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Gräfin Erikas Lehr- und Wanderjahre

Ossip Schubin: Gräfin Erikas Lehr- und Wanderjahre - Kapitel 10
Quellenangabe
typefiction
authorOssip Schubin
titleGräfin Erikas Lehr- und Wanderjahre
publisherVerlag von Georg Westermann
year1921
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20070226
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Wenige Tage nach dem gelungensten Donnerstage der bösen Fee verbreiteten sich zwei neue Gerüchte in Berlin: erstens, daß Goswyn von Sydow »schon wieder« ein Duell wegen seiner Schwägerin gehabt, und zweitens, daß Gräfin Lenzdorff dem Modemaler Riedel gestattet habe, das Porträt ihrer Enkelin als Heideblume zu malen. Was an dem Duellgerücht Wahres war, konnte man nie ganz entdecken. Goswyn von Sydow wurde wohl in der nächsten Zeit mit dem Arm in der Binde gesehen, aber da er gegen alle seine Bekannten behauptete, er sei vom Pferde gestürzt und habe sich dabei die Hand verstaucht, so mußte man sich an dieser Erklärung genügen lassen. Wenn besonders scharfsinnige Menschen hinzusetzten, in gewissen Fällen sei das Lügen für einen anständigen Menschen Pflicht, mochte er auch sonst noch so wahrheitsliebend sein, so war das ihre Sache.

Was nun das Porträt betraf, so hatte es damit allerdings seine Richtigkeit. Gräfin Lenzdorff hatte Riedel die Bitte gewährt, daß ihm Erika als Heideblume stehen möge, natürlich nicht in dem Atelier des Künstlers, sondern im Salon der alten Gräfin, wo Riedel eine Woche hindurch täglich drei Stunden mit seinen Aquarellfarben vor einem sehr großen Bogen Papier saß und an Erika herumpinselte.

Das Resultat seiner wohlgemeinten Anstrengungen war ein Mittelding zwischen der Mignon von Ary Scheffer und dem Gretchen am Brocken von Gabriel Max.

Natürlich war Gräfin Lenzdorff mit dieser Leistung keineswegs einverstanden, hatte jedoch, die Kunstfertigkeit des in Rede stehenden Künstlers kennend, nicht viel Besseres erwartet.

»Ein echter Schönheitsmaler, dieser Riedel,« sagte sie von ihm, »so ein Allerweltsschmeichler, der sich gegen Runzeln, Narben und andere störende Unregelmäßigkeiten blind stellt. In der großen Welt, wo die Wahrheit noch heute zu den Nichtaufgenommenen zählt, machen solche Schmeichler Glück. Sie stören sie nicht in ihren Illusionen, und darauf kommt es der »Welt«, der sogenannten »großen Welt« mehr als auf alles andere an!«

Sie hütete sich nicht im mindesten davor, die große Welt in ihren Illusionen zu stören – im Gegenteil, sie störte sie mit besonderer Vorliebe und spottete coram publico über die weiße Beschönigungssalbe, welche die mustergültigsten Mitglieder der Gesellschaft ebenso wie die bei ihr besonders beliebten Künstler und Literaten quer über alle Eigentümlichkeiten der Menschheit schmieren, und die im Leben ein »wohlwollendes Urteil«, in der Kunst eine »ideale Auffassung« heißt, sie verbrachte sozusagen ihr Leben damit, ihren Bekannten die rosa Gardinen von den Fenstern herunterzureißen. Das war ihren Bekannten natürlich sehr unbequem. Die Bekannten liebten ihre rosa Gardinen, die, das häßliche, schonungslos nüchterne Tageslicht vor ihnen absperrend, nur eine beschönigende Dämmerung hereinließen, unter deren einschmeichelnden Schleiern alle schroffen Ecken und dunklen Flecken des Lebens verschwanden.

