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Hohe Lieder

Rabindranath Tagore: Hohe Lieder - Kapitel 86
Quellenangabe
pfad/verz/werk/book.xml
typepoem
authorRabindranath Tagore
titleHohe Lieder
publisherKurt Wolff Verlag
printrun3. Auflage
year1914
translatorMarie Luise Gothein
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20111218
projectid40ba0b19
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86

Tod, dein Diener ist an meiner Tür.
Er hat die unbekannte See gekreuzt und
deine Botschaft in mein Haus gebracht.

Die Nacht ist dunkel, mein Herz ist
furchtsam, und doch will ich die Lampe
nehmen, mein Tor ihm öffnen, und ihm
Willkommen bieten. Dein Bote ists, der
vor meiner Türe steht.

Ich will ihn ehren mit gekreuzten Händen,
ihn ehren mit Tränen. Ich will ihn
ehren und ihm zu Füßen legen den Schatz
meines Herzens.

Er wird fortgehn, wenn er den Auftrag
gesagt und wird auf meinem Morgen einen
dunkelen Schatten lassen, in meinem verlassenen
Heim bleibt nur mein verlorenes
Selbst, meine letzte Gabe für dich.

 

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