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Hand und Ring

Anna Katherine Green: Hand und Ring - Kapitel 2
Quellenangabe
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typefiction
authorAnne Kathrine Green
titleHand und Ring
publisherVerlag von Robert Lutz
seriesDetektiv-Gryce-Seríe
printrunFünfzehnte Auflage
year1921
translatorMargarete Jacobi
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
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Erstes Buch.

Erstes Kapitel.

Die Stadtuhr von Sibley hatte eben zwölf geschlagen, und die Gerichtssitzung war zu Ende. Richter Evans, der den Vorsitz geführt, stand noch mit mehreren angesehenen Advokaten des Bezirks vor dem Tor des Gerichtsgebäudes. Das Gespräch der Herren drehte sich um den Kriminalfall, der gerade verhandelt worden war und um die verschiedenen Verbrecherklassen im allgemeinen.

Ferris, der Bezirksanwalt, hatte die Behauptung aufgestellt, daß da, wo Irreligiosität und strafwürdige Neigungen zur Herrschaft unter den höheren Ständen gelangen, die Entdeckung von Verbrechen auf fast unübersteigliche Hindernisse stoße. Um die Gerichte irre zu führen und eine begangene Missetat zu verbergen, fuhr er fort, vermag der Gebildete weit eher alle Künste der List und Verstellung zu Hilfe zu rufen, als der Verbrecher aus niederen Volksschichten, dem der Hang zum Bösen häufig sozusagen auf der Stirne geschrieben steht.

Wie jenem Vagabunden da drüben, fiel der Advokat Lord ein, indem er auf einen plumpen, untersetzten Menschen von verdächtigem Aussehen deutete, welcher mit einem Pack auf dem Rücken gerade aus dem Heckenweg herauskam, der dem Gerichtsgebäude schief gegenüber in die Hauptstraße mündete.

Seinesgleichen sieht man am häufigsten auf der Anklagebank, sagte darauf Rechtsanwalt Orkutt, der in Kriminalsachen einen nicht unbedeutenden Ruf genoß. Sehen Sie nur, wie er verstohlen um sich blickt. Er muß wohl bemerkt haben, daß wir ihn beobachten, denn er beschleunigt seinen Schritt und jetzt fängt er gar zu laufen an.

Der Kerl wird wohl irgendeinen Streich ausgeführt haben, sagte Evans.

Das dürfte ihm schlecht bekommen, äußerte der Bezirksanwalt. Es entwischt so leicht keiner. Die Spitzbuben führen hier zu Lande wahrhaftig kein Schlaraffenleben; Räuber und Diebe kommen selten mit ihrer Beute davon, und daß ein Mörder seiner Strafe entgeht, ist geradezu ein unerhörtes Vorkommnis.

Dann muß ja die Geheimpolizei in hiesiger Gegend ihr Geschäft ganz vortrefflich verstehen, ließ sich hier ein junger Mann vernehmen, welcher bisher geschwiegen hatte.

Das nicht gerade. Aber die Schurken fangen ihre Sache gar zu ungeschickt an; sie verstehen es nicht, die Spuren der Untat zu verwischen.

