Projekt Gutenberg

Textsuche bei Gutenberg-DE:
Autoren A-Z: A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | Alle
Gutenberg > Heinrich Oppermann >

Hundert Jahre

Heinrich Oppermann: Hundert Jahre - Kapitel 91
Quellenangabe
typefiction
booktitleHundert Jahre
authorHeinrich Albert Oppermann
year1998
publisherZweitausendeins
addressFrankfurt am Main
isbn3-86150-257-7
titleHundert Jahre
created20031005
sendergerd.bouillon@t-online.de
firstpub1870
Schließen

Navigation:

Zweites Kapitel.
Das Paradies im Westen.

Vier Jahre früher, ehe »die lange Zunge«, wie die Indianer den Telegraphen nennen, über die Sierra-Nevada gebaut war, und drei Jahre, bevor eine Poststation von zwölf zu zwölf Meilen den Reisenden Lebensbedarf, Postkutsche und Pferde lieferte, war es eine schwierigere Aufgabe, den Weg aus der fünfhundertfünfundsiebzig Meilen weiten Wüstenstraße vom Salzsee bis zu dem jetzigen Virginia-Nevada, auf dem man nichts sah außer Salbei, Zwergcedern, Cactus, Sand und Alkalien, zu durchreisen, als heute. Was half es dem Kentuckier, daß er schon zweihundertfunfzig Meilen hinter dem Salzsee in dem später sogenannten Cyan-Cannon Spuren von reichhaltigem Silberquarz entdeckte, während er nach einer Quelle suchte? Die Bergschlucht, in der man sich bewegte, war unwegsamer, als vor hundert Jahren die Roßtrappschlucht gewesen sein mag, nur daß diese kühne Bergschlucht am Harz ein Zwerg ist gegen die Cyanschlucht, die sich viele Meilen weit zwischen Bergen, zum Theil mit ewigem Schnee bedeckt, hindurchzieht. Hellung declamirte nach Heine:

Rings umragt von dunkeln Bergen,
Die sich trotzig übergipfeln,
Und von wilden Wasserstürzen.

Weiter kam er nicht, denn er stürzte selbst eine ganze Strecke hinab, da er nicht auf den engen Pfad geachtet hatte, während er hinauf wollte. Man mußte den Ochsenwagen zurücklassen, und es war ein Glück, daß man auf alle diese Schwierigkeiten durch die Berichte der Mormonen aufmerksam gemacht war. Aber selbst um mit den Maulthieren und ledigen Ochsen um hervorspringende Felsen herumzukommen, bedurfte es häufig erst einer Wegebahnung durch Sprengung der Felsen. So stieg man in der Mitte der Schlucht langsam höher hinauf, wie ein künftiger Schienenweg es wol aushalten konnte, bis zu der Humboldt-Gasse. Hier war die letzte Höhe überwunden, denn man hatte jetzt an dem Humboldt-Flusse beinahe dreihundert Meilen lang den besten Wegführer, man hatte, wenn auch in einer Wüste, doch Wasser, Gras für die Thiere und Holz, um zwischen den Zelten, welche abends aufgeschlagen wurden, ein ordentliches Feuer anzumachen. Bei dem sehr langsamen Fortschreiten wurde die Expedition häufig von Auswandererzügen überholt, die nicht zu messen und zu nivelliren brauchten. Aber der Herbst nahte, und man hatte noch nicht die letzte Höhe des Sägegebirges überwunden, den über siebentausend Fuß hohen Salmon-Trout-River-Paß, und da man diesen Cannon im Winter nicht zu passiren wagte, nahm man Winterquartiere auf einer damals erst neuerrichteten Station, etwa hundert Meilen nordwestlich vom Humboldt-See. Es ist seitdem an diesem Orte die Leander-City entstanden, und von hier führt der Weg nordwestlich über den High-Rock-Cannon nach Oregon hinab. Die Station Leander hatte Mehlvorräthe aus Californien und durfte in den nächsten Wochen noch eine Winterversorgung erwarten. Man schlug die Zelte auf, breitete die Büffelfelle aus und fing an mit gemeinsamen Kräften ein Blockhaus zu bauen, wobei die ungemeine Geschicklichkeit des Kentuckiers sich nützlich hervorthat und die Auswahl der Feldmesser sich als vortrefflich erwies, da jeder von ihnen ein Bauhandwerk verstand. Nur einer war Schneider und wußte außer der Kette nur die Nadel zu handhaben.

Es sammelten sich hier noch vor Beginn des Winters mehrere Züge Goldsucher, welche den letzten Paß gleich unsern Freunden in dieser Jahreszeit nicht zu betreten wagten. Während Hellung und sein Oberfeldmesser zeichneten, Zahlen verglichen und die Arbeiten der übrigen zusammentrugen, machte der Proviantmeister mit einigen Jägern und alten Trappern, die sich anschlossen, weitere Excursionen zu den nächsten Bergzügen und zu den großen Seen, welche die Nevada durchziehen, und brachte neben Bärenschinken, Hirschziemern und Keulenungeheuern große Seelachse mit zurück, sodaß die Ueberwinterung gut von statten ging.

