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Hohe Lieder

Rabindranath Tagore: Hohe Lieder - Kapitel 20
Quellenangabe
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typepoem
authorRabindranath Tagore
titleHohe Lieder
publisherKurt Wolff Verlag
printrun3. Auflage
year1914
translatorMarie Luise Gothein
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20111218
projectid40ba0b19
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20

An dem Tag, da der Lotos blühte,
schweifte mein Geist, ach, in die Irre,
und ich wußte es nicht. Mein Korb war
leer, und die Blume blieb ungepflegt.

Nur dann und wann bedrängte mich
Traurigkeit, ich fuhr aus dem Traum und
fühlte eine süße Spur seltsamen Wohlgeruches
im Südwind.

Die flüchtige Süße machte mein Herz
weh vor Sehnsucht, und mir deuchte, es
sei der brünstige Atem des Sommers, der
seine Vollendung suchte.

Ich wußte noch nicht, daß so nah es
war, daß es mein war, daß die vollkommene
Süße in meines eignen Herzens
Tiefe erblüht war.

 

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