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Griechische Mythologie II - Heroen

Ludwig Preller: Griechische Mythologie II - Heroen - Kapitel 76
Quellenangabe
typetractate
booktitleGriechische Mythologie II - Heroen
authorLudwig Preller
year1861
firstpub1861
publisherWeidmannsche Buchhandlung
addressBerlin
titleGriechische Mythologie II - Heroen
pages503
created20090607
sendergerd.bouillon@t-online.de
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C. Heldendichtung.

1. Meleager.

Gleich in dieser Dichtung zeigt sich der Unterschied dieser Klasse von Sagen von den früheren, ja sie ist mehr als eine andre geeignet diesen Unterschied klar zu machen. Es handelt sich nicht mehr um landschaftliche Naturdichtung, nicht mehr um eine und dieselbe Person, welche alles übrige Interesse verschlingt, sondern um epische Thatsachen Personen und Gegensätze, d. h. solche wo das menschliche Mitgefühl für Leidenschaft Muth und sittliche Größe in Anspruch genommen wird und wo sich die Handlung in dem ergreifenden Antagonismus entgegengesetzter sittlicher Mächte bewegt. Solche und ähnliche Naturdichtung, wie wir sie bei den früheren Fabeln oft nachgewiesen haben, mag auch bei diesen Sagen oft zu Grunde liegen, wenigstens läßt sie sich oft durchfühlen, hin und wieder auch nachweisen. Aber nicht darauf kommt es an, sondern auf die höheren poetischen und ethischen Momente der Dichtung, welche hier in langer Uebung und Vollendung das Schönste geschaffen und mit diesem höheren Interesse das einer älteren, aber damals schon veralteten Naturpoesie aufgezehrt und überwältigt hat.

Die Ilias 14, 115 ff. nennt als Stammvater der Könige von Pleuron und Kalydon (S. 244) den Portheus, der bei Andern Porthaon heißt d. h. der Verheerer. Seine drei Söhne Agrios (der Wilde), Melas (der Schwarze) und Oeneus (der Weinpflanzer) bewohnen jene beiden Städte und Burgen. Unter ihren Söhnen bricht eine blutige Feindschaft aus, die zum Kriege zwischen den Kureten und Aetolern führt, von denen jene das Volk von Pleuron, diese das von Kalydon sind. Sie scheinen verschiedener Abstammung, die Aetoler den nördlicheren Hellenen verwandt zu seinStr. 10, 463 ff. Diese Kureten sind mit den kretischen nicht zu verwechseln. Ihr Name deutet wahrscheinlich auf eine bestimmte Art das Haar zu tragen, von κουρά., da es ohnehin zwischen zwei so nahe benachbarten 303 Burgen in einer so fruchtbaren Landschaft unmöglich ohne heftige Fehden abgehen konnte.

