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Herr und Knecht/Iljaß

Lew Tolstoi: Herr und Knecht/Iljaß - Kapitel 2
Quellenangabe
authorLew Tolstoi
titleHerr und Knecht/Iljaß
publisherMax Fischer's Verlagsbuchhandlung
yearo.J.
translatorCarl Goritzky
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
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Herr und Knecht

I.

Es war an einem kirchlichen Feiertage der siebziger Jahre, am zweiten Tage nach dem Nikolaifest.

Das war ein geschäftiger Tag für den Gastwirt und Kaufmann zweiter Gilde Wassilij Andrejitsch Brechunow. Als Kirchenältester mußte er früh dem Gottesdienst beiwohnen und dann zu Hause seinen Pflichten als Wirt nachkommen.

Als nun aber endlich der letzte Gast – sie bestanden zumeist aus Verwandten und Bekannten – sein Haus verlassen hatte, traf Wassilij Andrejitsch sofort seine Vorbereitungen, um einen in der Nähe wohnenden Gutsbesitzer aufzusuchen, mit dem er einen Holzhandel abschließen wollte, der schon lange geschwebt.

Er hatte deshalb plötzlich so große Eile, weil er gehört hatte, daß Händler aus der Stadt ihm bei dem günstigen Kaufe zuvorkommen wollten. Zehntausend Rubel hatte der junge Gutsbesitzer als Kaufpreis festgesetzt, während Wassilij Andrejitsch nur siebentausend geben wollte, welche Summe aber nur den dritten Teil vom Wert des Waldes repräsentierte.

Der Wald grenzte an Wassilij Andrejitschs Besitz, und da unter den Landleuten der Umgegend das stillschweigende Uebereinkommen bestand, daß keiner den anderen bei einem derartigen Kaufe überbot, so hätte Wassilis recht gut den Preis noch niederdrücken können, wenn nicht Käufer aus der Hauptstadt ebenfalls das Gorjatschkinsche Holz zu kaufen beabsichtigten. Es galt ihnen zuvorzukommen und die Sache mit dem Eigentümer so schnell wie möglich ins reine zu bringen.

Und so steckte Wassilij Andrejitsch, sobald er sich frei sah, siebenhundert Rubel in seine Brieftasche, legte dazu zweitausenddreihundert Rubel aus der in seiner Verwaltung befindlichen Kirchenkasse, zählte das Geld nochmals sorgfältig durch und machte sich dann reisefertig.

Nikita, der einzige heute nicht betrunkene Knecht Wassilijs, erhielt den Befehl, anzuspannen.

Der Arbeiter Nikita, ein notorischer Trunkenbold, war an diesem Tage nüchtern, weil er das Trinken abgeschworen hatte. Am letzten Tage vor dem Fasten hatte er nämlich seine sämtlichen Kleidungsstücke, ein paar Lederstiefeln eingerechnet, vom Leibe weg vertrunken und darnach – es war bereits zwei Monate her – einen heiligen Eid gethan, keinen Branntwein mehr anzurühren. So groß auch die Versuchung war – denn es wurde an den Feiertagen viel getrunken – Nikita hatte ihr bisher widerstanden.

Obgleich er aller Orten wegen seines Fleißes, seiner Geschicklichkeit und Ausdauer, hauptsächlich aber infolge seines freundlichen, ehrlichen Wesens bekannt war, wechselte er seine Stellungen doch ungemein oft, denn mindestens zweimal im Jahre fröhnte er seinem Laster, der Trunksucht, aufs Ausgiebigste, wobei er dann nicht nur das Hemd vom Leibe vertrank, sondern auch händelsüchtig und widerspenstig wurde.

Auch Wassilij Andrejitsch hatte ihm schon öfters den Laufpaß gegeben, sich aber immer wieder eines besseren besonnen, da Nikita in seiner Ehrlichkeit und seiner Liebe bei den Tieren wirklich seines Gleichen suchte; vorzüglich aber schätzte ihn der Wirt wegen seiner Billigkeit.

