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Hexengold und andere Erzählungen

Elisabeth Werner: Hexengold und andere Erzählungen - Kapitel 15
Quellenangabe
typenarrative
authorElisabeth Werner
titleHexengold und andere Erzählungen
publisherVerlag von Ernst Keil's Nachfolger G.m.b.H.
year
illustratorM. Flashar
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
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Sie kniete nieder und suchte mit ihrem Taschentuche das reichlich hervorquellende Blut zu stillen; auch der Professor zog das seinige hervor, aber er hatte wahrscheinlich noch niemals in seinem Leben jemand solchen Beistand geleistet, denn er benahm sich dabei in der ungeschicktesten Weise. Zunächst goß er die Hälfte seiner bis an den Rand gefüllten Feldflasche über den Bewußtlosen aus, und als das nicht helfen wollte, faßte er ihn bei den Schultern und begann ihn derb zu schütteln, wobei er in halb angstvoller, halb zorniger Weise seinen Namen rief. Nora wollte unwillig auffahren, aber diese merkwürdige Behandlung hatte trotz alledem Erfolg. Friedel machte eine matte Bewegung und schlug gleich darauf die Augen auf.

Er versuchte zu lächeln, als er das Fräulein erkannte, und griff mit der Hand nach der blutenden Stirn.

»Bleib ruhig, Friedel,« ermahnte das junge Mädchen. »Rühre dich einstweilen nicht! Schmerzt es sehr?« Damit warf sie ihr eigenes blutgetränktes Taschentuch beiseite und ergriff das des Professors, mit dem sie einen notdürftigen Verband herstellte.

»Ich weiß nicht,« sagte Friedet matt. »Es blutet ja – ich bin wohl gestürzt?«

»Natürlich!« rief Normann, der seine innere Erleichterung sofort wieder mit Barschheit verdeckte. »Kopfüber bist du die Felswand heruntergeschossen und wir haben nachklettern müssen.«

»Ich konnte wirklich nichts dafür,« entschuldigte sich Friedet, »der Stein brach los und die Tasche –«

»Ungeschickt bist du gewesen!« fuhr ihn der Professor an, gab jedoch dabei der seitwärts liegenden Tasche einen nachdrücklichen Fußtritt; plötzlich aber hob er ohne weiteres den Knaben empor und stellte ihn auf die Beine.

»Kannst du stehen? Jetzt hebe einmal den Arm! Nun, gebrochen wenigstens ist nichts und das Loch im Kopfe wird auch heilen. – Da wird er schon wieder ohnmächtig! Solch ein Jammerwesen!«

Er fing den Sinkenden noch rechtzeitig auf und legte ihn nieder. Jetzt aber schritt Dora ein und verbat sich nachdrücklich diese Behandlung.

»Ueberlassen Sie mir den Friedel,« sagte sie in gereiztem Tone, »Ihre sogenannten Hilfeleistungen sind ja schlimmer als der Sturz vom Felsen. Haben Sie wenigstens die Güte, nach der Alm vorauszugehen und ein paar Leute herzusenden, die den armen Jungen tragen, denn daß er nicht gehen kann, sehen Sie doch hoffentlich ein,«

Normann blickte auf den Knaben nieder, der sich unter Doras Bemühungen schon nach wenigen Minuten wieder erholte, und schüttelte unwirsch den Kopf.

»Damit er noch dazu den Sonnenstich bekommt,« brummte er. »Hier in der Nähe ist ja nirgends ein Schattenplatz zu finden, und ehe jemand von der Alm kommt, vergeht eine Stunde – da trage ich ihn lieber selbst.«

Dora sah ihn in wortlosem Erstaunen an. Es war freilich das beste, wenn der kaum notdürftig verbundene Knabe so bald als möglich nach der Alm geschafft wurde, wo man ihm die nötige Hilfe leisten konnte, daß aber Professor Normann sich selbst dazu erbot, erschien ihr doch sehr sonderbar. Dieser wartete übrigens gar nicht ihre Antwort ab, sondern hob den Knaben von neuem empor; die empfangene Zurechtweisung schien indessen doch gefruchtet zu haben, denn es war eine merkwürdig schonende und vorsichtige Bewegung, mit der er ihn in die Arme nahm, während seine Stimme schon wieder sehr befehlshaberisch klang.

