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Horch blohß, wie der Gukguk schreyt!

Arno Holz: Horch blohß, wie der Gukguk schreyt! - Kapitel 25
Quellenangabe
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typepoem
authorArno Holz
titleHorch blohß, wie der Gukguk schreyt!
publisherHenschelverlag
editorHelga Bemmann
year1972
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
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II. Kleine Bluhmen wie aus Glaß

Dafnis-Lieder für die Laute

 

Er hört mit ihr den Gukguk schreyn

Ode Jambo-Trochaica

Grisillgen, weißtu waß?
Kom mit mir in das Graß.
Im Hayn blüht lengst der Flihder,
die Fröschgens hupffen wihder.
Venus und ihr kleines Söhngen
pflükken sich da Tausendschöngen.
Ach, nun ist die göldne Zeit –
hörstu, wie der Gukguk schreyt?
Grisillgen, weißtu waß?
Itzt wünscht ich dihß und daß.
Sih, wie sich meine Zihgen
ümb deine Schäffgens schmihgen.
Zwischen Qwendel, über Qwekken
tasten dort verbuhlt zwo Schnekken.
Ach, nun ist die göldne Zeit –
horch blohß, wie der Gukguk schreyt!

Grisillgen, weißtu waß?
»Nein, nicht doch, Dafnis, laß!
For so ein Bihnen-Kröpffgen
ist nicht mein Honig-Töpffgen!
Müßt ich nicht durch solch Benähmen
mich vor meinen Schäffgens schämen?
Drükk mir nicht mein Daffet-Kleid,
horch doch, wie der Gukguk schreyt!«

Grisillgen, waß ist daß?
Dein Hütgen glüzzt gantz naß?
»Lind träuffelt seinen Segen
ein lihber Sonnen-Regen!«
Flinck in jenes Rohsen-Läubgen!
Ich der Täuber, du das Täubgen!
Ach, nun ist die göldne Zeit –
nein, wie blohß der Gukguk schreyt!

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