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William Makepeace Thackeray: Henry Esmond - Kapitel 12
Quellenangabe
typefiction
authorWilliam Makepeace Thackeray
titleHenry Esmond
publisherAufbau-Verlag
year1953
translatorElse von Schorn
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20150118
projectid5785aa0d
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Zehntes Kapitel
Ich gehe nach Cambridge und tue dort nicht besonders gut

Mylord, der behauptete, er wolle gern die alten Stätten seiner Jugend wiedersehen, war so freundlich, Harry Esmond auf seiner ersten Reise nach Cambridge zu begleiten. Ihr Weg ging durch London, und dem Grafen gefiel es, Harry dort ein paar Tage festzuhalten und ihm die Herrlichkeiten der Stadt zu zeigen, ehe er sich in seine Studien vertiefte. Er führte den jungen Mann auch zu der Gräfin-Witwe in Chelsea bei London; denn es war der besondere Wunsch der gütigen Herrin von Castlewood, daß der junge und der alte Herr dort einen ehrerbietigen Besuch abstatteten.

Ihro Gnaden, die Gräfin-Witwe, bewohnte ein schönes neues Haus in Chelsea, mit einem Garten dahinter und dem Blick auf den Fluß, der mit seinen vielen Segeln, Barken und Booten immer einen heitern, belebten Anblick bot. Harry mußte lachen, als er im Empfangszimmer das wohlbekannte alte Bild von Peter Lely wiedersah, auf dem seines Vaters Witwe als jungfräuliche Jägerin mit goldenem Pfeil und Bogen dargestellt war, so sparsam von Gewand, wie es bei den Jungfrauen zu König Karls Zeiten Sitte gewesen sein muß.

Die Gräfin-Witwe hatte das Jägerinnengewand seit ihrer Verheiratung nicht mehr getragen. Aber obwohl sie jetzt die Sechzig um ein beträchtliches überschritten hatte, so glaubte sie doch offenbar noch immer an die unverkennbare Ähnlichkeit der luftigen Nymphe des Bildes mit der ehrwürdigen Persönlichkeit, die Harry und seinem Herrn gnädige Audienz erteilte.

Sie empfing den jungen Mann mit mehr Auszeichnung als den älteren; denn sie führte die Unterhaltung auf französisch, und darin war Lord Castlewood nicht sehr sicher. Sie äußerte ihre Zufriedenheit darüber, daß Herr Esmond die Sprache so glänzend beherrschte. »Es ist die einzige, die sich zu feinerer Konversation eignet«, geruhte sie zu sagen, »und die einzig passende für Menschen vornehmer Erziehung.«

Als sie weggingen, lachte Mylord über das Gebaren seiner Verwandten. Er sagte, er erinnerte sich der Zeit sehr wohl, wo sie höchst gewandt englisch plaudern konnte, und scherzte in seiner übermütigen Art über die Verblendung, daß er sich eine so liebliche Frau hatte entgehen lassen.

Die Gräfin ließ sich auch herab, Mylord nach seiner Frau und seinen Kindern zu fragen. Sie hatte gehört, daß Lady Castlewood an den Pocken krank gewesen war. Sie hoffte, sie wäre nicht ganz so sehr entstellt, wie die Leute behaupteten.

Bei dieser Bemerkung über die Krankheit seiner Frau zuckte der Graf zusammen und wurde rot; aber die Witwe sah in ihren Spiegel, als sie von der Entstellung der jungen Frau sprach, und prüfte ihr altes verrunzeltes Gesicht mit einem solchen Grinsen der Befriedigung, daß ihre Gäste sich kaum des Lachens enthalten konnten.