Die uns bekannte Sage geht eigentlich nur die Aetoler von Kalydon an, und zwar nennt sie zwei Personen von ganz verschiedenem Charakter, wie sich denn der eigenthümliche Charakter dieser Gegenden, natürlicher Segen des Landes und wilde Sitte der Bewohner, in diesen aetolischen Ueberlieferungen überall widerspiegelt. Der uns schon bekannte Oeneus (S. 244) heißt in der Ilias zwar reisig (ιππότα) und er sei tapfrer gewesen als seine Brüder. Indessen war er sonst nur als der absolut Friedliche und Gastliche bekannt, wie dieses auch seinem Namen und seinem Verhältnisse zum Dionysos entspricht, durch dessen Gunst er der erste Winzer gewordenApollod. 1, 8, 1. Οινεὺς von οίνη οι̃νος vgl. die Stellen und Fabeln b. Athen. 2, 1 u. b. Serv. V. Ge. 1,8.. Er beherbergt den Bellerophon zwanzig Tage lang (Il. 6, 215), beherbergt den Herakles, beherbergt die Jäger des kalydonischen Ebers und tödtet seinen eigenen Sohn »den Schützen«, weil er über den Graben seines Weingartens springt, bringt nach gesegneter Erndte allen Göttern Hekatomben, nur nicht der kriegerischen Artemis: lauter Bilder des friedlichen und behaglichen Wohllebens an jenen schönen und gesegneten Abhängen, welche unter seinem Sohne Meleager in große Noth und schweren Krieg verwickelt werden sollten. Denn wie Oeneus lauter Genuß und Friede, so athmet Meleager lauter Jagd und Krieg und Heldenthum, daher er später ein Sohn des Ares genannt wurdeApollod. 1, 8, 2. Μελέαγρος ist der Jäger von μέλω und άγρα vgl. Μόλορχος oben S. 192, [Anmerkung 681]. Anders freilich und nach Art der griechischen Dichter Eurip. fr. 521 Μελέαγρε, μελέαν γάρ ποτ' αγρεύεις άγραν.. Seine Geschichte ist eine der inhaltsreichsten der griechischen Heldensage und für die Entwicklung derselben umso bedeutungsvoller, da sie in den Hauptpunkten der epischen Anlage ganz der des Achill entspricht. Leider giebt die Ilias 9, 524 ff. nur eine Skizze, so daß nicht alle Züge sicher sind, zumal da durch die späteren Dichter, namentlich die beiden attischen Tragiker Phrynichos und Euripides, die Grundzüge der Fabel und des Zusammenhanges verändert sind.

Der Zorn der Landesgöttin ArtemisEs ist Artemis Λαφρία s. Bd. 1, 235, [659]. bildet den ersten Antrieb der Verwickelung, ganz im Sinne des älteren Epos. Oeneus hatte sie dadurch beleidigt daß er in der Lust der Weinlese aller Götter, nur nicht ihrer gedacht hatte. Deshalb sendet sie einen 304 mächtigen Eber in seine blühenden Felder und Pflanzungen, der Alles verwüstet und zerstörtDer wilde Eber in den blühenden Saaten ist das eben so natürliche Bild einer Landesplage wie der wühlende Stier u. dgl., vgl. den geflügelten Eber zu Klazomenae b. Aelian N. A. 12, 38 und auf den Münzen der Stadt, und den mysischen Eber b. Herod. 1, 36, auch Artemid. Oneirokr. 