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Hundert Jahre

Heinrich Oppermann: Hundert Jahre - Kapitel 31
Quellenangabe
typefiction
booktitleHundert Jahre
authorHeinrich Albert Oppermann
year1998
publisherZweitausendeins
addressFrankfurt am Main
isbn3-86150-257-7
titleHundert Jahre
created20031005
sendergerd.bouillon@t-online.de
firstpub1870
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Siebentes Kapitel.
Nordamerika vor siebzig Jahren.

Philadelphia, 4. Dezember 1796.

An Karl Haus in Neapel. Abzugeben bei dem Grafen Münster.

Lieber Karl! Dein Brief hat mich tief betrübt. Du lebst da Tage der Wonne, fühlst Dich im fünften Himmel, weil das Schicksal Dir Deine Olga in die Arme geführt hat. Ich bin, wie Du weißt, kein Pedant und würde an Deiner Stelle kaum anders gehandelt haben. Die Comteß Olga hat Dir ihre Liebe geschenkt, sie hatte darüber frei zu verfügen, denn sie war dem Grafen von Schlottheim nicht angetraut, und wäre sie es gewesen, so wäre das Bündniß nichtig und erzwungen gewesen, und Du hast sie beständig mit sentimentaler Treue geliebt. Also warum solltet ihr einander nicht angehören?

Aber dennoch will mir nicht zusagen, daß, nachdem Dein Ideal jetzt einen Beschützer in Dir gefunden, nachdem ein Mann ihr zur Seite steht, die Lüge des Getrautseins mit diesem Schlottheim fortbesteht. Das ist ein rein unsittliches Verhältniß. Verstehe mich wohl, ich meine nicht euere Liebe zueinander, ich halte es nicht für unsittlich, daß sich die Gräfin Dir, als wäre sie Dein Weib, hingegeben, ich halte es für unsittlich, daß sie noch mit Schlottheim in Einem Hause als dessen Gattin wohnt, sich vor der Welt Gräfin von Schlottheim nennt, daß sie das niemals durch Priesterwort geknüpfte Band, diese Scheinehe, nicht von sich abstreift als eine schmähliche Fessel der Lüge.

Denke Dir doch den Fall, es hilft hier nichts, die Dinge übertünchen zu wollen, Olga gebäre Dir einen Sohn. Möchtest Du, daß er unter dem Namen eines Grafen Schlottheim getauft würde, erzogen würde, Ansprüche auf Schlottheim'sches Vermögen machen könnte, möchtest Du, daß ein Mann von solcher niedriger Gesinnung, von solchen gemeinen Gewohnheiten und Sitten, von Hochmuth und Adelstolz, auch nur acht Tage über das Schicksal Deines Sohnes zu bestimmen hätte?

Ich glaube nicht, daß Du das wünschen wirst. Du hast, davon bin ich überzeugt, im Taumel Deines Glücks, bei der Leichtigkeit, mit der der gesammte Cirkel, dem Du in Neapel nahe stehst, namentlich die Großen bei Hofe, das Leben nehmen und genießen, gar noch nicht an diese Seite der Sache gedacht.

Du äußerst zwar, daß Dir zu Deinem Glücke nichts fehle als die kleinste Hütte, die Du Dein Eigenthum nennen könntest, und daß Du Dich in der größten Einsamkeit, vereint mit Olga, zufrieden fühlen würdest. Das sind Redensarten, sind Träumereien und Selbstbelügungen. Wir können nicht mehr in der Einsamkeit, wir können nicht mehr in Hütten leben, ihr würdet euch bald zu ennuyiren anfangen, und solltet ihr in der schönsten Gegend von Italien ohne menschliche Gesellschaft leben. Daß Du als Privatsecretär des Grafen Münster die angebliche Frau des Grafen Schlottheim nicht heirathen kannst, ist selbstverständlich. Du und Olga, ihr müßt allem, was ihr in Europa noch Liebes habt, entsagen und nach Amerika fliehen. Hier, in einem aufblühenden jungfräulichen Staate, wo es keine Grafen und Barone, aber auch keine Verderbtheit gibt, wie Europa, namentlich Neapel sie großbrütet, wo es keinen so lastervollen Hof gibt, als Du den dortigen schilderst, wo eine Person wie euere Königin Karolina ausgestäupt würde, und wo man ihre Buhlen Acton und Genossen auspeitschen würde oder theeren, braucht ihr nicht in der Einsamkeit, braucht ihr nicht in einer Hütte zu wohnen. Ihr könnt hier in einer großen schönen Stadt von sechstausend Einwohnern, oder ihr könnt in der neuangelegten Capitole ein schönes Quartier beziehen, vorausgesetzt, daß Du arbeiten und Dir Dein Brot verdienen willst. Glaube mir, durch Arbeit verdientes Brot schmeckt süß. Aber ich verlange nicht, daß Du wie ich Kaufmann wirst, daß Du Interessen berechnest, Preisverzeichnisse und Curse studirst, Käufe und Verkäufe machst, Geld zu verdienen suchst, wie es eben im Handel und Wandel geht.

