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Hohe Lieder

Rabindranath Tagore: Hohe Lieder - Kapitel 46
Quellenangabe
pfad/verz/werk/book.xml
typepoem
authorRabindranath Tagore
titleHohe Lieder
publisherKurt Wolff Verlag
printrun3. Auflage
year1914
translatorMarie Luise Gothein
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20111218
projectid40ba0b19
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46

Ich weiß nicht aus welch ferner Zeit
du immer näher kommst, mich zu treffen.
Nicht Sonne, nicht Stern kann dich verborgen
halten vor mir auf ewig.

An manchem Morgen und Abend hört
ich deinen Fußtritt und deine Boten betraten
mein Herz und beriefen mich
heimlich.

Ich weiß nicht, warum wohl heute
mein Leben bewegt ist und eine Wallung
von zitternder Freude mein Herz rührt.

Es ist, als wäre die Zeit gekommen,
mein Werk zu beschließen, und ich fühle
im Wind einen schwachen Duft deines
süßen Daseins.
Die Nacht ist fast vorbei mit vergeblichem

 

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