Projekt Gutenberg

Textsuche bei Gutenberg-DE:
Autoren A-Z: A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | Alle
Gutenberg > Adolph von Gerhardt >

Handbuch der Homöopathie

Adolph von Gerhardt: Handbuch der Homöopathie - Kapitel 118
Quellenangabe
typetractate
authorAdolph von Gerhardt
titleHandbuch der Homöopathie
publisherVerlag Dr. Willmar Schwabe
printrunZwölfte, vollständig neu bearbeitete Auflage
year1929
firstpub1869
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20141110
projectid9f902f02
Schließen

Navigation:

Weichselzopf. Plica polonica

Der Weichselzopf ist eine an den Ufern der Weichsel und des Dnjepr, sowie auch in Ungarn, Slavonien und Kroatien vorkommende endemische Krankheit behaarter Hautstellen und der Haare selbst, die sich verwickeln, eine klebrige, übelriechende Feuchtigkeit aussondern und sich zuletzt in Zöpfen zusammenballen. Im höheren Grade treten Entzündungen der Finger- und Zehenspitzen auf, die Nägel verdicken und arten in unförmliche Hornmassen aus. Der Krankheit gehen Müdigkeit und Zerschlagenheitsgefühl, Fieber, Kopfweh und übelriechende Schweiße voraus – Symptome, die sich nach dem Ausbruche der Krankheit verlieren. Meist liegt ein inneres Leiden der Bildung des Weichselzopfes zugrunde. Bei dem echten Weichselzopf handelt es sich um eine dyskrasische, vielleicht psorische Reaktion, ein Abschneiden der verfilzten Massen würde also nichts nützen. Dagegen muß der durch Unsauberkeit entstandene unechte Weichselzopf entfernt werden. Die den Weichselzopf erzeugenden Ursachen und Umstände sind noch nicht hinreichend bekannt.

In der Praxis hat sich vorzüglich Vinca minor als Getränk bewährt. Übrigens sind noch empfohlen: Carbo vegetabilis, Graphites, Kreosotum, Mercurius und Sulfur, Lycopodium, Silicea.

 << Kapitel 117  Kapitel 119 >> 






TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.