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Hohe Lieder

Rabindranath Tagore: Hohe Lieder - Kapitel 89
Quellenangabe
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typepoem
authorRabindranath Tagore
titleHohe Lieder
publisherKurt Wolff Verlag
printrun3. Auflage
year1914
translatorMarie Luise Gothein
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20111218
projectid40ba0b19
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89

Kein lautes, geräuschvolles Wort
mehr von mir – so ist meines Meisters
Wille. Hinfort sprech ich nur noch im
Flüstern. Meines Herzens Sprache wird
in dem Murmeln eines Gesanges getragen.

Die Menschen hasten zu des Königs
Markt. Verkäufer und Käufer sind alle
dort. Ich aber erhielt unzeitigen Urlaub inmitten
des Tags im Gedränge der Arbeit.

Lass denn die Blumen im Garten erblühen,
wenn es auch nicht ihre Zeit ist;
und laß die Mittagsbiene ihr träges Summen
beginnen.

Gar manche Stunde verbracht ich im
Kampfe von Gut und von Böse, nun aber
will es die Gunst meines Gespielen in
leeren Tagen, mein Herz an sich zu
ziehen; und ich weiß nicht, warum dieser
plötzliche Ruf, zu welch nutzlosem Ziel.

 

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