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Herzog Theodor von Gothland

Christian Dietrich Grabbe: Herzog Theodor von Gothland - Kapitel 20
Quellenangabe
typetragedy
titleHerzog Theodor von Gothland
authorChristian Dietrich Grabbe
year1993
publisherPhilipp Reclam jun.
addressStuttgart
isbn3-15-000201-X
pages3-211
sendergerd.bouillon@t-online.de
firstpub1822
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Gothland.
Ja ja, geballt hab ich die Fäuste, um
Die Runzeln meiner Stirn mit ihnen platt
Zu schlagen; ein Palast der Stürme ist
Mein Haupt; wie 'n tollgewordner Hund
Schlägt mein Gewissen seine Zähne in
Die Tiefen meiner Seele; meine
Gedanken würgen, meine Glieder
Bekriegen sich – (mit dem höchsten Schmerzgefühl)
– Ich bin ein Haufe von zusammen-
Gesperrten Tigern, die einander
Auffressen! – –
– O, wie glücklich ist ein Vieh!
Es weint nicht, es bereuet nicht, und ist
Es einmal tot, so lebt es auch nicht mehr!
O wäre ich ein Vieh! (Geht ab.)

Berdoa (nachdem er ihm nachgesehn).
Der gute Gothland! (Er geht ab.)

(Arboga und Erik treten ein.)

Erik.
Ihr seid des Königs treuster Freund;
Ihr wißt, wie wenig er sich glücklich fühlt.
Ich kenne nur Ein Mittel,
Wodurch sein trüber Geist genesen kann:
Er muß sich mit der Edelsten der Frauen,
Mit seinem holden Weibe, welches er
So ungerecht verstoßen, wieder
Vereinen. Sie, die ihn so hoch beglückte
In seiner schöneren, vergangnen Zeit,
Ist ganz erschaffen, daß sie der
Schutzengel seines Lebens werde.
O hätte sie mir nicht geboten,
Mit Rat und Tat in seiner Näh zu bleiben,
Längst wär auch ich davongeflohen. – Eben
Ist sie mit ihrem Vater,
Dem alten Grafen von Skiold,
Hier in dem Lager angekommen.
Sie will als eine fremde Säng'rin vor
Dem Könige erscheinen, bis daß er
An ihres Liedes Klagetönen
Sein Weib erkennt und beide sich versöhnen! –
– Nun bitt ich Euch, hierin die Fürstin nicht
Zu stören, und ihr freien Durchgang durch
Die Leibwacht und den Eintritt zu
Dem Kön'ge zu gestatten.

Arboga.
Zwar sollt ich sie verhaften lassen –
Doch, sie ist nur ein Weib, kann also nicht
Viel schaden, – höchstens kratzen; –
– Sie mag ihr Glück versuchen!

(Erik geht ab. Gothland tritt wieder auf.)

Gothland (zu Arboga).
Fürst,
Warum sollt ich betrübt sein? bin ich nicht
Ein König? – – Aber gräßlich still und einsam,
Entsetzlich dunkel, furchtbar dunkel ist
Es hier! Licht, Lärm, Gesellschaft muß ich haben!

Arboga.
Soll ich das Lager aus dem Schlaf aufrufen?

Gothland.
Dein Rat ist gut; ich selbst will ihn erfüllen!
(In das Lager rufend.) Auf auf, Soldaten! jubelt, raset, schlagt
Die Waffen aneinander! kränzt
Des Himmels Scheitel mit Raketen!
Macht euren König fröhlich! – Sät
Trompetenklänge in die Lüfte,
Laßt widerhallen alle Klüfte,
Bis daß der Himmel auseinanderspringt
Und bis das Nichts
Herein durch seine offnen Fugen dringt!

(Geschrei und wilder Lärm hinter der Szene.)

