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Hildegard von Bingen: Heilwissen - Kapitel 55
Quellenangabe
booktitleHeilwissen
authorHildegard von Bingen
titleHeilwissen
translatorDr. phil. Paul Kaiser
typereference
year1902
publisherTherapeutische Monatsheft, 16. Jahrgang, 1902, Berlin
senderDr Ann Elizabeth Wild; ann.wild@kulmbach.net
created20000710
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Gegen Lungenübel

Man nimmt Galgant und Fenchel zu gleichen Theilen und zweimal so viel Muscatnuss und so viel Bertram, dass Muscat und Bertram gleiches Gewicht haben, pulverisirt und mischt dieses und isst täglich nüchtern von diesem Pulver zwei Drachmen [nummi] mit einem Stückchen Brot und trinkt gleich darauf etwas warmen Wein; auch andre wohlriechende heilsame Kräuter mag man nüchtern und nicht nüchtern häufig essen, damit ihr Wohlgeruch zu den Lungen dringe und den üblen Athem benehme. Wer irgend welche Lungenübel hat, muss fettes Fleisch und blutreiche Speisen meiden, auch in Fäulnis übergegangenen Käse [coctum caseum], da durch diese Eiter an der Lunge erzeugt wird. Auch Erbsen, Linsen, rohes Obst und rohes Gemüse darf er nicht essen, Nüsse und Oel muss er vermeiden; nur mageres Fleisch darf er essen, nicht zersetzten und zu frischen [crudum] Käse, sondern trocknen; wenn er Oel geniessen will, darf er nur wenig nehmen, Wasser aber darf er nicht trinken. Auch neuen und jungen Most darf er nicht geniessen …, Bier schadet ihm nicht viel, weil es gekocht ist, Wein muss er vermeiden, vor feuchter, nebliger Luft muss er sich in Acht nehmen.

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