Sie nannten die Helligkeitswut der Gräfin Lenzdorff grausam. Die Gräfin wiederum nannte die dringenden Dämmerungsbedürfnisse ihrer Freunde feig, und wenn sie von der großen Welt sprach, so bezeichnete sie dieselbe gewöhnlich kurzweg als »Kapillawastu«.

Erika fragte die Großmutter, was das Wort bedeute. Die alte Frau erwiderte: »Kapillawastu ist der Name der Stadt, in der Buddha groß geworden ist – der Stadt, in welcher ihm seine Eltern die Tatsache, daß es auf der Welt Alter, Tod und Krankheit gibt, für immer vorenthalten zu können wähnten!« Und dabei lachte sie vor sich hin und fügte, die Achseln zuckend, hinzu: »Oh, diese große Welt! Die große Kinderstube, in der die Kinder sich nie zu Vollmenschen entwickeln!«

Sie spöttelte ihr ganzes Leben lang über die »große Welt« – was nicht verhinderte, daß es ihr unbequem gewesen wäre, irgend etwas anderes zu sein als »eine sehr große Dame«.

Sobald Riedel das Heideblumenbild zu seiner eigenen Befriedigung vollendet und, mit seiner wertvollen Signatur versehen, der Gräfin Lenzdorff als Tribut seiner Verehrung zu Füßen gelegt hatte, erbat er sich die Erlaubnis, das Meisterwerk auszustellen, und zwar bei Schulte unter den Linden.

Die Erlaubnis wurde ihm gewährt, natürlich nur unter der Bedingung, daß der Name des Modells verschwiegen bliebe.

Mochte das Bild nun die »süßliche Pfuscherei« sein, als welche es die Gräfin Anna bezeichnete, oder das »herrliche Kunstwerk«, als welches die vielen Verehrer Riedels es ausschrien, jedenfalls machte es großartiges Aufsehen – so großes Aufsehen, daß eines Tages Gräfin Lenzdorff von dem Wunsch befallen wurde, die Wirkung, welche es auf das Publikum übte, mit eigenen Augen zu prüfen.

An einem schönen, leuchtenden Tag Anfang März ging sie mit Erika, den Wagen langsam nachfahren lassend, zu Fuß den Tiergarten entlang. Es machte ihr Vergnügen, die unbefangene Bewunderung zu beobachten, die ihre Enkelin allenthalben hervorrief. »Alle Leute sehen dich an, der Kaiserin könnte man nicht mehr nachstarren,« sagte die Großmutter und lachte.

Indem erblickte sie einen jungen Dragoneroffizier, der, seine Hand an der Mütze – wie sich die alte Gräfin ausdrückte –, die Enkelin ansah und die Großmutter grüßte.

»Goswyn! das ist nett,« rief sie, ihn ansprechend. »Wir sind eben im Begriff, zu Schulte zu gehen, um uns Erikas Porträt anzuschauen. Wollen Sie mitkommen?«

»Wenn Sie mich mitnehmen! Das Porträt werden Sie übrigens nicht sehen,« erklärte er lächelnd, »nur eine große Menschenmenge, die sich davor drängt; so zum wenigsten fand ich den Stand der Dinge, als ich das letztemal bei Schulte war.«

»Also Sie waren schon bei Schulte?« sagte die alte Gräfin, ihn lustig anblinzelnd; »nun dann lockt es Sie gewiß nicht, ein zweites Mal hinzugehen.«

»Wegen des Bildes allerdings nicht,« erklärte Goswyn, »aber Sie irren sich, wenn Sie glauben, daß Sie mich jetzt noch loswerden, Gräfin.«

Etwas vor ihnen stand im Schatten der alten Linden ein sehr kleiner verkrüppelter Knabe mit einem sehr großen Höcker und spielte Harmonika.

Der dünne Ton des Bettelinstruments klang recht jämmerlich in den Glanz des Tiergartens hinein. Eine Dame, die an dem Kinde vorüberging, kehrte sich schaudernd ab. Dem Knaben flossen die Tränen über das blasse, kluge Gesicht. Er drückte sich tiefer in den Schatten.

