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Handbuch der Homöopathie

Adolph von Gerhardt: Handbuch der Homöopathie - Kapitel 36
Quellenangabe
typetractate
authorAdolph von Gerhardt
titleHandbuch der Homöopathie
publisherVerlag Dr. Willmar Schwabe
printrunZwölfte, vollständig neu bearbeitete Auflage
year1929
firstpub1869
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20141110
projectid9f902f02
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Frieselausschlag. Frieselfieber. Miliaria. Exanthema miliare

Es ist dies ein auf der Haut sich bildender kleinkörniger Ausschlag, der nach v. Bärensprung durch Anhäufung von Schweiß zwischen zwei Lamellen der Oberhaut entsteht. Dieser Ausschlag erscheint nicht nur als Symptom im Verlaufe anderer Krankheitszustände, z. B. beim Typhus, bei rheumatischen Krankheiten, sondern auch als selbständiges Exanthem. Man unterscheidet mehrere Arten: weiße und rote Frieseln, Milchfrieseln usw., je nach Beschaffenheit ihrer Farbe und der in den Bläschen enthaltenen Feuchtigkeit. Dem Ausbruche gehen meist Vorboten voran, z. B. Fieber mit großer Hitze und säuerlich riechenden, profusen Schweißen, Unruhe, Atembeengung. Er erscheint am häufigsten mit gelindem Fieber, unter reichlichem Schweiße und mit einem juckenden Stechen in der Haut, das besonders am Halse, an den Fingern, auf dem Rücken, der Brust und an den Schenkeln fühlbar ist. Bei rheumatischen Affektionen bringt der Ausbruch des Friesels meist große Erleichterung der Schmerzen; sein Verschwinden nach Erkältung ist gefährlich.

Gewöhnlich bleibt das Friesel sieben Tage stehen, worauf es dann wieder verschwindet; oft vertrocknet es auch in kürzerer Zeit, besonders wenn es auf einzelnen Stellen sich vorfindet. Bei nervösen Fiebern ist das Erscheinen des weißen Friesels gewöhnlich ein Zeichen von Gefahr.

Aconitum: Ist beim Ausbruche des Ausschlags, sobald Fieberregungen auftreten, ein wahres Spezifikum und beseitigt meist allein die ganze Krankheitserscheinung. Wir wiederholen die Gaben stündlich, solange das Fieber währt.

Bryonia: Ist besonders hilfreich, wenn der Ausschlag in seinem Hervortreten zögert und nervöse Erscheinungen sich kundgeben.

Chamomilla: Besonders bei kleinen Kindern, wenn wässerige, grünliche, diarrhöische Stühle eintreten, wodurch oft der Ausbruch des Exanthems in seinem Verlaufe gestört wird. Auch im Wechsel mit Aconitum, sobald Fieber vorhanden ist.

Ipecacuanha: Erleichtert oft den Ausbruch der Krankheit und ist da angezeigt, wo Unruhe, Brustbeklemmungen, Beängstigungen und Übelkeit dem Ausbruche vorangehen.

Dem weißen Friesel, einer kritischen Erscheinung beim Typhus usw., liegt eine Blutdyskrasie zugrunde; wir verabfolgen hier Arsenicum, Rhus Toxicodendron oder auch Acidum muriaticum; letzteres, da die Salzsäure bei Zuständen des Nervensystems und der Blutkonstitution ebenfalls zu berücksichtigen ist.

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