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Hildegard von Bingen: Heilwissen - Kapitel 60
Quellenangabe
booktitleHeilwissen
authorHildegard von Bingen
titleHeilwissen
translatorDr. phil. Paul Kaiser
typereference
year1902
publisherTherapeutische Monatsheft, 16. Jahrgang, 1902, Berlin
senderDr Ann Elizabeth Wild; ann.wild@kulmbach.net
created20000710
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Gegen Herzleiden

Wenn in den Eingeweiden und in der Milz zuviel böse Säfte entstehen und durch Melancholie viele Herzleiden verursachen, nehme man Galgant und Bertram zu gleichen Theilen und weissen Pfeffer gleich dem vierten Theil eines derselben oder, wenn weisser Pfeffer nicht zu haben ist, Pfefferkraut, viermal soviel als weissen Pfeffer, und bereite ein Pulver davon. Dann fügt man Bohnenmehl dem Pulver hinzu und mischt dies mit Bockshornkleesaft ohne Wasser, Wein oder eine andere Flüssigkeit. Daraus bereitet man kleine Kuchen und lässt sie in der Sonnenhitze dörren; man muss sie also im Sommer, wenn man Sonne haben kann, bereiten, damit man in Winter welche habe. Diese Kuchen esse man nüchtern und nach dem Frühstück. Ferner nehme man Lakritzen und fünfmal soviel Fenchel, dazu Zucker soviel wie Lakritzen und etwas Honig und bereite daraus einen Lautertrank [Progr. S. 16] und trinke ihn nüchtern und nach dem Frühstück gegen Herzschmerzen. [Ein anderes Recept:] Man nimmt weissen Pfeffer, dazu Kümmel zum dritten Theil davon und Bockshornklee zur Hälfte vom Kümmel [quantum medietas cumini pensat], macht ein Pulver daraus, und wenn die Herzschmerzen anfangen, ehe noch eine Herzschwäche eintritt, isst man mit ein wenig Brot dieses Pulver nüchtern und nach dem Frühstück.

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