Gothland (zu Arboga).
Horch, Hunderttausend wachen auf
Und leisten mir Gesellschaft,
Und dennoch bleib ich einsam und allein;
O jeder Sterbliche, und säß er auf
Dem volkumdrängtesten von allen Thronen,
Er wandelt einsam unter Millionen;
Kein anderer
Kann seine Freude, seinen Schmerz verstehen
Und einsam muß er untergehen!

(Er versinkt in sich selbst; Arboga entfernt sich; Lärm und Geschrei verstummen.)

Erik (tritt auf und deutet auf Gothland).
Jetzt muß Musik ihn vorbereiten!

(Er geht ab; gleich darauf beginnt eine hinreißende gefühlvolle Symphonie.)

Gothland.
Horch,
O horch! – Wer tut mir das? – O meine Brust!
Sie muß vergehen unter diesen Klängen
Vor Schmerz und Lust!
Wie bei des Frühlingswindes warmem Wehn
Die Blumen an das Sonnenlicht sich drängen,
So erschließen
In mir sich die Erinnrungen verschwundner Tage!
Hold und schön
Wie diese seelenvollen Melodien
Tönt auch die frohe Sage
Von meiner Kindheit Rosenzeit!
O laßt mich aus der düstren Gegenwart entfliehen,
Und nur noch einmal laßt mich sie begrüßen,
Die selige Vergangenheit! –

Dort taucht, umkränzt mit Regenbogen,
Der Kindheit Insel aus den blauen Wogen! –

Wie's sich in mir hinüber sehnt!
Ich seh die Flur, wo ich als Knabe spielte,
Wo ich mich kindlich glücklich fühlte,
Ich seh das väterliche Haus!
Allein vergebens
Streck ich die Arme zu dir aus,
Du Tempe meines Lebens!

So steht der Wandrer an dem Felsgestade,
An dem er Schiffbruch litt – blickt voll Verlangen
Zum fernen Eilande, wo goldne Gärten prangen;
Er blickt und blickt – die Pfade
Sind verschlossen,
Ein Meer ist zwischen ihm und jenseits ausgegossen!

(Die Musik geht in eine sanfte und rührende Melodie über.)

Wohlbekannte Worte hör ich klingen,
Die gleich verwehten Abendglockentönen
Aus weiter Fern herüberschwimmen!
Gott! es sind der Mutter heilge Warnungsstimmen!
Mutter! Mutter!
Lebtest du, wie würdest du die Hände ringen
Über mich,
Den Unglückseligsten von allen Söhnen!

Als ich noch an Deiner Seite
Wallte durch des Lebens Weite,
Fiel ich nicht, und brach der Sturm auch los
Ich flüchtete zum Mutterschoß!

- Nimmer, Mutter! sehe ich dich wieder!
Droben schwebst du in den Sternenregionen,
Wo die verklärten Geister wohnen,
Und strahlest in dem Kreis der Frommen;
Vergebens blickst du aus nach ihm, den du geboren;
Nimmer, nimmer wird er kommen,
Denn zur Hölle fährt er nieder
Und auf ewig ist er dir verloren! –

Hinweg, vorüber, zieh vorüber
Du Kindheitsland! mein Aug wird trüb und trüber!
Vorbei ist ja vorbei!
Kindheit und Lieb zu ihr ist Kinderei!
Wer schneidet wohl mehr Fratzen,
Wen seh ich mehr einander beißen und zerkratzen,
Zanken und greinen,
Wer kriegt mehr Prügel auf die Hinterbacken
Als diese Kinder, die uns selig scheinen!
Die frechste Lügnerin
Ist die Erinnerung! Kindheit, fahr hin
Samt deinen Kindern, welche sich bekacken!
(Pause. – Die Musik nimmt einen neuen Schwung.)
– Bin ich denn nie beglückt gewesen?
O einmal, einmal war ich es!
– – Drei Brüder seh ich durch die Fluren wallen,
Manfred und Friederich und – Theodor!
Arm in Arm,
Der schönste Kranz von allen,
Die je der Frühling flocht; das Herz wird warm
Am Herzen, von einander nie geschieden,
Herrscht unter ihnen steter Frieden!
– Wer hat dies Friedensglück gestört?
Ich! Friedrich fiel durch dieses Schwert! – –

Was fällt mir ein? Bin ich denn toll?
Manfred gehörte zu den schwärmerischen Toren;
Sein Herz war voll,
Im Kopfe hatt er Grütze;
Und an dem Kanzler war noch weniger verloren,
Denn der war nichts
Als eine menschenähnliche Schlafmütze!