Die Ochsen hatten freilich daran glauben müssen, sie waren geschlachtet, allein der Stationsinhaber versprach, daß der erste Frühjahrszug von Californien neue Ochsen bringen solle, und daß er für die von unsern Freunden erbauten zwei Blockhäuser die Fleischspeisen zur Weiterreise und ein Paar gute Zugochsen liefern wolle.

Als das Frühjahr gekommen war, stiegen unsere Freunde die Sierra-Nevada hinab. Da, wo sich heute schon eine ganze Reihe von Städten, Ortschaften, Minenlagern befindet: Virginia-City, Vashoe-City, Donton-Carson, Nevada, Placeville, – war damals nur Fort Churchill am Carsonflusse, an dessen Ufer man anfangs herabzugehen gedachte, doch wählte man später die etwas nördlichere Route; da wo heute schon Ansiedelungen von fünfhundert Häusern (so Corn-Hill) mitsammt dem großen Hügel, auf dem sie erbaut waren, fortgewaschen sind, war damals tiefe Einöde, namenlose Felsschluchten, steile Granitwände von fünfhundert bis funfzehnhundert Fuß Höhe. Heute sieht man Männer, ganz in Kautschuk gekleidet, tief in den Schluchten, hohen Felswänden gegenüberstehen – um diese mit Wasser zu vertilgen.

Lächle nicht, holde Leserin, wenn ich dir erzähle, daß diese Kautschukmänner die Felsen des Hexentanzplatzes oder der Roßtrappe, die ja jede schöne Berlinerin heute kennt, in einigen Monaten herabsprengen würden, wenn sie ihre amerikanischen Mittel hätten. Denke, eine gußeiserne Röhre von einem Fuß im Durchmesser fängt einen Bach auf und führt ihn so senkrecht als möglich hundert oder mehr Fuß tief am Felsen hinab. Unten im Thal sind an diese gußeisernen Röhren Kautschukschläuche angeschraubt, von nur zwei- oder dreizölligem Durchmesser. Einen solchen Schlauch, der wie das größte Rohr einer Dampfspritze aussieht, würde der stärkste Mann nicht eine Minute auch nur drei Fuß in die Höhe halten können, wegen der ungeheuern Gewalt des zusammengepreßten Wassers. Es sind daher Vorrichtungen angebracht, die Kautschukschläuche vorn emporzuhalten, sodaß ein Mann das Rohr selbst leicht regieren, etwas höher oder tiefer, seitwärts nach rechts oder links richten kann. Mit diesem verdichteten Wasserstrahl wird nun eine solche Felswand aus hundert oder mehr Schritte Entfernung von unten angegriffen, während, wenn das Terrain günstig ist, und dies ist es in den meisten Fällen, ein oder mehrere ähnliche Schläuche, geführt von Männern, die funfzig oder hundert Fuß oberhalb der Angriffspunkte aufgestellt sind, in den Felsen, der angegriffen wird, von oben und in seinen Rücken hineinarbeiten, ihn gleichsam zersägen. Das Wasser bohrt sich gleich einem ungeheuern Bohrer in die festesten Kieselschichten, erweitert die kleinsten Felsspalten und in weniger als keiner Zeit stürzt mit Donnergepolter ein Koloß wie ein kleines Haus groß in den Abgrund hinunter. Jetzt lassen die Männer bei den Rohren ihre Arbeit ruhen, greifen zu den Pieläxten und Brecheisen, um die Kieskolosse und Quarze dem Wasserstrome in der Schlucht näher zu bringen und sie vollends mit Eisen oder Wasser zu zermalmen. Der Abfluß des Wassers geschieht durch einen langen hölzernen Trog mit schnellem Fall. Hier bleibt das Gold auf dem Holze liegen, während die schmuzigen Erdtheile und die Steine durch die Gewalt des Wassers in der Schlucht weiter hinabgetrieben werden. Der Hügel, auf dem die fünfhundert Häuser von Corn-Hill standen, wurde von den Bewohnern derselben, nachdem sie die Häuser selbst niedergerissen, in einem Frühjahr und Sommer hinweggewaschen und dafür Hunderttausende an Gold erobert.

Unsere Freunde hatten aber nicht Zeit, die romantischen Schönheiten der Schluchten, die Herrlichkeit und Klarheit der Luft, die Durchsichtigkeit der Seen, die Ueppigkeit der Vegetation, und was es sonst zu schauen und zu bewundern gab, zu beachten; ihre Aufgabe war eine andere, sie brauchten oft tagelang, um einen passenden Weg um einen einzigen Felsvorsprung zu finden, und waren dann, wenn sie Glück gehabt hatten, auf demselben Punkte, von dem sie ausgegangen, nur so und so viel Fuß tiefer. Sie mußten nach den Punkten suchen und sie auf ihren Karten verzeichnen, wo Tunnels angelegt werden konnten, wo Galerien von einem Felsen zum andern gebaut werden mußten, wo die Felsecken hinwegzusprengen waren.

