich, der äußeren Lust und inneren Wehmut, mit denen die an ferne Gestade Verschlagenen heimatliche Bräuche gerade an solchen Tagen befolgen. – An wie vielen Orten hatte doch der Weihnachtsbaum Wolf und ihr geschienen! Und wie viel vereinsamten Landsleuten hatten sie an den Abenden beschert, aus dem eigenen inneren Reichtum. – Ach damals war ihr stets so gewesen, als erstände jeder neue Tag gleich einer mit Blumen geschmückten Jugendgestalt; jetzt aber glichen die Tage grauen Zerlumpten, die, von schwerer Last gebeugt, müde vorüberschleichen. Und sie war arm geworden, weil sie ihn verloren, der ihr zwischen allen gleitenden Lebenserscheinungen das eine Bleibende gewesen war. Verloren, wenngleich er noch lebend neben ihr weilte.

Als endlich der heilige Abend gekommen war, öffnete Ilse ihre Zimmertür, die hinaus führte in den schiffgangartigen Korridor, denn von dort drangen gedämpft die Weihnachtslieder zu ihnen, die im unteren Stockwerk bei der Bescherung für die minder Kranken gesungen wurden.

Ganz leise klangen die alten Worte: »Es ist eine Ros' entsprungen« – als schwebten sie ans weiten Fernen heran, aus den entschwundenen Jahren, da sie beide froh und gesund gewesen!

Und die alten Worte mußten schlummernde Erinnerungen in Wolfs Gemüt erweckt haben. Er schaute auf, lauschte der Melodie, nickte Ilse zu und sagte leise: »Auch wir haben einmal gesungen – gesungen.«

Da nahm sie ihn bei der Hand und führte ihn zu ihrem kleinen Aufbau, den sie bisher hinter einem Wandschirm verborgen gehalten – und sie standen beide schweigend davor – zwei arme Schiffbrüchige, die auf dem großen Meere des Leidens für einen kurzen Augenblick Ruhe gefunden hatten.

Seit diesem Weihnachtsabend aber war in Ilse der Glaube an Heilung wieder eingekehrt, sie sprach mit niemand davon, aus Angst, vielleicht ein kaltes Wort vernehmen zu müssen, das die zarte Blüte dieser neu erwachten Zuversicht vernichtet hätte, aber den ganzen eigenen Willen setzte sie ein im Kampf um Wolfs willenlos treibendes Bewußtsein. Vermochte die völlige Hingabe eines Menschen für den anderen etwas auf Erden, so sollte er doch noch gerettet werden! Sie wollte ihn zwingen, ihr nachzudenken, und, so wie er die einzelnen Gedanken aufgenommen, sie auch wieder fallen zu lassen. Geistige Selbstbestimmung wieder zu erlangen, das mußte das Ziel sein. – Gelang es ihr so, die dunklen Mächte, deren Schwingen sie über ihm rauschen hörte, für ein paar Stunden zu bannen, so glaubte sie, die Wonne zu kosten, die der Erlöser vom Übel seliger Anteil ist. Aber oft half all ihr Mühen nichts – nicht ihr sanft beschwichtigendes Erzählen, nicht der tröstende Druck ihrer Hand – als ob sie an eine starre Mauer poche, so war es, kein Ton von ihr drang hindurch, keine Antwort schallte zurück. – In solchen Stunden empfand sie die Verzweiflung derer, die umsonst gekreuzigt wurden. –

Der Weihnachtsabend hatte sie aber auch auf den Gedanken gebracht, sich ein Klavier kommen zu lassen. Musik war es ja, die ihm die erste Freude wieder gebracht hatte. Da saß sie denn nun oft, spielte ihm leise vor, und summte dazu mit ihrer schwachen Stimme all die Lieder ihres Lebens. Melodien kennzeichneten ja die verschiedenen Stationen ihres Weges, und so waren diese halb geflüsterten Gesänge in ihrer Reihenfolge wie ein Erzählen von langer Wanderung; die verschiedensten Orte tauchten dabei auf, die wechselndsten Stimmungen erstanden wieder – aber wie ein stets wiederkehrendes Leitmotiv zogen sich durch alle anderen Klänge schmerzlich süß die Worte des Griegschen Liedes: »Ich liebe dich in Zeit und Ewigkeit.« – Sie hatten ja dem ganzen Leben zugrunde gelegen. –

Und weiter glitten die Tage und sanken hinab in den endlosen Raum, wo die vergangenen Zeiten schlummern.

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