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Hellstädt und andere Erzählungen

Louise von François: Hellstädt und andere Erzählungen - Kapitel 2
Quellenangabe
authorLouise von François
titleHellstädt und andere Erzählungen
publisherVerlag von Otto Janke
year1874
correctorreuters@abc.de
senderbruce.welch@gmx.de
created20171120
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Erster Band.

Hellstädt.

Erstes Capitel.
Ein Kamerad.

Sie haben Schulden, Lieutenant von Stern?«

Der Angeredete schwieg, den Blick starr am Boden, die buschigen Brauen dicht in einander gezogen.

»Antworten Sie, Herr Lieutenant, Sie haben Schulden?«

– »Ja!« – antwortete der Lieutenant fast überlaut.

»Schweigen Sie, Herr Lieutenant! Warum haben Sie Schulden?«

Herr von Stern schwieg befohlenermaßen. Der General fuhr fort:

»Antworten Sie mir! Mir, Lieutenant von Stern. Warum haben Sie Schulden?«

Die bleichen, zusammengekniffenen Lippen des Inquirirten bewegten sich zu einem Gemurmel, aus welchem der hohe Inquirent einen Laut wie »Verhungern« herausgehört zu haben schien. »Herr Lieutenant,« äußerte er mit noch höherer als gewohnter hoher Würde, »General von York hat gesagt, ›wenn der Lieutenant hungert, soll er sich der Prärogative seines Standes erinnern.‹ Der Prärogative seines Standes! Wissen Sie, was das zu bedeuten hat?«

Herr von Stern verbeugte sich, ein bitteres Lächeln um den Mund.

Der hohe Herr war noch nicht zu Ende. »Erinnern Sie sich des Fundamentalsatzes militairischer Oekonomie, den ich wiederholt vor versammeltem Offiziercorps ausgesprochen habe. »Es giebt große Schulden und es giebt kleine Schulden. Schulden Sie Tausende, Zehntausende, Hunderttausende, so viel Ihnen beliebt. Aber lassen Sie sich nicht mahnen. Kleine Schulden sind allemal unehrenhaft. Und Sie haben kleine Schulden; Sie werden gemahnt. Machen Sie der Sache ein Ende. Unsere Geduld ist erschöpft.«

Der Ankläger pausirte, der Angeklagte glaubte sich entlassen.

– »Haben Excellenz noch etwas zu befehlen?« – fragte er.

»Allerdings, Herr Lieutenant,« sagte der General sich räuspernd, indem er die nicht allzuhohe Gestalt noch straffer als bisher in die Höhe richtete. »Allerdings, die Beschwerden Ihrer unmittelbaren Vorgesetzten häufen sich. Ihr Anzug ist reglementswidrig. Auch in diesem Augenblicke vor mir, Herr Lieutenant! vor mir! Ihr Waffenrock um einen halben Zoll zu kurz; Ihr Hinterhaar um zwei Linien zu lang. Was soll aus einer Armee werden, in welcher derartige Licenzen um sich greifen? Antworten Sie, Herr Lieutenant, verantworten Sie sich, – wenn Sie können!«

Der Inculpat murmelte von Neuem einige unverständliche Laute in seinen hellen, dicken Bart; der hohe Chef runzelte die Stirn.