Wer pfiffig ist, hinterläßt überhaupt keine Spur, mischte sich jetzt eine scharfe Stimme in die Unterhaltung. Ein großer, rothaariger, etwas buckliger Mann trat aus dem Torweg, wo er, von den übrigen unbemerkt, sich bisher aufgehalten hatte. Niemand schien ihn zu kennen, er aber fuhr unbeirrt im gleichen Tone fort: Nur deshalb ist es so leicht, der Verbrecher habhaft zu werden, weil sie Spuren ihrer Tat hinterlassen und dann zu auffälligen Mitteln greifen, um sie zu verbergen. Wer unentdeckt bleiben will, der wählt zu der Tat am besten eine Waffe, die er am Orte selbst vorfindet, und womöglich eine belebte Verkehrsstraße, wo naturgemäß andere Menschen durch ihr Kommen und Gehen die Spuren verwischen, die etwa zurückgeblieben sind. So wird der Argwohn entkräftet, weil sich der Verdacht nach so verschiedenen Richtungen lenkt, daß die Verfolgung keinen Anhalt findet und schließlich ausgegeben werden muß. Sehen Sie zum Beispiel jenes Eckhaus da drüben – der Fremde zeigte auf ein schief gegenüberliegendes Gebäude – während wir hier stehen, sind Menschen verschiedenen Schlages durch den Seiteneingang nach der Küchentür gegangen und wieder zurück, unter andern jener verdächtig aussehende Hausierer. Wer dort wohnt, weiß ich nicht, aber nehmen wir einmal an, es wäre eine alleinstehende Frau. Käme nun in etwa einer Stunde jemand in ihren Garten und fände sie tot hinter dem Holzhaufen liegen und ihre eigene Axt daneben, – auf wen würde dann der Verdacht fallen? – Natürlich auf den fremden Hausierer, dem man, nach seinem Aussehen zu urteilen, jede Untat zutrauen kann. Aber ein Verdacht ist kein Beweis. Wenn er die Tat leugnet, würde kein Gerichtshof ihn als Mörder verurteilen, kein Richter den Stab über ihn brechen können.

Der bucklige Fremde ging hierauf gemächlich seines Weges, der Bezirksanwalt aber schien die einmal angeregte Frage noch weiter erörtern zu wollen.

Herr Byrd, wandte er sich an den vorhin erwähnten jungen Mann, was sagen denn Sie als Sachverständiger dazu? Meinen Sie nicht, daß es der Geheimpolizei gelingen würde, den Hausierer zu überführen?

Ich weiß nicht, versetzte der Angeredete zögernd, ich bin noch nicht gewiegt und erfahren genug in solchen Dingen, um eine bestimmte Meinung abzugeben. Doch habe ich Herrn Gryce, Sprich Grais. unsern größten Neuyorker Detektiv, sagen hören, daß es ihm nur einmal vollständig mißlungen sei, irgendwelchen Aufschluß über eine verübte Mordtat zu erlangen. Die Sache ging ihm lange im Kopf herum und er hat sie uns weitläufig erzählt: ein jüdischer Händler war bei hellem lichtem Tage erschlagen worden, offenbar während er eine Schachtel mit Strumpfwaren von einem obern Brett herunterlangte, denn man fand ihn am Ladentisch liegen mit einer Wunde im Hinterkopf, die von einem Totschläger herrühren mochte. Sein Laden, der in einer belebten Straße lag, hatte eine Vorder- und eine Hintertür; es waren fortwährend Leute ein- und ausgegangen, aber wer die Bluttat verübt hatte, ließ sich nicht ermitteln. Auch die genauesten Nachforschungen brachten kein Licht in das Dunkel. Man wußte von niemand, der Böses gegen den Händler im Schilde geführt haben könnte, von keinem Verwandten, den es etwa nach seinen paar Dollars gelüstete. Sein Lebenslauf bot keinerlei verdächtige Umstände, man konnte nur mutmaßen, daß irgend jemand ihn habe aus dem Wege räumen wollen, aber wer und um welcher Ursache willen, das ist nie enthüllt worden. Nur der Täter selbst weiß es.

Und noch Einer , sagte Richter Evans mit Nachdruck: Gott!

Es entstand eine feierliche Stille. Rechtsanwalt Orkutt sah nach seiner Uhr.

Ich muß zum Essen gehen, sagte er und schritt nach flüchtigem Gruß quer über die Straße auf das bescheidene Wohnhaus einer Witwe zu, bei welcher er sein Mittagsmahl einzunehmen pflegte, so oft er um diese Zeit im Gericht zu tun hatte.