Ich habe einen andern Plan. Die Partei, der ich mich angeschlossen, die föderalistische, beabsichtigt eine neue Zeitung zu gründen, eine Fortsetzung gleichsam des Hamilton'schen »Föderalisten«, von dem ich Dir sämmtliche Nummern beilege, welche die hier ausgesprochenen Grundgedanken immer von neuem durcharbeiten und wiederholen soll. Ich kann Dir die Redaction der europäischen Angelegenheiten und vorläufig ein Gehalt von 1200 Dollars anbieten, bis Du genug Kenntniß unserer Angelegenheiten gewonnen hast, um auch über diese ein Wort mitsprechen zu können. Von diesem Honorar kann eine Familie recht gut leben. Wenn Deine Gräfin nun noch dazu etwas von ihrem Vermögen rettet, Du sprichst von einem reichen Familienschmucke, so trägt hier jedes Kapital die doppelten Zinsen wie in Europa, und willst Du es in Ländereien anlegen, die vorläufig wenig rentiren, so werden, wenn das Kapital auch nur 5000 Dollars groß ist, wenn nicht Deine Söhne, so doch Deine Enkel ein viel reicheres Einkommen haben, als die Söhne und Enkel des Grafen Schlottheim je haben werden. Amerika hat eine Zukunft, so reich sie niemals in der Welt existirte.

Wenn Dich Deine Olga also in der That so sehr liebt, daß sie Dir ihren Rang, Stand, Stellung in der Gesellschaft, ihre ganze Vergangenheit und ihre zwar nicht zu hoffnungsvolle Zukunft opfert, so komme hierher. Komm!

Täusche ich mich aber in Beziehung auf Dich, bist Du durch den Umgang mit den Großen schon so entsittlicht, daß Du das Liebeleben, welches Du lebst, nur als einen vorübergehenden Zustand ansiehst, den man als junger Mann mitnehmen könne, dann bleibe, wo Du bist, dann bist Du für mich und für die Menschheit verloren, taugst für Nordamerika nicht. Ich kenne Neapel nicht, ich weiß aber, daß selbst Hannibal und sein Heer in Capua, unfern Neapel, untergegangen ist, und daß der ganze Staat Neapel dem Untergange nahe steht, eigentlich schon untergegangen ist. Der Fischerkönig dort und seine Gemahlin, Lord und Lady Hamilton, Prinz August und seine Auguste, Graf Münster wie Graf Schlottheim, sie alle wandeln auf einem Vulkan, schlimmer als jener, dessen Rauchsäulen Du auf Deinem Balkon vor Dir siehst. Rette Dich in unsere jungfräuliche Republik, wahrscheinlich trete ich Dir dann schon mit einer Gattin entgegen, die Deiner Olga eine würdige Schwester sein wird.

Ueber hiesige Zustände habe ich langes und breites an meinen Vater geschrieben. Ich hatte ihm schon von England aus eine neuerfundene Copirmaschine geschickt, und ich habe ihn gebeten, meine sämmtlichen Mitteilungen an ihn, sofern sie nicht rein privater Natur, Dir abzuklatschen und zu senden. Du wirst daraus einen ungefähren Begriff hiesiger Zustände bekommen. Diesen Brief sende ich durch Vermittlung des Herrn Best in London an meinen Vater mit dem Auftrage, durch die hannoverische Gesandtschaft unter Graf Münster's Adresse Dir denselben zuzusenden. Dann wird er die Reise über London und durch Best's Hände noch einmal zurückmachen.

Laß alle Deine Antworten an mich durch Lord Hamilton an Best senden, sie kommen mir dann am sichersten zu Händen.

Glaube mir, daß ich Dich mit aller Herzlichkeit von früher liebe und nie vergessen werde, daß Du mein Leibfuchs warst, glaube aber auch, daß mir, wenn auch wenige Jahre älter als Du, mehr Wind um die Nase geweht ist, als Dir vielleicht je herumwehen wird, und daß ich, um mich kaufmännisch auszudrücken, um neunzig Procent praktischer bin als Du.

Entscheide Dich bald und küsse Deine Geliebte in meinem Namen und Auftrage im Angedenken des Tages, wo ich sie vor etwa zehn Jahren zuerst sah.

Schreibe mir, was Freund Heinrich Schulz macht, wenn Du Nachricht von ihm hast.

Vale! Vale!

Dein Justus Erich.

Als Beilagen lagen diesem Briefe bei das nachfolgende Schreiben wie die Tagebuchsblätter an Bollmann's Vater:

Philadelphia, 15. Juni 1796.