»Schweigen Sie, Herr, wenn ich rede, Herr, ich! Schweigen Sie und merken auf. Erwägen Sie jedes Wort, Herr von Stern! Sie folgen dem üblen Beispiele vieler Ihrer heutigen Standesgenossen: Sie gehen nicht in Gesellschaft. Man ennuyirt sich, heißt es; man vergißt die Pflicht des Friedenssoldaten, – und wir sind Friedenssoldaten zur Stunde noch. Ich sage nicht die erste Pflicht, wie in meiner Jugend ein vielberufener Commandeur, aber eine der ersten Pflichten ist es allerdings, sich mit Anstand zu ennuyiren. Der Officier ist dem Berufe nach Edelmann, selbst wenn er von Geburt es nicht ist. Sie sind es auch von Geburt, Herr von Stern, also doppelt. Sie sollen eine Zierde der Gesellschaft sein, so höflich und so tapfer, daß weder Freund noch Feind jemals Ihren Rücken sieht. Ich frage Sie, Lieutenant von Stern, bekundet Ihre Conduite das Streben nach diesem Ruhm eines hocherlauchten Geschlechts? Sie meiden selber den Kreis Ihrer Kameraden, haben sich, – unerhört! – vom Regimentstische ausgeschlossen! Sie halten sich zu Leuten, zu Beschäftigungen, – man sagt es, noch will ich es nicht für gewiß annehmen, – zu einer Gesellschaftsschicht, respectabel in ihrer Art, aber völlig unanstehend für einen Officier. Pünktlichkeit ist die Seele des Soldaten. Sie sind auch heute zu spät auf Parade erschienen: zwei Minuten nach mir, Herr Lieutenant, nach mir! Mit einem Worte, es fehlt Ihnen, so scheint es, der klare Begriff von den Observanzen des Standes, dem Sie anzugehören die Ehre haben. Der Officierstand ist eine Anomalie, hat ein hoher General gesagt. Eine Anomalie, – das heißt, – das will sagen, – nun Sie wissen ja schon, was das sagen will. Denken Sie über meine Rede nach. Ich bin nicht gesonnen, sie zu wiederholen.«

Der General schöpfte Athem. Ein Wink mit der Hand verkündete die Entlassung. Herr von Stern entfernte sich. Der Adjutant des Commandeurs, welcher Zeuge dieser Scene gewesen war, folgte ihm nach wenig Augenblicken. Hastig warf er im Vorzimmer den Mantel über, eilte die Treppe hinunter und schaute sich nach dem Kameraden um, den er in einer Seitengasse verschwinden sah. Er wußte nicht, wo derselbe wohnte; sie waren nicht eines Regimentsverbandes, er kannte ihn kaum dem Namen und Ansehen nach. Auch die Standrede des hohen Herrn hatte ihn nicht als Neuigkeit überrascht. In der kurzen Zeit seines Dienstcommandos bei demselben war er schon mehrfältig Zeuge, in früheren Verhältnissen gelegentlich auch wohl Gegenstand ähnlicher Exhortationen gewesen und je stoffreicher sie zu Tage gefördert worden waren, um so humoristischer hatte er sie aufgefaßt.

Auch heute hatte er dem hohen Erguß anfänglich mit mühsam unterdrücktem Lächeln gelauscht, bald aber wurde dieses Lächeln durch ein bängliches Gefühl von seinen Lippen verscheucht. Ein seltsamer Zug von Pein und Grimm in dem hageren, starkknochigen, aber nicht unschönen Gesichte des Kameraden, ein leuchtender Groll in seinen großen, umschatteten, grauen Augen waren ihm durch's Herz gegangen und als er jetzt dem riesiggliederigen Menschen folgte, der ohne rechts noch links zu blicken, mit zusammengeballten Fäusten und weiten Schritten durch Straßen und Gäßchen bog, da trieb es ihn, als ob er einen Verzweifelnden von schwerem Unheil zurückhalten müsse.

Am äußersten Ende der Vorstadt sah er ihn endlich in einem schmalen, vielstockigen Hause verschwinden. »Hier kann er doch nicht wohnen?« sagte er, seinen Augenblick inne haltend. »Eine Tagereise bis zur Kaserne und gar bis zum Exercierplatz! Freilich mit solchen Siebenmeilenbeinen und Stiefeln schiebt man sich schon vorwärts!« fügte er lächelnd hinzu, indem sein Blick das eigene zierlich schlanke, glänzende Piedestal mit Wohlgefallen streifte.