Die andern Herren standen noch einige Minuten beisammen und sahen den Rechtsanwalt drüben in den Heckenweg einbiegen und in der Haustüre der Witwe verschwinden. Eben waren auch sie im Begriff auseinander zu gehen, als Advokat Lord, einen Ruf der Verwunderung ausstoßend, nach dem Hause deutete, in welches Orkutt eingetreten war. Aller Blicke lichteten sich dorthin. Auf der Schwelle stand der Rechtsanwalt, der offenbar in höchster Eile wieder herausgestürzt war.

Er winkt uns, Ferris, rief Lord, und von unbestimmter Furcht angespornt, eilten beide Herren über die Straße ihrem Freunde entgegen, der in ungewöhnlicher Erregung schleunigst auf sie zukam.

Ein Mord, rief er ihnen schon von weitem zu, ein Zusammentreffen grausigster Art! Drinnen liegt Frau Klemmens blutend am Boden mit einer tiefen Wunde im Kopf.

Sprachlos vor Schrecken starrten Lord und der Bezirksanwalt einander einen Augenblick an, dann stürmten sie vorwärts.

Halt, rief Ferris, plötzlich still stehend, wo ist der Mensch, der so sachverständig über Mordtaten zu reden verstand und die Art, wie man sich vor Entdeckung schützt? Das kann kein bloßer Zufall sein, – er muß sofort zur Stelle. Er winkte den jungen Byrd herbei, der ihnen nachgeeilt kam.

Rasch, rief er, holen Sie den Polizeidiener Hunt, er soll den buckligen Rotkopf festnehmen. Eine Frau liegt drüben in ihrem Blute, und jener Mensch muß darum wissen.

Byrd zögerte keinen Augenblick; der Bezirksanwalt aber zog Orkutt mit sich fort dem Hause zu, an dessen Türe Lord bereits auf sie wartete.

Sie traten zusammen ein; allen voran Ferris, ein kühner Mann, der vor nichts zurückschreckte. Das erste Zimmer war leer, kein Zeichen von Unordnung bemerkbar; es schien die Wohnstube der Witwe zu sein; auf dem Tisch in der Mitte lag Orkutts Hut, wo er ihn beim Eintreten hingelegt hatte. Nie ganze Wohnung machte einen behaglichen, ja wohlhabenden Eindruck. Frau Klemmens hatte zwar allein gelebt und sich kein Dienstmädchen gehalten, befand sich aber, nach ihrer Einrichtung zu schließen, durchaus nicht in dürftigen Umstanden. Durch die offene Türe sah man im Nebenzimmer das seine Porzellanservice auf dem gedeckten Eßtisch glänzen.

Sie traten ein.

Dort liegt sie, sagte Orkutt, nach der andern Seite des Zimmers deutend.

Die Arme weit ausgestreckt, lag die Unglückliche, aus einer Kopfwunde blutend, hinter dem Tisch am Boden; in einer Hand hielt sie ihre Uhr, die sie aus dem Gürtel gezogen, die andere berührte fast ein Stück Knüppelholz, das offenbar als Mordwerkzeug gedient hatte. Sie war starr und unbeweglich, allem Anschein nach tot.

Entsetzlich! rief Lord zurückschreckend. Welche Verruchtheit, einer harmlosen Frau auf so schändliche Weise das Leben zu nehmen!

Auch Ferris war tief erschüttert. Ein gräßliches Beispiel, das genau zu dem vorgetragenen Fall paßt, sagte er kopfschüttelnd. Wie läßt sich das begreifen? Er öffnete eine Tür, die auf die Hintergasse führte, und ließ die frische Luft hereinströmen.

Die Hintertür war nicht verschlossen? rief Lord mit einem fragenden Blick auf Orkutt, welcher unverwandt auf die leblose Gestalt am Boden starrte. Ihn mochte wohl der schreckliche Anblick überwältigen, hatte ihm doch die Frau seit Jahren so manches Mal bei Tische gegenüber gesessen.

Was sagten Sie? Nicht verschlossen? erwiderte er, aus seinem Sinnen auffahrend. Das wundert mich nicht, Sie verschloß die Türen nie, obgleich ich es ihr wiederholt wegen ihrer zunehmenden Taubheit anriet.