Schon vor meiner Ankunft in den Vereinigten Staaten wußte man, daß ich kommen würde; meine wirkliche Ankunft wurde bald allgemein bekannt. Mein Versuch, Lafayette aus Olmütz zu befreien, hatte Neugierde und gutes Vorurtheil erweckt, und so fand ich dann in Neuyork, wo ich nur vierzehn Tage blieb, und hier, wo ich seitdem immer gewesen bin, eine entgegenkommende freundschaftliche Aufnahme. Ich war bald in den ersten Gesellschaften zu Hause, hatte an allen kleinen Festen und Familienbelustigungen während des Winters Antheil, und verbrachte vorzüglich mit den Weibern, die im Durchschnitt schön, weniger aufs Geldverdienen erpicht wie die Männer, folglich weniger beschränkt, gebildeter und liebenswürdiger sind, manche angenehme Stunde. Die hiesigen Amerikanerinnen sind lebhafter wie die englischen Damen. Sie tanzen mit Leidenschaft und schön, reiten viel und gut, machen weniger Umstände, funfzig deutsche Meilen zu reisen, als deutsche Damen eine halbe, sind frei und wild und werden meistens frühe Mütter von zahlreichen Kindern. Aber wiewol die Sitten im ganzen unverdorben und in Philadelphia sogar in der sogenannten guten Gesellschaft kaum ein einziges Frauenzimmer ist, deren Tugend sich auch nur bezweifeln ließ, so ist doch bei dem schönen Geschlecht eine gewisse Würde im Betragen, eine keusche liebenswürdige Zurückgezogenheit, die weniger eine Folge individueller Vervollkommnung, als vielmehr der größern Verfeinerung des sittlichen Gefühls einer Nation überhaupt zu sein scheint, hier weit seltener als wie in England, Deutschland und Frankreich. Es ist möglich, daß diese Abwesenheit einer unschuldigen Außenseite eine Folge der größern Unschuld selbst ist, möglich, daß unsere europäische Verdorbenheit europäische Vortrefflichkeit erzeugt! Alles wohl überlegt, bestärkt der Anblick der Neuen Welt in mir den Vorsatz, mit den Dingen, wie sie sind, zufrieden zu sein, indem unglücklicherweise das Gute sehr oft sich selbst zerstört, und glücklicherweise das Uebel wieder Gelegenheitsursache zum Guten wird. Es gibt in den Vereinigten Staaten, wie beinahe jetzt überall, zwei Parteien, Freunde und Nichtfreunde des französischen Interesses. Beide Parteien sind und waren nicht viel liberaler als wie in Europa; aber man ist der französischen Nation Dank schuldig, man hat noch kürzlich selbst für die Sache der Freiheit gefochten; darum äußert sich die gegenseitige Wärme nicht sowol in entgegengesetzten Aeußerungen über die Französische Revolution, als vielmehr in Lob oder Tadel der englischen Politik. Das Gouvernement und die Kaufmannschaft gehören im ganzen zur englischen, die Güterbesitzer zur französischen Partei. Zu dieser letzten gehören gleichfalls im ganzen alle Staaten südwestlich von Potomac, Virginia, Carolina u. s. w., zu jener die Staaten nordöstlich vom Potomac, Pennsylvania, Neuyork, Massachusetts, Connecticut u. s. w. Die letztern sind mehr Handelsstaaten, haben keine, oder nur sehr wenige Sklaven, folglich weißen Pöbel, sind also weniger demokratisch. Die Einwohner der südwestlichen Staaten bestehen größtentheils aus Gutsbesitzern, der größere Theil der Arbeiter sind Sklaven, es gibt da folglich keinen Pöbel (denn die Sklaven gehören nicht mehr zur Societät, wie Pferde und Kühe, und sind in ihrem gegenwärtigen Zustande der öffentlichen Ruhe fast ebenso wenig gefährlich), darum sind diese Staaten mehr demokratisch. Sie waren kühn während der Revolution, und sind zum Theil noch jetzt der Errichtung abgeneigt, welche die Legislatur in zwei Kammern, den Senat und das Haus der Repräsentanten, trennt, denn eine solche Ordnung ist weniger demokratisch. Sie möchten die ganze Gewalt lieber in eine einzige Versammlung zusammendrängen, und sie wünschten dies um so viel mehr, weil sie in einer solchen einzigen Versammlung vermöge ihrer größern Zahl von Repräsentanten leicht das Uebergewicht erhalten würden. Im Senat, wo nicht die Volksmenge jedes einzelnen Staats, sondern die Staatenzahl im ganzen die Menge der Senatoren bestimmt, verlieren sie diesen Vortheil. Aus diesem Grunde nennt man die französische die Oppositionspartei, gewöhnlich die antiföderalistische, die englische die Gouvernementspartei oder die föderalistische.

Diese Benennungen sind richtiger als französische oder Oppositionspartei, da der Senat die individuelle politische Existenz eines jeden einzelnen Staats aufrecht hält; eine einzige Versammlung würde zur Consolidirung in einen einzigen Staatskörper führen, zum Einheitsstaate, vielleicht zur Monarchie, während der Norden nur einen Bundesstaat will.

