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Handbuch der Homöopathie

Adolph von Gerhardt: Handbuch der Homöopathie - Kapitel 104
Quellenangabe
typetractate
authorAdolph von Gerhardt
titleHandbuch der Homöopathie
publisherVerlag Dr. Willmar Schwabe
printrunZwölfte, vollständig neu bearbeitete Auflage
year1929
firstpub1869
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20141110
projectid9f902f02
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Scharlach. Scharlachfieber. Scarlatina

Eine in hohem Grade ansteckende, meist epidemisch auftretende Hautkrankheit. Die nähere Art der Ansteckung sowie das spezifische Scharlachgift selbst sind noch unbekannt. Das Scharlachgift ist sehr widerstandsfähig und kann seine Ansteckungsfähigkeit monatelang bewahren. Die Ansteckung kann schon durch einmaligen kurzen Aufenthalt in der Nähe eines Scharlachkranken erfolgen, ferner durch Gegenstände, die mit einem Kranken in Berührung kamen, wie Wäsche, Kleider, Möbel, Spielzeug. Die Erkrankung beginnt mit scharlachroter Färbung einzelner Hautpartien oder der ganzen Hautoberfläche, hat akuten Verlauf, mit Fieber und entzündlichen Affektionen der Schlingorgane. Die Krankheit befällt den Menschen nur einmal, und zwar am häufigsten zwischen dem 2. und 7. Lebensjahre, seltener ältere Kinder, am seltensten Erwachsene. Die Disposition dazu ist im allgemeinen nicht so groß als zu Masern. Die Gefährlichkeit der Krankheit richtet sich nach dem Charakter der Epidemie. In sehr bösartigen Epidemien sterben oft 30 % der Erkrankten.

Die Entwicklungsphasen der Krankheit können wir in vier Perioden oder Stadien teilen, um hierdurch ein um so reineres Bild zu erhalten:

Das Vorboten- oder Prodromalstadium beginnt mit heftigem Fieber und vorherrschender Entzündung der Schlingorgane, mit Röte, Schmerz und Geschwulst der Mandeln und Drüsen, daher Schlingbeschwerden; die Hitze ist bedeutend und wechselt mit Frostschauern ab; der Puls ist doppelschlägig. Manchmal treten typhoide Erscheinungen ein: Benommenheit des Kopfes, Schwindel, Delirien; Trägheit und Mattigkeit des Körpers, Angst, Erbrechen, Stuhlunregelmäßigkeiten. Da die Entzündung nicht selten die Augen beeinflußt, so muß das Licht im Krankenzimmer gedämpft sein. Die Zimmer müssen oft gelüftet werden, und die Temperatur darf 14° R nicht übersteigen.

Nachdem diese Erscheinungen kaum 1 bis 2 Tage, bisweilen nur wenige Stunden gedauert haben, beginnt unter weiterer Steigerung des Fiebers, das oft die Höhe von 42 °C erreicht, wobei der Puls 180 bis 200 Schläge macht:

Das Eruptionsstadium mit dem Durchbruche des Scharlachausschlages. Gewöhnlich zeigen sich die ersten Spuren des Ausschlages, der aus dicht nebeneinander gruppierten, großen, hellroten, wenig erhabenen Flecken mit verwaschenen Grenzen besteht, auf der vorderen Fläche des Halses und dem oberen Teile der Brust. Von hier aus verbreitet er sich auf die übrigen Körperteile und ist namentlich am Unterleibe und in den Gelenkfalten sehr intensiv. In 18 bis 20 Stunden ist er gewöhnlich über den ganzen Körper, der ein rotpunktiertes Aussehen erhält, verbreitet. Während des Durchbruches steigern sich die Halsbeschwerden.

Bedeckt der Ausschlag nicht, wie gewöhnlich, die ganze Körperoberfläche, sondern bildet er nur einzelne Flecke, die nicht zusammenfließen, dann spricht man von Scarlatina variegata. Beim Scharlachfriesel bilden sich kleine Bläschen oder größere Blasen in der Röte (Scarlatina miliaris, s. pustulosa).