Sie fragte Harry, welchen Beruf er ergreifen wolle, und als Mylord sagte, der Junge würde Geistlicher werden und nach des alten Doktor Tusher Tode dessen Pfarre bekommen, schien sie sich zu freuen, daß für ihn gesorgt sein würde, und keinerlei Ärger darüber zu empfinden, daß Harry Geistlicher der Hochkirche werden sollte. Sie bat Herrn Esmond, sie immer zu besuchen, wenn sein Weg ihn durch London führe, und trieb ihre Huld so weit, ihm eine Börse mit zwanzig Guineen in den »Gasthof zum Windhund« in Charing Cross zu senden, wo er mit Mylord abgestiegen war. Mit der Börse kam eine kleine Puppe für Mylords Tochter Beatrix, die eigentlich über das Alter der Puppen hinaus und beinahe so groß war wie ihre ehrwürdige Verwandte.

Nachdem sie die Stadt gesehen und verschiedene Theater besucht hatten, ritten Lord Castlewood und Esmond nach Cambridge weiter und verbrachten auf der Reise zwei angenehme Tage. Die Schnellposten, welche die ganze Entfernung zwischen London und der Universität in einem einzigen Tage zurücklegen, waren damals noch nicht eingerichtet. Der Weg aber erschien Harry Esmond angenehm und kurz genug, und er erinnerte sich immer dankbar der schönen Ferientage, die sein Herr ihm bereitete.

Herr Esmond wurde Schüler des Trinity College, welch berühmtem College auch Mylord in seiner Jugend angehört hatte. Doktor Montague war damals Lehrer dort und empfing den Grafen mit ausgesuchter Höflichkeit, ebenso Herr Bridge, der Harrys eigentlicher Lehrer wurde. Tom Tusher, der im Emmanuel College studierte, machte Mylord seine Aufwartung und nahm Harry unter seinen Schutz. In dem großen Hof nahe beim Tor und dicht neben der Wohnung des berühmten Herrn Newton wurden behagliche Zimmer für Harry belegt, und sein Herr nahm Abschied von ihm mit freundlichen Worten und Segenswünschen und der Ermahnung, sich besser auf der Universität zu betragen, als Mylord selbst es getan.

Es hat keinen Zweck, in diesen Memoiren auf die Einzelheiten von Harry Esmonds Studienlaufbahn einzugehen. Sie verlief wie die der meisten jungen Herren jener Zeit. Aber er hatte das Mißgeschick, ein paar Jahre älter zu sein, als die meisten seiner Mitstudenten. Die Umstände seines Lebens und seine einsame Erziehung hatten eine besondere Nachdenklichkeit und Schwermut in ihm erzeugt, die ihn von seinen viel jüngeren und frohgemuteren Studiengenossen trennte. Sein Lehrer, der sich bis zur Erde verneigte, als er mit Mylord über den Rasenplatz im Hof wandelte, veränderte sein Betragen, sobald der Graf den Rücken gekehrt hatte, und wurde rauh und herrisch – wenigstens fand ihn Harry so. Wenn die jungen Leute sich in der Halle versammelten, so fühlte Harry sich inmitten all der Knaben allein. Sie brachen in lautes Gelächter aus, als er aufgerufen wurde, Latein zu lesen; denn er sprach es fremdländisch aus, wie er es bei seinem alten Lehrer, dem Jesuiten, gelernt hatte. Herr Bridge machte ihn zum Gegenstand plumper Späße, in denen er sich mit Vorliebe erging. Des jungen Mannes Eitelkeit litt schwer, und die Wut kochte in ihm. Er fühlte sich einsamer, als er sich je in Castlewood gefühlt, und sehnte sich dorthin zurück. Seine Geburt war eine Quelle der Scham für ihn, und überall meinte er Hohn und Geringschätzung zu begegnen. Man hätte ihn gewiß besser behandelt, wenn er freier und unbefangener aufgetreten wäre. Wenn er jetzt in stilleren Tagen auf jene Zeit seines Lebens zurückblickt, die ihm damals so unglücklich erschien, so sieht er nur allzu gut, daß Stolz und Eitelkeit in ihm selbst einen nicht geringen Teil der Verletzungen verursachten, die er dem Übelwollen der anderen zuschrieb. Die Welt pflegt gutmütigen Menschen gutmütig zu begegnen, und wo ich einen brummigen Misanthropen mit ihr im Streit sah, da war immer er der schuldige Teil. Tom Tusher gab Harry viele gute Lehren über diesen Punkt, denn Tom hatte Humor und gesunden Menschenverstand; aber Herr Harry beliebte seinen Senior mit recht überflüssiger Verachtung und albernem Spott zu behandeln und wollte sich durchaus nicht von dem geliebten Gedanken trennen, daß er beständige Kränkungen erlitt, an die wahrscheinlich niemand glaubte als er selbst. Der wackere Doktor Bridge fand nach einigen Witzgefechten mit seinem Schüler heraus, daß er ein gefährlicher Gegner war und daß das Gelächter sich oft gegen ihn selbst kehrte. Das machte Lehrer und Schüler nicht gerade zu besseren Freunden, aber es hatte insofern einen Vorteil für Esmond, als es Herrn Bridge bewog, ihn in Ruhe zu lassen. Er war froh, wenn er Harrys mürrisches Gesicht nicht in der Klasse erblickte, und solange er pünktlich zu den Andachten kam und die Exerzitien machte, die man von ihm verlangte, ließ er ihn gern in seinem Zimmer lesen und schmollen.

