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Handbuch der Homöopathie

Adolph von Gerhardt: Handbuch der Homöopathie - Kapitel 85
Quellenangabe
typetractate
authorAdolph von Gerhardt
titleHandbuch der Homöopathie
publisherVerlag Dr. Willmar Schwabe
printrunZwölfte, vollständig neu bearbeitete Auflage
year1929
firstpub1869
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20141110
projectid9f902f02
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Milzkrankheiten

Die Milz gehört zu den sog. Blutdrüsen, zu denen man auch die Schilddrüse, die Thymusdrüse und die Nebennieren rechnen kann. Ihre gewöhnliche Lage ist gegen 1 bis 2 Zoll von der Wirbelsäule entfernt, unter der 9. bis 11. Rippe der linken Seite. Die Gestalt, Größe und das Gewicht dieses Organes sind sehr verschieden, seine Funktionen waren lange Zeit nicht hinreichend bekannt. Sie ist eine wichtige Brutstätte der farblosen Blutkörperchen, Leukocyten, das Milzvenenblut ist reicher an Leukocyten als das arterielle Blut. Von großer Bedeutung ist die Ausdehnungsfähigkeit der Milz und die Verlangsamung der Zirkulation innerhalb der kapillaren Venen. Infolge der Ausdehnungsfähigkeit hat die Milz die Bedeutung eines Sicherheitsventiles für den Organismus. Bei hoher Gefäßspannung, wie sie infolge großer körperlicher Anstrengung eintritt, wird durch Anschwellung der Milz ein Teil des Druckes ausgeglichen und dadurch Herz und Gefäßsystem entlastet. Die Krankheiten der Milz sind in den wenigsten Fällen primär, sondern meist von einer mechanischen Hyperämie im Milzgewebe herrührend, durch Pfortader-, Leber-, Herz- oder Lungenleiden veranlaßt, oder sie begleiten Blutkrankheiten. Die gewöhnlichsten Erkrankungen dieses Organes sind: Entzündung des serösen Milzüberzuges (Perisplenitis), Milzentzündung, die Milzhyperämie, die den sog. akuten Milztumor bei akuten Dyskrasien (bei Typhus, Wechselfieber, Leukämie, perniciöser Anämie, Bronzekrankheit) bildet; ferner die Speckmilz, die atrophische Milz, die tuberkulöse Milz, die geschwollene Milz usf.

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