Trotz der Leidenschaft dieser beiden Parteien, eine Sache, die in einer Republik nothwendig und heilsam, weil sie die große Basis des öffentlichen Wohls ist, Kenntnißverbreitung und Patriotismus befördert, indem sie durch das Interesse der Leidenschaft Geistesthätigkeit und Theilnahme erweckt, steht der innere Friede dennoch unerschüttert. Es befestigen denselben das vorwiegende, jedem sich aufdrängende Interesse des Zusammenhaltens in einem gemeinschaftlichen Staatenverein, gegründet auf das Bewußtsein individueller Schwäche und gegenseitiger Notwendigkeit, und das vorwiegende Interesse für die Aufrechthaltung der Ordnung, welches in einem Lande nothwendig stattfinden muß, wo es keine Bettler gibt, keine armseligen Menschen, keine verschiedenen Stände; wo jeder ein Eigenthum hat, wo Eigenthum sicher ist, und sich durch Thätigkeit zuverlässig mit jedem Tage vergrößert; wo Vermögen und Fähigkeit endlich zur Befriedigung aller vernunftmäßigen Wünsche führen. In einem solchen Lande ist Krieg und Störung von Ordnung jedem fürchterlich, keinem annehmlich. In einem solchen Lande regieren die Leute im eigentlichsten Sinne sich selbst, und trotz des Parteigeistes, trotz des anscheinenden Kriegs ist alles gegenseitige Nachgeben Fügung, Einverständniß, sobald es zu Handlungen oder zu Maßregeln kommt, die auf Ordnung und Ruhe Bezug haben. Der Ordnungs- und Friedensgeist ist wirklich so groß, daß die gänzliche Vernichtung der executiven und gerichtlichen Gewalt, könnte sie statthaben, einem Reisenden, der die Landessprache nicht verstände, durch keinen Auftritt vernehmbar werden würde. Eine Stadt wie Philadelphia, bewohnt von sechstausend Menschen, ohne irgendeine Spur von Sicherheitspolizei, und dennoch ruhig bis zur Abwesenheit des Lärms der Trunkenheit und der Scheltworte, ist für jeden neuankommenden denkenden Europäer ein auffallendes und anfänglich beinahe unbegreifliches Phänomen.

An Aufwand und Luxus aller Art wird Philadelphia in Deutschland nur von Wien und Berlin übertroffen. Es ist daher ein frappanter Gedanke, wenn man sich vorstellt, vor einhundertzwanzig Jahren war es hier noch dichter Wald. Man glaubt nicht, daß Menschen so schnell umschaffen können. Der Wohlstand ist allgemein und hat sich vorzüglich während des Kriegs sehr vermehrt. Die Ausfuhr von Philadelphia allein belief sich im Jahre vom October 1790 bis October 1791 auf 3,436092 spanische Dollars und im Jahre 1794 bis 1795 auf 11,518260 Dollars. Eine verhältnißmäßige, gleichstarke Vermehrung hat in den übrigen Handelsstädten stattgefunden, und dies ist vorzüglich dem Umstande zuzuschreiben, daß der westindische Handel beinahe ganz in amerikanische Hände gefallen ist. Die Ausfuhr ist zugleich an Werth gestiegen. Eine Tonne Mehl, die vor dem Kriege 5 Dollars kostete, gilt jetzt 13–15 Dollars. Amerika bereichert sich durch die Unruhen in Europa. Und wiewol ein schneller Friede in allen Seestädten der Vereinigten Staaten viele Häuser, die zu sehr auf die Fortdauer des Kriegs speculirt haben, zu Grunde richten würde, so hat der wirthschaftliche Wohlstand der Nation im ganzen während der drei letzten Jahre doch außerordentlich gewonnen und läßt sich durch einige Bankrotte nicht entwerthen.

Ich erwähne dies, weil einige Reisende, vorzüglich Franzosen, die wegen ihrer besondern Lage, und weil sie die Landessprache nicht verstehen, sich hier im Durchschnitt sehr elend fühlen, glauben, daß aller Wohlstand hier nur eingebildet und sehr precär sei, ja mit dem Frieden zusammenstürzen müsse. Laßt euch in Deutschland durch Verbreitungen dieser Art nicht irren, sie sind ungegründet.