Nikita erhielt nämlich nicht achtzig Rubel Lohn, wie das für solche Arbeiter üblich war. sondern nur vierzig, und auch die nicht regelmäßig. Eine Abrechnung fand niemals statt; hie und da wurde ihm eine kleine Summe ausgezahlt, meist aber entnahm er Waren, die ihm jedoch sehr teuer angerechnet wurden.

Nikita war verheiratet. Zwar ließ sein Weib, Marsa, eine hübsche, flotte Bauernfrau, die Mutter von zwei kleinen Mädchen und einem Jungen, ihren Mann nicht bei sich zu Hause leben, denn erstens hatte sie schon seit zwanzig Jahren reichlichen Ersatz in einem Böttcher gefunden, der bei ihr wohnte, und zweitens fürchtete sie Nikita viel zu sehr. Für gewöhnlich ließ er sich ja von ihr um den Finger wickeln, begann er aber zu trinken, so war die Freundschaft aus, und sie scheute ihn, wie das Feuer.

Wahrscheinlich um sich für sein gewöhnlich so bescheidenes Wesen zu rächen, hatte Nikita einst, nachdem er der Branntweinflasche tüchtig zugesprochen, heimlich den Schrank seiner Frau aufgesprengt und ihren besten Putz nebst all ihren Sarafanen und übrigen Kleidern mit einem Beil auf dem Hackklotz zu Fetzen zerhackt.

Von seinem so wie so schon spärlichen Lohne bekam Nikita selten etwas zu sehen; seine Frau ließ ihn sich auszahlen, und er ließ es ohne Widerspruch geschehen.

Auch jetzt, einige Tage vor dem Feste, hatte Marsa sich in Wassilijs Laden eingestellt und Mehl Thee, Zucker und ein achtel Branntwein eingekauft. Außer diesen Waren hatte sie sich noch fünf Rubel bares Geld erbeten, die sie mit wortreichem Dank wie ein gnädiges Geschenk hinnahm, obgleich ihr rechtmäßig mindestens zwanzig Rubel zukamen.

»Wir brauchen nichts miteinander zu vereinbaren,« pflegte Wassilij zu Nikita zu sagen. »Fehlt es Dir an Geld, nun, so komm zu mir. Du kannst es dann abarbeiten. Bei mir ist es nicht wie bei anderen Dienstherren: große Abrechnung, warten oder Strafgelder, die giebts hier nicht – wir sind doch ehrliche Leute! Du dienst mir, ich stehe Dir in der Not bei. Bei mir wirst Du stets Hilfe finden.«

Niemand war mehr überzeugt von den Wohlthaten, die Nikita bei ihm genoß, als Wassilij Andrejitsch selber; seine eigenen Worte bestärkten ihn immer wieder in diesem Glauben, und Nikita selbst wurde nicht müde, ihm zu danken.

Zwar wußte der letztere sehr wohl, daß sein Herr ihn betrog, zugleich fühlte er sich aber auch außer Stande, mit ihm abzurechnen, so lange er keine andere sichere Stellung hatte. Er ließ deshalb die Dinge gehen, wie sie wollten und pflegte auf Wassilijs Reden zu erwidern:

»Ja, ja, ich weiß, Wassilij Andrejitsch, daß ich Dir diene, aber ich diene Dir, wie ein Kind seinem Vater.«

So standen die Dinge an dem Tage, da unsere Geschichte beginnt. So munter und leicht, als seine etwas wackeligen Beine es ihm erlaubten, schritt Nikita, gehorsam und willig wie immer, in den Schuppen, um den eben erhaltenen Befehl seines Herrn auszuführen und den Wagen anzuspannen. Das schwere Geschirr auf dem Arme, stellte sich der Knecht vor das Pferd hin, das er anspannen sollte.