Es wird in Californien jetzt eine Galerie Photographien vorbereitet, welche alle pittoresken Punkte auf der Bahn von Sacramento bis zum Salzsee enthalten wird; auf diese muß ich meine Leser vertrösten, wenn sie sich ein Bild von den Mühseligkeiten und Gefahren machen wollen, die unsere Reisegesellschaft bei dem Uebergange über die Sierra-Nevada zu bestehen hatte. Das Wort Sägegebirge bezeichnet den Charakter des gesammten Gebirgszuges gut; die ewig mit Schnee bedeckten Spitzen der am Fuße meist dichtumlaubten Berge gehen steil wie die Zinken eines Kammes in die Höhe, und durch ihre Schluchten und Abgründe galt es, einen Weg zu suchen, der an ewigen Schneeregionen hin der Locomotive demnächst als Pfad dienen könne.

Dagegen wollen wir den Lesern einen Brief Hellung's an seine Frau nicht vorenthalten, in welchem er dieser die Entdeckung des westlichen Paradieses, das er zur Gründung der Stadt Hellungen ausersehen, meldet.

Derselbe ist datirt San Francisco, 11. November 1856:

 

Liebe Marianne, theueres Weib!

Deine beiden Briefe habe ich nach meiner Zurückkunft an hiesigem Orte vorgefunden und freue mich unendlich, daß Du unsere Trennung mit der Geduld treuer Liebe erträgst. Bedenke, daß ich nicht nur Dich, sondern auch die Kinder entbehre, deren körperliches und geistiges Wachsthum Dich doch täglich mit Freude erfüllen muß. Was Du über Wachsthum und Lernbegier des kleinen Revolutionärs schreibst, macht mich stolz auf den Jungen; laß die Mädchen treiben, was sie wollen, wenn Käthchen zum Malen Lust hat, so laß ihr den besten Unterricht geben, der in Pittsburg zu haben ist. Nur nicht zu viel Pianospiel, Du weißt, ich liebe die Klimperei nicht und es geht auch viel zu viel Zeit damit verloren. Daß es Baumgartens und Grants wohlgeht, setze ich immer voraus, wie könnte es anders sein.

Mich tröstet über unsere Trennung der Gedanke, daß wir unsere alten Tage in einem Paradiese zubringen werden, und daß ich wie Du auf unsere Lebensarbeit mit Befriedigung werde zurückblicken können. Ich kann mir sagen: du hast an einem Weltwerke gearbeitet, an einem Wunderbau, wie die Erde ihn noch nicht gesehen hat; Du darfst Dir sagen, daß das Andenken an Dich, die Mutter meiner Kinder, und Deine ausdauernde Liebe mich bei dieser Arbeit nicht wenig gestärkt und ermuthigt hat.

Vom aufgefundenen Paradiese und meinen Zukunftsplanen später, zuerst von den letzten Tagen. Wir leben hier nicht ohne Erinnerung an unser Vaterland. Gestern haben wir im Kreise deutscher Freunde Schiller's Geburtstag gefeiert und für eine in Dresden im vorigen Jahre von Gutzkow begründete Schiller-Stiftung 100 Dollars zusammengeschossen, um deutschen Dichtern und ihren Angehörigen in Fällen schwerer Lebenssorge Hülfe und Beistand zu gewähren. Wenn sich die Menschen erst in allen Welttheilen brüderlich helfend und unterstützend die Hand bieten, so kann vielem Unglück vorgebeugt werden. Du kannst Baumgarten auf die Stiftung aufmerksam machen, damit er die Sache einmal in der Loge zu den Cedern anregt; es gilt nicht, Almosen zu geben, es gilt nicht einen vorübergehenden Zweck, es gilt zugleich, deutsche Dichter von fürstlichen Pensionen, von Fürsten-Gunst und Gabe unabhängig zu machen, es will die Nation selbst ihre Dichter ehren und ihnen die leidigen irdischen Sorgen tragen helfen. Gern nähme ich ein halbes Dutzend deutscher Dichter, namentlich wenn ich sie mir auswählen dürfte, mit in mein Paradies, um dasselbe zu verherrlichen und uns die Arbeit zu versüßen. Wer weiß, ob nicht einige von ihnen meinen Einladungen folgen, wenn ich nur die Farben in meiner Schilderung ordentlich treffe, sie zu überzeugen, daß ich wirklich das Paradies gefunden habe.