Indessen durfte er seinen Mann nicht aus den Augen verlieren. Rasch warf er noch einen Blick nach seinem gegenüberliegenden kleinen Hause, einer der wenigen Gärtnerwohnungen, welche in diesem Stadttheil noch nicht von gewerblichen Etablissements verdrängt waren. Da er jedoch keines der drei weißverhüllten, blumenbesetzten Fensterchen von einer bekannten Gestalt eingenommen sah, ging er dem Verfolgten durch die offene Hausthür nach. Er schaute nach den Schildern an den Thüren rechts und links: »Ein Schlösser; ein Böttcher!« Er stieg die erste, dämmrige Treppe hinauf: »Ein Kanzleirath; eine Hauptmannswittwe!« Die zweite: »Ein Schuhmacher, eine Plätterin!« Nun hielt er inne. Sollte er einen Lieutenant der königlichen Garde unter dem Dache suchen?

Unschlüssig blieb er eine Minute stehen, klopfte endlich und fragte nach dem Lieutenant von Stern. »Oben links!« lautete die Antwort.

Beklommen kletterte der junge Herr die steile dunkle Stiege hinan. In seinem Leben hatte er in solche Regionen sich nicht verirrt. Die Zweifel der Kameraden an der Respectabilität ihres Regimentsgenossen stiegen in ihm auf. »Was geht der Mensch Dich an?« fragte er sich. »Wer Pech angreift, besudelt sich,« fiel ihm sogar ein.

Dennoch trieb eine, wie er meinte unerklärliche Macht ihn vorwärts. Eine sehr erklärliche, meinen wir; wenn die Gewalt eines guten Herzens von dem jungen Blute bis heute auch gedankenlos verspottet worden war.

Endlich stand er vor der bezeichneten Thür im vierten Stock. Die starken Schritte des Lieutenants im Zimmer auf und ab ließen sein Klopfen überhören. So öffnete er denn uneingeladen und betrat die Schwelle eines Gemachs, in welchem er noch weniger als im übrigen Hause einen Kameraden vermuthet haben würde.

Die Mansarde war geräumig, aber schief, winkelig und so niedrig, daß der baumlange Herr von Stern bequem mit der Hand die Decke hätte erreichen können. Bett, Koffer nebst Helmfutteral, zwei Stühle und ein Tisch mit dem irdenen Waschgeräth bildeten die einzige Decoration der grau getünchten Wände. Nur in der sich schräg absenkenden Fenstervertiefung offenbarte sich eine gewisse luxuriöse Fülle in dem Dasein einer Drechselbank und auf einer roh gezimmerten Tafel zur Seite derselben neben etlichen Büchern und Schreibmaterialien in einem Durcheinander von Zangen, Hämmern, Stiftchen, Leim- und Kleistertöpfchen, wie man sie bei dilettantischen Handwerksbeschäftigungen zu verwenden pflegt.

Ein finsterer Blick des Bewohners empfing den unvermutheten Gast. »Was bringen Sie?« fragte der Lieutenant mit einer Miene unheilahnender Resignation.

»Nur mich selbst;« antwortete Herr von Hellstädt lachend, und fügte darauf, indem er dem Ka meraden die Hand reichte, mit herzlichem Tone hinzu: »Verzeihen Sie, Herr von Stern, ein unbestimmtes Gefühl, als ob Sie eines Freundes bedürften, hat mich Ihnen nachgetrieben.«

Herr von Stern antwortete nicht, aber er preßte des jungen Mannes Hand.

»Sie sind noch fremd hier, lieber Stern,« fuhr dieser fort, »selber unter Ihren nächsten Kameraden – –«

»Wie lange werde ich noch Kameraden haben?« murmelte Herr von Stern.

