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Huberta Sollacher

Frida Schanz: Huberta Sollacher - Kapitel 18
Quellenangabe
typefiction
authorFrida Schanz
titleHuberta Sollacher
publisherTrowitzsch & Sohn
printrunFünftes Tausend
illustratorW. Gause
yearo.J.
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20140315
projectidae575776
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Siebenzehntes Kapitel

Das Gaufest eines Jägerschützenvereins, dem viele Honoratioren der Jagerei im Voralpen- und zum Teil auch im Alpenlande angehören, findet im Postgarten des Seeortes statt.

Das ist ein fröhliches Ereignis für die ganze Gegend, für das Sollacher-Forsthaus noch besonders. Denn solch ein Schützenfest ist ein Stelldichein von vielen sich selten sehenden guten Bekannten und Berufsgenossen, ein Zusammenfluß froher, frischer Menschheit aus lauter grüner Einsamkeit heraus ins helle Licht vergnügter Geselligkeit, ein Wiedersehens- und Begrüßungsfest von lauter Zusammengehörigen.

Denn die Leute von der grünen Farbe fühlen sich ja einander alle verbrüdert. Und zum großen Teil sind sie es auch in Wirklichkeit. Beim Zusammentreffen vieler Jäger- und Försterfamilien eines Landes hört man dieselben Namen oft massenhaft.

Das hängt sich so ein! Das liebt und freit untereinander; die Söhne ergreifen den Beruf des Vaters; sie wissen und kennen nichts Schöneres. –

Im Speisesaal und im Garten der Post soll das Fest gefeiert werden. Die Scheibenstände sind auf der großen Wiese neben dem Wirtshausgarten aufgestellt.

Einen ganzen Tag lang hat die Wabi Kögelsberger zu deren und des Festsaals Bekränzung Tannenguirlanden mit Buschen aus blauem Enzian und farbenfrischen Gartenblumen gewunden, unter sehr lieblichem Beistand, denn sämtliche Professorsdamen haben ihre feinen Finger dazu geopfert; sie sind sehr gespannt, so ein Fest der Waldleute hier mit anzusehen und mit zu erleben.

Die Begrüßung der am Fest Beteiligten ist nach der Kirche im Postgarten angesagt. –

Aber Huberta macht sich mit ihrem feinen, schwarzen Kirchenkleid, dem weißen Sonnenhut und dem alten, schönen, von der Mutter ererbten Silberschmuck angetan, das Gesangbuch in der Hand, schon vor Tau und Tag aus dem Forsthaus zum Gang nach dem Seeort auf.

In allerfrühester Dämmerung und Morgenfrische ist sie heut aufgestanden, hat länger als sonst mit gefalteten Händen am offenen Fenster gestanden und dann geschäftig, wenn auch merkwürdig leise und schweigsam, ihre Haushaltungsarbeiten getan. Lichter als sonst, etwas bleich, erscheint ihr frisches Gesicht, dabei aber durchleuchtet von lächelnder, festlicher Erwartung und Vorfreude.

Soll sie doch in der kleinen, evangelischen Kirche des Ortes, bei deren Grundsteinlegung ihre junge Mutter einst stand, zu deren Bau dieselbe einen treugehegten Extrasparschatz gestiftet, heute ihres Freundes, des Herrn Kandidaten Ruffel, erste Predigt, seine Probepredigt im Seeort, hören.

Da heißt's früh aufbrechen! Denn zu Kirchgängen mag Huberta nun einmal die Eisenbahn gar nicht benutzen; zu Fuß durch den schweigsamen, feierlichen, vom ersten Morgenleuchten durchgoldeten Wald müssen diese Gänge sie führen, wenn alles recht und richtig in ihr vorbereitet sein soll: gibt solch einsamer Waldweg ihr doch nun einmal die tiefste Sammlung ihrer Gedanken! Jedes sanft anschwellende, stark austönende Rauschen der Wipfel und Zweige hebt ihr Herz wunderbar mit empor zu Andacht und liebender Gottesfurcht.