Da die Unruhen in Europa für uns so angenehme Folgen gehabt haben, so war es ein Gegenstand von der äußersten Wichtigkeit, die Neutralität zu erhalten. Alle Amerikaner sind hierin einverstanden. Könnte uns die Neutralität nur durch einen Freundschaftstractat mit England, wie den, den man gemacht hat, erhalten werden, so ist der Tractat als ein geringeres Uebel gut. Man konnte keinen bessern machen, behaupten die Föderalisten. Die Antiföderalisten behaupten das Gegentheil. Das britische Ministerium führte zuverlässig während der Negociation eine drohende trotzige Sprache. Man hat wahrscheinlich in der Verhandlung selbst einen Fehler gemacht, indem derselbe Mann zu derselben Zeit Genugthuung für erlittenes Unrecht fordern und freundschaftliche Verbindung schließen sollte; zwei Dinge, die ihrer Natur nach unvereinbar sind. Zu dem, der mich beleidigt hat, von Freundschaft sprechen, heißt kriechen und seine Obergewalt eingestehen. Er wird nur schlechte Genugthuung geben, und seine Freundschaftsbedingungen werden hart sein – dies ist der Fall gewesen. Ob es dem britischen Ministerium mit den Drohungen Ernst war, oder ob dasselbe nur Furcht einjagen wollte, darin liegt die Entscheidung. Es befinden sich gegen sieben Millionen Pfund Sterling englisches Eigenthum in den Vereinigten Staaten und die Vereinigten Staaten sind gegenwärtig der Hauptmarkt englischer Manufacturwaaren. Man rechnet, daß ein Drittel aller in England verfertigten Waaren hierher verschickt wird. Aber die Amerikaner haben vermöge des westindischen Handels gleichfalls große Summen in England ausstehen; ihre Handelsschiffe sind in allen Meeren, und sie haben bisjetzt keine einzige Fregatte, sie zu beschützen. England ist überdies in Lage und Stimmung, alles aufs Spiel zu setzen. Den Credit der Vereinigten Staaten in Ansehung ihres Finanzsystems zu erhalten und fester zu gründen, war ein wichtiger Punkt. Alles daher zusammengenommen, ist's vermuthlich am besten, wie es ist.

Die Debatten im Congreß über diesen Gegenstand sind während der letzten Sitzung sehr lebhaft gewesen. Sie betrafen vorzüglich zwei Punkte: 1) Hat das Haus der Repräsentanten ein Recht, über den Werth des Tractats Untersuchungen anzustellen und die erforderlichen Geldbewilligungen nach Gutbefinden zu geben oder zurückzuhalten? Die Constitution läßt diese Frage streitig. Mit schlichtem Glauben gelesen, verneint sie sie; aber man kann's drehen und wenden. Daß sie sie verneint, ist vermuthlich ein Mangel der Constitution. Allgemeine Vernunft und politische Gründe scheinen ihre Bejahung zu fordern. Viel Scharfsinn und Gelehrsamkeit wurde für und wider aufgeboten in einer drei Wochen langen Discussion. Die Opposition gewann in dieser Frage eine Mehrheit von zwanzig Stimmen. 2) Ist es rathsam, die notwendige Summe zur Vollziehung des englischen Tractats zu bewilligen? Eine Mehrheit von drei entschied für die Bewilligung wider die Opposition. Das kaufmännische Interesse war vorwiegend. Die Nation übte durch zahlreiche Petitionen einen beträchtlichen Einfluß auf die Verhandlungen. Der Tractat war einmal gemacht; Washington's Popularität allein gab ihm bei vielen Gewicht. Ein Verwerfen wäre nicht einmüthig gewesen. Innere Trennung hätte die Feinde stark gemacht. Die Frage war bei vielen nicht: »Ist der Tractat gut?« sondern: »Kann Washington, der Patriot, der Staatsmann, unrecht thun oder sich irren?« Wäre der Tractat daher schlechter gewesen, als er wirklich ist, ein denkender Amerikaner konnte ihn verwünschen, aber da er einmal da war, mußte er ihn anerkennen.

Die Haupteinwendung wider den Tractat war nicht auf seine unmittelbaren Vortheile oder Nachtheile gegründet. Man haßte nähere Verbindung mit England überhaupt. Man fürchtete, daß sein geheimer Einfluß zu groß würde und politische Corruption in die Vereinigten Staaten bringe. C'est s'attacher à un cadavre! dachten viele.

Die nähere Verbindung mit England ist übrigens die natürlichere. Sprache und Sitten sind dieselben. Ob sie der politischen Selbständigkeit der Vereinigten Staaten nicht nachtheilig ist, ist eine andere Frage. Die übelmeinende Mutter wird schwerlich jemals eine gute Hofmeisterin, noch weniger eine gute Freundin werden, und gar nichts mit ihr zu thun zu haben, wäre vermutlich besser, um völlig allein zu gehen und eigenen Kräften vertrauen zu lernen. Auf alle Fälle scheint man für den Augenblick das Beste errungen zu haben, und für die Zukunst? England liegt in einer gefährlichen Krise; ersteht es rüstig und kraftvoll, dann ist's gut, damit befreundet zu sein. Geht es zu Grunde, dann ist's leicht, davon loszukommen.

