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Herzensgeschichten einer baltischen Edelfrau

Elisa von der Recke: Herzensgeschichten einer baltischen Edelfrau - Kapitel 2
Quellenangabe
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authorElisa von der Recke
titleHerzensgeschichten einer baltischen Edelfrau
publisherVerlag Robert Lutz
printrunVierte Auflage
editorHeinrich Conrad
year1918
firstpub1900
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Zur Einführung

Als gegen das Ende des achtzehnten Jahrhunderts der »Graf« Cagliostro trotz mancher schon erfolgten Bloßstellungen noch immer mit seinen Wundern, seinem theosophischen Mystizismus, seinen spiritistischen und anderen Betrügereien halb Europa zum besten hatte und Reichtümer damit erwarb, schrieb 1787 Charlotte Elisabeth von der Recke, Tochter des Reichsgrafen von Medem, zu Mitau ihre Enthüllungsschrift: »Nachricht von des berüchtigten Cagliostro Aufenthalt in Mitau im Jahre 1779 und von dessen magischen Operationen« Weniger ausführlich hatte Elisa bereits im Jahre 1786 im Mai-Heft der »Berlinischen Monatsschrift« ihre Verirrung bekannt und vor Cagliostro gewarnt als einem »Betrüger, der weitaussehende Pläne hat, welche durchzusetzen er Welt- und Menschenkenntnis genug besitzt und sie dazu auf die unwürdigste Art mißbraucht«. Mit großer Schonungslosigkeit gegen sich selbst, die der Gaukler lange Zeit völlig umgarnt hatte, deckte sie seine dreisten Schwindeleien auf, und die Schrift machte in ganz Europa ein ungeheures Aufsehen.

Es war eine kühne sittliche Tat, daß die Schwester der Herzogin von Kurland unter Preisgabe der eigenen Person und nächster Angehöriger den Betrüger entlarvte, und als Verfasserin dieser Schrift erlangte Elisa von der Recke schnell europäische Berühmtheit. Daneben erwarb sie sich im Laufe ihres langen Lebens eine bescheidenere Berühmtheit als Dichterin und Schriftstellerin. Dieser kleinere Ruhm ist längst verblaßt, mit Recht sind jene literarischen Erzeugnisse vergessen, die Elisa zu ihren Lebzeiten veröffentlicht hat. Dagegen hat sie der Nachwelt zwei Manuskripte hinterlassen, die als Dokumente eines Frauenherzens und als Kulturbild baltischen Adelslebens gleich der Schrift gegen Cagliostro nie aufhören werden, den Leser zu fesseln. In ihrem Testament hatte Elisa die zwei Manuskripte, für die Veröffentlichung vorbereitet, das eine der Königlichen Bibliothek zu Berlin, das andere der Königlichen Bibliothek zu Dresden vermacht: es waren ihre Selbstbiographie, bis zu ihrer Heirat mit Georg von der Recke fortgeführt, und anschließend daran die Geschichte ihrer unglücklichen Ehe in Briefen. Beide Manuskripte sind erst im Jahre 1900 durch Paul Rachel zum Druck befördert worden, und sie bilden, um einiges Unwesentliche gekürzt, und teilweise mit ergänzenden Anmerkungen aus den 1902 von Rachel herausgegebenen »Tagebüchern und Briefen« Elisas versehen, den Inhalt dieses Bandes.

