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Griechische Mythologie II - Heroen

Ludwig Preller: Griechische Mythologie II - Heroen - Kapitel 17
Quellenangabe
typetractate
booktitleGriechische Mythologie II - Heroen
authorLudwig Preller
year1861
firstpub1861
publisherWeidmannsche Buchhandlung
addressBerlin
titleGriechische Mythologie II - Heroen
pages503
created20090607
sendergerd.bouillon@t-online.de
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c. Bellerophon.

Eine dem argivischen Perseus nahe verwandte Gestalt, wie denn auch Bellerophon im Sinne der alten Fabel für einen argivischen Heroen gelten muß und beide, Perseus und Bellerophon, nicht selten neben einander genannt und abgebildet 78 wurdenBesonders interessant sind in dieser Hinsicht die beiden Terracotten aus Melos b. Müller D. A. K. 1. t. 14, 51. 52. Vgl. Paus. 2, 27, 2 vom Throne des Asklepios: τω̃ θρόνω δὲ ηρώων επειργασμένα ’Αργείων έστιν έργα, Βελλεροφόντου τὸ εις τὴν Χίμαιραν καὶ Περσεὺς αφελὼν τὴν Μεδούσης κεφαλὴν u. die Mon. ed Ann. d. Inst. 1856 p. 101 sqq. edirten Bronzen: Perseus, Bellerophon den Pegasos bändigend, Herakles den Acheloos, ders. den Antaeos bändigend.. Nur daß Bellerophon bei gleicher Naturbedeutung doch weit mehr zu einem nationalen Helden geworden war und zwar mit sehr bestimmter Beziehung auf Lykien und die Lykier, deren landschaftliche und nationale Erinnerungen sich vorzugsweise um das Andenken dieses Heroen gesammelt hatten. Dieses Bild eines alten lykischen Licht- und Sonnendienstes scheint also in Folge sehr früher Berührungen und Einwanderungen aus Kleinasien nach Korinth übertragen zu sein. Als Sonnenheld gilt Bellerophon für einen Sohn des Glaukos oder des Poseidon, weil die Sonne aus dem Meere aufsteigt; daher sich dieselbe Vorstellung in manchen alterthümlichen Sagen wiederholt und auch darin bewährt daß Poseidon und Apollo oder Poseidon und Helios nicht selten neben einander verehrt wurdenBd. 1, 199 u. A453, [1389]. Vorzüglich scheinen sich beide Culte am Taygetos und auf Taenaron durchdrungen zu haben. Aber auch auf dem alten Akrokorinth mag etwas Aehnliches der Fall gewesen sein. Vgl. den Ζηνοποσειδω̃ν der Karer 1, 4521, 452 und unten vom Sarpedon und Salmoneus.. Zu bemerken ist auch daß der Cult des Sonnengottes in Korinth ein sehr alter war und daß Helios in diesem Culte nach einer gleichfalls nicht ungewöhnlichen Vorstellung als die streitbare Macht des Himmels schlechthin verehrt wurde, so daß er auch wie Zeus κεραύνιος im Gewitter seine Macht offenbart. Blitz und Donner zogen neben Licht und Glanz als Rosse den Wagen dieses korinthischen Helios und Pegasos, das Roß des Bellerophon, ward sonst als das des Zeus Keraunios gedacht. So werden wir auch in den Dichtungen vom Herakles dieses Schwanken der Vorstellung zwischen dem Sonnengotte und dem furchtbaren Gotte des Gewitters finden.

Der Name Βελλεροφω̃ν oder Βελλεροφόντης wird von den Alten gewöhnlich durch den unfreiwilligen Mord seines Bruders oder eines korinthischen Edlen Namens Belleros erklärt, in Folge dessen Bellerophon zum Proetos gegangen sei um bei diesem Reinigung zu suchenApollod. 2, 3, 1 nennt den Bruder Δηλιάδης oder Πειρὴν oder ’Αλκιμένης, nach Hesych u. Eustath. 632, 6 hieß Bellerophon selbst auch Βέλλερος, vgl. Schol. Il. 6, 155, Zenob. 2, 87, Tzetz. Lyk. 17.. Andere nahmen ein seltenes Wort 79 έλλερα zu Hülfe, welches etwas Böses und Feindliches bedeuteEustath. 635, 6 Βελλεροφόντης d. i. ’Ελλεροφόντης ήτοι φονεὺς κακίας, έλλερα γάρ φασι κατὰ διάλεκτον τὰ κακά. Kallimachos sagte von einem Ungeheuer ίν έλλερα πολλὰ τέλεσκεν und Zenodot soll in der Ilias ’Ελλεροφόντης für Βελλεροφόντης gelesen haben, Naeke op. 2, 166.. Neuere Etymologen haben eine Erklärung des Wortes und der Vorstellung durch indische Parallelen zu geben versuchtPott. Z. f. vgl. Spr. 4, 416 ff. erklärt Bellerophon durch Vritrahán d. i. Vritratödter d. i. Indra in der indischen und Zend Mythologie. Vritra eigentlich Wolke, Finsterniß, dann das Böse überhaupt. Dagegen spricht M. Müller in ders. Ztsch. 5, 140 ff., welcher selbst βέλλερος erklärt durch villosus, ein zottiges Ungeheuer.. Fassen wir die Thaten des Bellerophon ins Auge, so charakterisiren ihn diese alle als einen Ueberwinder des Wüsten, Bösen und Feindlichen, wie es sich in den Sagen der Völker unter den verschiedensten Gestalten darzustellen pflegt, in der Bellerophonssage, vorzüglich in der der Chimaera, neben welcher in Lykien selbst aber auch andre wilde Thiere genannt wurdenVon Bellerophons Kampfe mit einem wilden Eber erzählt Plut. d. virt. mul. 9 nach lykischer Sage. Auf einem lykischen Grabe bei Tlos soll er mit einem Leoparden kämpfend abgebildet sein, Spratt and1 Forbes trav. 1, 34. Nach Schol. Il. 6, 155 hieß B. in Korinth früher Λεωφόντης d. i. volkstödtend und ‛Ιππόνους, was auf die Bändigung des Pegasos zu beziehen ist..