2, 12.. Meleager sammelte darauf viele Jäger aus vielen Städten, auch viele Hunde, denn es war eine gewaltige Bestie und nicht von Wenigen zu bändigen; auch kostete die Jagd vielen das Leben, bis Meleager das Unthier erlegte. Artemis aber, die unversöhnte, erregte nun großen Lärm und viel Gezänk um das Haupt und das Fell des Ebers (den Ehrenpreis der Jagd) zwischen den Kureten und Aetolern, bis darüber der Krieg ausbrach. So lange in diesem Meleager mitkämpfte, ging es den Kureten schlecht und sie konnten so zahlreich sie waren nicht aus ihren Mauern heraus. Als aber Meleager sich vom Kampfe zurückzog, weil er zürnte, da wandte sich das Blatt. Er zürnte wegen des Fluches seiner Mutter Althaea und ruhte bei seinem Weibe, der schönen Kleopatra, der Tochter des Idas und der Marpessa. Die Mutter hatte ihm geflucht mit gräßlichen Flüchen, wegen des Mordes ihres Bruders, der von Meleagers Hand gefallen war. In die Kniee zusammen gesunken, unter strömenden Thränen hatte sie die Erde mit ihren Händen geschlagen und zum Aïdes und der schrecklichen Persephone gerufen dem Sohne den Tod zu geben, und die erbarmungslose Erinys hatte den Fluch der Mutter gehört aus dunkler Tiefe. Also tobte der Streit um die Mauern von Kalydon und es baten den Meleager die Aeltesten der Aetoler und schickten zu ihm die Priester der Götter, wieder in die Schlacht zu gehn, und sie versprachen ihm reiche Geschenke, zu Frucht- und Saatfeld an der besten Stelle der Flur von Kalydon funfzig Morgen Landes. Auch sein Vater, der alte Oeneus kam zu seinem Sohne, drang durch die verschlossene Thür in sein Gemach und bat flehentlich, auch seine Schwestern und selbst die Mutter baten, er aber weigerte sich nur noch mehr. Auch seine Freunde, die liebsten und die besten vermochten nichts über ihn. Da pochte der Kriegssturm an seine Thür, schon rasselten die Geschosse an seinem Gemache, der Feind war auf den Mauern und warf Brände in die Stadt. Da flehte auch die Gattin des Meleager, weinend und alles Elend zerstörter Städte schildernd, den Mord der Männer, die verheerende Wuth der Flammen, das Elend der Kinder und Weiber die in die Sklaverei geführt werden. Das erweichte endlich sein Gemüth 305 und er waffnete sich und ging in die Schlacht und schlug die Feinde zurück. So war der Noth abgeholfen, aber seinen Lohn hatte er dahin und sie konnten ihm nicht die versprochenen Geschenke geben, die vielen und schönen. – Eine Dichtung die durch den Zorn des Meleager an den des Achill erinnert und dabei in der schönen und zärtlichen Kleopatra ein Gegenstück zur Andromache giebt, so daß Meleager zugleich Hektor und Achill ist. Dahinter die dämonische Macht des MutterfluchsUeber die magische Gewalt des Fluchs, die in vielen griechischen Sagen hervortritt, vgl. Grimm D. M. 1176. und als letzte Ursache der furchtbar leidenschaftlichen Verwicklung die grollende Artemis. Denn es ist deutlich genug daß sie auch den Streit um den Eber und dadurch den Krieg erregt hat, in welchem der Bruder der Althaea durch ihren Sohn fiel. Leider wissen wir nicht wie Meleager umkam. Nach den Eoeen und der MinyasPaus. 10, 31, 2. Apollo war der Feind des Idas und der Marpessa, wie darauf auch die Ilias 9, 556 deutet, s. Bd. 1, 211. geschah es in der Schlacht mit den Kureten und durch die Pfeile des Apoll, also wie Achill vor Troja fiel.

