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Hildegard von Bingen: Heilwissen - Kapitel 87
Quellenangabe
booktitleHeilwissen
authorHildegard von Bingen
titleHeilwissen
translatorDr. phil. Paul Kaiser
typereference
year1902
publisherTherapeutische Monatsheft, 16. Jahrgang, 1902, Berlin
senderDr Ann Elizabeth Wild; ann.wild@kulmbach.net
created20000710
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Gegen Vergiftung

Ein Pulver gegen Gift und Zauberworte; Gesundheit, Kraft und Glück bringt es dem, der es bei sich trägt. Man gräbt eine Wurzel von Ruprechtskraut mit ihren Blättern, ebenso zwei Malvenwurzeln, sieben Wegerichwurzeln Mitte April an einem Mittag aus, legt sie auf feuchte Erde und besprengt sie etwas mit Wasser, damit sie sich frisch halten. Wenn es gegen Abend geht, setzt man sie bis Sonnenuntergang den Sonnenstrahlen aus. Dann legt man sie wieder für die folgende Nacht auf feuchte Erde und besprengt sie mit Wasser, damit sie nicht trocken werden … Schliesslich zerdrückt man die Kräuter, legt sie in eine neue Büchse und giebt etwas Bisam hinzu … Diese Kräuter hält man täglich, um gesund zu bleiben oder zu werden, an Augen, Ohren, Mund und Nase, um ihren Geruch aufzunehmen. Wenn ein Mann sehr wollüstig ist, binde er die Kräuter in ein Tuch und lege dies in der Schamgegend um die Schenkel …Wenn man nach dem Genuss einer Speise Schmerzen empfindet, halte man die Kräuter von oben in ein enges mit Wein gefülltes Gefäss, ohne dass der Wein von ihnen berührt wird, nur dass er ihren Geruch aufzieht, und bereite sich mit dem Wein eine Suppe zum Essen. Wenn einer Gift genossen hat oder unter Zauberei leidet, trinke er denselben Wein …

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