Den Titel »Herzensgeschichten« habe ich gewählt, weil er das Buch am treffendsten kennzeichnet: von ihren frühesten Mädchenjahren an erblicken wir Elisa ständig mit einem von Liebesdingen verschiedenster Art stark, oft wild bewegten Herzen. Diese merkwürdige Frau, die mit siebzehn Jahren, nachdem sie zahlreiche Bewerber abgewiesen, einen zu ihr durchaus nicht passenden Mann heiratete, nach fünf Jahren von ihm aus seinem Schloß verjagt, und weitere fünf Jahre danach von ihm geschieden wurde, hat von ihrem zwölften bis zu ihrem fünfzigsten Jahre nicht aufgehört, die Herzen der Männer zu entzünden. Und obwohl sie selber in höherem Maße als andere die Sehnsucht nach Liebe empfand Im Jahre 1810 schrieb sie in ihr Tagebuch: »Von meiner Kindheit an war es mir das höchste Bedürfnis, mit Innigkeit zu lieben und geliebt zu werden.« und oft leidenschaftlich liebte, hat ein fast tragisch anmutendes Geschick ihr keinen zweiten Lebensgefährten gegönnt. Sie war kaum zwölf Jahre alt, als sie die ritterlich-knabenhafte Liebeserklärung eines vierzehnjährigen Barons von Heyking anhörte und diesem ihre Gegenliebe zu verbergen suchte. Der Vater Heyking gab in Elisas Gegenwart dem Wunsche Ausdruck, seinen Sohn einst mit ihr verbunden zu sehen. Zur selben Zeit verliebte sich der über siebenzigjährige, verheiratete Starost Igelströhm in das Mädchen, und ein Herr von Behr hielt, hingerissen von ihrem Liebreiz, um ihre Hand an. Und nun mehren sich die Verehrer; Männer mit Schönheit des Körpers, andere mit Vorzügen des Geistes bestürmen das unsichere Herz des Mädchens, das, von seinen Sinnen und seinem seelischen Verlangen gleich triebhaft und dunkel bedrängt, unruhig pocht. Elisa ist noch nicht vierzehnjährig, als Starost Igelströhm, jetzt sechsundsiebenzig Jahre alt, nach dem Tode seiner dreiundzwanzigjährigen Frau, in aller Form um ihre Hand anhält. Elisa gibt ihr Jawort, ihr Vater ist einverstanden, doch die Stiefmutter will die Heirat nicht, sie unterbleibt. Neue Freier treten auf. Die auf die Schönheit ihres Stiefkindes stolze Frau von Medem sucht das Herz des Mädchens zu lenken – sie soll einen reichen und bedeutenden Mann nehmen und eine »galante Weltdame« werden; Frau von Medem sammelt Anträge für das Mädchen, um eine große Auswahl zu haben. Und aus all den ständigen Herzensnöten sehnt Elisa sich immer wieder nach ihrem geliebten Igelströhm. Zuletzt nimmt sie, siebzehnjährig, und »gelenkt« von ihrer Stiefmutter, den Herrn von der Recke und wird tief unglücklich. Noch ehe sie von ihm wegen Verweigerung der ehelichen Gemeinschaft verstoßen ist, und gleich danach um so mehr, wird ihr Herz von neuen und den so zahlreichen alten Verehrern abermals in stürmische Unruhe versetzt, und Herr von der Recke bemüht sich zweimal vergeblich, sie als seine Frau wieder auf sein Wasserschloß zurückzuführen.

Schließlich schlägt sie den Antrag des heftig geliebten Herrn von Holtei aus und bringt damit ein nutzloses Freundschaftsopfer. Diese entsagende Liebe erfüllt ihr Herz fortan so völlig – Holtei nahm sich eine andere Frau – daß Elisa, die damals vierundzwanzig Jahre zählte, und noch oft geliebt hat und zum Weibe begehrt wurde, doch keinem Bewerber ihr Jawort geben konnte: Holteis Bild drängte sich in ihrer Seele stets wieder zwischen sie und den anderen.

Um alle diese Herzenserlebnisse dreht sich der Inhalt des Buches, und man darf wohl sagen: es gibt kein deutsches Werk, das mit so eindringlicher Gewalt ohne jede Künstelei zur Seele spricht und so tiefe Einblicke in das innerste Wesen einer edlen Frau und Edelfrau tun laßt, wie dieses. Eine wahrhaft vornehme, bezaubernde Persönlichkeit, in der Seelengröße und Güte sich mit einer erstaunlichen sittlichen Kraft der Entsagung und Reinheit paaren, tritt uns aus diesen Blättern entgegen.