Die Korinthier wußten sich sehr viel mit ihrem BellerophonTheokr. 15, 92 Κορίνθιαι ειμὲς άνωθεν ως καὶ ο Βελλεροφω̃ν. Ein τέμενος Βελλεροφόντου in Korinth Paus. 2, 2, 4., doch ist seine Bedeutung in der dortigen Sage eigentlich nur die Bändigung des Pegasos mit Hülfe der Athena. Ja dieses geflügelte Wunderpferd war zu dem Abzeichen der Stadt geworden, wie ihre zum Theil sehr alterthümlichen Münzen lehren. Wir haben dieses Pferd bereits in der Perseussage kennen gelernt, welcher sich die Bellerophonssage auch insofern anschließt. Seinem Namen nach bedeutet es zunächst ein starkes, kräftiges Pferd, wie derselbe Name denn auch von einem der Rosse Achills gebraucht wirdΠήγασος von πηγός d. i. dick, stark, kräftig, Il. 9, 124 δώδεκα δ' ίππους πηγοὺς αθλοφόρους, vgl. Schoemann op. 2, 206, Kuhn u. G. Curtius Zeitschr. f. vgl. Spr. 1, 461; 2, 156, Grundz. d. gr. Etym. 1, 233. Das Pferd des Achill heißt Πήδασος, ein gewöhnlicher Lautwechsel, wie in Πήγασα Πήδασα und andern Ortsnamen in Lykien und Karien, s. Steph. B. v. Πήγασα, Fellows Lycia p. 459. Daher man πηγὴ von πηδω̃ ableitete, Orion p. 138 vgl. Schol. Il. 6, 155 Πήγασος ότι εκπεπηδήκοι εκ του̃ τη̃ς Γοργόνος τραχήλου.. Doch haben die Griechen ihn früh auf Quellen bezogen, daher der Pegasos bei Hesiod th. 282 80 an den Quellen des Okeanos geboren wird, während er sich nach anderen Ueberlieferungen von Quellen nährt oder mit seinem Huf Quellen aus dem Boden schlägt, namentlich die bekannte Quelle der Musen auf dem HelikonStrabo 8, 139, Hes. v. ‛Ιππουκρήνης, Bd. 1, 382, [1175]. Pegasos von Nymphen gepflegt auf korinthischen Münzen und Gemmen. Bellerophon den Pegasos an der Quelle tränkend auf denselben Münzen und einem der schönen Reliefs b. Braun zwölf Basreliefs t. 1. Bellerophon u. Pegasos an einer Quelle, deren Wasser durch dessen Huf floß, Paus. 2, 3, 5. Sonnengötter als Urheber von Quellen, Röm. Mythol. 151., worüber der Pegasos selbst zum Musenpferde geworden ist. Eigentlich aber ist es das Donnerroß des Zeus und wird als solches auch in der Bellerophonssage charakterisirt, nach späteren Dichtern auch das Pferd der Eos. Nach seiner Abkunft galt es bekanntlich für eine Geburt der Gorgo vom Poseidon, in welchem Sinne, das ist oben erläutert wordenS. 65. Paul. p. 101 Hippius i. e. equester Neptunus dictus est vel quod Pegasus ex eo et Pegaside natus sit vel etc. Diese Πηγασὶς ist eine spätere Fiction.. Das Symbol selbst scheint nicht allein bei den Griechen, sondern auch in Kleinasien, namentlich in Lykien und Karien verbreitet gewesen zu seinAuf lykischen Münzen und Denkmälern sieht man den Pegasos in derselben Gestalt wie auf den korinthischen, auch auf denen von Alabanda in Karien und einer andern kleinasiatischen Stadt, wahrscheinlich Lampsakos, b. L. Müller Numisin. d'Alex le Grand n. 601 ff. p. 195, n. 1144 ff. p. 257..