Das Hochtragische dieser Sage bestimmte schon den Phrynichos, einen der ältesten Dichter der attischen Bühne, sie fürs Theater zu bearbeiten. Der Krieg und der Tod des Bruders der Althaea in dem Kriege war auch bei ihm die Hauptsache, doch wußte er zuerst von dem verhängnißvollen Brande, den die Moeren bei der Geburt des Meleager seiner Mutter übergeben hatten und welcher, sobald er von den Flammen verzehrt war, seinen Tod herbeiführen mußtePausan. l. c. Wahrscheinlich entlehnte Phrynichos diesen Zug der Volkssage. Dieser Brand vom Heerde des Hauses ist zugleich ein schönes Symbol der Hestia, als des causalen Mittelpunktes des Familienlebens und seiner Glieder.. Auch Sophokles dichtete noch in dieser Weise, nehmlich so daß die Handlung sich auf dem Hintergrunde des Krieges und seiner Bedrängnisse bewegteSchol. Il. 9, 575. Vermuthlich ist die zweite Erzählung des Verlaufs bei Apollod. 1, 8, 3 οι δέ φασιν ουχ ούτω Μελέαγρον τελευτη̃σαι u. s. w. im Wesentlichen der Inhalt der Sophokleischen Tragödie. Ueber den Meleager des Euripides s. Nauck trag. gr. 414–419.. Erst durch Euripides wurde die Jagd des kalydonischen Ebers die Veranlassung zugleich des Streites und des Todes des Meleager, welche Verwicklung bei diesem Dichter durch die Liebe des Helden zur schönen Jägerin Atalante noch erhöht wurde. Doch muß diese Jagd selbst, die große Zahl ihrer Theilnehmer, der Streit um den Ehrenpreis schon lange vorher in Liedern und Sagen 306 gefeiert sein. Darauf deutet die Ilias, da ohnehin solche Jagdscenen und Jagdabenteuer, wie sie dem Leben der Griechen in den vielen Gebirgen und Wäldern ihres Landes entsprachen, auch in der Kunst und Dichtung sehr beliebt warenStesichoros dichtete Συοθη̃ραι, die doch wahrscheinlich auf die kalydonische Jagd zu beziehen sind. Ueber die häufigen Jagdscenen auf archaistischen Vasen s. O. Jahn Ficoron. Cista S. 30 ff.. Auch knüpfen verschiedene andre Sagen bei dieser Jagd an und namentlich der Antheil des Ankaeos und der Atalante aus Arkadien ist ohne Zweifel alt. Ankaeos, dessen Tod durch den kalydonischen Eber ein stehender Zug der Sage ist, war ein Sohn des Lykurgos von Tegea, dessen Söhne überhaupt für die besten Helden von Arkadien galtenApollon. 1, 164. 398 Schol. Das gewöhnliche Costüm des Ankaeos ist ein Bärenfell und das Doppelbeil.. Atalante d. h. die Starke, die Unermüdliche, angeblich die Tochter seines Bruders, ist ganz die arkadische Artemis in der Gestalt einer epischen Heroine, oder, wie sie daheim in Sagen und Liedern gefeiert wurde, als Berg- und Waldnymphe, die hoch im Gebirge in einer Grotte wohnt, groß und stark und schnellfüßig wie der schnellste Hirsch, von Luft und Sonne gebräunt, aber von strahlender Schönheit und eben so schnell erscheinend als wieder verschwindend. Ihr Vater, so hieß es, hatte sie in den Bergen ausgesetzt, weil er keine Tochter, sondern Söhne haben wollte. Eine Bärin ernährte sie, von Jägern wurde sie groß gezogen. Dann eilte sie in die Berge, immer auf der Jagd, einsam und bewaffnet, denn sie wollte von keiner Liebe wissen}Atalánth von α« und ταλάω τάλας τάλαντος, eine virago im Gegensatze zu der weichlichen Schönheit der Helena, Schol. Veron. V. A. 12, 468 qualis in tragoediis Atalanta traditur, Plin. 35, 17, wo mit Osann zu lesen ist virago. So schilderte sie namentlich Euripides fr. 528–531 und eine ähnliche Figur ist Virgils Camilla A. 11, 532 ff. Einige nannten sie eine T. des Iasos, Hesiod u. A. des Schoeneus, Euripides des Maenalos, vgl. Apollod. 1, 8, 2; 1, 9, 16; 3, 8, 2, Diod. 4, 34, Aelian V. H. 13, 1, wo die beiden Kentauren Hylaeos und Rhoekos in Arkadien einen Angriff auf ihre Tugend machen, aber von ihr mit Pfeilen durchbohrt werden, Theogn. 1287 ff.. Endlich beweisen auch die vielen und zum Theil sehr alterthümlichen und sehr schönen Bilder von der kalydonischen Eberjagd sowohl die weite Verbreitung als die eifrige Pflege dieser SageUnter den Künstlern hatte Skopas die Eberjagd im vordern Giebelfelde des T. der Athena zu Tegea abgebildet, s. Paus. 8, 45, 4, Vasenbilder b. Gerhard A. V. t. 235–237. 327, etr. u. campan. Vasenb. t. 10, ein sehr lebendiges jüngeres apul. Vasenb. t. 9. Ein schönes griechisches Terracottarelief b. O. Jahn in den Leipz. Berichten 1848 S. 123–131..