»Jetzt legst du den Kopf an meine Schulter und rührst dich nicht – so! Und nun kannst du zum drittenmal ohnmächtig werden, wenn es dir Vergnügen macht!«

Er trat mit dem Knaben in den Armen den Rückweg an, während Dora folgte. Die schmächtige Gestalt Friedels war keine schwere Last, aber auf dem steilen, schattenlosen Bergwege, auf welchen die Sonne in voller Mittagsglut niederbrannte, machte sie sich doch sehr fühlbar, zumal für den Herrn Professor, der nicht gewohnt war, irgend etwas zu tragen. Jetzt keuchte er und verlor den Atem, jetzt rann ihm der Schweiß in Strömen von der Stirn. Er ging zwar unverdrossen weiter, aber sie wurde ihm doch blutsauer, diese erste Leistung im Dienste der »sogenannten Menschenliebe«. Die Wohnung des Professors Herwig in Schlehdorf war ziemlich einfach, wie man es in dem kleinen Bergorte nicht anders erwarten konnte, und ließ manche der gewohnten Bequemlichkeiten vermissen, aber das Häuschen war freundlich und sauber und hatte die volle Aussicht auf das Gebirge. Ein kleiner Garten trennte es von dem Nebenhause, wo sich Professor Normann angesiedelt hatte, und selbstverständlich verkehrte man bei der nahen Nachbarschaft täglich miteinander.

In dem großen, zu ebener Erde gelegenen Zimmer, das Herwig bewohnte, saßen die beiden Herren in angelegentlichem Gespräche und hatten sich so darin vertieft, daß sie weder den schönen Sonnenuntergang noch den Gesang beachteten, der durch das offene Fenster hereindrang. Draußen in der Laube saß Dora und bemühte sich, dem Friedel einige Lieder beizubringen. Er schien auch ein gelehriger Schüler zu sein, denn er sang mit schwacher, aber vollkommen reiner Stimme die Melodie nach, die er schnell begriff.

»Wie ich Ihnen sage,« schloß Herwig soeben eine längere Auseinandersetzung. »Professor Welten geht im nächsten Frühjahr nach Wien; die Verhandlungen schweben augenblicklich noch, aber er wird jedenfalls annehmen. Ich weiß aus bester Quelle, daß man Sie sehr gern für unsere Universität gewinnen möchte, allein Sie hatten ja bisher eine entschiedene Abneigung gegen jede umfangreichere Lehrtätigkeit und wollten sich nicht binden.«

»Ja – bisher!« sagte Normann mit einer gewissen Verlegenheit, die seinem Kollegen aber vollständig entging, denn dieser fuhr lebhaft fort: »Ich hoffe, Sie nun endlich umgestimmt zu haben. Glauben Sie mir, es ist doch ein erhebendes Wirken vom Lehrstuhl aus, und wir brauchen eine jüngere tüchtige Kraft, wenn Welten uns verläßt. Ich zweifelte nur bisher, ob Sie eine etwaige Berufung annehmen würden, denn – der Gesang da draußen stört Sie wohl? Dora hätte sich auch einen anderen Platz dazu aussuchen können! Wir wollen das Fenster schließen.«

Er machte eine Bewegung nach dem Fenster hin, denn er hatte bemerkt, daß Normann, anstatt auf ihn zu hören, unausgesetzt dorthin blickte. Aber wie ein Stoßvogel schoß der Professor herbei und stellte sich davor.

»Wozu denn? Ich höre gar nicht darauf – es ist doch etwas heiß im Zimmer!«

»Nun, wie Sie wollen,« sagte Herwig. »Was also unser Heidelberg betrifft, so sind Ihnen die akademischen Verhältnisse ja hinreichend bekannt, die gesellschaftlichen Kreise sind sehr angenehm und die schöne Lage der Stadt kommt doch auch in Betracht bei einer etwaigen Uebersiedlung.«

»Ich gehe nie in Gesellschaft,« erklärte Normann in seiner gewohnten Schroffheit. »Und aus der Lage mache ich mir gar nichts. Sie wissen ja, ich bin nicht angelegt für Landschaften.«

»Ja, das weiß ich und habe es auch aufgegeben, Sie zu bekehren – aber Dora, was soll denn das? Hören Sie nur, das übermütige Mädchen hat jedenfalls Ihre letzten Worte gehört und macht sich lustig über Sie!«

Dora hatte in der That ein angefangenes Lied in der Mitte abgebrochen und urplötzlich ein anderes angestimmt. Sie besaß eine etwas verschleierte, aber liebliche Stimme, und durch die Abendstille ringsum klang es weich und lockend:

»Alt Heidelberg, du feine,
Du Stadt an Ehren reich,
Am Neckar und am Rheine,
Kein' andre kommt dir gleich.«

Bei der zweiten Strophe fiel Friedel ein, noch etwas schüchtern und unsicher, aber die Melodie wurde ihm schnell geläufig und den dritten Vers sang er tapfer mit.