Sogar in bösem Wetter, im klatschenden Regen und in Sturmesbrausen, sind ihr diese Wege noch lieb und teuer als Vorbereitung zu ihrem Gottesdienst.

Ja dann, meint sie, ist's erst recht großartig und schön!

Heute weben goldige Strahlen und Schleier zauberhaft durchs Nebelgewirr, grün und buntfunkelnd blitzt es aus jedem Tropfen Tau. Des Hähers Schrei, das Rucksen der Wildtauben und das Hämmern des Spechtes klingen vertraut und harmonisch hinein in den großen Frieden, in den hier und da ein kleiner Waldsänger eine silberzarte Strophe spinnt.

Aus den gewaltigen Hochwaldhallen treten Rehe heraus auf den moosigen, sonnenbeleuchteten Gangpfad, ein zweijähriges mit noch samtigem Gehörnansatz, ein Muttertier mit gefleckten Jungen; dann setzt ein ganzes Rudel über den Weg, vertraut, wie im Spiel, im tiefsten Wohlbehütetsein.

Daß das alles nur so scheint, daß der Wald auch Kampf und Not und Sünde birgt, daran will Huberta jetzt nicht denken. Und doch kann sie dem Gedanken daran kaum wehren, dem Gedanken an die in den letzten Wochen gerade wieder vorgekommenen, so sehr aufregenden Kämpfe zwischen Jagdjustiz und Jagdfrevel. Ein paar alte, abgefeimte Wilderer, von denen der eine, der Altgesell aus der Hammerschmiede am Wildbach, der Hankerin Bruder, schon einmal Monate lang im Gefängnis gesessen, sind vom Sollacher nach langem, fieberhaftem Spüren jetzt wieder beim Schlingenstellen auf frischer Tat gefaßt, festgemacht und eingebracht worden. Drei Wochen Gefängnisstrafe gab's abermals in Anbetracht seiner Vorstrafen.

Seit seiner Freilassung ist er ein paarmal wieder auf Waldwegen mit dem Sollacher zusammengetroffen, hat den höhnisch und ränkevoll angeschaut.

Trotzig lachend erzählt's der Max daheim.

Was ist dem Sollacher denn die Gefahr?

Aber der Huberta zog's oft das Herz wie im Krampf zusammen vor banger, ungewisser Angst.

Und doch ist's wieder ruhig in ihr geworden, ruhig, wie sie's von Kindheit an wohl schon tausendmal nach starkem Aufruhr in sich werden fühlte.

Sie denkt und sinnt eben beim Schreiten, ob der Wald das wohl gibt und mit sich bringt, der Wald mit seinem starken Wachstum gen Himmel, seinem Strotzen von allen besten Säften und Kräften der Natur, dieses Sich-ruhig-hinein-ergeben in eine höchste Macht, einen höchsten Willen, das feste Vertrauen auf etwas, das so viel größer und herrlicher ist, als der Menschen kleines Hoffen, Fürchten und Treiben.

Auf diese Macht verläßt sie sich auch für ihren Freund, den Prediger, und sie weiß sich darin im stillen eins mit ihm, wenn sie ihm schon gestern beim Wiedersehen genau ansah, wie ergreifend ernst und mit welchem ihr unbegreiflichen Bangen vor der ersten Feuerprobe er diesen ersten Schritt in sein Berufsleben hinein nimmt.

»Der macht's! Der siegt! Der ist recht!« Das weiß sie doch ganz genau.

»Ein kleiner Zaubersegen guter Freundschaft kann zwar doch nichts schaden,« meint sie, als sie aus dem Wald heraus durch die Felder der Bauern nach dem Orte zugeht.

Sie möchte ihm gern ein Vierkleeblatt finden, wie es ihrem Sollacher neulich an dem glückseligschönen Morgen fast von selbst in die Augen sprang.

