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Hesperus oder 45 Hundposttage

Jean Paul Richter: Hesperus oder 45 Hundposttage - Kapitel 13
Quellenangabe
typefiction
booktitleSämtliche Werke Abteilung I Band 1
authorJean Paul
year1996
publisherZweitausendeins
addressFrankfurt am Main
isbn3-86150-152-X
titleHesperus oder 45 Hundposttage
pages471-1236
sendergerd.bouillon@t-online.de
firstpub1795
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Vier Personen hatten jetzt auf einmal vier Sehröhre auf seine Seele gerichtet; er nahm gar nichts in die Hand, weil er zu gutmütig und zu freudig war, um der Spion eines Herzens zu sein; und erst nach Verlauf einiger Tage beobachtete er an einem Gesellschafter das zurückgebliebene Bild in seinem Kopf. Er verbarg sich nicht – und wurde doch falsch gesehen; gute Menschen können sich leichter in schlimme hineindenken als diese in jene – er erriet besser, als er erraten wurde. Bloß Klotilde verdient eine Schutzrede, daß sie meinen Helden bis nach dem Essen – unter welchem Le Baut, der größte Erzähler dieses erzählenden Jahrhunderts, seine Rolle durchführte – für zu boshaft und satirisch hielt. Sie mußte aber fast; – eine Frau errät leicht die menschliche, aber schwer die göttliche (oder teuflische) Natur eines Mannes, schwer seinen Wert und leicht seine Absichten, leichter seine innere Farbengebung als seine Zeichnung. – Matthieu gab Anlaß zu ihrem Irrtum, aber auch (wie ich sogleich berichten werde) zur Zurücknahme desselben. Dieser Evangelist, der ein viel größerer Satirikus war als sein Namenvetter im Neuen Testament, stellte fast ganz Flachsenfingen auf seine Privat-Pillory, den Fürsten, den Hof bis zu Zeuseln nieder – nur den Minister (seinen Vater) und seine vielen Schwestern mußt' er leider auslassen, desgleichen die Personen, mit denen er gerade sprach. Was man Verleumdung an ihm nannte, war im Grunde übertriebne Herrnhuterei. Denn da der heilige Makarius befiehlt, daß man sich aus Demut zwanzig Unzen Böses beilegen müsse, wenn man dessen fünf habe – das Gute aber umgekehrt –, so suchen redliche Hofseelen, weil sie sehen, daß keiner diese bescheidne Sprache führen will, in jedes Namen sie zu reden; und schreiben dem, dessen Demut sie repräsentieren wollen, allezeit funfzehn Unzen mehr Böses und weniger Gutes zu, als er wirklich hat. Hingegen bei gegenwärtigen Personen haben sie diese stellvertretende Genugtuung nicht nötig. Daher ist das Leben solcher Hof-Edeln ganz dramatisch; denn da nach Aristoteles die Komödie die Menschen schlechter, und die Tragödie sie besser malt, als sie sind, so lassen gedachte Edle in jener nur Abwesende, in dieser nur Gegenwärtige agieren. Ich weiß nicht, ob diese Vollkommenheit hinreicht, einen wirklichen Fehler des Evangelisten gutzumachen, welches der war, daß er, wie die Römer an Luperkalien, zu oft nach dem weiblichen Geschlecht Hiebe führte. So sagte er heute z. B.: Mädchen und Himbeere hätten schon Maden, eh' sie nur reif wären – die weibliche Tugend wäre das glühende Eisen, das eine Frau (wie auch sonst bei den Ordalien) vom Taufstein (Tauftag) bis zum Altar (Trautag) zu tragen hätte, um unschuldig zu sein u. s. w.

Nichts fiel Klotilden – und so hab' ichs allemal bei den Besten ihres Geschlechts gefunden – empfindlicher als Satire auf ihr ganzes Geschlecht; aber Viktor erstaunte über ihre dem Geschlecht und der Welt-Erfahrenheit gleich sehr eigne Kunst, es zu verbergen, daß sie – dulde und verachte.