»Ja, Fräulein Dora scheint förmlich etwas darin zu suchen, mir bei jeder Gelegenheit einen Possen zu spielen,« sagte Normann in grollendem Tone. »Den Friedel hat sie mir überhaupt fortgenommen und thut, als wäre er ihr ausschließliches Eigentum. Ich bekomme den Jungen gar nicht mehr zu Gesicht! Und jetzt lehrt sie ihn gar singen – singen, weil sie weiß, daß ich das nicht leiden kann. Aber gnade ihm Gott, wenn er sich einfallen läßt, bei mir zu singen!« Indessen stand der Herr Professor trotz aller Entrüstung unverrückbar am Fenster, um den ihm bereiteten Aerger recht gründlich zu genießen.

Herwig geriet in einige Verlegenheit, denn die Beschwerde war wirklich nicht ganz unbegründet. Dora stand mit seinem Kollegen nun einmal auf dem Kriegsfuße und ließ sich durchaus nicht zu der schuldigen Ehrfurcht bewegen. Selbst der Vater richtete mit seinen Ermahnungen nichts aus, und auch jetzt zuckte er nur die Achseln.

»Sie müssen Nachsicht mit dem Uebermut haben. Ich gebe ja zu, daß meine Tochter etwas verzogen und eigenwillig ist. Sie hat früh die Mutter verloren und weiß nur zu gut, daß sie die erste Stelle im Herzen und im Hause des Vaters einnimmt, wo sie die Hausfrau vertritt. In der Gesellschaft wird sie nun vollends verwöhnt, die Studenten machen ihr eifrig den Hof und die jüngeren Dozenten thun das auch, zum Teil wohl mit ernsteren Absichten, Da bildet sich solch ein junges Ding ein, es dürfe mit aller Welt spielen, und vergißt bisweilen, was es einem Manne von Ihren Jahren und Ihrer Bedeutung schuldig ist,«

Die gutgemeinte Entschuldigung hatte nicht die beabsichtigte Wirkung. Herr Professor Normann verzog den Mund, als gäbe man ihm etwas sehr Bitteres zu kosten.

»Von meinen Jahren?« wiederholte er gedehnt. »Für wie alt halten Sie mich denn eigentlich?«

»Ich denke, Sie werden in der Mitte der Vierzig stehen.«

»Bitte, ich bin erst neununddreißig!«

»Nun, nehmen Sie es mir nicht übel,« lachte Herwig. »Sie sehen wirklich älter aus. Aber das darf Ihnen gleichgültig sein, in der Wissenschaft zählen Sie unbedingt noch zu den Jüngeren.«

Das Gespräch wurde hier unterbrochen; die Hauswirtin trat ein und berichtete, der Kutscher, der den Herrn Professor und das Fräulein morgen nach der Bahn bringen solle, sei da und möchte wegen der Abfahrtszeit und des Gepäckes noch mit den Herrschaften reden.

»Ich werde wohl selbst mit dem Manne sprechen müssen,« meinte Herwig, indem er aufstand. »Wir sehen uns ja noch vor der Abreise, lieber Kollege, Sie werden froh sein, wenn Sie die unruhige Nachbarschaft endlich los sind!« Der Herr Kollege war so unhöflich, nicht zu widersprechen, aber er sah nicht gerade besonders froh aus, als er sich gleichfalls erhob und das Zimmer verließ; er schien im Gegenteil recht übler Laune zu sein, trotzdem die ersehnte Ruhe und Stille nun in sicherer Aussicht stand.

Draußen in der Laube saß Dora und ordnete ihre Skizzen und Zeichnungen, die während des Aufenthaltes in Schlehdorf entstanden waren und nun eingepackt werden sollten. Es waren einige Landschaften in Wasserfarben und einige Studienköpfe darunter, und die sämtlichen Arbeiten verrieten zwar keine hervorragende künstlerische Begabung, aber doch ein hübsches, frisches Talent.

Friedel legte die einzelnen Blätter in die Mappe und verschlang sie dabei fast mit den Augen. Er trug noch eine breite, frische Narbe auf der Stirn, ein Erinnerungszeichen an jenen Sturz vom Felsen, sonst aber hatte er sich merkwürdig verändert in den letzten vier Wochen. Seine Haltung war freier und kräftiger, sein Aussehen frischer geworden, und statt der krankhaft bleichen Farbe zeigte sich bereits eine leise Röte auf seinen Wangen. Die dunklen Ränder um die Augen waren verschwunden, ebenso wie das Scheue, Gedrückte in seinem Wesen. Er trug auch nicht mehr die dürftige, abgetragene Kleidung, die er mitgebracht hatte, sondern einen nagelneuen Anzug, und die Joppe mit den grünen Aufschlägen und das Lodenhütchen standen ihm allerliebst, man sah es jetzt erst, daß der Friedel eigentlich ein sehr hübscher Junge war. Das arme, verkümmerte Stadtkind, das zum erstenmal die frische Bergesluft hatte atmen dürfen, zum erstenmal Freiheit und Freude kennen gelernt hatte, war förmlich aufgeblüht bei dieser heilkräftigen Arznei.