Dichter, wenn sie Spannung erregen wollen, bedienen sich des Kunstmittels, daß sie das Thema erst leise, dann stärker anschlagen, dann aber etwas Neues dazwischenschieben. So will ich es auch machen, meine Liebe, um Deine Neugierde recht zu spannen. Statt Dir gleich hier zu erzählen, wo, wie und wann ich das Paradies fand, schiebe ich die Beschreibung einer Fahrt nach einem Wunder der Erde, nach dem Erhabensten, was ich noch gesehen, ein. Wir können nämlich den Bau der Eisenbahnstrecke von Sacramento aus nicht eher beginnen, als bis man uns von Osten Schienen, Locomotiven, tragbare Städte und transportable Häuser geschickt hat. Vorläufig haben wir oberhalb Sacramento ein Dutzend Sägemühlen eingerichtet, die uns täglich Hunderte von Schwellen liefern. Genug, diesen Stillstand benutzte ich im Juni mit mehrern Freunden zu dem Ausfluge in das Yosemitethal. Das ist für Californien etwa das, was die Sächsische Schweiz für unser Sachsen, der Harz für die Küstenbewohner ist, nur mit dem Unterschiede, daß die Yosemitepartie um so viel großartiger und schöner ist als die Sächsische Schweiz, in demselben Verhältnisse, wie der Staat Californien größer und großartiger, reicher und schöner, von der Sonne und der Erde, von Wasser und Feuer mehr begünstigt ist als das Land des vielberühmten Juristen-Königs.

Wir machten die Reise dahin, 265 Meilen, in vier Tagen, bis Nacklon 123 Meilen per Dampfer, nach Maripaso mit der Postkutsche 91 Meilen, von hier nach Withe und Hatsch zu Wagen; vom letztern Orte mußten wir dann 40 Meilen zu Pferde zurücklegen.

Als wir aber am steilen Rande des Inspirationspoints vom Pferde stiegen und in das Thal des Mercedflusses hinabsahen, das Yosemitethal uns schräg gegenüber, da war es mir, als stände ich auf der steilen Felswand des alten Watzmann und sähe auf den Königsee, und ferner dachte ich an den schönen Tag, als Du an meiner Seite zuerst auf der Bastei standest und auf die Elbe herunter und nach dem Königstein hinaufschautest. Aber welcher Unterschied hier und dort! Hier: Riesenbäume, Tannen von 250 Fuß Höhe, sahen von oben wie kleine Zwergbäume aus, das weiter im Thale hinauf liegende Gasthaus wie ein Kartenhaus, der 60 Fuß breite Merced wie ein silberner Faden; ungeheuere Felsmauern mit monströsen Zinnen, Thürmen, Gestalten grauer, brauner, weißer Farbe, wie wir sie im Bodethale sahen, starrten unter und neben uns. Wir standen 3000 Fuß über dem Thale; die Bastei und die Roßtrappe sind kaum 1000 Fuß hoch. Wir brauchten zwei Stunden, um auf dem rauhen, schwindelnden, im Zickzack führenden Felspfade herabzureiten, und schwebten in beständiger Gefahr, kopfüber in einen der Abgründe gestürzt zu werden. Die Länge des Yosemitethals ist 5 Meilen, seine größte Breite dreiviertel Meilen, die Felsmauern, welche es einschließen, sind zwischen 2600 und 6000 Fuß hoch. Als wir etwa eine Meile weit im Thale hinaufgeritten waren, sahen wir am andern Ufer des Flusses die Felswand El Capitano in die Höhe steigen. Sie erinnerte mich lebhaft an den Rheingrafenstein im Nahethale, mit dem einzigen Unterschiede, daß der Kapitän gerade 3000 Fuß höher ist als dieser Fels, an den Du, unten vom Hüttenthale, auch nicht hinaufsehen konntest. Neben dem Kapitän taucht der Three-Brothers-Felsen mit drei Spitzen, etwa 3500 Fuß senkrechter Höhe, an dem linken Ufer auf. Wir ritten auf diesem Ufer und unter den Kathedralfelsen mit zwei 3000 Fuß hohen Spitzen, dem Sentinel und Mount-Colfax, sämmtlich über 3000 Fuß hoch, hinweg.

