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Hohe Lieder

Rabindranath Tagore: Hohe Lieder - Kapitel 12
Quellenangabe
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typepoem
authorRabindranath Tagore
titleHohe Lieder
publisherKurt Wolff Verlag
printrun3. Auflage
year1914
translatorMarie Luise Gothein
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20111218
projectid40ba0b19
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12

Die Zeit, die meine Reise braucht,
ist lang, und der Weg ist lang.

Ich kam heraus auf dem Wagen im
ersten Strahle des Lichts und setzte die
Fahrt weiter fort durch die Wildnis der
Welten und ließ meine Spur auf manchem
Stern und Planeten.

Es ist der fernste Weg, der am nächsten
führt zu dir selbst, und jene Übung
ist die schwierigste, die zum allereinfachsten
Ton kommt.

An jede fernste Türe muß der Wanderer
klopfen, bis er zur eigenen gelangt,
durch alle äußeren Welten muß man ziehn,
zuletzt zum Allerheiligsten zu kommen.

Und meine Augen streiften weit und
breit, eh ich sie schloß und sprach: »Hier
bist du!«
Die Frage und der Ruf: »O wo?« zerschmilzt
in tausend Tränenströmen und
ertränkt die Welt mit der Flut der Versichrung
»Ich bin«!

 

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