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Gottfried Crayon's Skizzenbuch

Washington Irving: Gottfried Crayon's Skizzenbuch - Kapitel 4
Quellenangabe
typesketch
booktitleGottfried Crayon's Skizzenbuch
authorWashington Irving
translatoranonym
editorJ. V. Adrian
firstpubca. 1830
year1846
publisherJohann David Sauerländer
addressFrankfurt am Main
titleGottfried Crayon's Skizzenbuch
created20050812
sendergerd.bouillon
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Roscoe.

    Hienieden in der Menschheit Dienst ein Schutzgott
Zu sein; all' unsres Geistes Kräfte stets
Zu heldenmäß'gem Streben zu verwenden,
Das über niedern Pöbel uns erhebet
Und uns unsterblich macht – nur das heißt leben.
Thomson.

Einer der ersten Orte, wohin man den Fremden in Liverpool führt, ist das Athenäum. Es ist nach einem freisinnigen und verständigen Plan eingerichtet; es enthält eine gute Bibliothek, ein geräumiges Lesezimmer, und ist der allgemeine literarische Vereinigungspunkt der Stadt. Gehet dahin, zu welcher Stunde ihr wollt, ihr seid gewiß, es mit ernstblickenden Leuten angefüllt zu finden, welche tief in das Studium der Zeitungen versenkt sind.

Als ich einst diesen Versammlungsort der Gelehrten besuchte, ward meine Aufmerksamkeit auf einen Mann gelenkt, der so eben in das Zimmer trat. Er war schon vorgerückt an Jahren, groß und von einer Gestalt, die einst gebieterisch gewesen sein mochte, jetzt aber von der Zeit, vielleicht von Sorgen, etwas gebeugt war. Er hatte ein edles, Römer-artiges Gesicht; einen Kopf, der einem Maler gefallen hätte; und obgleich einige leichte Furchen auf seiner Stirn zeigten, daß zerstörendes Denken hier geschäftig gewesen, so glänzte doch sein Auge noch von dem Feuer einer dichterischen Seele. Es war etwas in seiner ganzen Erscheinung, das ein von der geschäftigen Menge um ihn her ganz verschiedenes Wesen verkündigte.

Ich fragte nach seinem Namen, und erfuhr, daß er Roscoe heiße. Ich trat mit einem unwillkührlichen Gefühl der Verehrung zurück. Das war also ein Schriftsteller von Ruf, das war einer der Männer, deren Stimme bis an das Ende der Welt gedrungen war, mit dessen Geiste ich selbst in den Einöden von Amerika verkehrt hatte. Gewöhnt, wie das bei uns zu Lande der Fall ist, europäische Schriftsteller nur aus ihren Werken zu kennen, mögen wir sie uns nicht, wie andere Leute, mit gemeinen oder schmutzigen Beschäftigungen vertraut, und unter Alltags-Menschen auf den staubigen Pfaden des Lebens sich herumtummelnd, denken. Sie gehen an unserer Seele wie höhere Wesen vorüber, in den Ergüssen ihres Geistes strahlend, und mit dem Heiligenschein eines literarischen Ruhmes umgeben.

Daß ich daher den zierlichen Geschichtschreiber der Medici unter den geschäftigen Söhnen des Handels fand, war anfangs meinen dichterischen Ideen zuwider; aber gerade die Umstände und die Lage, in welcher Herr Roscoe sich befindet, müssen ihm die höchsten Ansprüche auf unsere Bewunderung sichern. Es ist anziehend, zu beobachten, wie manche Geister sich beinahe selbst zu schaffen scheinen, indem sie unter jedem Mißgeschick sich erheben, und ihren einsamen aber unwiderstehlichen Weg unter tausend Hindernissen durch suchen. Die Natur scheint ein Vergnügen daran zu finden, die Regsamkeit der Kunst zu vereiteln, womit diese gern die rechtburtige Unbedeutsamkeit zur Reife bringen möchte, und auf die Kraft und die Ueppigkeit ihrer zufälligen Hervorbringungen stolz zu sein. Sie streut die Saatkörner des Genies in den Wind aus, und obgleich manches davon in den steinigen Gegenden der Welt umkommen, und unter den Dornen und dem Gestripp früher Widerwärtigkeiten ersticken mag, so schlagen andere doch in den Ritzen der Felsen Wurzel, arbeiten sich tüchtig in den Sonnenschein empor, und verbreiten über ihren unfruchtbaren Geburtsort alle Schönheiten der Vegetation.

Das ist der Fall bei Herrn Roscoe gewesen. An einem, dem Wachsthume literarischen Talents anscheinend sehr ungünstigen Orte geboren, auf dem wahren Marktplatze des Handels, ohne Vermögen, Familienverbindungen, oder Gönner, durch sich selbst getrieben, durch sich selbst aufrecht erhalten, und fast ohne andere Lehrer als sich selbst, hat er jedes Hinderniß überwunden, seinen Weg zur Vollendung zurückgelegt, und nachdem er eine der Zierden des Volks geworden, die ganze Größe seiner Talente und seines Einflusses auf die Erhebung und Verschönerung seiner Vaterstadt angewandt.