In das muntere Geplauder, das Dora mit ihrem Schützling führte, kam der Herr Professor wie ein Ungewitter hineingefahren und störte die ganze Gemütlichkeit.

»Hast du denn ganz vergessen, daß es sieben Uhr ist?« schalt er. »Deine Abendmilch sollst du trinken, pünktlich soll sie getrunken werden! Da nahm ich den Jungen auf das unnütze Drängen des Doktors hin mit in die Berge, damit er ein menschliches Aussehen bekommen soll, und nun sitzt er da und guckt Bilder an, statt seine Milch zu trinken, um dann natürlich als das gleiche Jammerwesen nach Hause zurückzukehren. Auf der Stelle gehst du nach dem Kuhstall!« Dora hatte erstaunt zugehört. »Aber Herr Professor,« rief sie, »das klingt ja fast nach der dummen Menschenliebe, die Sie jüngst so verurteilt haben! – Geh nur, Friedel,« fuhr sie fort, »ich werde schon allein fertig. Da nimm meinen Hut mit und trage ihn in das Haus!«

Der Knabe warf einen wehmütigen Abschiedsblick auf die Zeichnungen, die er gar zu gern noch einmal angesehen hätte, aber er gehorchte, nahm den Hut – es war das Filzhütchen mit dem blauen Schleier, das Dora stets auf den Bergwanderungen getragen hatte – und trottete davon. Das junge Mädchen sah ihm nach und fragte dann den Professor: »Finden Sie nicht, daß der Friedel sich merkwürdig erholt hat in den vier Wochen?«

»Das finde ich gar nicht merkwürdig,« versetzte Normann. »Der Junge wird ja gepäppelt und verhätschelt und verwöhnt wie ein Prinz. Und einen neuen Anzug habe ich ihm auch kaufen müssen, der ein Heidengeld kostet!«

»Er sieht aber so hübsch darin aus! Uebrigens bat ich nur ganz bescheiden um ein neues Jäckchen, da kauften Sie den ganzen Anzug und noch dazu vom teuersten Stoff,«

»Weil ich mich schämte, daß der Junge in seinen Lumpen den ganzen Tag mit uns herumläuft. Sie nehmen ihn ja überall mit, es geht gar nicht mehr ohne ihn, und dabei trägt er höchstens Ihre Skizzenmappe, weil er sich beileibe nicht anstrengen soll. Ich muß mir meine Sachen selber tragen, ich werde überhaupt gar nicht mehr gefragt, eine förmliche Tyrannei wird über mich ausgeübt.«

»Friedel befindet sich aber sehr gut bei dieser Tyrannei,« sagte Nora ruhig, »und Sie auch, Herr Professor.«

»Bitte, ich befinde mich sehr schlecht dabei, denn der Junge wird mir in Grund und Boden verdorben. Ich hatte ihn mir so schön angelernt. Er wagte früher in meinem Zimmer nicht den Mund aufzuthun, – jetzt schwatzt er nur so drauf los, fängt sogar an, aufzumucken. Bei jeder Gelegenheit bekomme ich zu hören: Fräulein Dora mag das aber nicht! Fräulein Dora will das aber so haben! Und dann thut er natürlich, was das gnädige Fräulein will, und kümmert sich den Kuckuck um mich und meine Befehle.«

»Ja, warum lassen Sie sich das gefallen?« fragte Dora. »Ich thäte es eben nicht an Ihrer Stelle!« Dabei nahm sie ihren Sonnenschirm von der Bank und lehnte ihn seitwärts an das Holzgitter.

»Ja, warum lasse ich mir das eigentlich gefallen?« wiederholte Normann in hochgradiger Entrüstung und nahm schleunigst den leer gewordenen Platz auf der Bank ein. »Sie kümmern sich ja gar nicht um meinen Widerspruch.«

»Nein, und ich leide es auch nicht, daß der Friedel wieder zur Maschine gemacht wird wie früher. Was gedenken Sie denn eigentlich mit ihm anzufangen, wenn Sie wieder in der Stadt sind?«

»Die Stiefel soll er mir putzen!« erklärte der Professor mit grimmigem Behagen. »Oder glauben Sie etwa, daß ich ihn so weiter verhätscheln werde wie Sie, mein Fräulein? Schwindsüchtig ist er nicht, nur verkümmert, hat der Arzt gesagt, er braucht nur Luft, Bewegung, kräftige Kost. Nun, die hat er jetzt, und wenn er dabei gesund wird, um so besser für ihn! Dann aber ist es zu Ende mit dem Herrenleben, dann muß er wieder Stiefel putzen, vom Morgen bis zum Abend.«

»Haben Sie denn eine so unendliche Menge Stiefel?« rief das junge Mädchen und brach in ein helles Gelächter aus, das den Professor vollends zur Verzweiflung brachte.