Das ist nach scharfem Umheräugen auch wirklich merkwürdig bald geschehen. Als sie sich bückt, um es zu pflücken, lacht sie hellauf vor lauter Freude! – denn ein zweiter Vierklee steht stolz und schön dicht neben dem ersten auf dem Feld.

Rasch pflückt sie den ab.

Aber! Sieh da! Was ist denn das?

Gleich noch ein drittes!

Da! Ein viertes sogar!

Ist's Zauberei? Oder ist sie in ein Feld von überhaupt lauter Vierblattern geraten?

So scheint es wirklich!

Sie pflückt und pflückt, höchst vergnügt, in diesem Augenblick ein echtes, fröhlich-abergläubisches, junges Mädel!

Nicht gerade ein ganzes Feld, aber jedenfalls ein Nest voll Vierblättern, ein merkwürdig großer Fleck im gewöhnlichen Futterklee ist's, an den sie geriet, ein seltnes, reizendes Naturspiel hat sich ihr geboten. –

.

Jubelnd denkt sie sich's aus: sie will den Eltern des Predigtamtskandidaten einen Teil ihrer Glücksbeute bringen, einen Teil davon, wenn's irgend geht, ihm selbst heimlich in seine Bibel hineinpraktizieren! Und einen dritten Teil steckt sie jetzt schon verstohlen zu sich, ins Mieder, unters Kleid, – zu sehn braucht's niemand, was für Zauber sie treibt.

»Gott schütz' ihn! Gott b'hüt' ihn!« sagt sie als Ausdruck aller der innigen Wünsche, die sie in stiller Seele mit diesem Glückshexen verbindet.

War's zu viel des Guten? War's überzaubert? Oder war vielleicht ein Schabernack spielendes, fünfblättriges Unglücksblatt unter den vielen Vierblättern?

Beinahe wär's schief gegangen!

Das heißt, eine ganze Hand voll Blätter richtig und heimlich in des Herrn Kandidaten Bibel zu schmuggeln, die auf seiner Mutter Tisch bereit lag, das war ihr gelungen. Niemand hatte es gesehn.

Aber dann!

Als der junge Geistliche, sich von seinem stummen Gebet erhebend, die ersten Worte von der Kanzel an die durch Sommerfrischler und Sommeransässige jetzt recht zahlreiche Gemeinde richtete, war es in der kleinen Kirche mucksmäuschenstill.

Des Predigers hohe Gestalt, der Klang seiner Stimme, der edle Ernst seines Gesichts hatte etwas Überraschendes, Bannendes für die Gemüter. Ein einziges Auflauschen und Erwarten von etwas besonders Schönem lag in der Luft.

Der junge Prediger hob die Bibel, um den Text zu lesen.

– – – »woselbst geschrieben steht,« hatte er eben gesprochen. Da stockte seine Stimme.

Heiße Röte der Verlegenheit überzog sein Gesicht.

Seine Hände hatten in der Erregung wohl nicht fest zugepackt, ein Teil der Bibel hatte sich bauschig auseinandergeblättert, und dabei sauste eine Anzahl frischer, grüner Blätter in lustigem Schwung im Sonnenstrahl von der Kanzelbrüstung auf die Köpfe der Gemeinde im Schiff der Kirche hernieder.

Ein leises Rauschen und Rascheln der Bewegung, ein Spähen, Köpfeheben, ja Flüstern ging durch die atemlose Stille.

Eins der Blätter, ein besonders schön geratenes, großes Vierkleeblatt, segelte herab, gerade in Huberta Sollachers Schoß.

Die blickte entsetzt, wie gelähmt vor Schreck, zur Kanzel hinauf. Ihr Herzschlag stockte. Sie las in des Freundes ernstem Gesicht die entrüstete Frage: »Kindisches Mädchen, schlechte Freundin, warum hast du mir das getan?«

Da war's ihr, als sollte sie sterben und vergehen vor Schreck und Weh.