In der That, dieser letzte Zug in seinem Charakter hat ihm in meinen Augen den größten Werth gegeben, und mich vorzüglich bestimmt, meine Landsleute auf ihn aufmerksam zu machen. So hervorragend seine schriftstellerischen Verdienste sind, ist er doch nur einer der vielen ausgezeichneten Schriftsteller dieses talentreichen Volkes. Sie leben jedoch im Allgemeinen, nur für ihren eigenen Ruf, oder für ihr Vergnügen. Ihre häusliche Geschichte bietet keine Beispiele für die Welt dar, oder vielleicht nur ein demüthigendes von menschlicher Gebrechlichkeit und Unbeständigkeit. Im besten Falle sind sie froh, wenn sie sich nur aus dem Getümmel und der Gemeinheit des Geschäftslebens herausziehen, sich einer selbstischen literarischen Muse hingeben, und einem geistigen, jedoch ausschließlichen, Genusse leben können.

Herr Roscoe dagegen hat keines der erlaubten Vorrechte des Talents für sich in Anspruch genommen. Er hat sich in keinen Garten der Gedanken, in kein Elysium der Einbildungskraft abgeschlossen, vielmehr sich auf die Heerstraßen und breiten Wege des Lebens hinausbegeben; er hat an den Pfad, zur Erfrischung des Pilgrims und des Ausruhenden, Lauben gepflanzt, und klare Quellen geöffnet, zu denen der Arbeiter von dem Staub und der Hitze des Tages sich abseits wenden, und aus dem lebendigen Strome des Wissens trinken kann. Es gibt »eine tägliche Schönheit in dem Leben,«Shakspeare's Othello. über welche der Mensch nachdenken und dadurch besser werden kann. Sie bietet kein erhabenes, und weil es unnachahmlich ist, fast unnützes Beispiel der Trefflichkeit dar, sondern sie zeigt ein Bild thätiger, doch einfacher und nachahmbarer Tugenden, welche Jedermann sich aneignen kann, welche aber unglücklicher Weise nicht von Vielen geübt werden, denn sonst würde diese Welt ein Paradies sein.

Aber sein Privatleben ist besonders der Aufmerksamkeit der Bürger unseres jungen, geschäftsvollen Landes würdig, wo die Literatur und die schönen Künste neben den gröberen Pflanzen der täglichen Nothwendigkeit emporwachsen müssen; wo ihre Pflege nicht von der ausschließlichen Sorgfalt, welche Muße, und Reichthum ihnen weihen können, noch von den belebenden Strahlen vornehmer Beschützer, sondern von den Stunden und Zeiten abhängt, welche einzelne aufgeklärte und gemeinnützig denkende Männer dem Betriebe der zeitlichen Interessen entziehen.

Er hat gezeigt, wie viel ein hervorragender Geist in seinen Mußestunden für einen Ort thun, und wie er allen ihn umgebenden Gegenständen seinen eigenen Stempel aufdrücken kann. Gleich seinem Lorenzo de Medici, auf welchen er sein Auge, als auf ein reines Musterbild aus dem Alterthume wendete, hat er die Geschichte seines Lebens mit der Geschichte seiner Vaterstadt verwoben, und die Grundlagen ihres Ruhmes zu Denkmälern seiner Tugenden gemacht. Wohin ihr in Liverpool gehet, findet ihr Spuren von ihm in Allem, was zierlich und großartig ist. Er sah, daß der Strom des Reichthums allein in den Canälen des Handels floß; er hat aus ihnen kräftige Bäche abgeleitet, um die Gärten der Literatur damit zu erfrischen. Durch sein eigenes Beispiel und durch seine fortdauernden Bemühungen hat er diese Vereinigung des Handels und der geistigen Beschäftigungen zu Stande gebracht, welche er in einer seiner neuesten Schriften mit so großer Beredsamkeit empfiehlt.Anrede bei der Eröffnung der Liverpool institution. und er hat durch die That bewiesen, auf welche schöne Weise sie in Einklang gebracht werden und wohlthätig auf einander wirken können. Die herrlichen Einrichtungen für literarische und wissenschaftliche Zwecke, welche aus Liverpool so vielen Ruhm zurückstrahlen und dem Gemeingeist einen so hohen Schwung geben, sind größtentheils durch Herrn Roscoe entstanden, und ohne Ausnahme von ihm thätig gefördert worden; und wenn wir den schleunig wachsenden Reichthum und die Größe dieser Stadt betrachten, welche an Handelswichtigkeit mit der Hauptstadt zu wetteifern verspricht, so wird es uns nicht entgehen, daß er durch die Erregung eines Wetteifers nach geistiger Bildung unter ihren Einwohnern, der Sache der englischen Literatur eine wesentliche Wohlthat erwiesen hat.