»Lachen Sie nicht, Fräulein Dora,« sagte er zornig. »Ich muß dringend bitten, daß Sie mich nicht auslachen, mich –«

»Den Professor Julius Normann, die Leuchte der Wissenschaft, die so viele Stiefel besitzt, daß man vom Morgen bis zum Abend daran zu putzen hat,« ergänzte Dora und lachte, daß ihr die Thränen in die Augen traten. »Das möchte doch über die Kräfte des armen Friedel gehen, und ich wollte Ihnen auch ohnedies einen ganz anderen Vorschlag machen.«

»Soll der Junge etwa Opernsänger werden?« fragte Normann boshaft. »Oder soll ich ihn studieren lassen, damit er dereinst auch eine Leuchte der Wissenschaft wird?«

»Das gerade nicht, aber Aehnliches. Sehen Sie sich einmal dies an – Friedels erste künstlerische Leistung!«

Dora zog aus der Mappe ein einzelnes Blatt hervor und reichte es dem Professor, der es sehr mißtrauisch in Empfang nahm. Aber kaum hatte er einen Blick darauf geworfen, so fuhr er in heller Wut auf.

»O dieser infame Schlingel, das ist also seine Dankbarkeit! Jetzt zeichnet er mich als Vogelscheuche. Nun, der kann sich freuen, wenn er mir unter die Hände gerät!« Um die Lippen der jungen Dame zuckte es von neuem bei diesem Wutausbruche, aber sie bemühte sich, diesmal ernst zu bleiben.

»Ah, Sie erkennen also doch das Bild?«

.

»Natürlich, es ist ja sprechend ähnlich. Aber das hat er Friedel nun und nimmermehr allein gemacht, dabei haben Sie ihm geholfen.«

»Ich habe auch nicht einen Strich daran gezeichnet, er hat es ganz heimlich gethan und wollte mir das Blatt durchaus nicht geben, als ich ihn dabei überraschte. So sehen Sie aus, wenn Sie übler Laune sind, und das sind Sie eigentlich immer.«

Das war dem Professor zu viel, er sprang auf.

»Was, so soll ich aussehen? Bin ich ein Popanz, mit dem man die kleinen Kinder zu Bette jagt? Habe ich eine solche Nase, eine solche Urwaldsmähne?«

»Die Nase ist allerdings etwas zu groß geraten, aber Stirn und Augen sind vorzüglich getroffen, und Ihr Haarwuchs – Sie sehen wohl nie in den Spiegel, Herr Professor?«

»Nein!« schnaubte Normann, der immer erregter wurde, je mehr er das Bild anblickte, das allerdings nicht besonders schmeichelhaft war.

»Nun, dann thun Sie es morgen und dann lassen Sie dem Friedel Gerechtigkeit widerfahren! Bei Ihrer Urwaldsmähne – bitte, das Wort stammt von Ihnen – hat er wirklich nicht übertrieben, die ist naturgetreu.«

»Soll ich sie vielleicht abschneiden und mit geschorenem Kopfe umherlaufen wie ein Sträfling?« »Nein, Sie sollen es vorläufig nur mit etwas Haaröl versuchen, vielleicht würden Sie dann menschlicher aussehen.«

Der Professor fuhr mit beiden Händen durch die Haare.

»Ich sehe also unmenschlich aus? Unmenschlich! Meinten Sie das, Fräulein Dora?«

»Ganz unmenschlich, Herr Professor,« sagte Dora kaltblütig, »und nun geben Sie mir das Bild zurück!«

»Erst will ich es dem Jungen um die Ohren schlagen,« erklärte Normann, aber die junge Dame verhinderte ihn an dieser freundlichen Absicht, indem sie ihm das Blatt einfach fortnahm und es in die Mappe legte.

»Bitte, ich nehme es mit nach Heidelberg und zeige es meinem Lehrer, der einer unserer angesehensten Maler ist. Ich weiß freilich im voraus, was er sagen wird! »Wenn der Knabe das wirklich ohne jeden Unterricht, ohne die geringste Anleitung gezeichnet hat, dann ist er ein gottbegnadetes Talent, das man fördern muß.««

»Oho, also darauf läuft es hinaus?« rief der Professor, dem jetzt in der That ein Licht aufging. »Einen Maler wollen Sie aus dem Jungen machen, weil er mit Bleistift irgend etwas hingekritzelt und mich zur Vogelscheuche gemacht hat! Sie denken es sich wohl sehr romantisch, so ein ›gottbegnadetes Talent‹ in Lumpen zu entdecken und der Welt einen modernen Raffael zu geben, junge Damen denken sich das immer so. Das ist ja so rührend, so menschenfreundlich, so erhaben – der Kuckuck hole all die schönen Gefühle, mit denen so viel Unheil angerichtet wird in der Welt. Ich, das wissen Sie –«