Sie senkte die Blicke tief zu Boden, hörte erst lange Zeit gar nichts, als das wilde Klopfen des eigenen Herzens, den Sturm in ihrer eigenen Brust, einen Sturm, wie der, der die Eichen bricht, der »Vorbei!« ruft, »Vorbei! Vorbei!«

Erst ganz langsam und allmählich fing ihr Bewußtsein wieder Töne der Wirklichkeit auf.

Sie hörte des Predigers Stimme, noch bebend, aber hell und klar, wie eine Glocke, hintönen durch des Kirchleins Raum.

Gott sei Dank, dachte sie.

Er hatte seine Verwirrung überwunden, hatte sich und die Gemüter der Gemeinde wieder gesammelt und gefaßt, hatte mit seiner Predigt begonnen.

Huberta dachte zerknirscht: ›Welche Anstrengung mag es ihm gekostet haben!‹

Siehe da! – Seine Stimme wurde nun immer heitrer, immer fester, paßte sich immer besser dem schönen Text seiner Predigt an, dem Loblied auf den Sabbat, Psalm 92.

Eine richtige Sommersonntagspredigt war's, eine so recht einfache, freudige, aus der es Blühte und duftete zum Himmel empor, wie aus einem blumenbunten Bauergarten, von Würze, Sonnenliebe, Dank der Geschöpfe für die Mutter Erde und den, der sie schuf.

Immer fester, straffer hielt der Prediger den Faden seiner Rede. Von Verlegenheit und Befangenheit hörte man bald nicht die leiseste Spur mehr. Natürlich und schön floß alles dahin.

Andächtiger hat Huberta keiner Predigt zu Ende gelauscht, wie der.

Sie hat sich dann mit ihrem übervollen Herzen fortgestohlen von den Menschen, von den Eltern des Probepredigers, dem alten Pastorpaar, und vielen Bekannten und Sommerfrischlern, die sich auf dem Kirchhof mit stummem Händedruck um den Kandidaten drängten.

Mit gesenktem Kopf ging sie von der Ortsstraße ab, ein Nebengäßchen entlang und durch die offene Tür in den Friedhof hinein, in dessen abgesondertem Gärtlein ihre Mutter schlief.

So recht wie ein zerknirschtes, beschämtes Kind hat sie an deren Grab gestanden. Die Augen funkelten ihr noch feucht, als sie die stille Stätte wieder verließ.

Da kam ihr auf dem einsamen Sträßchen, das auf einem Umweg von der Kirche in den Ort führte, eilenden Schrittes der Herr Kandidat entgegen.

Es kam sie erst an wie Umkehren, Fortstürzen, Sichverstecken.

Dann faßte sie sich aber und ging doch tapfer und ernst auf ihn zu, sah ihm gerad und fest ins Gesicht und flüsterte in tiefer Bewegung ein paar sehr bescheidene, reuige Worte, ihn um Vergebung bittend für ihr Ungeschick.

Nur ein paar! Was sie weiter sagen wollte, löste der Angesprochene in ein glückliches Lachen auf.

»Sie brauchen sich doch nicht zu entschuldigen, Fräulein Huberta,« sagte er im freundlichsten Herzenston. »Ich habe allerdings einen Augenblick gebraucht, bis ich die Sache verstand. So lange hat's mich verstört, hat's mich aus dem Konzept gebracht; – als ich dann aber Ihr erschrockenes Gesicht sah, begriff ich den Zusammenhang, und da hat es mich beglückt, hat mir die Seele mit einer solchen Fröhlichkeit und Heiterkeit erfüllt, wie ich sie kaum je vorher gefühlt hatte. Ganz heimisch hab' ich auf einmal sprechen gekonnt, gar nicht wie zu Fremden, und auch nicht vorher überlegte Worte. Im Moment kam mir alles anders, einfacher, natürlicher, heitrer; und ich glaube, ich habe meinen Predigtton damit nun gefunden. Ach, Fräulein Huberta, ich bin ja überhaupt so froh!«

Die letzten Worte, so alltäglich sie waren, sagte er wie in einer Sprache, die Huberta noch nicht kannte, bisher nie gehört hatte.

