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Hohe Lieder

Rabindranath Tagore: Hohe Lieder - Kapitel 11
Quellenangabe
pfad/verz/werk/book.xml
typepoem
authorRabindranath Tagore
titleHohe Lieder
publisherKurt Wolff Verlag
printrun3. Auflage
year1914
translatorMarie Luise Gothein
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20111218
projectid40ba0b19
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11

Laß dies Stimmen und Singen
und Sagen des Rosenkranzes! Wen betest
du an in diesem einsamen, dunklen Winkel
des Tempels, in dem verschlossenen
Tor?

Öffne die Augen und sieh, dein Gott
ist nicht vor dir.

Er ist dort, wo der Pflüger den harten
Grund pflügt, wo der Steinklopfer Steine
bricht. Er ist mit ihnen in Sonne und
Regen und wo sein Kleid bedeckt ist mit
Staub. Leg ab deinen heiligen Mantel und
komme herab mit ihm auf den staubigen
Boden.

Befreiung? Wo ist die Befreiung zu
finden? Unser Meister hat freudig die
Bande der Schöpfung auf sich genommen;
er ist mit uns für immer gebunden.
Komm heraus aus deiner Betrachtung,
laß Blumen und Weihrauch beiseite! Was
schadet es, wenn deine Kleider zerreißen
und fleckig werden. Geh ihm entgegen,
stehe bei ihm in der Arbeit, dem Schweiß
deiner Stirne.

 

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