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Horch blohß, wie der Gukguk schreyt!

Arno Holz: Horch blohß, wie der Gukguk schreyt! - Kapitel 43
Quellenangabe
pfad/holz/gukguk/gukguk.xml
typepoem
authorArno Holz
titleHorch blohß, wie der Gukguk schreyt!
publisherHenschelverlag
editorHelga Bemmann
year1972
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20120624
projectidf174ef44
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Er passirt an ihrer Thür vorbey

Ode Jambica

Der Winter stirbt im Wald,
deß freuen sich die Faunen
und blahsen, daß es schallt,
auff ihren Feld-Bosaunen.
Die trühbe Zeit ist hin,
der Venus weisse Taube
legt ihre Eyerchin
in Mavors Bikkel-Haube.

Der Thetis blaue Schooß
ligt wihder frey und offen,
durchs lebhafft grüne Moos
kömbt Qwäll ümb Qwäll geloffen.
Das klükkert durch den Hag
und glüzzert immer dotier,
die Welt von Tag zu Tag
wird durchauß Bluhmen-völler.

Schon sizzt vor ihrer Thür
das freundliche Florindgen,
ich spreche höfflich für,
wie geht es dir, mein Kindgen?
Gleich wird sie über roht,
ach, nur ein eintzges Schmäzzgen!
man stirbt darvon nicht todt,
sie fältelt sich am Läzzgen.

Zwey Marmol-Ballen zwänckt
das allzu dünne Minder,
ihr jiüsses Uhr-Werck sänckt,
bald, hebt es sich auch wihder.
Sie sprengen fast den Zwilch,
kukk, wie sie sich bewegen,
der Juno weisse Milch
ist kohl-pech-schwartz dargegen.

Du duppel Kuß-Altar,
auß dem sich Rohsen krüllen,
bald wirstu gantz und gar
mich mit Vergnügen füllen.
Dan steht mir alles frey,
wekk, du bestirnter Schleyer,
dan kikakt die Schallmey
zu Tellens Hochzeits-Feyer!

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