(Pause. Die Musik schweigt.)

Erik (tritt auf).
Herr, eine fremde Sängerin
Ist in dem Lager angekommen,
Und wünscht mit ihrer Stimm Euch zu vergnügen.

Gothland.
Vergnügen? So laß sie herein! Ruf auch die Feldherrn!
Doch erst gib mir den Königsmantel,
Denn fortan zeige ich mich nur als König.

(Erik legt ihm den Mantel um und geht dann ab.)

Gothland (tritt an die Zelttür).
Wie kalt der Nachtwind weht!

(Arboga, Rossan, Usbek, Irnak, Berdoa und andere treten ein. Gleich darauf kommt Erik mit der Cäcilia und dem Grafen Skiold.)

Cäcilia.
Dort steht er – – mitten unter den Verworfnen!
O, der Beweinenswerte!

Erik.
Redet ihn an.

Cäcilia.
Ich kann es nicht; mein Busen ist beklommen,
Das Wort erstirbt mir auf der Zunge!

Gothland.
Ein schönes Weib! nur düster, wie es scheint!
(Zu ihr tretend.) Ein schwarzes Band schlingt sich
Durch deine Locken, Sängerin; – du trauerst?

Cäcilia.
Das Band soll Zeichen sein, daß ich
Mein Lebensglück verlor.

Gothland.
So weine;
Doch weine nicht, daß du dein Lebensglück
Verlorest, wein, daß du es nie besaßest!

Cäcilia (zu Skiold).
O Vater! hörst du? – wie unglücklich muß
Er sein!

Gothland.
Was meinst du?

Cäcilia.
Ich sprach nichts.

Gothland.
Dir bebt die Stimme; fürcht dich nicht.

Cäcilia.
Wenn du
Das sagst, so will ich auch nicht fürchten!

Gothland.
So laß uns denn dein Lied vernehmen!

(Er setzt sich. – Erik bringt der Cäcilia eine Harfe.)

Cäcilia (sehr bewegt, beginnt erst nach einigem Zögern zu singen).
»Einsam wandert und vertrieben
Ein banges Weib durchs Herbstgefild;
Fern irrt sie von ihren Lieben,
Der Nachtwind sauset kalt und wild.«

»Es rauscht der Wald, es strömt der Regen,
Sie zittert wie ein welkes Blatt,
Kann ihr Haupt nicht niederlegen,
Und ach! es ist so müd, so matt.«

»Ihr Gemahl –«
(Gothland steht auf.)
»Ihr Gemahl,
Den sie mehr liebte als das Leben,
Für den sie Eltern und die Heimat ließ,
Dem sie ihr Alles hingegeben
Er war es, der sie in die Wüste stieß.
(Gothland wird immer unruhiger.)

»- Gras wird bald ihr Grab umzittern,
Vom Abendhauche leis bewegt;
Dann vielleicht wirds ihn erschüttern,
Daß nun der Busen nicht mehr schlägt,
Der ihn so sehr geliebt!«

Gothland.
Der ihn so sehr geliebt! Auch ich, auch ich
Kannt Eine Seele, die mich liebte,
Doch diese Eine wird nun tot sein,
Nun liebt mich niemand mehr! (Zu Cäcilia.) Weib, Weib,
Was blickst du mich so traurig lächelnd an?
Was weinst du? was bewegt dich? Komm!
In meine Arme, schönes Wesen!
Daß sie erfreue, ist die Schönheit da,
Und daß es liebe, schlägt der Frauen Herz!
Der Himmel hat dich mir gesendet, du
Sollst die gestorbne Gattin mir ersetzen!

