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Horch blohß, wie der Gukguk schreyt!

Arno Holz: Horch blohß, wie der Gukguk schreyt! - Kapitel 30
Quellenangabe
pfad/holz/gukguk/gukguk.xml
typepoem
authorArno Holz
titleHorch blohß, wie der Gukguk schreyt!
publisherHenschelverlag
editorHelga Bemmann
year1972
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20120624
projectidf174ef44
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Er will nicht heurathen

Ode Trochaica

Weiße Venus, nakkt und blohß,
Amor sizzt auff deinem Schooß;
seine Äuglein lustig glizzen,
deine Brüste Flammen sprizzen!

Trunckner bün ich alß Silen,
keiner kan für euch bestehn,
Juden, Heyden und selbst Christen
wisst ihr durchauß zu belisten!

Heimlich zwikkts mich biß zum Zeh,
abends, wenn ich extra geh;
doch ich hüte mich beim Naschen,
denn ich will nicht Windeln waschen.

Philurille, spey mich an,
niemahls werde ich dein Mann.
For mein angenehmes Wesen
hat mich Fillis itzt erlesen.

Alß ich nechst bey Chloen stund,
jükkte gleich-falls mir der Mund;
ach, ihr arg verlihbtes Hertzgen
brännt schon wie ein Räucher-Kertzgen!

Halt mich nicht for keinen Schwan,
denn ich bün ein Wetter-Han.
Hundert lihbe kleine Dinger
läkken sich nach mir die Finger.

Bey Moscat und Malvasir
pfeiffe ich auff Bitter-Bier.
Mandel-Dütgens find ich nüzze,
doch mir graut für Hafer-Grüzze!

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