Von der Hinterseite des Hauses konnte man eine weite Strecke unbebauten Landes übersehen; Orkutt ließ die Blicke ringsumher schweifen. Es ist kein Mensch zu sehen, sagte er nach einer Weile.

Die Flucht ließe sich auf dem Sumpfboden durch das Riedgras kaum bewerkstelligen, entgegnete der andere. Wer aber in der Gegend gut Bescheid weiß, könnte auf dem Hügelpfad in die jenseitigen Wälder gelangen, um der Verfolgung zu entgehen. Aber was ist Ihnen denn, Orkutt?

Nichts – mir war nur, als hörte ich ein Stöhnen.

Ferris hatte sich über die regungslos Daliegende gebeugt und ihren Kopf aufgehoben, um ihr ins Gesicht zu sehen. Die Frau ist nicht tot, stieß er in höchster Erregung hervor.

Ist das möglich? riefen die andern wie aus einem Munde.

Sie atmet noch; sehen Sie nur, wie ihre Brust sich langsam hebt und senkt. Der Bösewicht hat seine Sache schlecht gemacht; vielleicht kann sie uns noch selbst Auskunft geben.

Schwerlich, murmelte der Rechtsanwalt, der Schlag muß mit furchtbarer Gewalt geführt worden sein, er wird sie der Denkkraft beraubt haben.

Jedenfalls muß sogleich für ärztliche Hilfe gesorgt werden; wäre nur Doktor Tredwell hier!

Ich will ihn geschwind holen.

Orkutt wollte sich entfernen, aber schon ging die Türe auf, ein Menschenschwarm drang herein, unter ihnen Doktor Tredwell, der als Coroner In Amerika und England der Beamte, der bei verdächtigen Todesfällen die sofortige Untersuchung zu leiten hat. und Gerichtsarzt fungierte. Auf seine Anordnung ward Frau Klemmens in ihr Schlafzimmer getragen, welches sich gleichfalls im untern Stock befand. Ein schnell herbeigeholter zweiter Arzt nahm am Kopfende des Bettes Platz, um das erste Zeichen des wiederkehrenden Bewußtseins zu erspähen. Alle Unbeteiligten mußten das Haus verlassen; draußen im Hof harrte die unruhige Menge mit gespannter Erwartung, was sich ferner ereignen, welche Wendung die Dinge nehmen würden.

Unterdessen saß drinnen im Eßzimmer der Bezirksanwalt zusammen mit dem Coroner in ernstem Gespräch.

Es unterliegt keinem Zweifel, meinte letzterer, daß sie den Schlag erhalten hat, als sie gerade damit beschäftigt war, die Uhr richtig zu stellen. Er zeigte auf die offenstehende, große, altmodische Wanduhr neben der Türe. Sie hat ihre Absicht nicht mehr ausführen können, fuhr er fort, die Uhr geht noch zehn Minuten nach, wie ein Vergleich mit der meinigen lehrt, mit welcher die Taschenuhr der Frau Klemmens genau übereinstimmt. Der Angriff muß von hinten erfolgt sein, und zwar völlig unerwartet. Hätte sie sich umgewandt, so wäre sie an der Stirn getroffen worden; ihre Taubheit hat sie verhindert, den Schritt des Mörders zu hören, und in ihre Beschäftigung vertieft, hat sie die grausame Hand nicht gesehen, die sich gegen sie erhob. Unbegreiflich, daß irgend jemand so viel daran gelegen sein konnte, sie aus der Welt zu schaffen! Wäre ein Raub beabsichtigt gewesen, so würde man ihr die Uhr nicht gelassen haben. Auch liegt hier eine Summe Kleingeld neben ihrem Teller; das hätte ein Vagabund sicherlich eingesteckt. Das Knüppelholz hat der Mörder von dem Haufen dort am Herd genommen.