Auf unserm Ritt überschritten wir zuerst den Bridal-Veil (Brautschleierwasserfall), einen Bach, der sich 940 Fuß von dem Felsen, von dem wir herabkamen, in den Merced ergießt. Nördlich im Schutze des Colfaxberges hat ein Schriftsteller, Hutchins, ein zweistöckiges Gasthaus erbaut, das die Aussicht auf den schönsten und höchsten Wasserfall der Erde gewährt. Der Yosemitefall stürzt nämlich etwa eine halbe Stunde von dem gegenüber dem Gasthause sich nach Norden erstreckenden Yosemitethale von einer Höhe von 2634 Fuß, in nur drei Absätzen, von denen der erste eine Höhe von 1600 Fuß hat; die Schnellen sind 434, der letzte Fall 600 Fuß. Ich glaubte in meiner Jugend wunder was zu sehen, als ich in den Salzburger Alpen den 300 Fuß vom hohen Göll herabstürzenden Schwarzbachfall sah; nun vergleiche selbst, das Verhältniß ist zu unserm schandauer und andern Wasserfällen der Sächsischen Schweiz etwa wie das eines Elefanten zu einem Lamm. Der Fall hat oben eine mindestens viermal so große Breite als der Schwarzbach, und wir waren im Anfange des Sommers. Wenn im April und Mai der Schnee auf dem nördlichen Dornberge schmilzt, der dem Bache das Wasser gibt, und derselbe statt wie jetzt in der Breite von 20 Fuß in einer Strecke von 40 bis 50 seinen Sprung zum Thale in drei Absätzen macht, das muß kaum für das Gehör zu ertragen sein. Der Niagara verliert unter dieser Felsmauer seine Bedeutung. Man kann den Fall einen Tag lang ohne zu ermüden betrachten, denn die verschiedenen Nuancen von Licht und Schatten, der wechselnde Stand der Sonne gibt demselben ein immer neues Ansehen. Dazu die ganze Umgebung. Nach Osten zertheilt sich das Thal, in welches der Merced von der Sierra-Nevada herabströmt, in drei Canons, mit ebenso viel Nebenarmen des Merced, und noch drei Wasserfällen von geringerer Höhe, aber größerer Breite, von denen der Nevadafall, der sein Wasser von dem 6000 Fuß hohen Süd-Domfelsen und dem dahinterliegenden Hochplateau erhält, in einer Breite von 40, im Frühjahr von 80 Fuß 700 Fuß hoch herabstürzt, um dann wieder wie frisch gefallener Schnee in die Höhe zu zischen. Schwerlich werden die noch unerforschten asiatischen Hochgebirge Aehnliches bieten. Wenn Du nun bedenkst, daß das Yosemitethal schon 4000 Fuß über dem Meere liegt, so wirst Du kaum glauben, wie reizend hier das Grün der Wiesen, wie abwechselnd das der Bäume ist. Ich sah hier zuerst den Madrona, den Gebirgslorber, ein Immergrün von der seltensten Schönheit, mit saftig grünen Blättern und einer Rinde, die sich jährlich abschält, und einen Stamm und Zweige von blaßrother Farbe zurückläßt. Die Cedern, Tannen, Zwergeichen und Zwergkastanienbäume kletterten bis oben an die 3000 Fuß hohen Felsen hinan.

Wir blieben drei Tage in diesem Paradiese, in dem man Ost- und Nordwind nicht kennt und nur die feuchten milden Westwinde vom Stillen Ocean herüberwehen.

Die Rückreise machten wir mit einem kleinen Umwege nach Maripaso, um dort die ältesten und gewaltigsten aller Pflanzenproducte der Erde zu sehen, den Sequoias-Hain. Ich hatte viel von diesen Riesenbäumen gelesen und gehört, aber ihr Anblick war dennoch im höchsten Grade überraschend. Denke Dir 200 Bäume von mehr als 12 Fuß im Durchmesser, 50 von mehr als 16 Fuß, 6 von mehr als 30 Fuß, die über Fichten von 200 Fuß Höhe noch einmal so hoch emporragen. Der größte dieser Riesen, »der umgestürzte Monarch«, liegt ast- und laublos an der Erde, er hatte einen Durchmesser von 40 Fuß, er war hoch über 400 Fuß.

Der ansehnlichste der noch stehenden Bäume, Grizzly-Giant (Graue Riese) genannt, hat einen Umfang, daß 50 Pferde um seinen Rumpf her Platz finden. Zum Glück hat die Gesetzgebung dafür gesorgt, daß sich Menschenhände an diesen Naturwundern nicht versündigen; durch spezielle Congreßacte sind das Yosemitethal und die Big-Trees-Haine von Maripaso von den allgemeinen öffentlichen Domänen ausgeschlossen und dem amerikanischen Volke für ewige Zeiten als Vergnügungsort gewidmet, damit es an der Größe der Natur ein Vorbild nehme, selbst zu wachsen.

Zahlen geben keinen deutlichen Begriff, ich will Dir daher einen tatsächlichen Anhalt geben, der Deiner Phantasie zu Hülfe kommen mag. Der größte Schornstein auf dem pittsburger Hüttenwerke ist etwa 200 Fuß hoch und hat an der Erde einen Durchmesser von 16 Fuß. Nun denke Dir den Durchmesser verdoppelt und zwei solcher Dampfschornsteine übereinander und Du wirst etwa einen Begriff von einem Baume wie der Graue Riese haben.

