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Hohe Lieder

Rabindranath Tagore: Hohe Lieder - Kapitel 79
Quellenangabe
pfad/verz/werk/book.xml
typepoem
authorRabindranath Tagore
titleHohe Lieder
publisherKurt Wolff Verlag
printrun3. Auflage
year1914
translatorMarie Luise Gothein
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20111218
projectid40ba0b19
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79

Ists nicht mein Teil dich zu treffen
in diesem Leben, dann laß mich immer
fühlen, daß ich verfehlt deinen Anblick
– laß mich nimmer vergessen, laß mich
tragen den Stachel der Sorge im Traum
wie in wachen Stunden.

Wenn meine Tage vergehen auf wimmelndem
Markt dieser Welt und meine
Hände sich füllen mit täglichem Vorteil,
laß immer mich fühlen, daß nichts ich
gewonnen – laß mich nimmer vergessen,
laß mich tragen den Stachel der Sorge
im Traum wie in wachen Stunden.

Wenn ich am Wegrand sitze, ermüdet
atmend, wenn ich mein Bett im niederen
Staube bereitet, laß immer mich fühlen,
daß meine lange Reise noch vor mir
ist – laß mich nimmer vergessen, laß mich
tragen den Stachel der Sorge, im Traum
wie in wachen Stunden.

Wenn meine Zimmer festlich geschmückt
sind, die Flöten tönen und
laut das Gelächter, laß immer mich fühlen,
daß ich nicht dich in mein Haus
lud – laß mich nimmer vergessen, laß
mich tragen den Stachel im Traum wie
in wachen Stunden.

 

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