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Hohe Lieder

Rabindranath Tagore: Hohe Lieder - Kapitel 67
Quellenangabe
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typepoem
authorRabindranath Tagore
titleHohe Lieder
publisherKurt Wolff Verlag
printrun3. Auflage
year1914
translatorMarie Luise Gothein
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20111218
projectid40ba0b19
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67

Du bist der Himmel und du bist auch
das Nest.

Du Schöner, dort ist deine Liebe im
Nest, die umschließet die Seele mit Farben,
Tönen und Duft.

Da kommt der Morgen mit goldenem
Korbe, in seiner Rechten trägt er den
Kranz der Schönheit, schweigend die
Erde zu kränzen.

Und da kommt der Abend über die
einsamen Wiesen, die von den Herden
verlaßnen auf spurlosen Pfaden, er trägt
kühle Lüfte des Friedens in seinem goldenen
Schlauch, von dem westlichen
Ozean der Ruhe.

Aber dort, wo der unendliche Himmel
sich breitet, in den sich die Seele zum
Fluge hebt, dort herrscht der fleckenlose
weiße Glanz. Dort ist nicht Tag noch
Nacht, nicht Form noch Farbe und nimmer,
nimmer ein Wort.

 

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