Die höchste Spitze des Sanct-Stephan in Wien ist 435 Fuß, und, wenn Du Dich des Marktthurms in Hannover erinnerst, ist der 320 Fuß hoch, die höchsten unter jenen Bäumen sind also so hoch wie die Spitze des Sanct-Stephan, die Höhe des Marktkirchenthurms erreichen schon etwa sechzig Stück. Maripaso liegt etwa in der Mitte zwischen dem Ocean und der Sierra-Nevada, es wird beabsichtigt, vom Sacramento aus nach Süden eine Bahn zu bauen bis an die Grenze von Sonora, die sich bei Fort Yuma nach Westen wendet, an der Südgrenze von Razona sich nach dem Rio-Grande und El-Paso in Neu-Mexico zieht, dann zwischen diesem und Texas zu Rio-Pecos. Hier wird ein Zweig nach der Westgrenze von Louisiana und dem Golf von Mexico biegen, während der andere nach Nordosten zum Red-River und dem India-Territorium, dann nördlich zum Arkansas, und durch den Staat Missouri hindurch nach dem Ohio und Saint-Louis, zum Anschluß an die bestehenden Bahnen geführt werden soll. Das wäre der zweite Weg vom Stillen Ocean zum Atlantischen Meere.

Ueber meine Reise nach Oregon bis an den Riesenstrom Columbia darf ich schweigen; ich habe einen ausführlichen Bericht davon an Thomas Durant gesendet, der in einem neuyorker Blatte gedruckt werden wird, den Du also zu lesen bekommst.

Wenn Amerika der wunderbarste aller Erdtheile ist, Californien das wunderbarste Stück Land in diesem Erdtheile, so ist San-Francisco die wunderbarste aller Städte auf Erden. Hier, wo vor zehn Jahren nichts als eine baufällige Kirche und einige elende spanische Adobe-Hütten standen, hat sich eine Stadt erhoben, die seitdem dreimal vom Feuer beinahe gänzlich verzehrt, wie der Phönix schöner und schöner der Asche entstiegen ist, die mit Neuyork wetteifert und die wahre Königin des Westens, die größte Handelsstadt der Welt werden wird. Sie hat alles Zeug dazu. Zunächst einen Hafen, der die sämmtlichen Schiffe Europas und Amerikas aufnehmen kann; ein Hinterland von Gold und Silber, von Früchten jeder Art, vor sich den unermeßlichen Stillen Ocean.

San-Francisco ist jetzt schon Weltstadt; alle Nationen der Erde sind hier vertreten, Chinesen und Japanesen, Türken, Perser und Javaner, Sandwichinsulaner und Australier, Neger aller Sorten, Europäer aller Staaten und Städte. Das Klima ist für jeden, der eine gesunde Lunge hat und etwas Wind vertragen kann, wundervoll. Jetzt im November sitze ich hier bei offenen Fenstern und fange den Duft von blühenden Rosen und Heliotropen ein, die im Garten vor dem Hause stehen. Auf den- Blumen und Obstmärkten sieht man Früchte, welche die in Europa gezogenen an Größe und Schönheit übertreffen: Aepfel und Birnen, Trauben und Feigen, Melonen und Ananas, Nüsse verschiedener Art, Kastanien. Ich habe nie eine Traube von köstlicherm Aroma gegessen als eine solche Catavbatraube. Dagegen sind unsere Trauben in Meißen Essig.

Vor einigen Tagen hatte ich die Ehre, von dem Präsidenten der Sam-Yap-Compagnie, Chni-Sing-Tong, zu einem chinesischen Banket eingeladen zu werden (die Einladungskarte mit chinesischer Schrift lege ich bei), das in der Hang-Heong-Restauration, die fix und fertig von China herübergebracht ist, eingenommen wurde. Fünf runde Tische, an deren jedem neun Personen saßen, nahmen die Gäste, Amerikaner, Deutsche, Chinesen, auf, letztere im prunkhaftesten Nationalcostüm mit glattgeschorenen Köpfen und auf die Erde herabhängenden Zöpfen. Ein spaßhaftes Mahl. Sämmtliche Speisen wurden in kleine Stücke geschnitten herein gebracht und mit zwei langen Elfenbeinstäbchen, die man zwischen die Finger der rechten Hand nimmt und dann als Zange behandelt, gegessen. Die Anzahl der Schüsseln war ungeheuer, weit über hundert. Ich will Dir eine Reihe von Delicatessen nennen, die ich gegessen habe: Bambussuppe, Vogelnestersuppe, gesottenes Seegras, gedämpfte Pilze, Bananaspasteten, Haifischsehnen, getrocknete Austern, Skorpioneneier, Fische der verschiedensten Sorten, Kuchen, Confect und Obst. Dabei zeigten die Chinesen, daß sie Burgunder und Champagner zu würdigen wußten. Nach Tisch wurde eine sehr kleine Tasse schwarzen duftigen Thees getrunken, dann chinesischer Wein in kleinen porzellanenen Bechern servirt, der außerordentlich stark war. Mit Katzenpfoten und Rattenschwänzen, einer Lieblingsspeise der Chinesen, wurden wir verschont. Wenn ein Chinese ein Glas ergriff, um zu nippen, so verbeugte er sich zuerst gegen jeden der mit ihm am Tisch Sitzenden; die Himmlischen scheinen mir das artigste Volk der Erde zu sein, bei denen selbst unsere Sachsen noch viel lernen könnten.

