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Horch blohß, wie der Gukguk schreyt!

Arno Holz: Horch blohß, wie der Gukguk schreyt! - Kapitel 68
Quellenangabe
pfad/holz/gukguk/gukguk.xml
typepoem
authorArno Holz
titleHorch blohß, wie der Gukguk schreyt!
publisherHenschelverlag
editorHelga Bemmann
year1972
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20120624
projectidf174ef44
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Der Herr Mitte Fünfzig

Du biegst zu irgendeinem Zwecke
vergnügt um irgendeine Ecke.
Fahl steht der Tod; einknickt dein Stolz;
er sagt zu dir: »Guten Tag, Herr Holz.
Sie stehn recht spack auf Ihren Füßen.
Bierbaum und Liliencron lassen Sie grüßen.
Was ›wollen‹ Sie noch auf dieser ›Welt‹?
Sie hatten ›alles‹. Nur nie ›Geld‹.
Bitte, sehn Sie sich doch mal um.
Ist nicht alles entsetzlich? Ist nicht alles ›dumm‹?
Ist ›Liebe‹ nicht ein Ding zum Piepen?
Ein Vagel Griep, der nie zu griepen?
Ist ›Ehre‹, ›Weisheit‹, ›Ruhm‹ und ›Kunst‹
nicht bloß der eingebildetste Dunst?
›Menschentum‹, ›Heldentum‹, ›Vaterland‹ –
lächerlicher Kindertand!
Na, und erst der übrige Krempel!
Ich nenne nichts mehr als Exempel.
Vereint mit Richard Moses Meyer,
atmen Sie sicher viel froher und freier!
Mein Name ist Mors, i hob die Ehr –
Nix zu maxen! Er hört nichts mehr!«

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