Des Evangelisten Beispiel machte, daß auch Viktor anfing zu phosphoreszieren auf allen Punkten seiner Seele – der Funke des Witzes umlief den ganzen Kreis seiner Ideen, die einander wie Grazien bei der Hand faßten, und sein elektrisches Glockenspiel übertraf des Junkers Entladungen, welche Blitze waren und nach Schwefel stanken. Klotilde, die sehr beobachtete, mißtrauete den Lippen und dem Herzen Sebastians.

Der Hofjunker hielt ihn für seinesgleichen und für verliebt in Klotilde; und das aus dem Grunde, »weil der lustigere oder ernstere Ton, worin ein Mann in einer Gesellschaft verfalle, ein Zeichen sei, daß ein weiblicher Zitteraal darin in seinen Busen eingeschlagen«. Ich muß es gestehen, Viktors überwallende Seele ließ ihn nie jenen Ausdruck der Achtung für Weiber treffen, der sich nicht in unzeitige Zärtlichkeit verirrt, und den er oft gebildeten Weltleuten beneidete; seine Achtung sah leider allemal wie eine Lieberklärung aus. – Die Kammerherrin hielt ihn für so falsch wie ihren Cicisbeo; Leute wie sie begreifen kein anderes Wohlwollen als höfliches oder einfädelndes.

Man behielt unsern Helden den ganzen Tag und den halben Abend drüben.

Den ganzen Tag war er nicht imstande – obgleich die unsichtbaren Augen seines innern Menschen voll Tränen standen über Klotildens edle Gestalt, über ihre verborgne Trauer um die kalte hinabgesenkte Freundin, über ihre rührende Stimme, wenn sie bloß mit Agathen sprach – gleichwohl war er nicht imstande, nur ein ernsthaftes Wort zu sagen: gegen Fremde zwang ihn seine Natur allemal im Anfang einige satirische und andere Hasensprünge zu machen. Aber abends, da man im feierlichen Garten war, da sein gewöhnlicher Schauer vor der Leerheit des Lebens durch die Lustigkeit heftiger wurde – das wurde jener dadurch allezeit; hingegen durch ernsthafte, traurige, leidenschaftliche Gespräche nahm er ab – und da Klotilde ihm bloß eine sehr kalte, gleichsam von seinem Vater auf ihn angewiesene Höflichkeit gewährte und den Unterschied zwischen ihm und dem Matthieu, der keine zweite Welt und keinen dafür organisierten innern Menschen annahm, nicht in seiner ganzen Größe erriet: so wurd' ihm beklommen ums sehnende Herz, zu viele Tränen schienen seine ganze Brust anzufüllen und durchzudrücken, und sooft er zu dem großen tiefen Himmel aufblickte, sagte etwas in seiner Seele: schier dich gar nichts um den feinen Cercle und rede heraus!

Aber es gab für ihn nur eine Seele, an der jene Erhöhtritte wie an Pedalharfen geschaffen waren, die jedem Gedanken einen höhern Sphärenton erteilen, dem Leben einen heiligen Wert und dem Herzen ein Echo aus Eden; diese Seele war nicht sein sonst so geliebter Flamin, sondern sein Lehrer Dahore in England, den er ach schon lange aus seinen Augen, aber nie aus seinen Träumen verloren. Der Schatten dieses großen Menschen stand, gleichsam an die Nacht geworfen, flatternd und aufgerichtet vor ihm und sagte: »Lieber, ich sehe dein inneres Weinen, dein frommes Sehnen, dein ödes Herz und deine ausgebreiteten bebenden Arme; aber alles ist umsonst: du findest mich nicht und ich dich nicht.« Er schauete an die Sterne, deren erhebende Kenntnis sein Lehrer schon damals in seine junge Seele angeleget hatte; er sagte zu Klotilden: »Die Topographie des Himmels sollte ein Stück unserer Religion sein; eine Frau sollte den Katechismus und den Fontenelle auswendig lernen.« Er beschrieb hier die astronomischen Stunden seines Dahore und diesen selber. –

