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Horch blohß, wie der Gukguk schreyt!

Arno Holz: Horch blohß, wie der Gukguk schreyt! - Kapitel 27
Quellenangabe
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typepoem
authorArno Holz
titleHorch blohß, wie der Gukguk schreyt!
publisherHenschelverlag
editorHelga Bemmann
year1972
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20120624
projectidf174ef44
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Er freut sich, daß es Frühling ist

Ode Jambica

Mein Bauch ist nicht for Völlerey,
Doch dihß so muß ich sagen:
der göldne Monahts-König Mey
fegt mir nicht blohß die Leber frey,
er stärckt mir auch den Magen!

Artschokken, Bortulak, Spinat,
so nichts bräucht man zu schonen;
Endiwien gihbts und Kopff-Saulat,
sälbst Spargel siht man schon barat,
Rabuntzelgens und Bohnen.

Diana, nakkt biß übers Knie,
fischt Krebsckens und Forellen,
Cupido sticht nach Sßöllerie
und selbst Sylvan, das tumme Vieh,
käut Dill und Bimpinellen.

Itzt schmäkkt zu Hammel Pärl-Porree,
itzt neid ich nicht die Dodten,
itzt halt ich mich nicht retiré,
wenn ich auf einem Deller seh
Butt-Hühngen-Fleisch mit Schoten!

Darzu so schänck ich mir waß ein,
sonst schärfft sich mir mein Blühtgen;
doch darffs des offtern auch, statt Wein,
Pfund-Bier auß Kötschenbroda seyn,
das steigt nicht so ins Hütgen.

Dikk auffgebluhsterter Virgil,
bedrillre deine Meikens!
Itzt müht sich mein gespizzter Kihl
nur for den lihben Betersihl
und for die Kibitz-Eyckens!

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