Während innerhalb 2 bis 3 Tagen sich der Ausschlag zu entwickeln pflegt, hat er bereits jetzt sein Blütestadium erreicht (Stadium efflorescentiae); hat die Efflorescenz 1 bis 2 Tage auf der Höhe ihrer Entwicklung gestanden, so tritt Nachlaß ein. Die Rachenentzündung und die Schlingbeschwerden, das Fieber samt der Unruhe nehmen nunmehr ab und verlieren sich allmählich unter kritischen Ausleerungen von Harn, Schweiß, Auswurf von Schleim und nicht selten auch Nasenbluten. Der Ausschlag fängt nun in derselben Ordnung, in der er erschienen ist, an, blasser zu werden. Die Krankheit geht dann nach einer unbestimmten Dauer dieses Stadiums (von 4 bis 7, selten 9 Tagen) in

ihre letzte Periode, die der Abschuppung des Hautausschlages (Stadium desquamationis), über, indem unter Jucken der Haut und Abnahme ihrer Geschwulst und Hitze die Oberhaut vertrocknet, sich aufwirft und nach und nach in mehlähnlichem Staube, Schüppchen oder ganzen Hautlappen abgelöst wird. Die Abschuppung wiederholt sich nicht selten und kann wochenlang dauern; dabei ist die Haut sehr empfindlich gegen atmosphärische Einflüsse. Die Abschuppungsperiode verläuft, wenn keine Komplikationen bestehen, völlig fieberlos, während zugleich der Harn klar und in reichlicher Menge gelassen wird. – Der Kranke muß während dieser Periode aufs sorgfältigste vor Erkältung und Zugluft geschützt werden.

Übrigens verläuft Scharlach nicht immer so regelmäßig. Kein akutes Exanthem zeigt einen so mannigfachen Verlauf als dieses. Besonders herrscht große Verschiedenheit unter den einzelnen Epidemien. Manche Form von Scharlach ist so flüchtig, daß die eigentliche Scharlachröte und die Halsbeschwerden nur einen Tag dauern, so daß man erst aus der in solchen Fällen stets eintretenden Albuminurie und Wassersucht schließen kann, daß man es wirklich mit Scharlach zu tun gehabt hat. In sehr bösartigen Epidemien tritt gleich im Beginne der Krankheit das Scharlachtyphoid auf, unter sehr heftigem Fieber und raschem Kräfteverfall. Die Kranken sterben oft noch vor Ausbruch des Ausschlages. – Sehr gefährlich sind auch die im Beginne der Krankheit oder während ihres Verlaufes auftretenden diphtherischen und kruppösen Halsentzündungen. Diese kruppöse Entzündung kann sich abwärts nach dem Kehlkopfe und den Luftröhrenästen verbreiten, aber auch aufwärts die Nasenschleimhäute ergreifen, mit Verstopfung, Borkenbildung oder dickem, gelbem Eiterausfluß aus der Nase. Die viel gefährlicheren diphtherischen Exsudate gehen leicht in Verjauchung oder Brand über. In solchen Fällen bemerkt man in der Nähe des Kranken einen aashaften Gestank und ebenso stinkenden, gelbeiterigen, schmutzigen Nasenausfluß.

Eine sehr bedenkliche Komplikation des Scharlachs ist die gewöhnlich infolge der parenchymatösen Nierenentzündung (Morbus Brighti) auftretende Scharlachwassersucht und Urämie. Das Lungenödem und das Oedema glottidis (Stimmritzenödem) infolge des Scharlachs enden in allen Fällen durch Luftmangel tödlich. – Seltenere Komplikationen sind: Vereiterung und Verjauchung der Lymphdrüsen am Kieferwinkel, Entzündung des Halszellgewebes, Gelenkrheumatismus, Herzentzündung, Brustfellentzündung, eiterige Entzündungen der Augen und Ohren usw.

