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Hohe Lieder

Rabindranath Tagore: Hohe Lieder - Kapitel 40
Quellenangabe
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typepoem
authorRabindranath Tagore
titleHohe Lieder
publisherKurt Wolff Verlag
printrun3. Auflage
year1914
translatorMarie Luise Gothein
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20111218
projectid40ba0b19
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40

Gott hielt mir den Regen zurück,
Tag auf Tag vom verdorrten Herzen.
Feurig nackt ist der Horizont, keine dünnste
Decke von sanften Wolken, kein
schwächster Wink von fernem, kühlenden
Schauer.

Schick das zornige Wetter, schwarz wie
der Tod, wenns dein Wunsch ist, das
mit der Geißel des Blitzes den Himmel
von Pol zu Pol peitscht.

Doch ruf ab, Herr, ruf ab diese lastende
schweigende Hitze, still, scharf und grausam,
die das Herz mit düstrer Verzweiflung
verbrennt.

Laß die Wolke der Gnade schwer niederhängen,
wie der tränende Blick der
Mutter am Tage des Zornes des Vaters.

 

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