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Hohe Lieder

Rabindranath Tagore: Hohe Lieder - Kapitel 92
Quellenangabe
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typepoem
authorRabindranath Tagore
titleHohe Lieder
publisherKurt Wolff Verlag
printrun3. Auflage
year1914
translatorMarie Luise Gothein
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20111218
projectid40ba0b19
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92

Ich weiß, es wird kommen der Tag,
wenn mein Blick diese Welt verliert, das
Leben Abschied nimmt in Schweigen,
der letzte Vorhang mir über die Augen fällt.

Die Sterne werden wachen zur Nacht,
der Morgen aufsteigen wie einst, die Stunden
sich heben, wie Wogen aufsteigen
in Freuden und Schmerzen.

Denk ich des Ziels meiner Stunden,
dann bricht der Stunden Schranke, ich
sehe beim Lichte des Todes die Welt
mit ihren gleichgültigen Schätzen. Leicht
wiegt ihr niederster Sitz und leicht das
geringste Leben.

Dinge, die ich umsonst ersehnt und
Dinge, die ich erlangt hab – mögen sie
ziehn. Laß mich nur wahrhaft besitzen
die Dinge, die stets ich verspottet und
übersehn.

 

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