»Ja, Sie stehen natürlich wieder auf dem höheren Standpunkte,« unterbrach ihn Dora. »Sie halten gar nichts von der sogenannten Menschenliebe, das weiß ich.«

»Und darum leide ich es nicht, daß dem Jungen Mucken in den Kopf gesetzt werden,« erklärte Normann, den der Spott vollends reizte. »Da soll er wohl gar Zeichenunterricht haben, soll sich einbilden, er könne ein großer Maler werden, sich an ein Herrenleben gewöhnen, und dann wird schließlich nichts daraus, dann bleibt er mit seinem sogenannten Talente elendiglich sitzen oder wird Stubenmaler, und dann ist er erst recht unglücklich, denn die Mucken gehen nicht so leicht wieder aus dem Kopfe, wenn sie erst einmal drin sind. Nein, mein Fräulein, daraus wird nichts! Sie nennen es wahrscheinlich auch Menschenliebe, solch einen Burschen ohne weiteres seinem Lebenskreise zu entreißen und ihn aufs Geratewohl in einen anderen zu versetzen, ich sage Ihnen, das ist ein Unglück für ihn, und diesmal stehe ich ganz entschieden auf dem höheren Standpunkte, ganz entschieden.«

Die Entschiedenheit half dem Herrn Professor vorläufig sehr wenig. Dora schloß die Mappe und sagte dann so gelassen, als habe sie die freundlichste Zustimmung gefunden: »Mein Urteil ist natürlich nicht maßgebend, aber wenn mein Lehrer es bestätigt, so muß irgend etwas für Friedel geschehen. Mein Vater ist leider nicht reich genug, um solche Opfer zu bringen, Sie sind vermögend, also müssen Sie es thun.«

»Ich muß?« wiederholte Normann, ganz starr über diese Wirkung seiner hitzigen Erklärung. »Also weil Kollege Herwig die Dummheit nicht machen kann, muß ich sie machen? Das ist ganz selbstverständlich? Aber da irren Sie sich denn doch, mein Fräulein. Der Friedel ist ein Taglöhnerkind und muß sich durch die Welt schlagen, wie alle seinesgleichen es thun, der bleibt beim Stiefelputzen – Punktum!«

Er setzte sich mit einem hörbaren Ruck auf die Bank nieder, um seinen Worten mehr Nachdruck zu geben, und dachte mm mit diesem »Punktum!« fertig zu sein; aber er unterschätzte seine jugendliche Gegnerin, die plötzlich den Gegenstand fallen ließ und ganz unvermittelt fragte: »Herr Professor, haben Sie einen Garten bei Ihrer Wohnung?«

»Ich? Nein, ich wohne ja mitten in der Stadt,« sagte Normann verwundert über diese Frage.

»Wir haben einen großen schönen Garten in Heidelberg. Er liegt am Bergeshang, und man sieht weit hinaus in das Neckarthal. Der letzte Winter war sehr hart, und bei dem strengen Frost sind so manche von unseren Blumen und Gesträuchen zu Grunde gegangen. Sie lagen ausgerodet auf einem Haufen und sollten gerade fortgeschafft werden, als ich eines Morgens herunterkam. Da gewahrte ich mitten unter all dem dürren Gestrüpp ein paar dürftige grüne Blättchen. Es war ein kleiner Rosenstrauch, der so traurig hervorlugte aus den vertrockneten Reisern, wo er nun auch verkommen sollte. Ich zog ihn hervor und brachte ihn unserem alten Gärtner, der gerade die Rosengebüsche umpflanzte; doch der lachte mich aus und meinte, das Ding sei ganz erfroren und blühe nicht mehr, ich solle es nur in den Kehricht werfen. Aber mir that das arme Ding leid, das sich so gemüht hatte, auch ein paar armselige Blättchen zu treiben im ersten Frühlingssonnenschein und das nun doch vertrocknen und verderben sollte, während all seine Kameraden so lustig grünten. Ich pflanzte es selbst an den sonnigsten Platz und begoß es täglich. Es kränkelte wohl noch wochenlang und wollte nicht gedeihen, doch auf einmal fing es an zu treiben und grünte und wuchs, und zur Blütezeit stand es über und über voll Rosen.«

Die sonst so helle Stimme des jungen Mädchens klang jetzt weich und verschleiert und die klaren braunen Augen blickten eigentümlich ernst in die des Professors, der keine Silbe erwiderte, aber sie unverwandt ansah. Nach einem minutenlangen Schweigen fuhr Dora leise fort: »Wenn ich in die hübschen blauen Augen des Friedel sehe, wie sie aufleuchten, sobald er nur irgend etwas vom Malen sieht oder hört, dann muß ich immer an meinen kleinen Pflegling denken mit seinen ersten dürftigen Trieben und seiner Rosenpracht.«

Es trat wieder eine Pause ein, dann sagte Normann mit merkwürdig verändertem Tone: »Hm! Ich werde mir die Geschichte überlegen.«

Dora stand auf und nahm ihre Skizzenmappe.