Goswyn reichte dem Krüppel, ohne sich im Gespräch mit der alten Frau zu unterbrechen, ein Almosen.

Mit einemmal merkte Gräfin Lenzdorff, daß Erika ihren Blicken entschwunden war.

»Wo ist denn das Kind?« rief sie – sie sah sich um.

Erika war zurückgeblieben, um dem kleinen Krüppel die bleiche Wange zu streicheln.

Als sie merkte, daß man sie ertappt, riß sie sich eiligst von dem kleinen Märtyrer los. Sie war feuerrot und hatte nasse Augen.

»Aber Erika!« rief die Großmutter entsetzt, »was fällt dir ein?«

»Ich hab's nicht aushalten können,« rief das junge Mädchen, »es war so gräßlich von der dicken protzigen Frau, dem Kinde zu zeigen, daß sie sich vor ihm ekle.« Erika hielt mit Mühe die Tränen zurück.

»Aber Erika!« Die Großmutter legte ihrer Enkelin die Hand auf den Arm und sprach sehr sanft: »Du kannst dir eine Krankheit holen!«

»Und wenn,« murmelte Erika noch immer ganz außer sich, »da werd' ich doch noch nicht so elend sein wie der Kleine. Warum soll ich alles haben und er nichts!«

Dagegen war nichts einzuwenden, selbst die allezeit schlagfertige Philosophie der Großmutter verstummte. Schweigend gingen die drei nebeneinander.

Wehleidig, wie die im Grunde sehr gutherzige alte Gräfin war, trachtete sie den traurigen Eindruck von sich abzuschütteln, aber es ging nicht recht.

Sie schielte nach Goswyn hin. So ernst und so gerührt hatte sie ihn noch nie gesehen; und plötzlich erlosch ihr Anlauf von Verzweiflung über die Ungerechtigkeiten der Weltordnung und ging in stolze Freude über.

Kurz darauf hatten sie die Kunsthandlung erreicht.

 

Die Heideblume hing im zweiten Zimmer und war in der Tat von einem ansehnlichen Menschenschwarm umdrängt.

Dennoch war der alten Gräfin das Gewimmel eigentlich nicht dicht genug. Vielleicht hatte sie erwartet, daß die Leute einander über die Schultern kriechen würden. Jedenfalls hätte sie nichts dagegen einzuwenden gehabt. Indessen lieh sie ihrer Enttäuschung keineswegs Worte, sondern spöttelte lustig über das, was es an Gaffern gab.

Auf dem sehr effektvollen Rahmen des Bildes war das Wort »Heideblume« eingeschnitzt und an der linken Ecke desselben eine Grafenkrone angebracht.

»Ein Bettelmädchen und eine Grafenkrone! – etwas Rührenderes gibt es für den Spießbürger nicht,« rief die alte Philosophin; dann flüsterte sie Erika ins Ohr: »Gott sei Lob und Dank, daß man dich nach diesem Gepinsel nicht erkennt, sonst würde sich der ganze Troß um dich versammeln. Wie finden Sie das Bild, Goswyn?« wendete sie sich an den jungen Offizier.

»Schlecht,« erwiderte Goswyn stirnrunzelnd; »unter uns gesagt, begreife ich nicht, daß Sie dem Pfuscher gestatteten, es auszustellen.«

»Was wollen Sie,« gab die Gräfin achselzuckend zurück, »er versprach sich eine große Wirkung davon – auf die Gemüter der Kommerzienrätinnen, und in der Tat scheint er sich nicht geirrt zu haben. Die Großherzogin von Geroldstein hat bereits ihr Bild bei ihm bestellt. Ich für meinen Teil begreife das Pläsier nicht. Für mich ist der Riedel eine Null. Sobald sich ihm ein Modell präsentiert, das der Mühe wert ist, versagt ihm selbst die Kunst der Schmeichelei, auf die doch seine ganze Karriere basiert ist. Die Erika ist ja zehnmal hübscher als auf dem Bilde!«