Im allgemeinen möchten viele warme Föderalisten gern eine erbliche, limitirte Monarchie, viele Antiföderalisten gern eine mehr demokratische Republik haben. Die große Masse und ruhige Vernunft hängen der Constitution, wie sie ist, an. Da die Parteien mit ziemlich gleichen Kräften in entgegengesetzten Richtungen ziehen, da die meisten Ruhe wünschen und keine Art von Corruption in die öffentliche Versammlung eingeschlichen ist, so scheint mir die Verfassung der Vereinigten Staaten so fest zu stehen, wie eine republikanische es nur immer kann.

Washington's Popularität hat durch den Tractat viel verloren. Seine Präsidentur geht mit diesem Jahre zu Ende. Ob er wiedergewählt wird? einstimmig, wie bisher, wol nicht, durch eine Majorität, zuverlässig. Wird er, weniger ehrenvoll, das heißt nur durch eine Majorität erwählt, die Präsidentur annehmen? Man sagt: nein. Aber die Gewalt ist anziehend, ist fesselnd, darum bin ich dieser Meinung nicht.

Jefferson ist der Held der Opposition, der Freund der Franzosen. Er lebt auf seinen Gütern in Virginia und scheint sich um nichts zu bekümmern. Sein Buch beweist, daß er ein Mann von umfassendem Geist ist. Auf einer Reise ins Innere, die ich in wenigen Tagen anzutreten denke, werde ich ihn näher kennen lernen.. Jefferson, der gegenwärtige Vicepräsident Adams, der Vater des Gesandten zu Holland, und der Negociateur Jay haben, nach Washington, die größte Anwartschaft auf die Präsidentur.

Washington ist ein großer, starkgebauter, schöner, rüstiger Mann. Der Ausdruck seiner Gesichtszüge und seines ganzen Aeußern verräth viel Kälte und Festigkeit. Klugheit, Vorsicht, Behutsamkeit sind die hervorstechenden Züge seines Charakters. Er ist mehr verschlossen als offen, mehr wirklich gut als rein, als liberal und großmüthig, mehr bedacht, nie etwas Unrechtes als etwas Ausgezeichnetes zu thun. Er ist ohne Leidenschaft, dies alles, wie's scheint, aus Grundsätzen. Er ist tugendhaft, nicht groß, sehr vernünftig, ohne ein hervorstechendes Talent, trocken und abgemessen, nicht sehr liebenswürdig, aber Hochachtung fordernd. Washington ist gemacht für den Posten, den er bekleidet. Rathfragend, sinnend, aber nie hingerissen, selbstbestimmend und selbstentscheidend.

Washington ist Lafayette's warmer Freund. Aber was kann derselbe bei einer Lage wie die oben geschilderte thun? Oesterreich ist es, das Lafayette gefangen hält, und die französischen Republikaner bekennen sich wenigstens als seine Freunde nicht. Was soll die amerikanische Politik nun thun?

In Dankbarkeitsangelegenheiten, vorzüglich wenn sie einen einzelnen Mann betreffen, über kleinliche politische Calculs mit republikanischer Größe wegsehen? Das klingt schön! Ob's weise ist, weiß ich nicht; wenigstens liegt's nicht in des Präsidenten Charakter. Man thut, was man füglich thun zu dürfen glaubt. Das ist nicht viel.

Das wird nichts helfen. Lafayette's Sohn ist beim Präsidenten im Hause; daß er ihn an Kindesstatt angenommen hätte, ist unbegründet. Dem amerikanischen Publikum ist Lafayette's Namen heilig, ohne Unterschied der Parteien. Aber dennoch sind oder scheinen wenigstens die Antiföderalisten wärmer; theils vermuthlich, weil alle Minorität wärmer, brüderlicher ist; theils weil Lafayette, der Gegenstand nur schwacher Hülfleistungen, dem Gouvernement ein Vorwurf wird, während er der Opposition selbst als Vorwurf willkommen ist; theils weil Lafayette der Freund Englands nicht ist und nie sein kann, ein Umstand, der freundschaftliche Gefühle für ihn auf der einen Seite anfachen, auf der andern abkühlen muß. Es gibt einzelne, aber nur wenige, die ihn kaum gern hier sehen. Ich selbst habe vom Publikum im allgemeinen und vom Präsidenten insbesondere, oder, eigentlicher zu reden, nicht vom Präsidenten, sondern vom General Washington mehr Aufmerksamkeit und Wohlwollen erfahren, als vermutlich irgendeinem neuankommenden Fremden noch zutheil wurde. Es wird aber, nach neuern Gesetzen, ein fünfjähriger Aufenthalt erfordert, um amerikanischer Bürger sein zu können.

George Lafayette ist ein siebzehnjähriger sanfter junger Mann, dem's nicht an Geist fehlt. Wir haben uns oft gesehen. Er fühlt sich unglücklich, für seinen Vater so gar nichts bewirken zu können.