»Thun Sie das, Herr Professor! Ich habe heute ein sehr, sehr grimmiges »Punktum« in Empfang genommen, ich will durchaus morgen ein ebenso grimmiges »Ja« mit auf die Reise nehmen – gute Nacht!«

Und nun erklang es wieder, das frische, übermütige Lachen, das den Professor so oft geärgert hatte und dem er doch lauschte wie einer Musik, und ohne eine Antwort abzuwarten, eilte das Mädchen davon und verschwand im Hause.

Normann sah ihr einige Minuten lang unbeweglich nach, dann fuhr er sich mit beiden Händen in die Haare, sonst seine Lieblingsbewegung, die ihm aber diesmal ein merkliches Unbehagen verursachte.

»Ob ich denn wirklich so aussehe, wie der verwünschte Junge mich abkonterfeit hat?« murmelte er. »Und zum Dank dafür soll ich ihm gar noch Unterricht geben lassen? Wie sie das erzählte, die Geschichte von dem Rosenstrauch! Man hätte das Mädchen beim Kopf nehmen mögen und« – hier hielt er inne, ganz entsetzt von dem ungeheuerlichen Gedanken, der ihm plötzlich aufstieg. Aber die schlimmen Gedanken haben es leider an sich, daß sie immer wieder kommen; so ging es auch dem armen Professor, er kam nicht los davon, bis er sie endlich mit einem förmlichen Ingrimm abschüttelte.

»Unsinn! Wenn ich im Frühjahr nach Heidelberg komme, ist sie längst verlobt. Soll ich vielleicht die Herrlichkeit mit ansehen und meinen ergebensten Glückwunsch dazu abstatten? Die Studenten machen ihr ja sämtlich den Hof, und die Herren Dozenten thun das auch, »mit ernsteren Absichten« – ich möchte der ganzen Gesellschaft den Hals umdrehen!« schloß er wütend, mit einer entsprechenden Handbewegung, so daß Friedel, der eben in die Laube trat, erschrocken zurückprallte.

»Herr Professor – ?«

»Nun, dich meine ich nicht damit, brauchst dich nicht so zu fürchten,« brummte dieser.

»Ich fürchte mich auch gar nicht mehr,« versicherte der Knabe treuherzig, allein sein Herr und Meister nahm das gewaltig übel.

»So, also du hast gar keinen Respekt mehr vor mir, und das sagst du mir auch noch ins Gesicht? Der Junge fürchtet sich nicht einmal mehr! Das werde ich ihm doch wieder beibringen. Friedel, du kommst hierher!«

Friedel gehorchte, aber er guckte mit seinen blauen Augen ganz furchtlos den Professor an, der nichts Geringeres beabsichtigte, als ihm eine donnernde Strafpredigt wegen des lieblichen Bildes zu halten; da kam ihm auf einmal wieder die Geschichte mit dem Rosenstrauch in das Gedächtnis und das Strafgericht verwandelte sich in einen ganz einfachen Auftrag.

»Friedel, morgen reisen der Herr Professor und das Fräulein ab, da gehst du auf der Stelle und besorgst mir –«

»Einen Blumenstrauß!« fiel Friedel verständnisvoll ein.

»Naseweis! Was soll ich denn mit einem Blumenstrauß anfangen?« fuhr ihn Normann an, »Mußt du denn immer darauf losschwatzen? Eine Flasche Haaröl sollst du mir kaufen.«

»Haar–öl?« wiederholte Friedel, starr vor Verwunderung.

»Nun ja – oder gibt es etwa nicht dergleichen in dem Neste hier?«

»Ich glaube wohl, beim ›Kramer‹.«

»So geh zum ›Kramer‹!«

Friedel konnte sich noch immer nicht in den unglaublichen Auftrag finden. »Soll es eine kleine oder eine große Flasche sein?« fragte er endlich.

»Die größte, die zu haben ist, und nun mach, daß du fortkommst. – Halt, was hast du da in deiner Joppe?«

Der Knabe wurde dunkelrot und griff hastig nach seiner Joppe, aus der ein gewisses blaues Etwas hervorlugte, das er zu verbergen suchte, aber der Professor merkte diese Absicht und nahm es ihm fort.

.

»Was soll denn das heißen? Das ist ja der Schleier von Fräulein Doras Reisehut, den du vorhin erst in das Haus getragen hast? Wie kommst du dazu?«

Die argwöhnische Frage brachte den Knaben noch mehr in Verwirrung; er senkte schuldbewußt die Augen und stotterte: »Das Fräulein reist doch morgen ab, und da dachte ich – da wollte ich –«

»Was wolltest du?« fragte Normann hartnäckig, und nun gewann Friedel auf einmal Mut und fing ganz vergnüglich an zu schwatzen.