Die Sonne als ein den Himmelsraum durchlaufendes Roß zu denken ist ein nicht ungewöhnliches Bild altindischer LiederRoth Z. d. D. morgenl. Ges. 2, 223, Kuhn Herabh. d. Feuers 55 ff.. Daher die Pferde als Vorspann des Sonnenwagens und die dem Sonnengotte in vielen Gegenden geweihten oder als Opfer dargebrachten Pferde. Gewiß war die schnelle Leichtigkeit des Sonnenlaufes dabei die leitende Vorstellung. Den Sonnengott als Reiter zu denken scheint weniger üblich gewesen zu sein als zu Wagen, doch ist auch dieses Bild nicht unerhörtR. Rochette Hercule Assyrien p. 139. 217.. Indessen ist der Pegasos jedenfalls etwas Anderes als das gewöhnliche Sonnenroß, da er auf das Geleit von Donner und Blitz deutet. Aber auch hier kommt uns, wie gesagt, jenes korinthische Viergespann zu HülfeSchol. Eur. Phoen. 3 vgl. Bd. 1, 335., auf welchem Helios nicht blos als Herr und Meister über Licht und Glanz, sondern auch über Donner und Blitz erschien. Ja es giebt einige Vasenbilder, wo zu dem Wagen des Helios ausdrücklich das Attribut des Blitzes hinzugefügt 81 wirdArchäol. Ztg. 1848 n. 20 t. 20, 1. 2 vgl. Stephani Nimbus u. Strahlenkranz S. 89.. Nach dieser Analogie also wird Bellerophon zugleich als ein dem Sonnengotte und dem Zeus Keraunios ähnlicher Held zu denken sein.

Die korinthische Sage erzählte bei der Perseussage anknüpfend daß dieses Flügelroß, nachdem es der Gorgo entsprungen war, durch den Himmel schwebend sich zuerst auf Akrokorinth niedergelassen und dort von der Quelle Peirene, dem Wunder der Burg und dem Stolze der Stadt, getrunken habe. An derselben versucht Bellerophon es zu fangen und zu zähmen, aber vergeblich. Endlich heißt ihn Polyidos, der berühmte Seher, sich neben dem Altare der Athena zum Schlafe legen, der hehren Göttin von Korinth, deren behelmter Kopf auf so vielen Münzen der Stadt und ihrer Colonieen neben dem Pegasos zu sehen ist. Sie erscheint dem Bellerophon im Traume und reicht ihm einen goldenen Zaum, den solle er seinem Vater, dem Rossebändiger Poseidon, zeigen und ihm dazu einen weißen Stier opfern. Der Held erwacht, findet den Zaum neben sich, opfert den Stier, weiht auf das Geheiß des Sehers der Athena Hippia einen Altar und legt darauf mit leichter Mühe dem Pegasos den Zaum an. Schnell schwingt er sich hinauf im Schmucke seiner Waffen und das Roß folgt willig dem Spiele seiner Hand. So dichtet Pindar, vielleicht nicht ganz in Uebereinstimmung mit der korinthischen Legende. Wenigstens erzählte man im Culte der nach dieser Erfindung benannten Athena Χαλινι̃τις, daß die Göttin selbst den Pegasos gezäumt und ihn darauf dem Bellerophon übergeben habePaus. 2, 4, 1 vgl. Pind. Ol. 13, 63–86 und Bd. 1, 172. Auch das Fackelspiel der ‛Ελλώτια bezog man in Folge einer falschen Etymologie auf die Bändigung des Pegasos, Schol. Pind. Ol. 13, 56..