Doch nun zum Paradiese, das ich entdeckt, dem Ort, wo Stadt Hellungen erbaut werden soll.

Im vorigen Jahre, als wir vom Cap Hoorn herabstiegen in die Ebene des Americanflusses, bot uns ein Landmann herrliche Kirschen und prächtige große würzige Erdbeeren zum Kauf. Wir ließen uns in ein Gespräch ein, und denke Dir meine Ueberraschung, als ich in ihm nicht nur einen Landsmann, sondern einen meiner frühern meißener Winzer erkannte, der, entlassen von meinem Nachfolger, mit seiner Familie und noch einigen Freunden in Californien sich niedergelassen hatte und daselbst Wein- und Obstbau betrieb. Seine Ansiedelung war etwa eine halbe Stunde von der Wegstrecke, die wir maßen, entfernt, und so mußte ich mich denn selbst von seiner Häuslichkeit und seinen Einrichtungen überzeugen. Primann, so heißt der Winzer, wenn Du Dich dessen erinnerst, hatte sich am Ausflusse eines Baches in den Americanfluß angesiedelt, der seinen Lauf von Norden nach Süden nimmt und nur nach Osten von einer bewaldeten Hügelkette begrenzt ist, die sich auch nach jenem Flusse hinaufzieht.

An diese Hügel, die mit Nuß- und Kastanienbäumen, mit Kirsch- und Obstbäumen verschiedener Arten bestanden waren, hatten sich die Sachsen, drei Familien, in drei verschiedenen Häusern angebaut, und die Südseite der Hügel gegen den Americanstrom, an dem sie schon wilde Reben vorfanden, zu Weinbergen eingerichtet. Die Landsleute erhoben die Fruchtbarkeit der Gegend über alles; Weizen, Roggen, die Bäume, der Weinstock, alles trage zehnmal mehr Frucht, als sie es in Meißen gewohnt gewesen. Dazu ein Klima, wie man es nur wünschen könnte, alles ewig blühend. Im Winter nur einige wenige Nebel- oder Regentage, die Pfirsiche blühen im Februar, die Kirschen im März; kurz das schönste Land auf Erden, meinte die Winzerin.

Eine Stunde oberhalb, erzählte der zweite Winzer, sei ein See von einer Klarheit, wie er ihn noch nie gesehen; er habe bis auf den tiefen Grund Steine und Muschelthiere erkannt; der See sei mit Forellen von seltenem Wohlgeschmack stark bevölkert.

Ich ließ mich zu dem See führen, – der Weg geht durch ein Thal, das durchschnittlich etwa dreiviertel Stunden, an manchen Orten eine Stunde breit sein mag, je nachdem die Hügelketten, die es umschließen, sich mehr oder weniger dem Bache zuschieben. Der Boden war fruchtbar, das schönste Gras mit Tausenden gelber, rother, blauer Blumen, wie ich sie nie gesehen, durchwoben. An den Südabhängen der Hügel fand sich überall wilder Wein, sonst Bäume jeder Gattung. Das Thal wird gegen Norden durch einen breiten höhern Berg, den ich auf 500 Fuß schätze, abgeschlossen, aber Du darfst nicht außer Acht lassen, daß wir uns 50 Meilen östlich von San-Sacramento befinden, und daß das Thal 2450 Fuß über dem Meere liegt. Den See schätze ich eine deutsche Meile lang und eine halbe Stunde breit, und ich habe nie Abspiegelungen von dieser Klarheit gesehen, wie derselbe sie bietet. Von Süden ragt eine Reihe von Schneegipfeln der Sierra-Nevada über die Hügelkette am linken Ufer des Baches, die an hohe Silber- und Golddome erinnern, bei untergehender Sonne aber in Rosaroth funkeln. Diese mindestens noch 50 Meilen entfernten Bergriesen, mit dem schmelzend glühenden Karmoisin ihrer Abhänge und Hochthäler, spiegeln sich mit einer solchen Klarheit in dem See, daß ich, der den Rücken gegen die Nevadasägen gekehrt auf einer Erhöhung stand, glaubte, das, was ich im See abgespiegelt sah, wären die Schneeberge selbst.

Wie wehten die Lüfte in diesem Thale so rein, wie lieblich dufteten die Blumen! Hier wollen wir Hütten bauen, hier wollen wir unsere Stadt errichten, die sich in dieser reinen Wasserebene spiegeln und an ihrer Reinheit und Klarheit ein Vorbild nehmen soll.

