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Hildegard von Bingen: Heilwissen - Kapitel 43
Quellenangabe
booktitleHeilwissen
authorHildegard von Bingen
titleHeilwissen
translatorDr. phil. Paul Kaiser
typereference
year1902
publisherTherapeutische Monatsheft, 16. Jahrgang, 1902, Berlin
senderDr Ann Elizabeth Wild; ann.wild@kulmbach.net
created20000710
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Vom Schnupfen

Auch wenn das Gehirn des Menschen einigermaassen rein und gesund ist, dringen doch bisweilen die Wirbel der Luft und der andern Elemente ein und lassen verschiedenartige Säfte ein- und ausfliessen und erzeugen im Nasen- und Kehlwege einen nebelhaften Dunst, so dass dort ein schädlicher Eiter wie Dunst von nebligem Wasser sich zusammenzieht. Der Schleim verdichtet sich dann zu festen dünnen Säften, die unter Schmerzen durch Nase und Kehle ausgestossen werden; wie auch reife Geschwüre aufbrechen und ihren Eiter fliessen lassen und wie man keine Speise kocht, ohne dass ihr Abgang im Schaum ausgeschieden wird … Wenn man eine neue und unbekannte Speise geniesst oder solchen Wein oder anderes Getränk, dann werden durch diese neuen Säfte die andern im Körper aufgewühlt und gehen reinigungshalber flüssig aus der Nase ab, wie neuer Wein, den man in ein Gefäss giesst, die Unreinigkeiten ausscheidet. Wenn Jemand eine derartige Reinigung unterdrücken wollte, würde er sich ebenso schaden, als wenn er Stuhlgang und Harn zurückhielte, zur rechten Zeit abzugehen. Vielmehr muss man, wenn jene Säfte sich noch vermehren, so dass die Körperschmerzen sich mehren, ein Heilmittel anwenden, dass sie desto leichter abfliessen.

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