Die Fortsetzung der Sage spielt nicht in Korinth, sondern in Tiryns, am Hofe des Proetos, dessen Herrschaft auch über Korinth ausgedehnt istDas erkannte auch Pausanias 2, 4, 2.. Darauf deutet die Ilias, welche die Geschichte des Bellerophon sehr ausführlich erzählt (6, 150–211), vielleicht aus dem Grunde weil die Könige der ionischen Griechen in Kleinasien sich Nachkommen Bellerophons zu sein rühmten (Herod. 1, 147). Der schlaue Sisyphos habe den Glaukos, dieser den wackern Bellerophon gezeugt, dem die Götter Schönheit und liebreizende Männlichkeit verliehen. Der mächtige Proetos aber 82 führte Arges wider ihn im Schilde und trieb ihn aus seinem Lande, woran seine Gemahlin schuld war, jene Königstochter aus Lykien, welche Homer Anteia nennt, die attischen Tragiker aber Stheneboea. Diese entbrennt für den schönen Jüngling aus Korinth, er aber ist keusch wie Joseph, daher die Königin ihre Zuflucht zur List nimmt. Entweder mußt du sterben, spricht sie zum Gemahl, oder du mußt den Bellerophon tödten, der mich verführen will. Darum sendet Proetos den Jüngling mit einem Uriasbriefeπόρεν δ' όγε σήματα λυγρά, γράψας εν πίνακι πτυκτω̃ θυμοφθόρα πολλά. Die alten Grammatiker verstanden unter diesen Zeichen Bilder (είδωλα) nach Art der aegyptischen Hieroglyphen oder der Zeichen der Skythen (Runen). Auf dem attischen Theater waren Briefe der Heroen oder Heroinen etwas Gewöhnliches. Der Vater der Stheneboea heißt gewöhnlich Iobates. zu seinem Schwäher nach Lykien, womit seine Heldenbahn beginnt, wie die des Perseus mit der Sendung des Polydektes, die des argivischen Herakles mit dem Dienste beim Eurystheus. Durch Sophokles und Euripides wurde die Leidenschaft der Stheneboea zu einer romantischen VerwicklungSophokles hatte einen Iobates, Euripides eine Stheneboea gedichtet. Der Abschied des Bellerophon auf einem Vasenbilde Mon. d. Inst. 4 t. 21. Merkwürdig ist der Spiegel Mon. d. I. 6 t. 29, 1, wo der König Oinomavos heißt (für Proetos), das Flügelpferd Ario(n), Bellerophon, der den Brief in seiner Hand hält, Melerpanta., daher auch der Abschied des Bellerophon aus Tiryns später in diesem Sinne aufgefaßt wurde. So giebt es einige Vasenbilder späterer Erfindung, wo der Heldenjüngling den verrätherischen Brief des Proetos in Gegenwart der Stheneboea empfängt, die dabei noch immer mit zärtlichen Blicken an ihm hängt.

Bellerophon macht sich auf von den Göttern behütet und wird in Lykien von dem Könige erst neun Tage lang sehr ehrenvoll bewirthet. Am zehnten fragt er nach seinem Anliegen, empfängt den Brief des Proetos und schickt ihn nun von einem lebensgefährlichen Abenteuer ins andere.