Wenn an einem Orte, wo das Scharlachfieber herrscht, Kinder, die bisher davon verschont geblieben, über Hals- und Schlingbeschwerden klagen oder über Kopfeingenommenheit und prickelnde Hitze in der Haut, so kann man mit ziemlicher Gewißheit den Beginn der Krankheit vorhersagen. – Man bringe dann die Patienten sofort zu Bett, bedecke sie mit einer wollenen Decke, keineswegs aber mit schweren Federbetten, sorge für eine etwas kühle, nie 14 °R übersteigende Stubentemperatur und, wo es irgend geht, für tägliche Lüftung des Krankenzimmers, unter Beobachtung gehöriger Vorsicht; besonders hüte man die Kranken vor Zugluft. Als Getränk dient Zitronenwasser oder Hafergrützschleim, den man auch mit Apfelschnitten kochen kann. Von Himbeersaft raten wir jedoch ab, da dieser, besonders bei Scharlach, reizend auf die Nieren wirkt. – Nie verabsäume man die öftere Untersuchung der Rachenhöhle, des Brustkorbes und des Herzens. – Nicht selten erreicht das Fieber mit dem Beginne des Ausschlages, der zuerst am Halse und auf der Brust auftritt (bei den Masern zuerst im Gesicht, besonders an den Schläfen), schnell eine bedeutende Höhe (oft über 40 bis 41 °C). – Wir verabfolgen gleich zu Anfang Aconitum in ½- bis 1stündlicher Wiederholung. – Bei bedeutender Fieberhitze und Frostschauer, bei roter, brennender Haut und glattem, fast über den ganzen Körper verbreitetem Ausschlage, Durst, Delirien, vollem, beschleunigtem Pulse, bei Schlingbeschwerden und bei parenchymatöser Entzündung der Mandeln: Belladonna, ebenso wie Aconitum. – Geht der Halsentzündung heftiger Schüttelfrost voraus, so deutet dieses immer auf eine bösartige Form. In einem solchen Falle greifen wir sofort zu Apisinum, auch dann, wenn mit dem Entzündungsfieber Zeichen des Gehirnreizes vorhanden sind: Kopfhitze, heftige Delirien, Gesichtsröte, Unruhe, Schlaflosigkeit oder Schlummersucht, heftiger Durst. In derartigen Fällen lassen wir sofort kalte Umschläge auf den Kopf machen. Solche Umschläge werden stets gut vertragen; der Glaube, daß dadurch der Ausschlag zurücktrete, ist irrig und beruht auf bloßem Vorurteile. Dergleichen Umschläge wenden wir auch bei Entzündung der Halspartien an, besonders bei entzündlicher und schmerzhafter Geschwulst der Mandeln.

