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Griechische Mythologie II - Heroen

Ludwig Preller: Griechische Mythologie II - Heroen - Kapitel 31
Quellenangabe
typetractate
booktitleGriechische Mythologie II - Heroen
authorLudwig Preller
year1861
firstpub1861
publisherWeidmannsche Buchhandlung
addressBerlin
titleGriechische Mythologie II - Heroen
pages503
created20090607
sendergerd.bouillon@t-online.de
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7. Attika.

Attika behauptete zwar nachmals nur von Autochthonen bewohnt zu sein, indessen kann dieses Land als Halbinsel den Schicksalen, welchen die übrigen Inseln und Küsten dieses Meeres unterworfen waren, nicht wohl entgangen sein. Auch finden sich hin und wieder deutliche Spuren von ausländischen Ansiedelungen oder Einwirkungen und die Erinnerung an eine dauernde und schwere Abhängigkeit von dem Minoischen Kreta gehörte zu den ältesten Thatsachen der attischen Geschichte. Erst um die Zeit der allgemeinen Aufregung in Griechenland, welche die Dorier nach dem Peloponnes und viele hellenische Bevölkerungselemente nach Attika führte, scheint dasselbe aus dem passiven Verhalten der pelasgischen Vorzeit herausgerissen und zu einem entschlosseneren Auftreten auf dem Festlande und zur See veranlaßt zu sein. Die Sage hat die Erinnerung an solche Vorgänge 136 meist unter dem Namen des Ion und des Theseus verzeichnet. Alle älteren Sagen haben entweder den Anstrich ländlicher Naturdichtung oder den von Cultussagen des Athenadienstes der Hauptstadt. Die Anfänge des ganzen Sagengewebes, welches von den Logographen und AtthidenschreibernDer namhafteste unter diesen war Philochoros, dessen Zeitalter in die Blüthe der alexandrinischen Literaturperiode fällt, ein sehr fleißiger Forscher, aber ganz Euhemerist. weiter ausgesponnen wurde und der attischen Bühne und der attischen Kunst natürlich besonders vertraut war, können nicht viel älter sein als die Zeit des Solon und Pisistratos. Das Homerische Epos kümmert sich bekanntlich von allen griechischen Ländern am wenigsten um Attika und würde von seinen Sagen und Helden noch weniger wissen, wenn nicht eben jene Zeit des Pisistratos das früher Versäumte durch lebhafte literarische Industrie, die seitdem in Athen einheimisch blieb, wieder gut zu machen gesucht hätte.

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