Die erste Aufgabe ist der Kampf mit der Chimaera, dem gräßlichen Ungeheuer, welches Bellerophon tödten soll. Nach der Ilias war es göttlichen Ursprungs, vorne Löwe, hinten Schlange, in der Mitte eine wilde Bergziege (χίμαιρα), schreckliches Feuer in dicken Flammen ging aus seinem Munde. In einem anderen Zusammenhange (16, 327 ff.) erwähnt sie des Lykiers Amisodaros, der dieses Ungethüm zum Verderben vieler 83 Menschen gehegt habe’Αμισώδαρος, wie der karische Name Pisedaros, Pixodaros oder Pixodoros vgl. C. I. n. 4253. 4276b (p. 1125), Meineke Com. Gr. 3, 540. Die Ilias kennt zwei Söhne des Amisodaros Namens ’Ατύμνιος und Μάρις. Spätere nennen auch den Vater der Stheneboea Amisodaros. Nach Plutarch de mul. virt. 9 hieß er bei den Lykiern ’Ισάρας und war εκ τη̃ς περὶ Ζέλειαν αποικίας Ληκίων gekommen. Vgl. Amisos am Pontos.. Die zahlreichen Bildwerke, unter denen die etruskische Chimaera von Arretium (jetzt in Florenz) besonders berühmt ist, zeigen sie gewöhnlich als Löwen, aus dessen oberem Rücken in der Mitte der Kopf einer wilden Ziege hervorragt, die das stürmisch Wilde und Unbändige in der Natur des Ungeheuers ausdrücken sollte, wie der Löwe das glühend Verzehrende, die Schlange das Giftige und Mörderische. Bei Hesiod th. 319 ff. stammt es vom Typhon und der Echidna, die ειν ’Αρίμοισι haust, wo der alte Mittelpunkt der vulkanischen Kräfte von Kleinasien ist (1, 55). Auch er nennt die Chimaera feuerspeiend, groß, schrecklich, schnellfüßig und stark, giebt ihr aber drei Köpfeμία μὲν χαροποι̃ο λέοντος, η δὲ χιμαίρης, η δ' όφιος κρατεροι̃ο δράκοντος. Diese scheinbaren Abweichungen gleichen sich aus, wenn der Schwanz in den Kopf einer Schlange auslief, wie beim Kerberos und bei der Chimaera des indischen Reliefs. Die von Arretium ist am Schwanze verstümmelt. Bei der Ziege, deren Name χίμαιρα schon an χει̃μα, χειμών, χίμαρος d. i. torrens erinnert, ist an die wilde Bergziege der lykischen und kretischen Gebirge zu denken, welche denen der Schweiz gleichen soll., mit welcher Beschreibung auch Apollodor übereinstimmt, bei dem dieses Ungethüm das Land und die Heerden zerstört. Die wahrscheinliche Bedeutung ist die vulkanischer Kräfte, unter denen auch Lykien zu leiden hatte, wie davon die auch hier einheimischen Fabeln von Giganten, Kyklopen und Telchinen zeugenHes. Γιγαντία η Λυκία πρότερον καὶ οι κατοικου̃ντες Γίγαντες, vgl. τὰ επονομαζόμενα θεω̃ν αγρίων άντρα im Gebirge Kragos Steph. B. v. Κράγος, Lob. Agl. 1186i. Kyklopen und Telchinen Bd. 1, 475, [1476]; 490, [1524]. und einige Reste noch im späteren Alterthum beobachtet wurden, ja noch jetzt sich bemerkbar machenPlinius H. N. 2, 236: 5, 100 vgl. Skyl. peripl. 100, Seneca ep. 79, 3, Palaeph. d. incred. 29 u. A. b. Ritter Asien 9, 2, 741 ff., wo χίμαιρα für ein phoenikisches Wort erklärt wird, Chamirah d. i. adusta, also wie die phrygische Katakekaumene.. Der Kampf des Bellerophon mit der Chimaera läßt sich insofern mit dem des Zeus und Typhon vergleichen. Er ist häufig abgebildet und beschrieben, gewöhnlich so daß der Held auf seinem Flügelrosse schwebend das Unthier von oben tödtet, bald mit dem Bogen bald mit der Lanze bald mit dem Schwerdt, in 84 welcher Art schon Hesiod und Pindar den Kampf schildernHesiod th. 325 τὴν μὲν Πήγασος ει̃λε καὶ εσθλὸς Βελλεροφόντης. Pind. Ol. 13, 87 σὺν δὲ κείνω καί ποτ' ’Αμαζονίδων αιθέρος ψυχρα̃ς απὸ κόλπων ερήμων (aus der heitern Höhe des Himmels) τοξόταν βάλλων γυναικει̃ον στρατὸν καὶ Χίμαιραν πυ̃ρ πνέοισαν καὶ Σολύμους έπεφνεν. Vgl. die Beschreibung der Sculpturen am T. zu Delphi b. Eurip. Ion 201 u. Aristid. 2, 277 ο Βελλεροφόντης, ώς φασιν οι ποιηταί, τὴν Χίμαιραν εχειρώσατο – εις τὸν αέρα αναβὰς επὶ του̃ Πηγάσου, Apollod. 2, 3, 2 αρθεὶς εις ύψος απὸ τούτου κατετόξευσε τὴν Χίμαιραν. Ueber die Abbildungen auf Vasen, Münzen, Gemmen u. s. w. Müller Handb. § 414, 1 mit den Zusätzen von Welcker u. neuerdings die Dareiosvase. Eine kolossale Statue des Bellerophon auf dem Pegasos gab es in Constantinopel, früher in Antiochien. Auf den Vasenbildern gebraucht B. gewöhnlich die Lanze, auf dem Melischen Relief das Schwerdt.. Auf einem in dieser Hinsicht besonders bemerkenswerthen Vasenbilde ist sein Haupt von einer großen Strahlenglorie umflossen, wodurch er vollends deutlich als der streitbare Sonnenheld charakterisirt istO. Jahn archäol. Beitr. t. 5 S. 119. Stephani Nimb. u. Strahlenkranz S. 31–35 will weder die solarische Natur des Bellerophon noch jene Erklärung des Strahlenkranzes gelten lassen.. Ohne Zweifel ist die eigentliche Heimath dieser und der folgenden Sagen in dem schönen und fruchtbaren Xanthosthale zu suchen, dem alten Mittelpunkte der lykischen Cultur, wie davon auch verschiedene örtliche UeberlieferungenVirg. Cul. 13 von Apoll: sive educat illum Arna Chimaereo Xanthi perfusa liquore seu decus Asteriae etc., wo Arna Xanthi die Stadt Xanthos ist s. Steph. B. ’Άρνα u. Haupt Berl. Mtsber. 1858 S. 648. Andre Sagen aus dem Xanthosthale, namentlich von neptunischen Beschädigungen, welche Bellerophon veranlaßt habe, Plut. d. mul. virt. 9. Ueber das Land und seine Denkmäler Ritter a. a. S. 982 ff. und die neuerdings bekannt gewordenen lykischen Denkmäler zeugen. Obwohl auch in Griechenland außer Korinth das benachbarte Sikyon einen lebhaften Antheil an dieser Fabel genommen zu haben scheint, da die Chimaera auf seinen Münzen ein eben so häufiges Zeichen ist wie die fliegende Taube, das Symbol der Aphrodite.