Seine Existenz ist gegenwärtig vom General Washington abhängig, aber die Nation würde sich seiner angenommen haben, wenn dieser nicht erklärt hätte, »er würde es ihm an nichts fehlen lassen«. Mr. Frestel, ein interessanter, kluger, rücksichtsvoller Mann, der mit Lafayette von Frankreich hierher kam, ist noch jetzt bei ihm als Gouverneur und Gefährte.

Die Gegend um Philadelphia herum ist schön, vorzüglich in Entfernung von einer deutschen Meile. Der Boden ist an den meisten Orten fruchtbar. Das Grün ist merkwürdig heiter, bestehend aus einigen zwanzig untereinander vermischten Baumsorten, die ihr mannichfaltiges Laubwerk und ihr vielfaches Grün herrlich vermischen. Hügel und Thäler, Bäche, Wasserfälle die Menge.

Wohlstand strotzt uns überall entgegen, Elend ist nirgends. Keine Hütte so klein, vor deren Thür sich nicht eine zahlreiche gesunde junge Brut im üppigen Leben herumtummelt. Alles ist Treiben und Gedeihen. Menschen und Vieh sind wohl. Der größtmögliche innere Genuß hier ist das Vorgreifen in die Zukunft und das geistige Betrachten der Dinge, die bevorstehen. Nie hatte irgendein Volk eine solche Kindheit, nie vereinigten sich solche und so viele Bestandteile künftiger Größe, so sparsam untermischt mit künftiger Zwietracht. Nie wirkten dieser Zwietracht so manche zusammenhaltende Bande entgegen. Nie arbeiteten Natur und Menschenvernunft so groß, so glücklich zusammen. Welches Schauspiel wird das männliche Alter dieser Nation darbieten, wenn ihr Aufsprossen von so einzigen und merkwürdigen Umständen begleitet ist? Man fühlt sich zuweilen geneigt, an dem allmählichen Fortschreiten der Menschheit im ganzen zu zweifeln. Wenn man bedenkt, was Amerika unter den gegebenen Umständen in zweihundert Jahren nothwendig werden muß, so kann man nicht umhin, den schönen Gedanken einer zur Vollkommenheit fortschreitenden Menschheit mit verjüngter Zuversicht wieder zu beherbergen.

Glauben Sie nicht, daß ich verschönere, ich lasse Amerika nur Gerechtigkeit widerfahren. Das geistige Betrachten der Zukunft ist wirklich hier seelenerhebend, in Europa oft melancholisch niederdrückend. Aber Sie haben Eins in Europa, was hier fehlt, die aufgehäufte Arbeit von Jahrhunderten. Wir fühlen das zu Hause nicht, aber denken Sie nach, es sagt viel!

Wassergräben, Hecken, Dämme, Brücken, alles da, ist schon lange dagewesen, daran haben Väter und Großväter gearbeitet; diese Dinge haben etwas Festes, Gesetztes, sie tragen die Physiognomie ihres Alters, hier ist alles wie von gestern. Was Menschen machen, überlebt sie oft, und die Nachkommenden schaffen wieder, darum ist in Europa ein Schattenreichthum, eine Menge von Möbeln, Geräthschaften aller Art u. s. w., den man hier nicht findet; Anlagen aller Art, Gärten, Festungen, Thürme, Gemäuer, Ruinen selbst rufen eine Vorwelt und ihre Geschichte ins Gedächtniß zurück. Und nun vollends diese Denkmale der Wissenschaften und Künste, Bibliotheken, Alterthümer, Statuen, Gemäldesammlungen! Es ist traurig, daß wir den Werth der Dinge am meisten fühlen, wenn wir sie entbehren. Europa ist wie ein altes Haus, bröckelig hier und da, nach keinem guten Plan gebaut, in seinen Geräthschaften oft selbst olmig und hinfällig, aber reich angefüllt und voll versehen mit allem, was nützlich, angenehm und bequem ist. Amerika ist wie ein neues Gebäude, nach einem herrlichen Plan aufgeführt. Aber umher ist's wild und unaufgeräumt, und innen noch so unwöhnlich. Wenige Möbeln verlieren sich in weiten Gemächern, die Wände sind nackt, die Winkel springen einem so entgegen, die Lust ist feucht; um sich zu gefallen, muß man Hand anlegen und den Kopf voll haben von Einrichtungen und Verbesserungen, Verschönerungen; ruhig niederzusitzen, nur ums Erhalten bekümmert und seiner zu genießen, dazu ist's nicht.

Ein anderer Vorzug, den Europa hat, ist dieser beständige Zufluß neuer Ideen von allen Seiten her. Kurz, in beiden Ländern ist viel Gutes, in Amerika vorzüglich wenig Böses. Amerika ist keine Wüste, kein Paradies. Das letzte kann's aber werden. Wohlstand, Unabhängigkeit, größtmögliche Gleichheit, und was von diesen Dingen eine Folge ist, dies sind moralisch; üppige Vegetation, Mannigfaltigkeit der Gewächse, Heiterkeit des Grüns, Größe der Naturscenen, dies sind physisch die hervorstechenden, glänzenden Züge im Anblicke dieses Landes.

