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Griechische Mythologie II - Heroen

Ludwig Preller: Griechische Mythologie II - Heroen - Kapitel 8
Quellenangabe
typetractate
booktitleGriechische Mythologie II - Heroen
authorLudwig Preller
year1861
firstpub1861
publisherWeidmannsche Buchhandlung
addressBerlin
titleGriechische Mythologie II - Heroen
pages503
created20090607
sendergerd.bouillon@t-online.de
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a. Inachos.

An der Spitze der argivischen Genealogieen steht Inachos, der als Landesvater verehrte Fluß der Landschaft, ein Sohn des Okeanos wie alle andern FlüsseSophokles im Satyrdrama Inachos b. Dionys. H. 1, 25 ’Ίναχε γεννα̃τορ, παι̃ του̃ κρηνω̃ν πατρὸς ’Ωκεανου̃, μέγα πρεσβεύων ’Άργους τε γύαις ‛Ήρας τε πάγοις καὶ Τυρσηνοι̃σι Πελασγοι̃ς. und Vater der befruchtenden Quellen des Gebirgs, die seinen Strom nährtenAesch. b. Schol. Ar. Ran. 1344 u. Plat. rep. 2 p. 381 D, wo Hera in Gestalt einer Priesterin für diese Nymphen sammelt: ορεσσιγόνοισι Νύμφαις κρηνιάσιν κυδραι̃σι θεαι̃σιν αγείρω ’Ινάχου ’Αργείου ποταμου̃ παισὶν βιοδώροις, was auf entsprechenden Cultus in Argos deutet. Vgl. Ovid M. 1, 642 Naides ignorant, ignorat et Inachus ipse.. Ein seltsamer Glaube, der mit den Sagen von Argos Amphilochikon und der Verehrung des Acheloos zusammenhängt, ließ ihn am Lakmon im Lande der Perrhaeber entspringen, in dem der Amphilochen sein Gewässer mit dem Acheloos vermischen und von dort durch das Meer nach Argolis gelangen, wo seine Quellen in dem arkadischen Grenzgebirge der Gegend von Lyrkeia gezeigt wurdenSophokles b. Str. 6, 271 vgl. Steph. B. v. Λάκμων u. Paus. 2, 25, 3 πηγαὶ γὰρ δὴ τω̃ όντι εισὶν αυτω̃. Diese Quellen befanden sich nehmlich in der Gegend von Lyrkeia, Str. 8, 370, Scbol. Apollon. 1, 125, Steph. B. Λύρκειον, wo das Λυρκήιον ύδωρ vermuthlich der Inachos ist, doch unterscheidet Stat. Theb. 4, 711 den Lyrcius et ingens Inachus. Es ist dasselbe Gebirge welches nach einem berühmten Heiligthume der Artemis oberhalb Oenoe das Artemision genannt wurde, Paus. l. c. u. 8, 6, 2.. 36 Eine andere Fabel suchte die Erscheinung zu erklären, daß ihm und einigen andern Flüssen der Landschaft in trocknen Sommern, wenn es nicht regnete, das Wasser ausging: auf welchen Umstand gewöhnlich auch der im Epos herkömmliche Ausdruck δίψιον oder πολυδίψιον ’Άργος d. h. das durstige, das wasserlose bezogen wurdeIndessen war man über diese Deutung keineswegs einig, da Andre im Gegentheil das Land und die Stadt Argos für wasserreich und deshalb jene alten Epitheta anders erklärten, s. Str. 8, 370, Welcker ep. Cycl. 2, 546 ff.. Inachos und jene andern Flüsse, so erzählte man, wären vom Poseidon mit dieser Schwäche bestraft worden, weil sie bei dem Streite zwischen ihm und Hera um die Landschaft für die letztere entschieden hättenApollod. 2, 1, 4, Paus. 2, 15, 4, wo außer dem Inachos der Kephisos und der Asterion genannt wird. Dieser ist ein kleiner Bach beim H. der Hera (Bd. 1, 125, [302]), der Kephisos scheint identisch zu sein mit dem Charadros bei Argos, Str. 9, 424, Polemon b. Schol. Eur. Med. 827, Paus. 2, 20, 5..

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