Ein paar lateinische und englische Gedichte, die Anklang fanden, und eine lateinische Rede verschafften ihm einigen Ruf bei den Autoritäten von Cambridge und auch bei den jungen Leuten, die anfingen, ihn für bedeutender zu halten, als er war. Seine Siege über den gemeinschaftlichen Feind, Herrn Bridge, machten sie ihm geneigt, und sie betrachteten ihn als ihren Vorkämpfer gegen die Senioren der Universität. Die Knaben, mit denen er vertraulicher wurde, fanden ihn nicht so finster und hochmütig, wie sein Aussehen vermuten ließ, und Don Dismallo, wie man ihn nannte, wurde mit der Zeit eine gewichtige Persönlichkeit in seinem College und galt bei den Senioren für einen ziemlich gefährlichen Charakter.

Don Dismallo war ein unerschütterlicher Jakobit, wie seine übrige Familie auch. Er trug mit sonderbaren Manieren seine Königstreue zur Schau, pflegte seine jungen Freunde an König Jakobs Geburtstag mit Burgunder zu bewirten und des Königs Gesundheit auszubringen, kleidete sich am Tage seiner Abdankung in tiefes Schwarz, fastete am Jahrestage von König Wilhelms Krönung und trieb eine Menge solcher Possen, über die er jetzt nur lächeln kann.

Diese Torheiten erregten heftigen Widerspruch bei Tom Tusher, der immer ein Freund der Macht war, die am Ruder saß, während Esmond immer zur Opposition gehörte. Tom war ein Whig, Esmond ein Tory. Tom versäumte nie eine Vorlesung und zog mit tiefem Bückling die Mütze vor dem Universitätsrichter. Kein Wunder, daß er über Harrys rebellisches Gebaren seufzte und zornig wurde, wenn die anderen darüber lachten. Wäre Harry nicht der Schützling des Herrn Grafen gewesen, so hätte Tom gewiß ganz mit ihm gebrochen. Aber der Wackre gab nie einen Kameraden auf, solange er der Freund eines hochgestellten Mannes war. Das war nicht niedrige Berechnung bei Tom, sondern ein natürlicher Hang, sich den Großen der Erde zu nähern. Wenn er schmeichelte, so war es nicht Heuchelei, sondern angeborene Neigung, er war durch und durch gutmütig, gefällig und untertänig.