Dies war entschieden auch Goswyns Ansicht – dennoch machte er ein ernstes Gesicht und blieb stumm. Heimlich fragte er sich, ob die zerstreute alte Frau vielleicht wieder einmal die Anwesenheit ihrer Enkelin völlig vergessen habe? Dies war nicht der Fall. Es fiel ihr einfach nie ein, Erikas Schönheit als ein Geheimnis zu behandeln, von dem die ganze Welt wissen durfte, nur nicht Erika selbst. Es wäre ihr ebenso unnütz vorgekommen, Erika zu verschweigen, daß sie auf soundso viel tausend Mark jährliches Einkommen zu rechnen habe.

»Ich möchte Sie doch auf ein Bild aufmerksam machen, das mein Herz erobert hat,« bemerkte er nach einer Pause, um das Gespräch auf andere Bahnen zu lenken, und dabei deutete er auf ein Gemälde, bei dessen Anblick die alte Dame einen kräftigen Ausruf der Bewunderung ausstieß, während Erika bleich und stumm in starres Schauen versank.

Das Bild hieß »Die Seherin« und stellte ein Bauernmädchen dar, bleich, mit großen, in eine Vision verlorenen Augen und dünnen, tastend vorgestreckten Händen. Aus der sich flach hindehnenden Landschaft ragten rechts von dem Mädchen ein paar Weiden hervor, mit zerrissenen Stämmen, aus denen Wiesenblumen wuchsen, im Hintergrund zogen sich über einen ärmlich hinsickernden Bach wuchtig steinerne Brückenbogen, zwischen denen man die Konturen eines elenden Dorfes hinter leicht verwischendem Nebel aufdämmern sah.

Das Berliner Publikum war damals noch zu sehr verwöhnt von billigen malerischen Euphemismen, als daß es der Herrlichkeit dieses Kunstwerks irgendeinen Geschmack hätte abgewinnen können. Ein paar Kunstjünger gingen kopfschüttelnd daran vorüber und bezeichneten es als »unreifes Obst«.

Gräfin Lenzdorff fing das Wort auf. »Unreifes Obst – ganz richtig,« wiederholte sie, da sich diese scharf aburteilenden Kritiker zurückzogen, »aber ein sehr edles Obst, ich wünsche nur, daß es unter günstigen Bedingungen ausreifen möge. Das Ding ist voll Talent. »Eine Seherin«! offenbar eine Jeanne d'Arc.«

»Wahrscheinlich,« meinte Goswyn, »es ist eigentümlich in der Auffassung – nichts Hergebrachtes dabei. Sehen Sie nur, welche Begeisterung in dem blassen Gesichtchen und welche Keuschheit in dem edlen, aber fast dürftigen Körper! Es ist ein fesselndes Ding!«

»Das Seltsame dabei ist, daß diese Seherin der Erika im Grunde genommen mehr gleicht als die Riedelsche Heideblume!« rief Gräfin Lenzdorff. »Das Bild muß ich haben!«

»Sie kommen zu spät, Gräfin,« erwiderte Goswyn.

»Es ist schon verkauft? Um welchen Preis?«

»Es war sehr billig – ein Anfängerpreis,« gestand Goswyn, der ein wenig rot geworden war.

Die alte Gräfin lachte – sie hatte nichts dagegen, daß Goswyn von seinen schmalen Renten ein Bild kaufte, nur weil es ihrer Enkelin ähnlich sah.

Erika zitterte indes heimlich an allen Gliedern. Daß er es war, der das Bild gemalt, daran konnte sie nicht zweifeln, wer sonst hätte Luzan gekannt – Luzan und sie. Sie fühlte sich stolz auf ihren Schützling. »Lozoncyi« las sie in der Ecke des Bildes. Sie freute sich darüber, daß er einen hübschen, fremdklingenden Namen hatte.