»Sie sehen zu schwarz, Bester. Die Dialektik unseres Gewalthabers hat Sie decontenancirt. Er kam von Parade und war in großherrlicher Laune. Warten Sie einen Manövertag ab und Sie werden ihn in Feldstimmung und in seiner Blücherrolle kennen lernen, in welcher er unseren gerollten Mantel zu verspotten und Officiere von Ihrem Schrot und Korn als den Kern der Armee zu rühmen beliebt. Das heißt, insofern er bei der Fülle seiner Reminiscenzen von Ihrer Person und Lage morgenden Tages überhaupt noch eine Erinnerung behalten hat.« –

»Meine unmittelbaren Vorgesetzten werden bei der ersten Gelegenheit sie in seinem Gedächtnisse auf frischen,« versetzte Stern. »Und ihre Beschwerden sind begründet. Ich habe Schulden; ich kann mich nicht halten.«

»Es wird sich arrangiren lassen – –«

»Durch Gehaltsabzüge erst in Jahren.«

»Sollten Ihre Verbindlichkeiten so erheblich sein?«

»Für meine Verhältnisse, ja.«

Herr von Hellstädt simulirte ein Weilchen, dann sagte er: »Verzeihen Sie die Indiscretion, lieber Stern, aber wie viel brauchen Sie?«

»Nahe an – an zweihundert Thaler.«

»Zweihundert Thaler! und das ist – Alles?« fragte Hellstädt erstaunt, erleichtert und belustigt zu gleicher Zeit.

»Alles!« wiederholte Stern mit bitterem Klang und einem Blick auf seine kahlen Wände, der zum Schluß mit einer Art von zärtlicher Wehmuth auf der Drechselbank, als seinem einzigen entäußerlichen Besitzthum haften blieb.

Es entspann sich nun zwischen den beiden ungleichen Kameraden ein kurzes, knappes Inquisitorium, in welchem des Jüngeren offene, heitere, herzgewinnende Weise die spröde Scheu des Aelteren überwand. Er hatte kein Vermögen, keinen Zuschuß, keine Hülfe, von Verwandten oder Befreundeten zu erwarten. Mahnungen, ja Klagen aus seiner bisherigen entfernten Garnisonstadt, Klagen von Handwerkern und kleinen Leuten, oft nur wenige Thaler an Werth, »unehrenhafte Schulden«, drängten sich bis zu seinen Vorgesetzten heran; gerichtliche Einmischung wurde angedroht. Ein rasches Arrangement oder er war verloren.

»Die Summe soll heute Abend in Ihren Händen sein, lieber Stern,« sagte Hellstädt sich erhebend.

Eine brennende Röthe überflammte das Gesicht des traurigen Kameraden. »Diese Hülfe,« stammelte er, – »unverdient, – unerwartet fast wie ein Wunder, – ich weiß nicht, was ich sagen soll, Herr von Hellstädt, – Sie – ein mir Fremder –«

»Bah!« unterbrach ihn der Andere lachend. »Nehmen Sie solche Bagatelle doch nicht so ernst. Derartige Verlegenheiten verstehen sich ja unter Kameraden und müssen kameradschaftlich geschlichtet werden. Vor Abend haben Sie Ihr Geld.«

Um dem Bestürzten Zeit zu unbemerkter Sammlung zu lassen, trat er dicht an's Fenster, blickte nach dem Gärtnerhause hinüber und nickte einem jugendlichen Mädchenkopf zu, der sich hinter den Scheiben zeigte und seinen Gruß erwiederte. Stern hatte diesen vertraulichen Austausch bemerkt. »Sie kennen die Damen da drüben?« fragte er, indem von Neuem eine fast mädchenhafte Röthe sein Gesicht überflog. »Mein Gott ja! Sie tragen einen Namen, Sie gleichen der Jüngeren, – sollten Sie – –«

»Meine Mutter und Schwester,« entgegnete Hellstädt mit einem Schimmer von Verlegenheit. Er wendete sich nach der Thür; der Andere folgte ihm, er kämpfte mit einem Bedenken, welches die Sorglosigkeit des stattlichen Kameraden bisher nicht hatte aufkommen lassen. Nun faßte er seine Hand und stammelte mit sichtbarer Scheu:

»Ihr großmüthiges Erbieten, Herr von Hellstädt, – werden Sie – ohne eigne Verlegenheit, – können Sie – haben Sie – –?«

»Ich habe Credit,« unterbrach ihn Hellstädt lachend, drängte ihn in das Zimmer zurück und sprang freieren Herzens als er hinaufgeklommen, die dunklen Treppen hinab. Er grüßte noch einmal nach dem Häuschen gegenüber und eilte durch die stille Vorstadt dem belebteren vornehmen Stadtheile zu.

