Projekt Gutenberg

Textsuche bei Gutenberg-DE:
Autoren A-Z: A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | Alle
Gutenberg > Rabindranath Tagore >

Hohe Lieder

Rabindranath Tagore: Hohe Lieder - Kapitel 97
Quellenangabe
pfad/verz/werk/book.xml
typepoem
authorRabindranath Tagore
titleHohe Lieder
publisherKurt Wolff Verlag
printrun3. Auflage
year1914
translatorMarie Luise Gothein
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20111218
projectid40ba0b19
Schließen

Navigation:

97

Als ich mit dir spielte, fragte ich nie,
wer du bist. Ich kannte nicht Scheu noch
Furcht, mein Leben war lärmend.

Am frühen Morgen riefest du mich
vom Schlaf auf wie einer meiner Gefährten,
und führtest mich laufend von Lichtung
zu Lichtung.

In jenen Tagen sorgte ich nicht um
den Sinn des Sanges, den du mir sangst.
Nur meine Stimme nahm deinen Ton
auf, und in seinen Kadenzen tanzte mein
Herz.

Nun die Spielzeit vorbei, was heißt
das Gesicht, das mir plötzlich kam? Die
Welt, den Blick auf deine Füße gesenkt,
steht in Ehrfurcht mit all ihren schweigenden
Sternen.

 

 << Kapitel 96  Kapitel 98 >> 






TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.