»Hast wohl Langeweile, Närrchen?« erwiderte er als Gegengruß auf das leise Wiehern, mit dem das Tier, ein wohlgebauter, glatter, dunkelbrauner Hengst, ihn begrüßte. »Na, na, nur langsam voran, mein Tierchen! Erst sollst Du etwas zu trinken haben!« fuhr er freundlich, als ob er zu einem Menschen spräche, fort und strich liebkosend mit dem Rockärmel über den feisten, staubigen Rücken des Tieres. Dann befestigte er den Zaum um den zierlichen Kopf, zog Ohren und Mähne durch und führte es nach dem Brunnen. Kaum sah Gelbmaul – so genannt wegen seinem gelblichen Maule – den Stall hinter sich, in welchem der tiefliegende Dünger seine freien Bewegungen hinderte, so begann er zu tänzeln und hinten auszuschlagen, so daß es den Anschein hatte, als würde er Nikita, der mit ihm im Galopp nach der Tränke rannte, mit dem Hinterbeine schlagen.

Der Knecht aber wußte schon, daß der Braune nur so weit ausschlug, daß er den Schafpelz berührte, was ihm übrigens große Freude zu machen schien, und rief deshalb vergnügt:

»Ja, freu dich nur, du Närrchen du, jetzt geht's fort!«

Schnaubend und pustend stand Gelbmaul, nachdem er sich an dem kühlen Wasser gütlich gethan hatte, noch einen Augenblick still und schüttelte energisch mit dem Kopf, so daß die Tropfen wie ein glänzender Regen von seinem Maule niedersprühten.

»Nun, wenn du satt bist, dann ist's ja gut – genötigt wird hier nicht weiter!« redete Nikita eindringlich auf das Pferd ein, setzte sich dann wieder in Trab und lief mit dem mutwilligen jungen Pferd, von dessen Hufschlägen der ganze Hof erdröhnte, wieder nach dem Schuppen zurück.

Zögernd stand er hier eine Weile still und sah wie hilfesuchend um sich. Nirgends war einer der Knechte zu sehen, nur der Mann der Köchin, der während der Feiertage seine Frau besuchen wollte, stand in der Nähe.

»Gutes Seelchen,« sprach Nikita bittend zu dem Fremden, »frag ihn doch, ob er den großen oder den kleinen Schlitten befiehlt!«

Bald darauf kehrte der Abgesandte mit dem Bescheid zurück, daß der kleine angespannt werden sollte.

Das Pferd trug nun schon das Kumt, und auf dem Rücken das nägelbeschlagene Polster; eilig führte es nun der Knecht, der in der anderen Hand das buntgefärbte Krummholz trug, nach dem weiter hinten im Schuppen stehenden Schlitten.

»Also den kleinen – den Schlitten will er,« murmelte Nikita und schob das tänzelnde Tier, das sich beständig drehte und wendete, wie um hin zu beißen, zwischen die beiden Deichseln, wo er es mit Hilfe des fremden Mannes einspannte.

Schon war alles soweit fertig, daß der Schlitten vorfahren konnte, da schickte Nikita den Mann der Köchin noch in die Scheune nach Stroh und in den Kutscherraum nach einer Decke.

»Schön Dank! Na, na, werd' nur nicht wild!« beruhigte Nikita das Pferd, das Haferstroh im Schlitten feststampfend. »Nun werd ich die Sackleinwand darüber breiten,« fuhr er fort, »und darauf die schöne weiche Decke. Das ist doch ein prächtiger Sitz geworden,« fügte er wohlgefällig hinzu, als alles fertig war, und sich zum Mann der Köchin wendend: »Vielen Dank, gute Seele! Es ist doch wirklich wahr, daß zwei immer schneller fertig werden, als einer.«

Nun stieg Nikita auf den Kutschersitz, faßte die beiden zusammengeschlungenen Zügel und führte das Rößlein, das schon ungeduldig zu werden begann, über den hartgefrorenen Hof dem Thore zu.