Elisa von der Recke gehört mit ihren Freunden und Freundinnen, die alle ein Band innigster, aber oft überschwänglicher Seelengemeinschaft verband, zu den »Empfindsamen«. Die »süßen« Gefühle der gegenseitigen Zuneigung, die Schwärmerei bei Mondschein und dem Schluchzen der Nachtigallen, die häufige Todessehnsucht, um mit allen Geliebten für ewig vereint zu sein, Elisas werthermäßiges Liebesverhältnis zu dem Dichter Hartmann, dessen Tränen sie verstohlen als junge Frau von ihrer Hand küßt, während er die Spitzen ihres aufgelösten Haares mit den Lippen berührt, – das alles ist typisch für die Seelenrichtung einer Zeit, wo Goethe seinen Werther erlebte. Auch die dreieckigen Verhältnisse, die wir in den Briefen kennen lernen, mit ihren aufgeregt und unklar zwischen Freundschaft und Liebe, zwischen Seele und Sinnen hin und her wogenden Gefühlen, kennzeichnen die Zeit der Empfindsamkeit. In dieser Hinsicht gibt das Buch dieselben wertvollen Aufschlüsse, wie die Lebensgeschichte des Mönches Franz Xaver Bronner, einem der vorzüglichsten Werke der Memoirenbibliothek, ja der deutschen selbstbiographischen Literatur überhaupt.

Neben jener allgemeinen Empfindsamkeit gewahren wir bei Elisa von der Recke einen stark religiösen Hang, vor allem hervorgerufen durch das viele Leid, das sie zu erdulden hatte. Wenn sie am verzweifeln ist, so wirft sie alle Not des Herzens auf Gott; wenn sie von ihrem Manne gequält wird, so leidet sie mit einer Art Inbrunst, in der Gewißheit, daß Gott ihr diese Leiden auferlegt, um sie selbst sittlich zu läutern und außerdem ihren Mann durch ihr demütiges Dulden zu einem edleren Menschen zu machen, worum sie auch Gott in häufigen Gebeten anfleht. Dabei ist sie nicht ohne Selbstgerechtigkeit, wie so viele Frommen: wenn sie unter der schlechten Behandlung ihres Mannes leidet, so kommt ihr nie der Gedanke, daß sie selber auch Fehler, nämlich in der Behandlung ihres Mannes, gemacht haben könnte. Im Bewußtsein, das Rechte gewollt zu haben, glaubt sie stets, sie hätte das Rechte auch getan, und beruft sich auf Gott, der ihr ins Herze schaut und ihr recht geben wird. Bei ihrer seelischen Verlassenheit auf Reckes »wüstem« Schloß nimmt ihre Religiosität allmählich unter dem Einfluß mystisch-schwärmerischer Schriften eine Wendung zu einem sentimentalen Mystizismus: sie glaubt sich ständig umschwebt von den Geistern ihr teurer Toten und sehnt sich nach Verkehr mit ihnen. In diesen Boden warf später Cagliostro seine Saat, wo sie üppig aufschießen mußte. Wir erleben ja Ähnliches in unseren Tagen, wo unter der Qual eines nie enden wollenden fürchterlichen Krieges, der so vielen ihr Liebstes entrissen hat, die Gemüter sich einem in den verschiedensten Formen auftretenden Okkultismus zuwenden; und ich frage mich oft, in welcher Gestalt einmal unser Cagliostro erscheinen wird, um zu säen und – zu ernten.