307 Meist nach Euripides erzählt Apollodor daß zur Althaea, als ihr Kind sieben Tage alt warAn welchem Tage die Kinder um das Feuer der Hestia getragen wurden und Namen bekamen. Bei Ovid M. 8, 451 ff. u. Hygin f. 171. 174 spinnen und singen die Moeren das Schicksal des Knaben, Clotho dixit eum generosum futurum, Lachesis fortem, Atropos titionem ardentem aspexit in foco etc. Aehnliche Sage b. Grimm D. M. 380., die Moeren traten und sprachen: »Dann wird dein Kind sterben, wenn jener auf dem Heerde brennende Scheit von der Flamme verzehrt ist.« Als das die Mutter hört, nimmt sie den Scheit aus der Flamme und legt ihn in eine Lade. Meleager aber wurde unverwundbar und sehr tapfer, mußte aber doch eines frühen Todes sterben. Als nehmlich Artemis den Eber gesendet hatte, versammelte er alle besten Helden von GriechenlandEine Gelegenheit dieselben zu nennen und zu beschreiben, s. Eurip. bei Macrob. S. 5, 18, 17, Ovid M. 8, 301 ff., Hygin f. 173. Auch die Vasenbilder geben viele Namen, O. Jahn Einl. CXIX. CLIV. Auf einer apulischen Vase sind die Dioskuren Hauptpersonen Bull. Nap. N. S. (1856) 5, n. 99. zur Jagd und versprach dem, welcher das Thier erlegen würde, die Haut als Ehrenpreis. Und es kamen Idas und Lynkeus von Messene, Kastor und Polydeukes aus Lakedaemon, Theseus von Athen, Admet aus Pherae, Ankaeos und Atalante aus Arkadien, Iason aus Iolkos, Iphikles und Iolaos aus Theben, Peirithoos aus Larisa, Peleus und Telamon aus Phthia und Salamis u. A. Die Versammelten bewirthete Oeneus neun Tage lang, am zehnten zogen sie aus zur Jagd. Die Männer von Arkadien wollten nicht mit einem Weibe jagen, aber Meleager liebte Atalante und zwang sie diese zuzulassenWahrscheinlich durch Vorwürfe der Feigheit, vgl. Pherekydes b. Schol. Il. 2, 212, nach welchen Thersites, einer der Vettern des Meleager, von diesem von einem Felsen herunter geworfen wurde und sich dabei seinen Schaden zuzog.. Nun wurde das Thier umstellt und Ankaeos zum Tode verwundet. Dann traf zuerst Atalante den Eber durch einen Pfeil im Nacken, andre Wunden folgten, bis Meleager das Unthier durchbohrte, ausweidete und das Fell der Atalante gab. Darüber ergrimmten seine Vettern, die Söhne des Thestios von Pleuron, daß ein Weib unter Männern den Ehrenpreis haben solleNach Andern weil Meleager seine Liebe der Verwandtschaft vorzog, Hygin f. 174, Diod. 34, 4 παραπέμψας τὴν οικειότητα.. Also lauerten sie ihr auf und nahmen ihr das Fell des Ebers, worüber Meleager so zornig wurde daß er sie tödtete. Da steckte Althaea im ersten Schmerze über den Tod ihrer Brüder den Brand ins Feuer, so 308 daß Meleager eines plötzlichen Todes sterben mußteDum fratrum poenas vult exsequi, filium interfecit, Hygin f. 174.. Sie und Kleopatra büßten ihre Verzweiflung mit dem Leben, die Schwestern des Meleager weinten bei dem Leichenbegängnisse so heiße und unersättliche Thränen daß Artemis sie zuletzt in klagende Perlhühner, welche man Meleagriden nannte, verwandelteSo bereits Sophokles, Plin. 37, 40 vgl. Antonin. Lib. 2 nach Nikander, Ovid M. 8, 525 ff.. Die nicht seltenen Sarkophagsbilder, welche das Ende des Meleager darstellen, geben zu dieser Erzählung lebendige Gruppen. Meleager allein erscheint in mehrfach wiederholten Statuen, die auf ein vorzügliches Original deuten, als heroischer Jäger mit dem Jagdspeere, dem Jagdhund und dem Eberkopf, von schöner und kräftiger Bildung, aber mit dem schwermüthigen Ausdruck eines früh VerstorbenenA. Feuerbach nachgel. Schr. 4, 1–30, Gerhard Ant. Bildw. t. 116, Braun. A. Marmorw. 2 t. 6. 6b..

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