Aus Klotildens Angesicht brach eine große Verklärung, und sie zeichnete mit Worten und Mienen ihren eignen astronomischen Lehrer im Stifte ab – daß er ebenso edel sei und ebenso still – daß seine Gestalt so gut besser mache wie seine Lehre – daß er sich Emanuel nenne und keinen Geschlechtnamen führe, weil er sage: »am verfliegenden Menschen, an seinem so eilig versinkenden Stammbaum sei zwischen dem Geschlechtnamen und Taufnamen der Unterschied zu klein« – daß leider seine veredelte Seele in einem zerknickten Körper lebe, der schon tief ins Grab einhänge – daß er nach der Versicherung ihrer Äbtissin der sanfteste und größte Mensch sei, der noch aus Ostindien (seinem Vaterlande) gekommen, wiewohl man über einige Sonderbarkeiten seiner Lebensart in Maienthal wegzusehen habe. – –

Matthieu, dessen Witz die Schönheitlinie, den Giftzahn, den Sprung und die Kälte den Schlangen abborgte, sagte leise und unbefangen: »Es ist gut für seinen siechen Körper, daß er hier nicht Astronom und Nachtwächter zugleich wurde; er suchte vor einigen Jahren darum an, um ein Sehrohr und ein Horn.« – – Klotilde wurde zum ersten Male von einer zürnenden Röte überflogen, wie der Morgen vor dem Regen: »Wenn Sie ihn« (sagte sie schnell) »bloß aus meiner Schilderung kennen, so können Sie diese Sonderbarkeit unmöglich unter den seinigen suchen.« Aber der Kammerherr trat dem Junker bei und sagte, Emanuel sei wirklich vor fünf Jahren mit diesem Gesuche abgewiesen worden. Klotilde sah den einzigen, dessen Aufmerksamkeit nicht ironisch war, unsern Viktor, den der Widerschein ihrer Verklärung schmückte, wie um Hülfe an und fragte mehr hoffend als behauptend: »Sollte man so etwas einem solchen Kopfe zutrauen?« – »Meinem Kopf eher« – (versetzte er, um auszuweichen; denn er, der dem jetzigen Papste widersprochen hätte, konnte oft unmöglich schönen Lippen widersprechen, zumal einer mit so vieler Hoffnung auf sein Nein vorgelegten Frage derselben) – »sooft ich nachts durch Dörfer gehe: so hör' ich den leiblichen Nachtwächter lieber als den geistlichen. In der horchenden stillen Nacht, unter dem ausgebreiteten Sternenhimmel liegt im homiletischen Eulengesang des Nachtwächters etwas so Erhabnes, daß ich mir hundertmal ein Horn wünschte und sechs Verse.« –

Der Kammerherr und sein Associé hieltens für verfehlte Persiflage; letzter setzte die seinige – vielleicht um Klotilden, zum Vorteil seiner mit Unterzieh-Busen und Unterzieh-Steiß bewaffneten Herzens-Zarin, zu mißfallen – unverschämt fort und führte an: das beste Mittel, den namhaften Namenlosen traurig zu machen, sei ein sehr lustiges, eine Komödie – freilich rührte ihn noch stärker ein Possenspiel, wie er selber an ihm in Goethes moralischem Puppenspiel oder Jahrmarkt gesehen.