Es gibt Fälle, die durch enorm hohes und ununterbrochen hohes Fieber (bis 42 °C, Puls von 180 bis 200 Schlägen) im Vereine mit intensiver Betäubung von vornherein, oft bevor noch eine Spur des Ausschlages wahrzunehmen ist, und plötzlich unter dem Bilde eines Typhus ( typhöser Scharlach) oder einer Gehirnhautentzündung auftreten, die in manchen Fällen auf tuberkulöser Anlage beruht. Oft ist auch eine typhusartige Affektion des Darmkanales vorhanden. Solche Fälle sind äußerst gefährlich und enden nicht selten schon nach einigen Tagen tödlich. – Bei Andrang des Blutes nach dem Kopfe, glühenden Wangen und großer Fieberhitze machen wir kalte Umschläge auf den Kopf, die wir fleißig erneuern lassen. Innerlich verabfolgen wir Belladonna oder Apisinum in 1stündlicher Wiederholung. Bei Betäubungszuständen, Aufschreien, Zähneknirschen und Murmeln im Schlafe: Hyoscyamus. Bei tiefer Betäubung, braunen, rissigen Lippen, trockener Zunge: Rhus Toxicodendron, und wenn der Kranke im Bett herabrutscht: Acidum muriaticum. Bei auffallender Kurzatmigkeit untersuche man genau den Brustkorb. Andrang des Blutes nach der Lunge erzeugt häufig Entzündung dieses Organs, der wir am besten mit Phosphorus entgegentreten. – Die tuberkulöse Entzündung der Meningen (Meningitis basilaris, tuberculosa seu granulosa), die auf ererbter oder erworbener Veranlagung schlecht ernährter oder von schwindsüchtigen Eltern gezeugter Kinder beruht, wird nicht selten zu Anfang des Scharlachs beobachtet. Die Kinder fahren zuckend im Schlafe auf, werden unruhig, klagen über Kopfschmerzen und erbrechen leicht beim Aufrichten oder Bewegen des Kopfes. Hierzu gesellen sich stierer Blick, Steifheit des Nackens, Unbesinnlichkeit, Lichtscheu, Zähneknirschen im Schlafe. Hier schreite man sofort ein, denn sehr bald treten Konvulsionen (Zuckungen) auf, denen die Erscheinungen des Gehirndruckes folgen. Kalium jodatum (6 Tropfen in 3 Eßlöffel voll Wasser gut verrührt, hiervon 2stündlich 2 Teelöffel voll verabfolgt) wird die Erscheinungen des Gehirnreizes beseitigen und die Entwicklung der Meningitis erfolgreich bekämpfen. – Treten im Verlaufe des Scharlachs Zeichen der Gehirnhautentzündung auf: bedeutendes Fieber mit Kopfhitze, glühend roten oder blassen Wangen, Delirien, entsetzliche Kopfschmerzen, Bohren des Kopfes in die Kissen und Genicksteifigkeit, dann greifen wir zu Belladonna, Atropinum, Apisinum oder Hyoscyamus und machen fleißig von den kalten Umschlägen Gebrauch. Treten Konvulsionen und Betäubungszustände auf, so deuten diese entweder auf bereits stattfindenden Druck von seiten des an der Unterseite des Gehirns abgesetzten Exsudates hin oder auf in den Gehirnhöhlen (Ventrikeln) stattfindenden serösen (wässerigen) Erguß und hierdurch verursachten Druck auf die Gehirnwandungen. Im ersteren Falle würden wir uns zur schnellen Aufsaugung plastischer Exsudate des Jodum, Mercurius solubilis oder Phosphorus bedienen, im letzteren: Arnica, Digitalis oder Helleborus. Da nun aber beide Prozesse schwer zu unterscheiden sind, auch nicht selten beisammen vorkommen, so tun wir hier gut, zwei Mittel im Wechsel zu verabfolgen, z. B. Jodum im Wechsel mit Arnica oder Mercurius im Wechsel mit Helleborus, und lassen die Mittel in 1stündlicher Wiederholung geben.

Bei durchfälligen Stühlen empfehlen wir: Arsenicum, Carbo vegetabilis, Rhus Toxicodendron oder China und Phosphorus. Diese Mittel passen auch, wenn sich Petechien auf der Haut oder blutige Ausleerungen zeigen.

Tritt der Ausschlag plötzlich zurück, wird die Haut fahl und kühl, befinden sich die Patienten in einem Betäubungszustande mit kaum merklichem Herz- und Pulsschlage, dann hilft oft noch das Reiben der Haut mit einem in kaltes Wasser getauchten, gut ausgedrückten, weichen Leinentuche. Man reibt damit den entblößten Körper, bis die Haut wieder warm und rot, Puls- und Herzschlag belebter werden. Zweckmäßig ist es, wenn sich dabei zwei Personen in die Arbeit teilen, so daß jede eine Hälfte des Körpers reibt. Durch ein solches Verfahren gelingt es oft schon nach einigen Minuten, die im Erlöschen begriffenen Lebensgeister anzufachen und zu erhalten.