Da kam mit eiligen Schritten ein ungefähr siebenjähriger Junge aus der Hausflur gelaufen, schlug die Thür schallend zu und schrie so laut er konnte:

»Onkel Nikit! Onkelchen, mein Onkelchen!«

Der kleine Schelm trug neue weiße Filzstiefel, eine warme Mütze und knöpfte jetzt behend, als der Angeredete sich umschaute, sein kleines schwarzes Pelzchen zu, indem er bittend fortfuhr: »Setz mich in den Schlitten, Onkelchen!«

»Na, da komm, mein Täubchen, komm!« erwiderte Nikita, brachte das Pferd zum Stehen und hob das Söhnchen seines Herrn, dem die helle Freude aus den Augen strahlte, in den Schlitten. Darnach fuhr er auf die Straße hinaus.

Die Uhr schlug drei. Es war scharfer Frost – zehn Grad Kälte – und ein schneidend kalter Wind wehte auf der Straße. Vom Dach des naheliegenden Schuppens wirbelte eine Schneemasse herunter, und an der Ecke beim Badehause fegte der Wind den Schnee empor.

Sobald der Schlitten vor der Freitreppe hielt, erschien auch schon Wassilij Andrejitsch mit der Zigarrette im Munde. Wohlverwahrt in einen tuchbezogenen Schafpelz, der, von einem Ledergurt zusammengehalten, fest am Körper anschloß, trat er auf die Freitreppe, deren Schnee unter seinen Filzstiefeln knirschte, und stand dort einen Augenblick still, um seinen Pelzkragen bis weit über sein frisches, fast ganz glattrasiertes Gesicht zu ziehen. Dabei gab er sich Mühe, die harige Seite so nach innen zu schlagen, daß der Hauch seines Mundes ihn nicht feucht machen konnte.

»Seht einer den Schelm!« rief er lachend und zeigte dabei seine weißen Zähne, »der sitzt wahrlich schon im Schlitten!«

Durch den seinen Gästen zu Ehren genossenen Branntwein war Wassilij Andrejitsch aufgeheitert und betrachtete darum alles, was ihm gehörte und alles, was er that, mit mehr als gewöhnlichem Wohlgefallen. In der Hausflur, bis an die Augen in warme, wollene Tücher gehüllt, stand Wassilij Andrejitschs blasse, hagere Frau – sie befand sich in gesegneten Umständen.

»Willst Du nicht lieber Nikita mitnehmen?« frug sie, aus der Thür tretend, mit scheuem Blick auf ihren Gatten.

Statt aller Antwort spuckte Wassilij Andrejitsch mißbilligend aus.

»Du hast viel Geld bei Dir,« setzte die Frau mit derselben weinerlichen Stimme hinzu, »und es wird ein Unwetter kommen, ich fühle es ganz genau!«

Wassilij Andrejitschs Lippen verzogen sich zu dem bekannten gezwungenen Lächeln, das er sich im Verkehr mit seinen Kunden im Laden angewöhnt hatte.

»Ich kenne doch den Weg und habe keinen Begleiter nötig!« sagte er selbstbewußt, und man hatte bei seinen Worten den Eindruck, daß er sich gern sprechen hörte.

»Ich bitte Dich um Himmelswillen, daß Du ihn mitnimmst!« wiederholte die Frau und hüllte die frierenden Glieder fester in ihr Tuch.

»Da steht sie nun und zittert vor Frost! Na, soll ich Dich mitnehmen?«

»Ich möchte schon gern, Wassilij Andrejitsch,« sagte Nikita, dem man die Freude anmerkte. Zur Hausfrau gewendet, setzte er sorglich hinzu: »Aber vergeßt mir nur nicht die Pferde zu füttern, wenn ich nicht da bin!«

»Ach, Nikituschka, das will ich schon besorgen; ich werde es Semjon befehlen,« beruhigte ihn die Frau.