Im Norden des Sees, mit der Aussicht auf die ewigen Schneeberge der Sierra-Nevada, von wo ich vielleicht in zehn oder funfzehn Jahren den Anblick haben werde, wie lange Eisenbahnzüge das Cap Hoorn hinaufarbeiten, hier will ich unsere Wohnung aufschlagen. Dieser Bach, der sich vom Berge hinab in den See ergießt, soll durch unsern Park seinen Lauf nehmen. Meine Hütte soll von Eisen sein und wenn auch nicht ein Palast, doch groß genug, daß sie alle unsere amerikanischen und deutschen Freunde und Verwandten aufnehmen kann. Die Construction meines Hauses trage ich schon längst im Kopfe mit mir herum, und ich werde Grant den Auftrag geben, ein solches für mich, und funfzig bescheidenere Wohnungen für die ersten Bewohner der Stadt aus Eisen zu gießen. Wir wollen weder nach Gold noch nach Silber graben; wir wollen in diesem Paradiese leben, wie es die Natur bestimmt hat und der menschliche Geist verlangt. Alle Bergabhänge nach Süden und Südwesten sollen mit Wein bebaut, in dem Thale sollen Maulbeerbäume angepflanzt werden. Der Bach hat einen starken Fall, sodaß er bis an seinen Ausfluß in den Americanfluß ein Dutzend Sägemühlen und Blechschmieden ertragen kann.

Wenn erst an den Ufern des Sees von beiden Seiten ein Kai heruntergeht und Paläste aus Granit emporragen, dann kann Genf mit seinem vielgerühmten See gegen diesen Evasee, so soll er getauft werden, die Flügel einziehen. Wie kalt weht der Wind dort von den Alpen her! Unsere Schneegebirge lassen keinen Ost herüberwehen zum Stillen Ocean, dieser selbst bringt uns nur lieblichen warmen Zephyr. Hier, denke ich, kann es keinen Spleen geben; auch für den, der krank und schwach herkommt, muß sich alles rosenroth färben, und die Zukunft ist so glückverheißend, wie der Sonnenuntergang hier einen beständig heitern Himmel verheißt.

O! wie wollen wir in diesem Garten nur unter Orangen, Citronen, Granatbäumen von unserer Arbeit ruhen. O! dieses Paradies, wo finde ich die Menschen, würdig, es zu bevölkern?

Wie leicht muß es sein, in solcher Umgebung ein Mensch zu sein! Alles ist hier frisch, heiter, duftig, wie neu geboren. Blumen und Blüten, Felsen und Bäume scheinen in der kräftig erquickenden Luft erst wahrhaft zu leben, während sie im Osten und gar bei uns in Deutschland höchstens ein Traumleben führen.

Du hast, lieber Schatz, ein Land, wo die Goldorangen blühen, höchstens in der Phantasie gesehen; wenn Du hierher kommst, sollst Du Mignon's Sehnsucht nach ihrem Vaterlande begreifen lernen. Wie freue ich mich darauf, Dich mit den Kindern hier zu haben! In meiner Phantasie steht die Stadt schon fix und fertig – ich sehe unsern Kentuckier unter die Maschine seiner Sägemühle Nr. 1 dicke Eichstämme und Tannen schieben, ich sehe meinen ersten Feldmesser neben mir auf dem Katheder. Denn Hellungen soll nicht blos eine ackerbautreibende Stadt werden, ich will eine Universität hier errichten, eine praktische, zur Ausbildung von Ingenieuren, Feldmessern; eine Musterackerwirthschule will ich errichten, ja was will ich nicht alles? Eine Kirche mag sich eine gläubige Gemeinde, wenn sie sich je in Hellungen finden sollte, selbst bauen, aber ich hoffe, der Evasee ist zu klar und hell, als daß sich die Schwarzen darin spiegeln möchten.

Diese Wälder im Vergleiche zu euerm eckernhäuser Eichensünder verhalten sich wie ein Frühlingstag in Neapel oder hier in Californien zu einem häßlichen Novembertage in Deutschland.

Also, Weib! freue Dich der Zukunft; Du sollst, soviel an mir liegt, den Himmel schon auf Erden haben und im Paradiese wohnen, wie meine Mutter darin wohnte. Erziehe die Kinder gut. Der Revolutionär soll ein guter Conservativer werden. Wir sind hier gottlob! nicht wie in Deutschland mit altem Schutt überladen, den wir fortschaffen müssen, wir haben einen jugendlichen Boden und müssen nur sorgen, wenn wir ihn bebauen, daß der Bau gut werde. Laß den Jungen ein Sternenbanner zum Spielen anfertigen, damit er früh anfange, es hoch zu halten, und die Union wie seine Mutter liebe.

Nun zehntausend Grüße und Küsse; – träume vom Paradiese und der Stadt Hellungen.

Dein Theodor.

 << Kapitel 90  Kapitel 92 >> 






TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.