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Horch blohß, wie der Gukguk schreyt!

Arno Holz: Horch blohß, wie der Gukguk schreyt! - Kapitel 39
Quellenangabe
pfad/holz/gukguk/gukguk.xml
typepoem
authorArno Holz
titleHorch blohß, wie der Gukguk schreyt!
publisherHenschelverlag
editorHelga Bemmann
year1972
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20120624
projectidf174ef44
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Er freut sich, daß es Winter ist

Ode Trochaica

Itzo, da der Winter meist
nichts wie Schnee und Hagel schmeißt,
draut man sich auß seinem Hauß
kaum mit halber Nase raus;
denn es sind uns sonst die Ohren
gleich gantz dikk mit Eyß befroren.

Drümb so sezzt man seinen Sinn
auff ein volles Wämbstrichin.
Eyer-Muhß mit Amber dreyn
schlingert man in sich hinein,
und wie süß zum Koffe schmäkken
morgens itzt die Botter-Wäkken!

Karpen, Stintckens, Plötzekens, Hächt,
alles kömbt uns itzo rächt,
Schüncken, Wörste, Sauer-Kraut
und waß man noch sonst verdaut.
Ingwergens und Citronaten
sind itzt gleichfalls wohl-gerathen.

Hat man dan genug gebappt,
fühlt man, daß man kaum mehr jappt,
zihmbt ein Schlückgen Aqwa vit,
weil man nicht den Kirch-Thurm siht.
Doch man weiß, es ragt derselbe
noch ins obre Blau-Gewelbe.

Drauff so drukkt man Dorime
zährtlig auff das Canape,
butzt ihr Schnuhtzgen und enthüllt,
waß ihr brall das Mihder füllt;
denn man muß nach solchen Sachen
sich ein Mouvementgen machen.

Ihrer Äuglein flincker Lauff
fordert uns zum Spihlen auff,
und sie kikkert und sie lacht,
biß ihr, pumps, das Bältzgen kracht.
So nur kan man mit Behagen
Boreas ein Knüppgen schlagen!

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