Der zweite Kampf, in welchem Bellerophon vollends als nationaler Held der Lykier erscheint, der gegen die Feinde der Nation kämpft, ist der mit den Solymern, nach der Ilias eine sehr heiße Schlacht, wie nachher auch Bellerophons Sohn Isander im Kampfe gegen die Solymer bleibt, deren Gebirge die Odyssee 5, 285 in derselben Gegend nennt. Zu beachten ist daß die Lykier nach einer sehr bestimmten Tradition von Kreta her in das kleinasiatische Xanthosthal eingewandert waren, wo sie selbst sich Termilen nanntenHerod. 1, 173; 7, 92 vgl. Steph. B. Τρεμίλη u. Antonin. Lib. 35. η Μιλυὰς ist speciell die von Fellows p. 227 beschriebene Hochebene. Der Name ist noch bei Polybios im Gebrauch. Der der Termilen verräth sich als der nationale auch in manchen Ortsnamen. Auf den durch Fellows bekannt gewordenen Inschriften werden Tramelae und Trooes genannt, von welchen jene für die Einwohner der Gegend von Xanthos, diese für die der Gegend von Tlos gehalten werden, s. Fellows p. 274. Tlos und Tros ist derselbe Name, der sich wie der der Lykier und andere karische und lykische Namen am troischen Idagebirge wiederholt., während sie den Griechen den 85 Namen der Lykier zu verdanken scheinen, vermuthlich wegen des Cultus des lykischen Apoll. Eben dieses Xanthosthal (η Μιλυὰς) war früher von den Solymern bewohnt gewesen, die von den Lykiern in das Hochland auf der Grenze von Lykien und PisidienStrabo 1, 21; 13, 630, nach welcher Stelle Strabo in der Ilias Πείσανδρος las, nicht ’Ίσανδρος, 14, 667, Schol. Il. 6, 199. zurückgedrängt wurden, nach heftigen und langdauernden Kämpfen, wie diese Sage lehrt. Der Name Solymer soll in phoenikischer Sprache Bergbewohner bedeuten, auch scheinen sie selbst wie die ihnen benachbarten Pisider, Isaurer und Kiliker semitischen Stammes gewesen zu seinRitter Asien 9, 2, 725 ff. Ein Ζεὺς Σολυμεὺς aus derselben Gegend C. I. n. 4366k. Ueber die Solymer bei Choerilos, welche bald auf die Juden bald auf die Phoeniker bezogen werden, s. Naeke Choeril. p. 130 sqq., Fischer Bellerophon S. 25 ff..

Drittens der Kampf mit den Amazonen, von dem sowohl die Ilias als Pindar berichtet. Nach diesem kämpft Bellerophon auch gegen sie aus der Höhe, mit dem Bogen, getragen vom Pegasos, so daß also auch die Amazonen in dieser ältesten aller Amazonenschlachten noch ein sehr mythisches Ansehn gehabt haben mögen. Diese kriegerischen Frauen, die in großen Schaaren als Umgebung der Mondkönigin auf wilden Rossen einherstürmen, machen in solchen Fabeln ganz den Eindruck eines wilden Heeres am Himmel, eines Heeres von Stürmen und Wolken, das den unheimlichen Eindruck der asiatischen Mondgöttin nicht wenig verstärkt. Bald ist daraus eine Umgebung von kriegerischen Hierodulen geworden, wie wir sie im Gottesdienste der Artemis von Ephesos und anderen Gegenden Kleinasiens kennen gelernt haben (1, 243), bald das bekannte Bild einer kleinasiatischen Bevölkerung, wie in den Sagen von Kämpfen der Phryger und Lyder mit den AmazonenVon den Kämpfen der Phryger, an denen Priamos theilnahm, erzählt die Ilias 3, 189, von denen der Lyder, welche in einem alten Gedichte besungen wurden, Nic. Damasc. fr. Hist. Gr. 3, 396. Daß auch in der Gegend von Troja die Sage von den Amazonen heimisch war beweist Penthesilea und das ση̃μα πολυσκάρθμοιο Μυρίνης Il. 2, 814, wohl der älteste von jenen zahlreichen Grabhügeln einer unbekannten Vorwelt, die mau nach den Amazonen benannte.. Häufig veranlaßte zu 86 solchen Localisirungen die kriegerische Weise roher Völker, bei denen die Frauen unter den Männern kämpften oder sie zum Kampfe begleiteten, anderswo die den Asiaten und Griechen unbekannte Gynaekokratie (Herrschaft von Königinnen) oder überhaupt die freiere und selbstständigere Stellung des weiblichen Geschlechtes bei nördlichen Völkern. Indem sich solche Bilder den Griechen mittheilten, wurden sie durch diese zu festen Vorstellungen der mythischen Völkerkunde, die man von den Gegenden am Kaukasos bis in den hohen Norden verfolgen kann. In älteren Zeiten wurde vorzugsweise eine Gegend am schwarzen Meere für die Heimath der Amazonen gehalten, die Ebene von Themiskyra mit dem Flusse Thermodon, wo wahrscheinlich wieder der Dienst jener asiatischen Mondgöttin im Spiele warAesch. Pr. 722 ff., zu welcher Stelle s. G. Hermann Aesch. 2, 156. Vgl. Apollon. Rh. 2, 370 ff. 966 Schol., Strabo 11, 505, Diod. 2, 45, Iustin 2, 4, Ritter Asien 9, 1, 95 ff. 113 ff.. Doch kennen schon Aeschylos und Herodot auch die skythischen Amazonen, welche man für eine aus Themiskyra über die See verschlagene Schaar hielt, worauf sie sich mit den Skythen vermischt und in der Gegend östlich vom Tanais das Volk der Sauromaten gestiftet hättenAesch. Pr. 415 ff., Herod. 4, 110, Steph. B. ’Αμαζόνες. Nachmals wurden die Amazonen am Kaukasos noch einmal durch die Feldzüge Alexanders d. Gr. und des Pompejus berühmt.. Spätere Schriftsteller übertrugen dieselbe Vorstellung auf das westliche LibyenDiod. 3, 52. Diese libyschen Amazonen hängen mit dem libyphoenikischen Astartedienst der Venus Urania zusammen, welche gewöhnlich die libysche Athena genannt wird.. Wir werden derselben Sage, welche sowohl die epische Dichtung als die bildende Kunst der Griechen außerordentlich viel beschäftigt hat, auch beim Herakles, beim Theseus und im trojanischen Kriege wiederbegegnen und dann auch individuelle Amazonenbilder von sehr lebendiger Wirkung kennen lernenZur Uebersicht vgl. Max Steiner üb. d. Amazonenmythos in der antiken Plastik, mit 5 Taf. Leipz. 1857.. Werden diese Frauen nehmlich von den Dichtern auf der einen Seite als derbe und rauh und gegen alle weiblichen Gefühle abgehärtet geschildertDie gewöhnlichen Vorstellungen b. Apollod. 2, 5, 9. Von der Verstümmelung der einen Brust wissen blos die späteren Sagenschreiber, nicht die Künstler. Aesch. Suppl. 274 nennt sie κρεοβόρους., so waren sie doch in dem jüngeren Epos und der 87 entsprechenden Kunst zugleich immer sehr schön und auch der Liebe zugänglich, ja in dieser, wenn sie einmal davon ergriffen waren, von so starker und sinnlich glühender Leidenschaft, daß sie eben dadurch sowohl für die darstellende Kunst als für die beschreibende Poesie im höchsten Grade anziehend wurden. Dazu kam der außerordentliche Reiz des Contrastes und der Gruppirung, den diese Kämpfe griechischer Helden mit kriegerischen Frauen von barbarischen Sitten und gleichartigem Costüm von selbst darboten.