»Fräulein Dora ist so gut zu mir gewesen, so gut, und hat gesagt, sie werde mich auch in Heidelberg nicht vergessen; aber Heidelberg ist so weit und sie vergißt's gewiß, und da dacht' ich an das, was der Sepp uns erzählt hat, damals auf der Alm, von dem Jäger, der den Schleier stahl. Der Sepp sagt, das geschieht noch heutzutage, man sollt' es nur probieren, aber gestohlen müßt' es halt sein – und da – hab' ich ihn gestohlen.«

»O du dummer Junge!« fuhr der Professor in voller Entrüstung auf. »Bist doch ein Stadtkind und glaubst an solch hirnverrücktes Zeug! Aber so seid ihr alle. Vernunft, die begreift ihr nicht; doch wenn man euch mit dem krassesten Aberglauben kommt, darauf schwört ihr. Es ist ganz vergeblich, euch auf einen höheren Standpunkt heben zu wollen, ihr bleibt in eurer Dummheit. Du gehst jetzt sogleich und bringst Fräulein Dora den Schleier zurück – oder nein, ich werde das thun und ihr dabei erzählen, wie albern du dich dabei benommen hast.«

Friedel ließ den Kopf hängen bei dieser Strafpredigt, er warf noch einen schmerzlichen Blick auf das seiner Meinung nach so wunderthätige Gewebe und schlich dann beschämt davon.

Die Sonne war längst gesunken und auch das letzte Abendrot verblaßt. Leise kam die Dämmerung geschlichen und hüllte die Landschaft in ihre kühlen, grauen Schatten; jetzt tauchte langsam hinter den Bergen der Mond auf, und tiefe Abendstille und Abendruhe umfing die Erde.

Professor Normann saß noch immer in der Laube und ärgerte sich über den krassen Aberglauben des Volkes im allgemeinen und über den seines Friedel im besonderen, aber dabei hatte er immer noch den blauen Schleier in der Hand.

Ganz recht, der alte Sepp hatte den Unsinn erzählt, damals auf der Alm. Normann erinnerte sich sogar noch deutlich der Worte: »So geht's noch heutzutag, wenn ein Bub was Liebes hat, dann muß er ihm den Schleier stehlen – ein Fürtuch thut's auch, wenn's ein Mädel aus den Bergen ist – dann vergißt's ihn nimmer. Er liegt ihm im Sinn Tag und Nacht und es kommt nimmer los von ihm – aber gestohlen muß es halt sein.«

Der dumme Junge, der Friedel! Als wenn das für einen vierzehnjährigen Burschen paßte, das hatte doch nur Sinn, wenn »was Liebes« ins Spiel kam!

Der Professor blickte noch immer unverwandt nieder auf das luftige Gewebe in seiner Hand. Er hatte es so oft gesehen auf den Bergwanderungen, wenn es die braunen Flechten und das rosige Antlitz umflatterte, nun war das zu Ende. Morgen war es verstummt, das helle, übermütige Lachen, und das rosige Gesicht verschwunden. Nun fing in Heidelberg das vergnügte Leben an in dem gastfreien Herwigschen Hause, dann kamen all die Studenten und mit den ernsteren Absichten die Dozenten, die der Tochter des Hauses den Hof machten, und dann kam der Winter mit den Gesellschaften und Bällen – da wurde die Reise, und was sonst mit ihr zusammenhing, natürlich vergessen – natürlich!

Der Mond warf jetzt seine ersten Strahlen durch das Blätterdach der Laube, er sah es allein, wie Professor Julius Normann, diese Leuchte der Wissenschaft, dieser erhabene Freigeist, stufenweise herabsank von seinem höheren Standpunkte, immer tiefer, bis zu dem vielgeschmähten krassen Aberglauben, Und dann kam ein Augenblick, wo der Mond eigentlich sein Antlitz hätte verhüllen müssen, um nicht zu sehen, was er doch sah. Besagter Professor blickte sich scheu um, faltete dann folgsam den blauen Schleier zusammen und barg ihn auf seiner Brust. Er schämte sich zwar vor sich selbst und seinem höheren Standpunkte noch viel mehr, als sich der Friedel vor ihm geschämt hatte, aber dabei hielt er die Hand fest auf die Brust gepreßt, um seinen Talisman zu hüten. Er hätte ihn nicht hergegeben, um keinen Preis der Welt, Der nächste Tag war sonnenhell angebrochen, die Gebirgskette zeigte sich in voller Klarheit, und der Garten lag taufunkelnd im Morgensonnenschein, es war ein herrliches Reisewetter.

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