Mehr, wenn ich mehr umhergekommen bin und mehr weiß.

J. Erich Bollmann

Diesen Briefen war noch das Tagebuch einer Reise nach dem Westen hinzugefügt, das, so interessant es für Nordamerikaner sein mag, da es Zustände, Gegenden, Menschen, wie sie im Jahre 1796 waren, schildert, uns doch von dieser Erzählung zu weit abführen würde, das wir daher fortlassen, bis auf ein Bruchstück, das den Schauplatz künftiger Begebenheiten beschreibt.

Unser Freund Bollmann war einer der ersten Männer in Nordamerika, welche die Idee faßten, den asiatischen Handel über Nordamerika zu leiten. Er hatte vermöge seiner naturwissenschaftlichen Kenntnisse lange vorher, ehe der Columbiafluß entdeckt wurde, den Ausspruch gethan, daß die Felsengebirge, welche das Wasser dem großen Strome Missouri geben, in ähnlicher Weise eine Masse Gewässer nach dem Osten senden müssen, und daß der Mensch diesen von der Natur geschaffenen Wasserstraßen folgen müsse, um eine Verbindung mit dem Stillen Ocean herzustellen. Er sprach diese seine Ansicht namentlich gegen den Präsidenten Jefferson, als er diesem seine Aufwartung machte, aus, der sich lebhaft für die Entdeckung eines Wegs nach der Ostküste interessirte und den kühnen Ledyard aus Connecticut, als dieser von seiner ersten Entdeckungsreise nach den Nilquellen zurückgekehrt war, veranlaßte, nach Sibirien und Kamtschatka und der Beringsstraße zu reisen, von da nach Amerika überzusetzen, um die Ströme, welche sich in das Stille Meer ergössen, zu erforschen, und an dem Strome, der etwa dem Missouri gegenüber in den Stillen Ocean sich ergieße, hinauf und an seinen Quellen das Felsengebirge zu übersteigen. Der Amerikaner wurde aber, da er ohne Erlaubniß der Kaiserin Katharina das asiatische Rußland zu bereisen anfing, trotz der Empfehlungen des Barons Grimm als Spion verhaftet und aus dem Lande geschafft.

Bollmann drang auf seiner ersten Reise nach Westen nicht weit über den Ohio hinaus vor.

Ueber Pittsburg bemerkte er in seinem Tagebuche: »Ich sitze hier in einer jungen Stadt, welche die schönste Lage und die größte Zukunft hat in der ganzen Union, und welche einst den Welthandel mit dem Stillen Ocean und Asien vermitteln wird, wie sie schon heute den Handel nach den Seen und dem Westen wie Süden vermittelt.

»Pittsburg liegt zwischen zwei majestätischen Flüssen, dem Monongahela und Alleghani, welche durch ihren Zusammenfluß den Ohio bilden. Von dem Fenster, woran ich sitze, sehe ich auf den ersten dieser Flüsse, der etwa so breit ist als die Themse bei London. Das Ufer an dieser Stelle ist hoch, aber horizontal und eben mit kurzem Grase, so wie es die Schafe lieben, bedeckt. Es ist von einer Reihe von Kokosbäumen begrenzt. Das Ufer an der andern Seite ist eine Kette von Hügeln, dicht mit Eichen und Walnußbäumen beschattet. Der Fluß fließt eben und ruhig. Boote gehen jetzt hinüber; eben jetzt kommt eins von Illinois herauf, mit Fellen beladen. Die Leute am Bord tragen Kleider von wollenen Bettdecken gemacht; sie singen und lachen, nach Art der Franzosen, obwol roth wie Indianer und beinahe Gegenfüßler unsers Vaterlandes.

»Von hier bis zur Mündung des Ohio sind eintausendzweihundert Meilen, und dreitausend Meilen bis zur Mündung des Mississippi – wie ungeheuer und wie schön, das Reich der Freiheit und der gesunden Vernunft errichtet zu sehen in so weiten Gegenden, den Anfang zu bemerken von guten Grundsätzen und das Streben nach großer Vollkommenheit, den Unternehmungsgeist zu betrachten, wie er wirkt nach einem großen Plane, der im Verhältnisse zu sein scheint mit dem, welchen die Natur selbst befolgt hat; und endlich die künftige Größe und den Wohlstand zu ahnen, welcher diesem wachsenden Staate bevorsteht.

»Bisjetzt hat noch kein Fuß eines Weißen die Felsenkette überschritten, die uns von Californien trennt. Aber die Union wird sich diesen Weg bahnen und ihre Herrschaft bis zu dem äußersten Westen ausdehnen.

»Welches Reich dann, ein Reich der Freiheit, Vernunft und Selbstregierung, welches dem in Despotismus versunkenen alten Europa vielleicht die Freiheit wiedererringen hilft.«

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