(Er umarmt sie.)

Skiold und Erik.
Sie hat gesiegt!

Cäcilia.
O Theodor! mein Theodor!

Gothland.
Was soll der Jubel jener beiden Alten?
Wie wohlbekannt ertönt mir diese Stimme?

Cäcilia.
Die Tote, welche du betrauerst, lebt für dich!
Kennst du dein treues Weib nicht mehr?

Gothland.
Mein Weib! So laß mich los! (Zurücktretend.) Feldherrn, umgebt mich!

Cäcilia.
Nein, auseinander weicht vor mir!
Ist Gothland euer König, so bin ich,
Seine Gemahlin, eure Königin!

(Die Feldherrn weichen auseinander; sie geht mitten durch sie hin und ergreift Gothland bei der Hand.)

Gib mir die Hand,
Verlaß des Abgrunds schauervollen Rand,
Laß diese Larven, welche dich umgeben
Und folge mir zu einem neuen Leben!

Komm! auf den Pfad der Tugend,
Den du so herrlich gingst in deiner Jugend,
Zu deinem vorigen, verlornen Glück
Führt deine Gattin dich zurück!

Der Reue Träne ist noch nie umsonst geflossen,
Des Heilands Blut ist auch für dich vergossen,
Die düstere Vergangenheit wird schwinden,
Den Frieden sollst du wiederfinden,
Und auch zu deinen Sternenhöhen,
Zu deinen Dioskuren, sollst du wieder sehen!

Gib mir die Hand!
Als Abgeordnete von höhern Mächten,
Vom Edlen, Guten und dem Rechten,
Steh ich zum letzten Mal vor dir
Und rufe, flehe: folge mir!

O Gothland, teurer Gothland, kehre!
Dich ruft die Tugend, ruft die Ehre,
Dich rufen deine Freunde, deine Ahnen,
Vom Himmel rufen deine Brüder:
O Gothland, Gothland kehre wieder!
– Ha, er ist mein! in seinem Aug glänzt eine Träne!

(Sie reißt ihn mit sich fort.)

Gothland (folgt ihr einige Schritte, doch dann ermannt er sich und tritt wieder zurück).
Vergebens lockst du mich, Sirene!

Nicht mehr
Den Jüngling, der an deinem Busen weinend lag
Und Küsse haschte, siehst du hier;
Jetzt scheint mir jede Träne Schmach,
Ein Tränenloser steht vor dir!

Ja, wehe ihr, die ihres Glückes Blume
Auf mich gepflanzt im kindlichen Vertrauen,
Daß sie die Blüte würde schauen;
Die Blume steht in einem Land voll Grausen,
Wo ewge Stürme und Erdbeben hausen!

Mein Weib kannst du nicht bleiben; es ist klar;
Ich wandte eine andre Bahn als du
Betreten kannst –
Du liebtest mich, als ich noch schuldlos war,
Jetzt aber bin ich – – Doch genug! –
Gib dich darein; das kann der Mensch; und geh zur Ruh!
Beklag mich nicht; nicht groß
Ist dein Verlust; sehn dich
Nach deinem Sohne nicht; ihm ward ein andres Los;
Er ist für mich!

Cäcilia.
O Gustav, Gustav! armes, armes Kind!

Gothland.
Und nun ade!

Cäcilia.
Nein, knieend sink ich vor dir nieder
O Gothland, Gothland kehre wieder!

Gothland (zu einem Soldaten).
Unteroffizier! nimm zwölf Mann
Und transportier dies Weib
Samt ihrem Vater aus dem Lager!

Cäcilia.
Ich bin bereit zu wandern, aber
Verschone meinen Vater, ehre sein
Gebleichtes Haar!

Gothland.
Das weiße Haar beneid
Ich ihm; es zeigt ein hohes Alter an. – –

Cäcilia.
O Gott! zerrissen ist mein Herz!

Gothland.
Für das
Zerreißen ist das Menschenherz gemacht!

