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Hohe Lieder

Rabindranath Tagore: Hohe Lieder - Kapitel 98
Quellenangabe
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typepoem
authorRabindranath Tagore
titleHohe Lieder
publisherKurt Wolff Verlag
printrun3. Auflage
year1914
translatorMarie Luise Gothein
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20111218
projectid40ba0b19
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98

Ich schmücke dich mit Trophäen
und Kränzen von meinen Mängeln. Es
steht nicht in meiner Macht, daß ich unbesiegt
entkomme.

Ich weiß, mein Stolz rennt gegen die
Mauer, mein Leben zerbricht seine Bande
in tausend Schmerzen, mein leeres Herz
schluchzt aus in Musik, wie ein hohles
Rohr, und der Stein wird in Tränen zerschmelzen.

Ich weiß gewiß, die hundert Blätter
des Lotos sind nicht für immer geschlossen,
das geheime Gefäß seines Honigs
wird offenbar werden.

Vom blauen Himmel blicket ein Auge
auf mich und ruft mich schweigend. Nichts
wird mir bleiben, nichts, was es auch sei,
den nackten Tod empfang ich zu deinen
Füßen.

 

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