Harry wurde sehr freigebig mit Geld versorgt. Seine gute Herrin schickte ihm regelmäßige Summen, und die Witwe in Chelsea wiederholte ihre Gabe alljährlich. Sie lud auch Harry jede Weihnachten in ihr Haus ein. Aber trotz der Wohltaten war Esmond immer arm, während es Tom Tusher auf wunderbare Art fertigbrachte, mit der verschwindend kleinen Unterstützung von seinem Vater stets anständig aufzutreten. Allerdings gab Esmond sein Geld immer mit offenen Händen aus, verschenkte und verlieh, was Thomas niemals tat. Ich glaube, der war in diesem Punkte dem berühmten Herzog von Marlbourough ähnlich, dem ein verrücktes Frauenzimmer, das sich in ihn verliebte, fünfzig Dukaten schenkte. Viele Jahre später zeigte er das Geld seinem Freunde; es lag in einer Schublade, unberührt, seitdem er seine bartlose Ehre dafür verkauft hatte. Damit will ich aber nicht sagen, daß Tom jemals seine Schönheit so nutzbringend verwandte; denn mit außerordentlichem Zauber der Erscheinung hatte ihn die Natur nicht ausgerüstet, und er war zudem ein Muster sittlichen Betragens. Er verlor keine Gelegenheit, dem jüngeren Kameraden über diesen Gegenstand gute Lehren zu geben; denn gute Lehren, das müssen wir ihm lassen, waren ein Artikel, in dem er freigebig war. Er war ja auch in seiner Art ein lustiger Bursche. Er liebte einen Witz, wenn das Glück es wollte, daß er ihn verstand, und nahm auch großmütig an einer Flasche teil, wenn ein anderer sie bezahlte, und besonders, wenn ein junger Lord beim Trinkgelage war. In solchen Fällen gab es keinen hartnäckigeren Trinker auf der Universität als Herrn Tusher, und es war erbaulich, zu erleben, wie er am nächsten Morgen frisch rasiert und mit schmuckem Antlitz sein »Amen!« in der Kapelle sang. In seiner Lektüre schlenderte der arme Harry allen neun Musen nach und kam so bei keiner von ihnen in rechte Gunst. Tom Tusher hingegen, der nicht mehr Neigung zur Poesie hatte als ein Pflugknecht, machte der göttlichen Kalliope mit so verbissener Ausdauer und Unterwürfigkeit den Hof, daß er schließlich einen Preis bekam. Sein Kredit bei der Universität stieg, und man gab ihm eine Freistelle in seinem College zur Belohnung für seine Gelehrsamkeit. In dieser Zeit seines Lebens erwarb sich Herr Esmond die ganze Belesenheit, deren er sich rühmen kann, und verschlang gierig alle Bücher, die er sich verschaffen konnte. In dieser planlosen Weise gingen die Werke fast aller englischen, französischen und italienischen Dichter durch seine Hände, und er machte sogar die oberflächliche Bekanntschaft der spanischen Sprache neben den alten Sprachen, in denen er, mindestens im Lateinischen, leidliche Meisterschaft erwarb.

Als er seine Studienzeit zur Hälfte hinter sich hatte, stürzte er sich in Fachlektüre zur Vorbereitung auf den Beruf, den nicht Neigung, sondern weltliche Klugheit ihn hatte wählen lassen. Es dauerte nicht lange, so hatten ihn die theologischen Streitschriften gänzlich verwirrt, obwohl er sie weder mit dem Ernst noch mit der frommen Sammlung las, die solches Studium erfordert. Am Ende des ersten Monats war er überzeugter Papist und nahe daran, den katholischen Glauben zu bekennen; am Ende des zweiten Monats war er Protestant und dachte ganz wie Chillingworth; der dritte Monat machte ihn mit Hobbes und Bayle zum Skeptiker. Der brave Tom Tusher erlaubte seinem Geist kein Abirren vom vorgeschriebenen Pfad der Universität. Er bekannte sich mit ganzem Herzen zu den neununddreißig Artikeln und würde, wenn nötig, noch weitere neununddreißig ohne Murren beschworen haben. Harrys Eigensinn in diesen Dingen und seine ungeordneten Gedanken und Unterhaltungen kränkten und betrübten seinen älteren Genossen so, daß Kälte und Entfremdung zwischen ihnen eintrat und die im College zuerst vertrauten Freunde nicht viel anders wie zufällige Bekannte miteinander verkehrten. Auf der Universität spielte auch die Politik eine große Rolle, und auch darin waren sich die jungen Leute nicht einig. Tom bekannte sich, obwohl ein Anhänger der Hochkirche, ganz zu König Wilhelm; Harry aber fügte zu der überkommenen Torypolitik seiner Familie jetzt eine höchst gefährliche Bewunderung für Oliver Cromwell, dessen Partei er abwechselnd mit der König Jakobs ergriff, in den Wortgefechten, welche die jungen Herren in ihren Zimmern zu führen pflegten. Da wurde über den Zustand der Nation disputiert, Könige wurden gekrönt und abgesetzt, Helden und Schönheiten der Vergangenheit und Gegenwart in Trinksprüchen gefeiert und Kannen voll Cambridgebier getrunken.