»Nun, wie steht's?« wendete sich der Knecht jetzt erwartungsvoll an seinen Herrn, »soll ich mitkommen?«

»Was hilft's? Ich muß es schon der Alten zu Gefallen thun. Wenn ich Dich aber mitnehmen soll, so zieh Dir wenigstens schnell etwas Wärmeres an!« rief Wassilij Andrejitsch und warf mit bedeutsamem Lächeln einen forschenden Blick auf Nikitas schmierigen, an Achseln und Rücken zerfetzten Halbpelz, an dessen Schooß die Fransen niederhingen.

»He, gutes Seelchen, dann mußt Du einmal das Pferd halten!« rief Nikita dem Manne der Köchin zu, der noch im Hofe stand.

»Nein, ich – will es halten!« flehte der kleine Knabe, indem er die steifen, kalten Händchen aus den Taschen zog und begierig nach den harten Zügeln faßte.

»Mache Dich nur nicht gar zu schön, daß Du schnell wiederkommst,« rief Wassilij Andrejitsch dem davonlaufenden Nikita lächelnd nach.

»Keine Sorge, Väterchen Wassilij Andrejitsch! Ich bin schnell wieder da,« erwiderte Nikita, schon im Laufen und eilte in seinen schmutzigen, geflickten Filzstiefeln über den Hof nach der Stube der Knechte.

»Schnell, Arinuschka, lang mir meinen Chalat vom Ofen herunter, ich soll schnell mit dem Herrn fahren!« Mit diesen Worten stürzte er in die Gesindestube und zog den Leibriemen vom Nagel herab.

Es war die Köchin, an die Nikita diese Worte richtete. Sie hatte ein langes Nachmittagsschläfchen gehalten und stellte nun den Samovar für ihren Mann zurecht. Angesteckt von Nikitas fröhlicher Eile, zog sie schnell den am Ofen zum Trocknen aufgehängten alten abgeschabten Tuchkaftan herunter, schüttelte schnell den gröbsten Schmutz ab und strich das Kleidungsstück mit den Händen glatt.

»Darin kann ich doch gut mit dem Herrn fahren!« bemerkte Nikita, der allen Leuten, mit denen er in Berührung kam, ein paar freundliche Worte gönnte. Mit größter Geschwindigkeit schlüpfte er in den Kaftan und schnallte den schmalen Ledergurt, indem er den Atem anhielt, fest um seine schon ohnehin spärliche Figur und monologisierte befriedigt, indem er die Enden des Gürtels sicherte: »So, nun steckst du fest. Aufgehen wirst du mir nicht!«

Wie ein Vogel der zu fliegen versucht, hob und senkte er dann die Schultern, um seinen Armen die nötige Bewegungsfreiheit zu verschaffen, zog dann den Burnus über den Halbpelz, streckte und dehnte sich nochmals und griff dann nach den Fausthandschuhen auf dem Wandbrett.

»So, nun ist alles richtig.«

»Willst Du nicht Deine Füße noch besser verwahren, Nikituschka?« mahnte die Köchin noch. »Du hast alte Stiefeln an.«

»Ja, besser wär's schon!« meinte Nikita, indem er sinnend auf seine Fußbekleidung hinabblickte. »Aber es wird auch so gehen, wir fahren ja nicht weit.« Damit rannte er schnell hinaus.

»Du wirst doch nicht frieren, Nikituschka?« sagte die fürsorgliche Hausfrau, die immer noch in der Thür stand.

»Wie kann ich frieren! Mir ist ja ganz warm,« erwiderte der Knecht, zog etwas Stroh unter den Kutschersitz, um seine Füße hineinzupacken und steckte die Peitsche, die das gute Pferd nicht nötig hatte, hinter sich.

Wassilij Andrejitsch, dessen behäbige, in zwei Pelzen steckende Figur fast den ganzen Sitz ausfüllte, zog sofort die Zügel an und brachte das Pferd in Gang. Nikita saß vorn auf der linken Seite; einer seiner Füße hing aus dem Schlitten heraus.

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