Als Bellerophon auch aus dem Amazonenkampfe siegreich zurückkehrte, versucht der König von Lykien es mit einem Hinterhalt. Er wählt dazu die besten Ritter seines Landes und doch kehrt keiner von ihnen zurück, sondern alle fallen dem tapfern Bellerophon. Da sah der König ein, fügt die Ilias hinzu, daß er es mit dem hochgebornen Sohne eines Gottes zu thun hatte, daher er ihn bei sich behält und ihm seine Tochter zum Weibe und die Hälfte seiner Herrschaft zur Ausstattung giebt, und die Lykier schenken ihm ein großes Gut von ausgezeichneter Fruchtbarkeit, beides für Baumzucht und für Ackerbau, auf daß er bei ihnen bleibe und wohne. So erreicht er den Gipfel der Ehre und des Glücks, als Vater blühender Kinder, des Isandros, Hippolochos und der Laodameia, die vom Zeus den Sarpedon geboren. Siehe da ergreift ihn böse Verstörung des Geistes, allen Göttern wird er verhaßt, einsam irrt er umher auf dem Felde der Irren (καπ πεδίον τὸ ’Αλήιον), voll finstern Unmuths, alle Wege der Menschen vermeidend. Nun tödtet Ares seinen Sohn Isandros im Kriege gegen die Solymer und Laodameia fällt dem Zorne der ArtemisEs bleibt Hippolochos, der Vater des Glaukos. Dieser und Sarpedon sind bekanntlich die Führer der Lykier vor Troja. Demos Βελλεροφόντειος auf einer Inschr. a. Tlos C. I. vol. 3 n. 4235b p. 1121, Demos ’Ιοβάτειος ib. p. 1124 n. 4269d vgl. Steph. B. Γλαύκου δη̃μος εν Λυκία u. Τηλέφιος δη̃μος καὶ Τηλέφου κρήνη Λυκίας. Vom Stamme des Glaukos leiteten sich die Könige der asiatischen Ionen ab..