Im ganzen lebte Esmond auf der Universität viel für sich allein, sei es nun, daß die Umstände seiner Geburt oder seine schwermütige Veranlagung ihn von den anderen trennte; er hatte weder den Ehrgeiz, sich in den Studien auszuzeichnen, noch den Drang, an den Belustigungen und knabenhaften Streichen der Studenten teilzunehmen, die fast alle zwei oder drei Jahre jünger waren als er. Es mag sein, daß er bei den Herren im College zu leicht Verachtung wegen seiner Geburt witterte, aber so mißtrauisch er war, so liebevoll dankbar war er auch für Freundlichkeit, und so empfand er doch warme Freundschaft für ein oder zwei Gefährten jener Tage.

Der eine war ein wunderlicher Herr, der in der Universität wohnte, obwohl er eigentlich nicht dazu gehörte. Er lehrte eine Wissenschaft, die im gewöhnlichen Lauf der College-Erziehung kaum anerkannt wird. Er war ein französischer Offizier, den die Verfolgungen der Protestanten aus seinem Vaterland getrieben und der in Cambridge die Kunst des Stoßdegens lehrte und einen Fechtboden eröffnet hatte. Obgleich er sich als Protestant erklärte, munkelte man, Monsieur Moreau sei ein verkleideter Jesuit. Tatsächlich brachte er sehr nachdrückliche Empfehlungen an die Torypartei aus Frankreich mit, die an der Universität sehr stark vertreten war, und war vielleicht einer der vielen Agenten, die König Jakob in unserem Land unterhielt. Esmond fand die Unterhaltung dieses Herrn viel angenehmer und mehr nach seinem Geschmack als das Gerede seiner theologischen Kameraden. Er wurde niemals müde, den Erzählungen des Monsieur Moreau über Turenne und Condé zu lauschen, an deren Kriegen der alte Herr teilgenommen hatte. Seine Kenntnis der französischen Sprache in einem Lande, wo so wenige sie verstanden, brachte ihn dem tapferen alten Fechtlehrer nahe. Er wurde sein Lieblingsschüler, und Monsieur bildete ihn zu einem leidlichen Meister der edlen Fechtkunst aus.

Die Zeit kam heran, in der Esmond sich den Grad des Bakkalaureus erringen sollte; nach dem Examen drohten Priesterrock und Beffchen, mit denen seine geliebte Herrin ihn nun einmal bekleidet zu sehen wünschte. Tom Tusher war längst eingekleidet, und Harry hätte ihm von Herzen gern sein Recht auf die Pfarre in Castlewood abgetreten; denn er fühlte sich in keiner Weise zur Kanzel berufen. Aber da er vor allem andern in der Welt seiner lieben Herrin zu Hause verpflichtet war und wußte, daß sein Rücktritt sie betrüben würde, so beschloß er, sie von seinem Widerwillen gegen das geistliche Amt nichts merken zu lassen. In so unerfreulichem Gemütszustand machte er sich auf den Weg nach Castlewood, um dort die letzten Ferien vor seiner Ordination zu verleben.

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