Nicht ohne Reiz ist es für den Beobachter, in Elisas Selbstbiographie und Briefen zu sehen, wie zwei Welten gegeneinanderstoßen, die alte und die neue Zeit. Die alte vertreten durch ungebildete, robust-derbe, in Ton und Umgang oft ganz wachtmeistermäßige Männer und Frauen, wie insbesondere die Großmutter Starostin von Korff und Recke; die neue Zeit verkörpert in der zart empfindenden Elisa, ihrer den feinen Weltton pflegenden Stiefmutter, in Männern wie Holtei, Taube und Brinck, die mit Bildung des Herzens und Verstandes feine Formen und Sinn für edle Geselligkeit verknüpften. Man fühlt sich bei der Starostin Korff, bei Recke und anderen ähnlichen unwillkürlich an den Vater Friedrichs des Großen erinnert, den König Friedrich Wilhelm I., der seine ängstlich vor ihm davonlaufenden Untertanen mit dem Stocke verprügelte und dazu schrie: »Was, ihr habt Angst vor mir? Lieb haben sollt ihr mich!« Das jüngere kurische Männergeschlecht, in dem bereits die Humanität gegen die leibeigenen Letten erwacht, ließe sich dagegen mit dem menschenfreundlichen, zur Milde neigenden Joseph II. vergleichen.

Elisas Mann Georg von der Recke war 1739 geboren und stammte aus einem der ersten kurischen Adelsgeschlechter. Aufgewachsen »mit Hunden und Dienstboten«, ohne Bildung, kam er in preußische Dienste und machte den Siebenjährigen Krieg mit. Zurückgekehrt auf seine Güter, vergrub er sich in seine Landwirtschaft und seine Wälder, ein tüchtiger Ökonom und leidenschaftlicher Jäger. Feine Geselligkeit oder gar höfisches Wesen waren ihm, der in einer altmodischen Tracht mit hohen Schaftstiefeln einherkam, und sich selbst gern einen »alten Buschklepper« nannte, zuwider. Er war eine Herrennatur, auf seinen Höfen schaltete er »wie ein Sultan«, nicht nur mit den Männern, sondern auch mit den Weibern. Mit der Starostin Korff ist er der Ansicht, daß das Lesen die Frauen zu Närrinnen mache – und Elisas Leidenschaft war Lesen! Von einer kurischen Adelsfrau verlangt er, sie solle eine tüchtige »Landfrau« sein, und Elisa, zu Tanz und höfischer Geselligkeit erzogen, aber nie zu irgend einer Art von praktischer Arbeit angehalten, versagt trotz guten Willens vollständig, zumal Recke keine Geduld mit ihr hat. Nach kaum geschlossener Ehe bereute er daher, in eine »hübsche Larve sich vergafft« zu haben, und spricht das offen zu Elisa aus. Diese, die das Schwergewicht der Ehe im seelischen Zusammenleben erblickt, fühlt sich abgestoßen von einem Manne, der kein Verständnis für ihr oft überzartes Wesen hat und in der Ehe, seiner stark sinnlichen Natur gemäß, vor allem die Freuden des Bettes suchte. So schreit seine junge Frau einmal in einem der Briefe auf: »Sind wir Weiber denn nur ein Stück Fleisch? Haben wir nicht auch eine Seele?« Elisa hat in reiferem Alter sehr treffend über ihn und sich selbst geschrieben: »Er wollte feurige sinnliche Liebe, die konnte ich ihm nicht äußern, da ich in seinen Annäherungen nur Herzensangst empfand. Ich machte auf innige Seelenliebe Anspruch, die konnte er mir nicht geben, weil er für diese keinen Sinn hatte. So forderten wir beide im Herzen Dinge voneinander, die wir nicht zu geben vermochten.«

Man sieht: die beiden Menschen paßten ausgesucht schlecht zusammen. Die weitaus größere »Schuld« lag aber auf seiten des Mannes. Er vergaß in seiner Enttäuschung und Ungeduld, daß er, der reife Mann, ein siebzehnjähriges Kind zur Frau genommen, und er versäumte es, dieses Kind mit Behutsamkeit zu lenken, es aus seinen seelischen Verstiegenheiten mit zarter Hand zur Erde zurückzuführen. Statt dessen höhnte und spottete er über sie, verbat sich roh das »Plärren«, wenn sie in ihrem Unglück weinte, und trabte mürrisch und verdrossen über seine Zugbrücke davon.