Damit berührt die Ilias eine merkwürdige Wendung in den Schicksalen des Bellerophon, welche an die gleichartigen Verstörungen des Herakles erinnert und ohne Zweifel auch denselben Grund wie diese hatte. Die scheinbaren Störungen der Sonnen- und der Mondbahn erschienen nehmlich den Alten wie ein regelloses Umherschweifen, welches sie sich mythologisch durch die Vorstellung einer schweren Krankheit oder einer geistzerrüttenden Verschuldung erklärten, wie bei den Proetiden und der 88 Io. Und dieses führte mit der Zeit weiter zu der religiösen Idee der Buße und zu der tragischen der Strafe und einer endlichen Versöhnung, wie denn gerade in dieser Hinsicht der Mythos vom Bellerophon und der vom Herakles, letzterer in Verbindung mit dem Apollinischen Cultus, manches Schöne und Tiefsinnige angeregt haben. Diese Heroen sind insofern der menschlichen Natur noch näher verwandt als die übrigen, indem sie nicht blos die Vorbilder idealer Vorzüge, sondern auch die von Schuld und Buße waren; obwohl diese Vorstellungen beim Bellerophon nur angedeutet sind und erst durch die lyrische Poesie und die tragische Bühne mehr hervorgehoben wurden, dahingegen sie in der Heraklessage mehr als einmal und mit tiefer Bedeutung für die Verwicklung seiner Schicksale wiederkehren.

Jenes Feld der Irren war ohne Zweifel ein mythischer Begriff, wie so viele andere. Die spätere Mythographie faßte auch ihn geographisch und zwar suchte man dieses πεδίον ’Αλήιον bald in Lykien bald in Kilikien, wo Tarsos seinen Namen durch den Sturz des Bellerophon zu erklären suchteHesych ’Αλήιον, Steph. B. Ταρσός, Eustath. Dion. P. 868. Antimachos dichtete daß Bellerophon sich den Haß der Götter zugezogen habe, weil er das von den Göttern geliebte Volk der Solymer getödtet habe, die er ableitete απὸ Σολύμου του̃ Διὸς καὶ Χαλδήνης, Schol. Il. 6, 200, Od. 5, 283, Steph. B. v. Πισιδία, wobei wohl ein Gerücht von Jerusalem und von dem Volke Gottes zu Grunde liegen könnte.. Einen näheren Zusammenhang der Verschuldung des Bellerophon, worüber er zum Sturze gekommen, erzählt zuerst Pindar Isthm. 7, 44, Ol. 13, 91. Bellerophon, der siegreiche, nun übermüthige Held will auf seinem Pegasos gar bis in den Himmel dringen, in die Wohnung des Zeus, daher das Wunderroß ihn abwirft und sich allein emporschwingt zu den Krippen des Zeus, während jener elendiglich umkommt. Nachmals hatte Euripides eine seiner kühnsten Tragödien daraus gedichtet. Bellerophon war ihm ein Beispiel jenes aus Lebensüberdruß und Wissensdurst gemischten Hochmuthes, den wir aus Faust und Byron kennen. Nachdem ihm mitten im höchsten Glücke seine Kinder gestorben sind, wird ihm Trauer und Einsamkeit zu einer Schule des Zweifels und des Unglaubens. Er will in den Himmel, weil er den Himmel verachtet und nicht mehr an die Götter glaubt. Aber Zeus zerschmettert den kühnen Reiter mit seinem Blitze, dessen Roß nun allein zum Himmel empordringt, wo es den Donnerwagen des höchsten Gottes ziehtυφ' άρματ' ελθὼν Ζηνὸς αστραπηφορει̃ Aristoph. Pac. 722 εκ Βελλεροφόντου Ευριπίδου Schol. Vgl. Horat. Od. 4, 11, 25 terret amburstus Phaethon avaras spes et exemplum grave praebet ales Pegasus terrenum equitem gravatus Bellerophontem. Vgl. Welcker Gr. Trag. 785 ff.. Bellerophon stürzt hinab auf die 89 Erde und stirbt als ein Mitleid erregendes Beispiel gefallener Größe. Spätere Dichter lassen nach seinem Sturze Eos den Zeus um den Pegasos bitten und diese nun ihren täglichen Lauf am Himmel darauf vollendenLykophr. 16 Tzetz., Schol. Il. 6, 155. Claudian IV cons. Honor. 561 nennt das Pferd der Eos Aethon..

Auch die Liebe der Stheneboea hatte diesen Dichter der Leidenschaft zu einem Drama tragischen Inhaltes angeregt, das wie die Euripideischen Stücke gewöhnlich in der späteren Kunst und Dichtung fortwirkte. Nach den in Lykien glücklich bestandenen Kämpfen kehrt Bellerophon auf seinem Wunderroß nach Tiryns zurück, schreckt den Proetos und entzündet die Königin von neuem zur Liebesgluth. Sie wagt es ihm auf den Pegasos und in seine neue Heimath zu folgen, wird aber unterwegs von ihm ins Meer gestürzt, worauf arme Fischer den Leichnam der Königin nach Tiryns zurückbringenWelcker a. a. O. 777 ff., Nauck trag. gr. p. 447..

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