Skiold.
Barbar! in dieser kalten Winternacht
Willst du mein unglückselges Kind
In die beschneite Wüste stoßen? Sie
Hat nicht geschlafen in drei Tagen, weil
Sie um dich weinte!

Cäcilia.
Vater, Vater, schweig! Sag
Ihm nicht, was ich um ihn gelitten!
Er lohnt es mir doch nur mit Hohn und Spott!

Skiold (zu Gothland).
Sieh, wie sie zittert!
Ein heißes Fieber brennt auf ihren Wangen –
Der schwächste Luftzug wird sie töten!
Ha, welche Heldentat, ein krankes Weib
Zu morden!

Gothland.
Alter, reize mich nicht!

Cäcilia.
Nur eine Bitte noch: laß mich von Gustav,
Von meinem Sohne Abschied nehmen.

Gothland.
Nein, nein! Das geht nicht an!

Cäcilia.
Ich will ihn sehn! Wer hält die Löwin ab,
Wenn sie zu ihren Jungen stürmt?

Gothland (sie aufhaltend).
Ich!

Berdoa.
Schwächlich Europäerpüppchen!
Vergleich dich nicht mit Löwinnen!

Cäcilia.
Auch meines Sohnes Anblick raubt man mir!
– So sag mir wenigstens, wie geht es ihm?
Hängt noch sein Herz an mir? Schmückt noch
Gesundheit seine jugendlichen Wangen?
Ist er noch heiter wie er einst es war?

Gothland.
Es geht ihm wohl.

Cäcilia.
Dank, Dank dir gütge Gottheit!
Sag ihm, (ich bitte dich) die Mutter hätte
Nach ihm gefragt mit Tränen – sage ihm,
Er möchte seiner Kindheit nicht vergessen, –
Wer seiner Kindheit denket, sündigt nicht, –
Sage ihm – – O, mein Sohn! mein Sohn!
O dürft' ich ihn nur einmal noch,
Zum letzten Male ihn noch sprechen,
Zum letzten Male ihn an meinen Busen drücken!
Gewiß, er freute sich! Erbarmen!
Erlaub es mir! Zu ihrem Kinde laß Die Mutter!

Gothland.
Nein, nein, nein!

Cäcilia.
Erbarmen!

Gothland.
Laß
Mich los!

Cäcilia.
Erbarmen!

Gothland.
Willst du denn nicht hören, so –

(Er zuckt einen Dolch.)

Cäcilia (bemerkt es).
Ich will! ich will! Erspar du dir den Mord!
Leb wohl! – – O Theodor, wer hätte das
Gedacht vor sechzehn Jahren,
Als du errötend vor mir lagst und der
Geliebten ewge Liebe stammeltest! – (Sie geht.)

Gothland.
Starrsinnig Weib! nimm deinen Vater mit!
Bei meiner Königskron, ich lasse ihn
Enthaupten, wenn er bleibt!

Cäcilia (umkehrend).
Was hat
Der alte Mann dir denn getan?

Skiold (zu Gothland).
Erbarm Dich unserer!

Gothland.
Jetzt hab ichs übersatt!
Soldaten!

Cäcilia.
Rufe die Soldaten nicht!
Wir fliehen schon! (Zu Skiold.) Komm, teurer Greis;
Stütz dich auf deine Tochter!
(Zu Gothland.) Leb wohl! leb ewig wohl, Unglücklicher!
Sag meinem Sohn mein letztes Lebewohl! –
– Ich gehe fort,
Doch blutend reißt mein Herz sich los
Und bleibt bei dir zurück!

(Sie geht mit ihrem Vater ab.)

Gothland.
Endlich hat das Geschrei ein Ende!
Was tuts denn auch, ob so ein Weib krepiert?
Es gibt ja ohnehin der Weiber viel
Zu viel! selbst mancher Mann ist eins!

(Er geht; alle folgen ihm, bis auf Berdoa, der mit Irnak zurückbleibt.)

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