Eine ganz neue Welt lag für sie darin.

»Ich will mir nun gleich nach dem Mittagessen ein Boot nehmen,« fuhr er in seiner gewöhnlichen Sprache dann fort, »will die ganze Seelänge entlang rudern und still und einsam nach den Bergen zu wandern. Daraus freue ich mich von ganzem Herzen! Seien Sie nur inzwischen recht, recht fröhlich unter Ihren Waldleuten!«

Das versprach sie ihm voll Glückseligkeit, frisch und froh aufatmend, ganz erlöst von ihrem Druck.

Ein paar hundert Schritte gingen die zwei dann noch zusammen.

Die wurden ihnen lieblich verschönt durch lachenden Kinderjubel. Aus einem Hinterhalt brachen plötzlich Roserl und Reserl hervor, die Hände voll von dunkelviolettem Enzian:

»Sollacherfräuln, da, da! So blau'n, wie du so gern hast! Gel, der ist schön?«

Huberta nickt: »Ja, wie schön!«

Sie sollen dem Herrn Vikar nur vorher ein paar Stengel geben, mahnt sie die Kinder flüsternd.

Das geschieht nach prüfendem, schüchternem Blick in des fremden Mannes Gesicht unter fröhlichem Gelach.

»Da, da, da!« Ein wahrer Übermut kommt über die Kinder. Sie können gar kein Ende finden mit Blumenausteilen, bald an Huberta, bald an ihn, bis Huberta freundlich-streng befiehlt: »Nun ist's genug! Nun geht heim! Sagt dem Herrn: »B'hüt Gott!« Und gebt ihm eure Hand.«

Das Geheiß wird strahlend fröhlich befolgt.

Ja, Roserl will ihr Händchen, wie's scheint, gar nicht wieder haben, so lange läßt sie's, unter innigem Aufblick ihrer lachenden Schelmenaugen, in des Fremden sanfter, starker Hand.

Der sagt frohaufatmend, als das Kinderpärchen dann davongestoben, zu Huberta:

»Gott sei Dank! Meine erste Predigt ist gesprochen, und ein paar Kinderhändchen lagen in meiner Hand. Mir ist so glücklich zu Mut, als hätt' ich Boden unter den Füßen in diesem lieben Nest!«

Am Brünnchen, wo das Kirchsträßel in die Hauptstraße mündete, wollten die zwei sich eben trennen mit frohem Handdruck.

Im selben Augenblick aber verneigte sich Huberta ehrerbietig vor einer anderen sich nähernden, jugendlich schlanken, schwarzgekleideten Männergestalt, vor dem katholischen Amtsbruder ihres Freundes, dem jungen Herrn Kooperator Wichlein, der langsam und Würdevoll dahergeschritten kam.

Sie sah, wie der mit ernstem, gemessenem Gruß auch den Herrn Vikar begrüßte.

Der aber streckte ihm zu ihrer Überraschung froh und frank wie einem alten Bekannten die Hand entgegen.

»Grüß Sie Gott, Herr Stiefbruder!« sprach er fröhlich und warm.

Der junge Kooperator stockte, starrte ihn an.

»Stiefbruder? Wieso?« frug er staunend und zurückhaltend.

»Nun,« erklärte der Vikar heiter, »unsre Mutter, die Kirche, ist zwar nicht dieselbe, Herr Kooperator. Aber unsrer beider Vater, der liebe Herrgott, der ist doch der gleiche! Meinen Sie nicht, Herr Kaplan?«

Huberta hörte voll stillem Glück, wie der zurückhaltende Herr Kaplan im Ton der Überraschung und freudigen Zustimmung sagte:

»Ja, das ist wahr! Das ist wahr! Da haben Sie recht!«

.

 

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