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Hahnenschrei

Hans Leifhelm: Hahnenschrei - Kapitel 32
Quellenangabe
typepoem
booktitleHahnenschrei
authorHans Leifhelm
year1926
firstpub1926
publisherDeutsche Verlags-Anstalt
addressStuttgart / Berlin / Leipzig
titleHahnenschrei
pages69
created20180323
sendergerd.bouillon@t-online.de
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Kleines Geschehen

        Im Schein des Mondes erglänzt die Flut,
Es streift ein Vogel den Bord des Spiegels,
Und es erbeben die Wasser leise
Und zirkeln weithin die Wellenkreise
Wie in Berührung geheimen Siegels.

Kleines Geschehen geht in die Welt,
Wer kennt der Dinge verschlungene Pfade,
Wer kennt die Regung des Namenlosen,
Im kleinen Funken ist erstes Glosen
Zu Weltenbrandes flammendem Rade.

Und des zum Zeichen ging einstmals Ruth,
Um aufzulesen verlorene Ähren,
Um zu gewähren mit ernstem Sinne
Dem kleinen Dinge die große Minne,
Und ewig sollte ihr Bildnis währen.

Sieh, wie sich kreisend die Woge wellt,
Sie wird noch kreisen nach tausend Jahren
Und oben leuchten als Ring des Mondes,
So wie nun leuchtet als Ring des Mondes
Der Welle Regung vor tausend Jahren.

 


 

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