»Sie sollen's für mich auskundschaften, wo sich der junge Mann aufhält,« rief jetzt Gräfin Lenzdorff eifrig – »er muß mir die Erika malen, solang er noch billig ist!«

Goswyn räusperte sich. »So sehr ich das Talent dieses Unbekannten auch schätze,« bemerkte er, »Gräfin Erika würde ich an Ihrer Stelle doch nicht von ihm malen lassen!«

»Warum nicht?«

»Weil er zu gleicher Zeit mit der Seherin ein zweites Bild hier ausgestellt hat, für das man noch speziell Entree zahlen muß.«

»So!« rief Gräfin Lenzdorff, »ist es gar zu schrecklich?«

»Das Schreckliche daran ist der Vorhang, der das Bild vor den Blicken des Publikums absperrt – und die Mark extra, die man dafür zahlt, es zu sehen,« erwiderte Goswyn halb lachend; – »'s ist immerhin ein gewaltiges Ding – später gemalt als die Seherin und unter einem anderen Einfluß. Wenn Sie sich's ansehen wollen, so gönnen Sie mir vielleicht die Ehre, Gräfin Erika so lange zu beschirmen, bis Sie zurückkommen; man tritt von der Hintertür ein.«

Entgehen ließ sich Gräfin Lenzdorff etwas Derartiges nicht. Sie war eine alte Frau, niemand konnte etwas dagegen einzuwenden haben, daß sie sich das Bild ansah, nicht einmal der skrupulöse Goswyn. So ging sie denn lustig und neugierig ihrer Wege.

Erika war inzwischen totenblaß geworden, ihr war's, als sei ein liebes altes Kinderspielzeug, an das sich rührende Erinnerungen knüpften, in eine Pfütze gefallen! – Es war vorüber. Mochte es dort liegenbleiben – sich danach bücken, um es aufzuheben und daran herumzuputzen, wollte sie nicht. Goswyn, der sie genau beobachtete, konnte die Veränderung, die sich plötzlich mit ihr zugetragen hatte, nicht verstehen. Die große Sensibilität ihres sittlichen Organismus hatte er zwar schon öfters zu beobachten Gelegenheit gehabt, diesmal fehlte ihm jedoch zu dem Rätsel ihres Empfindens der Schlüssel. Was lag ihr schließlich daran, ob ein ihr gänzlich unbekannter Maler ein unanständiges Bild gemalt hatte oder nicht.

Er trachtete ein Gespräch mit ihr anzuknüpfen, hatte es aber noch nicht recht zustande gebracht, als Gräfin Lenzdorff bereits zurückkehrte, und zwar mit einem sehr stolzen Gang und hochgehobenem Kopf, was bei ihr den höchsten Grad von Entrüstung ausdrückte.

»Sie scheinen entsetzter, als ich erwartete, Gräfin!« rief ihr Goswyn entgegen.

»Ach was,« entgegnete ihm die alte Frau ungeduldig, »für Backfische und Gymnasiasten ist das Bild nicht – aber schließlich ... Dem Bild gilt meine Entrüstung nicht ... wissen Sie, wen ich dort hinter dem Vorhang getroffen habe, mit dem Prinzen Nimbsch und noch zwei oder drei jungen Herren? ... Ihre Schwägerin Dorothee! – Ein Bild, zu dem man durch eine Hintertür hineingeht, braucht eine so junge Frau überhaupt nicht anzusehen – aber daß sie sich zu einem derartigen Pagenstreich noch ein Gefolge von jungen Herren mitnimmt, das geht über den Spaß! Wenn man auch keine Grundsätze hat – mein Gott, es ist schwer, Grundsätze zu behalten in dieser philosophischen Zeit, in der man nicht mehr recht weiß, auf was man dieselben stützen soll – ein wenig sittliches Schönheitsgefühl behält man doch!«

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