Zu alledem kam noch, daß Recke von dem durchaus berechtigten Mißtrauen erfüllt war, Elisa sei von ihrer Stiefmutter angehalten worden, ihren Mann zu beherrschen. Frau von Medems Frauenweisheit, die sie ihrer Stieftochter mitgab, gipfelte darin: den Mann recht verliebt machen und so erhalten, selber keine tiefe Liebe zu ihm in sich entstehen lassen und sollte es doch geschehen, sie niemals zeigen, denn eine liebende oder gar verliebte Frau kann ihren Mann nicht beherrschen! Solche Grundsätze waren zwar völlig gegen Elisas Natur, aber der in seinen Wäldern und Feldern hausende Recke, der die Menschen mied, war ein zu schlechter Menschenkenner, um das zu sehen. Er hält sich an die Tatsache, daß die Frau von Medem ihre drei Männer wirklich beherrscht hat, und tritt nun eingebildeten Versuchen zu diesem Ziele von seiten Elisas mit brutaler Härte entgegen, um sie im Keime zu ersticken.

Bei alledem ist nicht zu verkennen, daß Elisa durch ihr stets demütiges Dulden und »Plärren« den Mann bald reizte, bald langweilte, wogegen ein gewisser Widerstand sicher auf Recke Eindruck gemacht haben würde. So lebten die Gatten nebeneinander hin, und Recke nimmt wieder seine Gewohnheiten aus seiner Sultanszeit auf und knüpft Verhältnisse mit seinen Bauernmädchen an. Nicht aus diesem Grund – Elisa fühlt sich dadurch wenig berührt – sondern weil sie Angst vor ihm und Widerwillen gegen den empfindet, der ihre Seele so oft gekränkt, entzieht sie sich ihm. Es ist erstaunlich, wie diese »empfindsame« junge Frau ihrer kaum älteren unverheirateten Freundin gerade hierüber immer wieder schreibt – ein Beweis, daß neben aller Schönseligkeit ein wohltuender Mangel an Prüderie, eine selbstverständliche Natürlichkeit sich geltend machen konnte.

Da alle seine Annäherungsversuche abgewiesen wurden, verstieß Recke seine Frau: 1776 mußte sie, binnen drei Tagen, auf seinen Befehl sein Schloß verlassen; erst 1781 erfolgte die Scheidung.

Recke scheint später eine gewisse Verfeinerung seines Wesens entwickelt zu haben. Er fing, als es zu spät war, an, seine Frau besser zu begreifen, trat auch aus seiner Abgeschiedenheit heraus und beteiligte sich lebhaft an den öffentlichen Angelegenheiten des Herzogtums Kurland. Er ist in Elisas Armen gestorben.

Die Geschichte dieser unglücklichen Ehe in Elisas Briefen ist reich an erschütternden Abschnitten, niemand wird sie lesen können, ohne im Innersten von diesem Frauenschicksal ergriffen zu werden, das sich gleich einem Verhängnis vor unsern Augen vollzieht. Neben den fesselnden Bildern aus dem Leben des kurischen Adels, dessen geistige Zusammenhänge mit Deutschland uns in diesem Buche so deutlich entgegentreten, liegt sein Hauptwert in dem Reiz der seelischen Vorgänge, in der Enthüllung eines hochedlen, tieferregten Frauenherzens, das in der schweren Kunst des Leidens und Entsagens besonders bewährt, gleich einem schönen Stern in dunkler Nacht prächtig vor unserm Auge steht.

München, August 1918
Heinrich Conrad

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