Projekt Gutenberg

Textsuche bei Gutenberg-DE:
Autoren A-Z: A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | Alle
Gutenberg > Rabindranath Tagore >

Hohe Lieder

Rabindranath Tagore: Hohe Lieder - Kapitel 14
Quellenangabe
pfad/verz/werk/book.xml
typepoem
authorRabindranath Tagore
titleHohe Lieder
publisherKurt Wolff Verlag
printrun3. Auflage
year1914
translatorMarie Luise Gothein
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20111218
projectid40ba0b19
Schließen

Navigation:

14

Meiner Begierden sind viele, mein
Schrei heischt Mitleid, aber du hast mich
noch immer gerettet durch hartes Verweigern,
mit dieser strengen Gnade hast
du mein Leben durch und durch gewirkt.

Tag für Tag machst du mich würdig
der einfachen, großen Gaben, die du mir
ungebeten gabst – des Himmels, des
Lichts, dieses Leibes, Lebens und Geistes
– und rettest mich aus der Gefahr des
Übermaßes der Wünsche.

Es gibt Zeiten, wo träge ich zögre und
andre, wo ich erwache und eile, mein
Ziel zu suchen; doch grausam birgst du
dich vor mir.

Tag für Tag machst du mich würdig deines
vollen Empfangs, indem du dich immer
versagst und rettest mich vor der Gefahr
der schwachen, unsicheren Wünsche.

 

 << Kapitel 13  Kapitel 15 >> 






TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.