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Hymnen für die Erde

Walt Whitman: Hymnen für die Erde - Kapitel 23
Quellenangabe
typepoem
authorWalt Whitman
titleHymnen für die Erde
publisherInsel-Verlag zu Leipzig
year1947
translatorFranz Blei
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20130704
projectid825cfcd5
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22

Dies ist das für alle gleich gerichtete Mahl, dies das Fleisch für den natürlichen Hunger, –
Es ist dasselbe für die Schlechten sowohl wie für die Rechtschaffenen, ich treffe Vereinbarungen mit allen,
Ich dulde nicht, daß auch nur eine einzige Person gering geschätzt oder übergangen werde:
Die ausgehaltene Frau, der Schmarotzer, der Dieb sind hiermit geladen,
Der dicklippige Sklave ist geladen, der Venerische ist geladen.
Es soll kein Unterschied sein zwischen ihnen und den übrigen.
Dies ist der Druck einer schüchternen Hand, dies das Wehen und der Duft des Haares,
Dies die Berührung meiner Lippen mit den deinen, dies das Flüstern der Sehnsucht,
Dies die ferne Tiefe und Höhe, widerspiegelnd mein eigenes Gesicht,
Dies das gedankenvolle Versinken meiner selbst und das Wiederaustauchen meiner selbst.
Meinst du, ich hätte irgendeinen verwickelten Vorsatz?
Ja, ich habe einen, denn die Regenschauer des vierten Monats haben einen, und der Glimmer an der Seite eines Felsblocks hat einen.
Meinst du es so, daß ich verblüffen möchte?
Verblüfft das Taglicht? Tut es das früh erwachte Rotschwänzchen, das durch den Wald zwitschert?
Errege ich mehr Verwundern als sie?
In dieser Stunde sage ich vertrauliche Dinge.
Ich möchte sie nicht jedermann sagen, aber dir will ich sie sagen.

 

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