Da flog dem betroffenen Viktor ein neues Gesicht und eine neue Stellung an; denn er war gerade wie Emanuel. Ein Jahrmarkt mit seinen hinab- und hinauflaufenden Menschen-Bächen – mit dem Vor- und Zurückspringen der Gestalten wie an einer Bilderuhr – mit der fortsummenden Luft, in der Geigengeschrei und Menschengezänk und Viehgeblök zu einem einzigen betäubenden Brausen zusammenfließen – und mit den Buden-Warenlagern, die ein musivisches Bild des kleinen, aus Bedürfnissen zusammengeflickten Lebens reichen – – ein Jahrmarkt machte durch alle diese Erinnerungen an die große frostige Neujahrsmesse des Lebens Viktors edlen Busen schwer und voll; er versank süßbetäubt in das Getöse, und die Menschen-Reihen um ihn schlossen seine Seele in ihre stillern Phantasien ein. Das war die Ursache, warum ihn Goethes hogarthisches Schwanzstück eines Jahrmarkts (so wie Shakespeare) immer melancholisch zurückließ; so wie er überhaupt gerade im Niedrigkomischen das hohe Ernsthafte am liebsten fand – (Weiber sind nur zum umgekehrten Funde fähig) – und ein komisches Buch ohne jeden edlern Zug und Wink (z. B. Blumauers Äneis) konnt' er so wenig wie La Mettries ekelhaft lachendes Gesicht ertragen, oder die Gesichter auf den Titelkupfern des Vademekums. – –

Er vergaß sich und die Nachbarschaft wie ein wahrer Jüngling, breitete die Arme halb aus und sagte mit einem Auge, in dem man die sehnsüchtig an einem Bilde Emanuels arbeitende Seele sah: »Nun kenn' ich dich, du Namenloser! du bist der hohe Mensch, der so selten ist. – – – Ich versichere Sie, Herr v. Schleunes, an Herrn Emanuel ist was!... Nein, unter diesem Leben im Flug sollte doch das Ding, das so prestissimo hinschießt aus einem Regenschauer in den andern und von Gewölke zu Gewölke, doch nicht in einem fort den Schnabel aufsperren zum Gelächter... Ich las heute wo: der Mensch hat nur dritthalb Minuten, und nur eine zum Lächeln.....« Er war ganz in seine Gefühle verirrt: sonst hätt' er mehr zurückbehalten, besonders die letzte Zeile aus dem im Garten gefundnen Blättchen. Klotilde wurde über irgend etwas betroffen. Er hätte jetzo gern das Blättchen hinausgelesen. Sie erzählte ihm nun diejenigen Sonderbarkeiten von ihrem Lehrer, in die sie sich besser zu finden wußte: daß er ein Pythagoräer sei – nur in weißen Kleidern gehe – mit Flöten sich einschläfern und wecken lasse – keine Hülsenfrüchte und Tiere esse – und oft die halbe Nacht unter den Sternen gehe.

Er ruhte, in stummes Entzücken über den Lehrer verloren, mit enthusiastischen Augen auf den freundschaftlichen Lippen der Schülerin, die der Geschmack an einem erhabnen Sonderling adelte. Sie fand hier den ersten Mann, den sie in einen ungeheuchelten Enthusiasmus für ihren pythagorischen Liebling setzte; und alle ihre Schönheiten wandten sich blühend nach Emanuels Bild, wie Blumen nach der Sonne. Zwei schöne Seelen entdecken ihre Verwandtschaft am ersten in der gleichen Liebe, die sie an eine dritte bindet. Das volle begeisterte Herz verschweigt und verhüllt sich gern in einem Putzzimmer, das lauter ungleichartige hegt; aber wenn es darin sein zweites antrifft, so muß es darüber sein Verstummen und Verhüllen und das Putzzimmer vergessen.

Viktors Quecksilber seiner morgendlichen Lustigkeit war um zehn Grade gefallen. In seiner dämmernden Seele ragte nichts hervor als der Zettel, den er lesen wollte und auch schon las draußen auf der Gasse; und vorher schied er.

Das Blatt war aus Klotildens fliegendem Stammbuch geflattert und von – Emanuel geschrieben.

»Der Mensch hat hier dritthalb Minuten, eine zu lächeln – eine zu seufzen – und eine halbe zu lieben; denn mitten in dieser Minute stirbt er.

