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Heinrich von Ofterdingen

Friedrich Lienhard: Heinrich von Ofterdingen - Kapitel 8
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authorFriedrich Lienhard
booktitleWartburg&
titleHeinrich von Ofterdingen
publisherVerlag von Greiner und Pfeiffer
printrunFünfte Auflage
firstpub1903
year1919
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Urteile über Lienhards »Heinrich von Ofterdingen«

(Zum ersten Male aufgeführt am Großherzoglichen Hoftheater in Weimar) (Buchausgabe: Stuttgart, Greiner & Pfeiffer

Weimarische Zeitung:

» ... Der unbestrittene Erfolg, den man gestern abend Heinrich von Ofterdingen bereitet, wäre in jedem anderen Land, dessen Leuten ein vaterländischer Dichter von gleicher Kraft ein Spiel von so bodenständiger Stärke geschenkt hätte, zu einem nationalen Ereignis geworden ...«

Weimarische Neueste Nachrichten:

»... Das Ereignis der vorigen Woche aber war die Erstaufführung des fünfaktigen Dramas ›Heinrich von Ofterdingen‹ von Lienhard. Das Hoftheater hat sich mit der Darstellung dieses bedeutenden Werkes selbst geehrt, denn es hat damit wieder einmal einem echten lebenden Dichter das Wort auf Goethes Bühne gestattet ... Als poetische Schöpfung von echt deutscher Färbung ist das Werk eine epochemachende Erscheinung in unserer Literatur ...«

Thüring. Rundschau:

»... So wie Ofterdingen sein siegreiches Lied fand, hat auch Lienhard das seine gefunden. Es steht himmelhoch über den Liedern der meisten Sänger unsrer Tage. Es ist überaus reich an poetischen Feinheiten ...«

Jenaische Zeitung:

»... Das Publikum war sichtlich von Anfang an gepackt durch den anziehenden Stoff und die interessante und total andere Behandlung, als wir diese Legende aus dem Tannhäuser kennen. Der Applaus wurde nach jedem Akt wärmer, bis der Dichter auf der Bühne erschien ...«

Deutsche Zeitung:

»... Ich habe nur die Hauptlinie der Entwicklung gezeigt; das blühende Gewinde von köstlichen Volksszenen, starken Liedern und ernsten, weisen Worten, das sich um diesen Golddraht spinnt, habe ich nicht erwähnt. In ihnen zeigt sich Lienhard als köstlicher Gestalter unseres reichen deutschen Lebens. In seiner Dichtung aber gibt er mehr als die Entwicklung eines Menschen. Und zwar ist es keineswegs bloß ein Stück Literaturprogramm, sondern das Programm unserer deutschen Kultur, das hier in lebendig anschaulicher Weise vor uns ersteht ... Es war eine in jeder Hinsicht prächtige Aufführung. Und die Aufnahme? Geben wir einfach Statistik. Der Vorhang ist über zwanzigmal in die Höhe gegangen. Das Publikum war ergriffen und hingerissen ...«

Die Hilfe:

... Dann kam der große Wurf des ›Heinrich von Ofterdingen‹, und in diesem Schauspiel zeigte Lienhard, daß er Außerordentliches zu leisten vermochte. Die Erstaufführung am Weimarer Hoftheater löste Wirkungen aus, wie sie sonst nur bei Hebbel und Schiller empfunden wurden ... Es sind Klänge in diesem Drama, welche in unser Tiefstes greifen ...«

Münchner Allgem. Zeitung:

»... Im Drama ›Heinrich von Ofterdingen‹ befinden wir uns in der Höhezeit der ersten Blüte unsrer deutschen Dichtung. Der ungemein tiefe Zauber, der dieses Jugendalter des deutschen Volkstums umstrahlt, ist in den Gestalten dieses Dramas zu frischem und farbigem Leben erwacht. In diesem Sängerkrieg rollt sich prächtig und seelenbewegend der Kampf auf um das Recht der Kunst- und Volksdichtung. Aber dieser erleuchtet zugleich Abgründe und Höhen, die ihn zu einem Teil machen in dem ewig erneuten Streit um das Lebensproblem überhaupt und um das deutsche Lebensproblem insbesondere.«

Neue Preußische Kreuzzeitung:

»... Lienhards ›Heinrich von Ofterdingen‹ können wir als ein Werk hoher, reifer, ernster Kunst preisen ... Nur ein Dichter konnte dieses Werk so schreiben. Wo deutsches Dichten und deutsches Wesen noch einen Resonanzboden hat, da wird diese Dichtung wirken. Sie ist ein Gegenstück zu den Meistersingern Wagners. Und darum mußten wir ausführlicher von ihr reden.«

Tägliche Rundschau:

»... Welch reine Idealität des Ganzen, welcher Stimmungsgehalt, welch köstliche Volksszenen, welcher Waldduft! Und Eisenach: unser Land, unsre Gaue, von klarem Künstlerauge gespiegelt! Aller Effekt, alles Theatralische ist vermieden ...«

Kölnische Zeitung:

»... Die Sprache, die sich zumeist in gebundener Form, an anderen Stellen, wo es die Situation gebietet, in charakteristischer Prosa bewegt, ist von natürlicher Frische und wirksamer Kraft. Die Charaktere sind in sich gegründet und konsequent durchgeführt, wenngleich die oder jene kühne Wendung zunächst verblüffen mag. Gelegentlich wetterleuchtet es auch wie ein Stück Romantik herein in die Handlung, in der auch die Philosophie der Geschichte zu Worte kommt. Vor allem aber atmet das Werk von echtem Dichterodem erfüllten deutschen Geist ...«

Münchner Neueste Nachrichten:

»Lienhards ›Heinrich von Ofterdingen‹ errang, wie schon telegraphisch gemeldet worden ist, im Weimarer Hoftheater einen starken Erfolg, der durch die hohen poetischen Schönheiten des Werkes wie seine dramatische Wucht durchaus gerechtfertigt ist ...«

Die Post:

»... Sicherer aber als der Beifall war ein tiefer Eindruck wahrzunehmen, den diese Dichtung ausübte. Lienhard hat mit diesem Werke ein reifes, dichterisch hochbedeutsames Drama auf die Bühne gebracht, das wert gewesen wäre, einem deutschen Publikum als eine besondere Festgabe geschenkt zu werden, denn es ist, ich möchte fast sagen, ein poetisches Ereignis ... Diese Dichtung muß einen Siegeszug über deutsche Bühnen machen. Das deutsche Volk kann ein Stück urdeutschen Dichtens hier kennen lernen ...«

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