Sehr gefährlich ist das Auftreten des diphtherischen Prozesses. In manchen Epidemien verläuft der größte Teil der Fälle mit dieser Komplikation. Die Krankheit beginnt immer an den Mandeln, hat eine große Neigung zu umfänglichem, brandigem Zerfall, verpflanzt sich selten auf den Kehlkopf oder auf das innere Ohr, häufiger auf die Nasenschleimhaut, die dann ein schmutziggelbes, später stinkendes Sekret absondert (»Scharlachschnupfen«). Hierbei ist Acidum nitricum das Hauptmittel, das wir, sobald noch bedeutende Fieberhitze vorhanden ist, in ½stündlichem Wechsel mit Belladonna oder den Umständen nach mit Apisinum oder Mercurius cyanatus verabfolgen. Bei kruppöser Entzündung der Nasenschleimhaut: Hepar sulfuris.

Der Scharlachwassersucht liegt in den meisten Fällen parenchymatöse Nierenentzündung (Morbus Brighti) zugrunde. Der Harn ist eiweißhaltig, zuweilen blutgefärbt, und wird in geringen Mengen gelassen. Wo der Harn diese Beimischungen nicht hat und reichlich gelassen wird, sind Blutarmut und Rekonvaleszentenschwäche Ursache der Wassersucht oder der sich bildenden Ödeme. Mag nun die Scharlachwassersucht auftreten als Hautwassersucht (Hydrops anasarca) oder Bauchwassersucht (Hydrops ascites), die häufig mit Anasarca zugleich auftritt, die Prognose (Voraussage) ist hier durchaus nicht ungünstig. Die Gefahr steht in geradem Verhältnisse zu der Dauer des Hydrops. – Weit gefährlicher sind die Brustwassersucht und die Gehirnhöhlenwassersucht. Nicht selten bemerkt man bei aufmerksamer Beobachtung, oft schon im Blütestadium, bedeutend verminderte Harnabsonderung. Der sparsam gelassene Urin enthält Eiweiß, Blutkörperchen, Harncylinder. Hepar sulfuris (täglich 3- bis 4mal 1 Pulver des frischen Präparates in etwas Wasser aufgelöst) ist hierbei fast spezifisch, sowohl als Vorbeugemittel, als auch wenn bereits Wassersucht vorhanden ist. Schreitet trotzdem die Krankheit vorwärts, dann werden wir zu den Mitteln greifen, die wir bei Brightscher Nierenkrankheit angegeben haben, und verweisen daher auf das betreffende Kapitel. Außerdem vergleiche man, was bei Brustwassersucht, Gehirnhöhlenwassersucht usw. gesagt worden ist.

Solange auch nur eine Spur von Eiweißgerinnsel im Harne nachgewiesen werden kann, dürfen die Patienten weder Bier noch Wein genießen, da beide Getränke die Nieren reizen und neue Verschlimmerungen hervorrufen. Dagegen sorge man für eine nahrhafte, eiweißhaltige Kost. Erst wenn der Urin eine gesunde Beschaffenheit zeigt, darf der Patient das Bett verlassen, muß aber immerhin noch 8 bis 14 Tage das Zimmer hüten.

Bei entzündlicher Anschwellung der Unterkiefer- oder Ohrspeicheldrüse verabfolgen wir Belladonna; das beste Mittel aber ist bei Parotitis im Scharlach Rhus Toxicodendron, dann Calcium carbonicum oder Lycopodium; wenn Eiterung droht: Mercurius solubilis, und bei zögerndem Eintritte der Eiterung: Hepar sulfuris. Bei purpurroter Schwellung, dünnflüssigem und wundfressendem Eiter: Lachesis. – Zurückbleibende Härte der Drüsen beseitigt Baryum carbonicum oder Silicea.

Ohrenfluß erfordert fleißiges Reinhalten und Ausspritzen der Ohren mit warmem Wasser. Innerlich: Hepar sulfuris, Calcium carbonicum, Silicea oder Mercurius solubilis.

Augenentzündung nach Scharlach lindern bis zum Eintreffen fachmännischer Hilfe: Belladonna, Apis oder Hepar sulfuris und Mercurius solubilis.

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