Aber das Grab ist nicht tief, es ist der leuchtende Fußtritt eines Engels, der uns sucht. Wenn die unbekannte Hand den letzten Pfeil an das Haupt des Menschen sendet: so bückt er vorher das Haupt, und der Pfeil hebt bloß die Dornenkrone von seinen Wunden ab.Vielleicht eine Anspielung auf das für die Phantasie liebliche Märchen, daß in Neapel ein Kruzifix, da darin Alphons 1439 belagert wurde, den Kopf vor einer Kanonenkugel neigte, die also nur die Dornenkrone nahm. Voyage d'un François, T. VI. p. 303.

Und mit dieser Hoffnung zieh aus Maienthal, edle Seele; aber weder Weltteile, noch Gräber, noch die zweite Welt können zwei Menschen zertrennen oder verbinden; sondern nur Gedanken scheiden und gatten die Seelen. –

O dein Leben hänge voll Blüten! Aus deinem ersten Paradies müsse ein zweites, wie mitten aus einer Rose eine zweite, sprießen! Die Erde müsse dir schimmern, als ständest du über ihr und sähest ihrem Zug im Himmel nach! – Und wie Moses starb, weil ihn Gott küßte: so sei dein Leben ein langer Kuß des Ewigen! Und dein Tod werde meiner....

Emanuel.«

»O du guter, guter Geist!« (rief Viktor) »ich kann dich nun nicht mehr vergessen – du mußt, du wirst mein schwaches Herz annehmen!« Von seinen innern Saiten waren jetzt die Dunsttropfen, die ihren Klang aufhielten, abgefallen. Sein Kopf wurde eine helle Landschaft, in der nichts stand als Emanuels glänzende Gestalt. Er kam mit einem selig bewegten Angesicht spät im Pfarrhaus an; und in dieser Glut stellte er vor seinen Zuschauern das Bild von Klotilden auf, dem er von einem Engel alles, sogar Flügel gab, welche ein kurzes Verweilen drohten. Seine Freundschaft erhob ihn über den Argwohn eines Argwohns so sehr, daß er seinem Freunde keine wärmere und zärtere Probe derselben zu geben glaubte als durch das stärkste sympathetische Lob Klotildens; Flamins Liebe gegen sie ging durch die Freundschaft in seine Seele über. Die Empfindung für die Geliebte eines Freundes führt eine unnennbare Süßigkeit und moralische Zartheit mit sich. Für Viktor steh' ich in diesem Punkte, daß er zwar begriff, wie ein Freund dem andern die Liebe zum Opfer bringen, aber nicht begriff, wie der andere das Opfer annehmen könne; allein für Flamin sag' ich nicht gut, daß er kalt und Menschenkenner genug ist, um die Preismünzen, die Viktor auf Klotilden schlägt, und worauf er ihr schönes Angesicht und sein Wappen setzt, immer für ebenso viele Münzen de confiance und für Pfänder der brüderlichen Treue anzusehen. Er war zu brausend und zu ehrgeizig, um die Wahrheit zu sehen, ja nur anzuhören: denn sein offenherziger Freund mußte manchen zärtlichen Tadel unterdrücken, der ihn zu sehr gekränkt hätte, weil er zuviel Ehrgeiz und Feuer und zu wenig Selbervertrauen hatte. Daher heftete sich ein Schmeichler wie Matthieu mit seinen Efeu-Häkchen desto fester in die Risse dieses Felsen ein. Da er ein wenig barsch den namenlosen Emanuel einen Schwärmer nannte: so sagte Viktor von diesem heute wenig. Flamin konnte – weil er entweder ein Jurist oder ein hitziger Kopf, oder beides war – nichts so wenig ausstehen als Poeten, Philosophen, Hofleute und Enthusiasten – einen ausgenommen, der alles das auf einmal war, seinen Sebastian Viktor.

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