* * *

Der stattlich schmucke Officier ging mit leichten, elastischen Schritten. Er hatte in seinen vierund zwanzig Jahren wenig von den Nöthen des Lebens wahrgenommen, Zwang und dienstliche Mißhelligkeiten immer frischen Muthes überwunden, verdrießliche Anwandlungen bald in geselligen Kreisen verscherzt; ohne zerstörende Leidenschaften, hatte er den Becher des Genusses zwar niemals von den Lippen gewiesen, aber in genügsamem Instinct nur den Schaum geschlürft, ohne die bittere Neige auszuschöpfen; er träumte von Lorbeeren, ohne sich den Kopf anzustrengen, in welcher Himmelsgegend sie ihm wachsen und ohne das Gift zu analysiren, das ihre Blätter enthalten sollten; die Frauen lächelten ihm, Freunde drückten seine Hand, mürrische Vorgesetzte selber zeigten ihm wohlgefällige Mienen; niemals war ihm sein Stand als eine »Anomalie«, niemals zwischen Ehre und Freude, Freiheit und Beschränkung ein Conflict erschienen, der sich mit gutem Humor und guter Lebensart nicht leicht überwinden ließ.

Er summte ein Liedchen zwischen den Lippen und lächelte im Vorwärtsschreiten. Der Dienst freute ihn, den er einem Kameraden erweisen sollte, einem Gleichgestellten, aber in allen Stücken dem Gegensatz seiner selbst, wie er ihn so schroff bis heute nicht beobachtet, kaum geahnet hatte. Zweihundert Thaler! Eine Klei nigkeit für ihn, eine Rettung für den Anderen! Zweihundert Thaler! er mußte laut lachen, wenn er an die ernsthafte Bagatelle dachte. Zweihundert Thaler! – Besaß er sie? Nichts weniger. Konnte er sie sich verschaffen? Nichts leichter. War er reich? Er hatte noch nie danach gefragt, aber eben darum auch nie daran gezweifelt. Sein Vater gab ihm mit offener Hand so oft er forderte und er glaubte, nicht unbescheiden zu fordern. In der kleinen Garnisonstadt, wo er bis vor Kurzem gestanden, hatte er für den Vermöglichsten des soliden Kürassiercorps gegolten; seine Pferde waren die stattlichsten, Standesliebhabereien, Waffensammlungen, häuslicher Comfort wurden beifällig beneidet. Seit zwei Monaten zu der Garde und in die Umgebung des bekannten Generals versetzt, mußten Bedürfnisse und Ansprüche natürlich sich steigern, ohne daß aber auch hier irgend ein Druck sich fühlbar machte. Er theilte die elegante Beletage seines Vaters, theilte dessen behagliches Junggesellenleben, so weit Dienst, Kameradenverkehr und jugendliche Liebhabereien es gestatteten, ließ sich von ihm in die feinlebigen Kreise einführen, in welchen der joviale, galante, jünglingsfrische Greis eine gerngesehene Erscheinung war und hatte bisher nur zwei oder drei Mal eine mißstimmende Anwandlung zu überwinden und eine Falte von seiner Stirn zu scheuchen gehabt, wenn er von einem Besuche ans dem kleinen Gärtnerhause kam, nach dessen Fenstern der traurige Kamerad ihn vor wenigen Minuten grüßen sah.

Jetzt betrat er seine Wohnung im vornehmsten Revier und ging unangemeldet in das Zimmer seines Vaters, den er zum Ausgehen gerüstet fand.

*

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