Auf den buckligen Rotkopf, von dem ich Ihnen erzählte, fällt der stärkste Verdacht, meinte der Bezirksanwalt. Vielleicht stellt sich heraus, daß er verrückt ist.

Ich möchte das noch bezweifeln, versetzte der Doktor nachdenklich.

Im Hofe entstand jetzt Lärm und lebhaftes Stimmengewirr. Die Menge bestürmte den zurückkehrenden Byrd mit neugierigen Fragen, ohne jedoch die gewünschte Auskunft von ihm zu erhalten.

Byrd, ein junger Detektiv, war erst kürzlich von Neuyork herübergerufen worden, weil man seine Dienste in einem gerade zur gerichtlichen Verhandlung gelangten Fall zu gebrauchen dachte.

Nun, was haben Sie ausgerichtet? wandte sich Ferris an den eben Eintretenden.

Der bucklige Rotkopf, wie Sie ihn nennen, ist verschwunden, entgegnete Byrd; vielleicht gelingt es Hunt, seine Fährte wieder aufzufinden. Den Hausierer aber, der so ängstlich um die Ecke schlich, während wir vor dem Gericht standen, habe ich festgenommen; das schien mir das Erste und Wichtigste!

Meinen Sie? erwiderte Ferris, der des jungen Mannes einnehmenden, aber harmlosen Gesichtsausdruck mit gutmütigem Spott betrachtete. Halten Sie etwa den Hausierer für den Schuldigen, weil jener schlaue Unbekannte unsere Aufmerksamkeit in so auffälliger Weise auf ihn gelenkt hat?

Byrd errötete in augenblicklicher Verlegenheit, doch faßte er sich schnell. Ich weiß noch zu wenig von dem Tatbestand, sagte er, um auf den mutmaßlichen Täter schließen zu können.

Das Verbrechen ist fast genau auf die Weise verübt worden, wie sie der Bucklige angab, war des Bezirksanwalts Erwiderung. Im Begriff, die Wanduhr zu stellen, ist die Frau von hinten zu Boden geschlagen worden; dort liegt das Holzstück, das von ihrem Herd genommen wurde und als Mordwaffe gedient hat; die abscheuliche Theorie wurde hier in die Praxis umgesetzt.

Und glauben Sie, daß eine längere Zeit zwischen der Untat und ihrer Entdeckung verflossen ist?

Nein. Das Essen dampfte noch in der Küche, wo es zum Anrichten bereit stand.

Dann, meinte Byrd zuversichtlich, kann ich Sie versichern, daß der Bucklige den Streich nicht geführt hat. Dazu wäre doch wohl seine Anwesenheit hier im Zimmer erforderlich gewesen. Nun habe ich ihn aber den Morgen über mit eigenen Augen im Gerichtssaal gesehen. Er saß in der Nähe der Tür und fiel mir besonders auf.

Merkwürdig, brummte Ferris in ärgerlichem Ton; er ließ sich nicht gern auf einem Irrtum ertappen.

Es ist nur ein Schritt über die Straße, gab der Doktor zu bedenken, wie leicht kann er sich eine Zeitlang entfernt haben, ohne daß Sie es gewahr wurden.

Byrd wußte hierauf keine Antwort. Der Hausierer scheint mir höchst verdächtig, äußerte er.

Schwerlich hätte er das Geld hier liegen lassen, sagte Ferris, auf das Silbergeld deutend.

Wer kann wissen, was ihn bewogen hat, sich aus dem Staube zu machen, ohne zuvor die Früchte seines Verbrechens zu ernten? Jedenfalls glaube ich, der Hausierer wird den Gerichten zu schaffen machen und nicht der Bucklige.

Sich höflich vor den beiden Herren verbeugend, verließ Byrd mit diesen Worten das Zimmer.

Möglich, daß der junge Mensch recht hat, murmelte Ferris vor sich hin. Und doch: der Rotkopf muß ein Prophet und Hellseher sein oder er hat um das Verbrechen gewußt!

Der Gerichtsarzt nickte zustimmend.

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