In Amerika kennen wir Herrn Roscoe nur als Schriftsteller, – in Liverpool spricht man von ihm als von einem Banquier, und man sagte mir, er sei unglücklich in seinen Geschäften gewesen. Ich konnte ihn nicht bedauern, wie ich dieß mehrere reiche Leute thun hörte. Ich betrachtete ihn als weit erhaben über mein Bedauern. Diejenigen, welche nur für die Welt und in der Welt leben, mögen von dem Groll des Mißgeschicks niedergebeugt werden; aber ein Mann wie Roscoe, kann durch die Widerwärtigkeiten des Schicksals nicht gebeugt werden. Diese werden ihn nur auf die Hülfsquellen seines eigenen Geistes zurückweisen, welche die besten Menschen oft im Stande sind zu vernachlässigen, und herumzustreifen, um sich weniger würdige Genossen zu suchen. Er ist von der Welt um ihn her unabhängig. Er lebt im Alterthume und in der Nachwelt; in dem Alterthume durch die angenehme Gemeinschaft, welche eine geistig thätige Zurückgezogenheit gewährt, und in der Nachwelt, durch das großherzige Streben nach künftigem Ruhme. Die Einsamkeit eines solchen Gemüths ist der Zustand höchsten Genusses: es verkehrt dann mit jenen erhabenen Betrachtungen, welche die wahre Nahrung edler Seelen sind, und die, wie Manna, vom Himmel gesendet, in der Wüste dieser Welt erscheinen.

Während meine Gefühle noch durch diesen Gegenstand erregt waren, hatte ich das Glück, auf fernere Spuren von Herrn Roscoe zu treffen. Ich war mit einem Herrn hinausgeritten, die Umgebungen von Liverpool zu besehen, als dieser auf einmal durch ein Thor, in einen künstlich angelegten Garten ablenkte. Nachdem wir eine kleine Strecke geritten waren, kamen wir an ein geräumiges Wohnhaus von Sandstein, in griechischem Style erbaut. Der Geschmack war nicht der reinste; allein es hatte ein Ansehen von Zierlichkeit und die Lage war lieblich. Ein schöner Rasen senkte sich abwärts, mit Baumgruppen bepflanzt, die so angeordnet waren, daß sie eine angenehme, fruchtbare Gegend in viele abwechselnde Landschaftsgemälde theilten. Man sah den Mersey, seine breite ruhige Wasserfläche durch einen großen Wiesengrund winden, während die Walisischen Berge, ihre Häupter in den Wolken bergend und sich in der Entfernung verlierend, den Horizont begrenzten.

Dies war Roscoe's Lieblingsaufenthalt in den Tagen seines Glücks. Es war der Sitz verfeinerter Gastfreiheit und literarischer Zurückgezogenheit gewesen. Das Haus war jetzt öde und verlassen. Ich sah die Fenster des Studirzimmers, welche auf die angenehme eben erwähnte Landschaft hinausgingen. Die Fenster waren geschlossen, die Bibliothek war verschwunden. Zwei oder drei unglückliche Geschöpfe schlenderten um die Gegend, meine Einbildungskraft stellte sie mir als Gerichtsdiener vor. Es war, wie der Besuch einer klassischen Quelle, welche einst ihr reines Wasser in heiligem Schatten dahingoß, die aber jetzt trocken und versandet war, und wo die Eidechse und die Kröte auf den zerstreuten Marmorblöcken umherkrochen.

Ich erkundigte mich nach dem Schicksale der Bibliothek des Herrn Roscoe, welche aus seltenen und fremden Büchern bestanden hatte, aus denen er vielfach die Materialien zu seinen italienischen Geschichtsbüchern gezogen. Sie war unter den Hammer des Auctionators gekommen, und im Lande umher zerstreut. Die guten Leute aus der Umgegend waren wie die Strandbewohner zusammengeströmt, um irgend etwas von dem herrlichen Schiff zu bekommen, das auf den Strand getrieben worden war. Wenn solch eine Scene scherzhafte Ideenverbindungen zuließe, so möchten wir in diesem seltsamen Einbruch in die Gebiete der Gelehrsamkeit etwas Spaßhaftes finden. Man möchte sich Zwerge denken, welche die Rüstung eines Riesen umherschleppen, und um den Besitz von Waffen streiten, welche sie doch nicht handhaben können. Wir können uns einen Haufen von Spekulanten denken, welche mit tiefberechnender Miene sich über den eigenthümlichen Band und die illuminirten Ränder der Ausgabe irgend eines veralteten Schriftstellers berathschlagen, – wo sich der angestrengte, aber getäuschte Scharfsinn zeigt, mit welchem irgend ein glücklicher Käufer sich in das mit gothischen Lettern gedruckte Buch vertieft, das er sich so eben zugeeignet hat.

Es ist ein schöner Theil in der Geschichte der Unfälle des Herrn Roscoe, der ein sinniges Gemüth theilnehmend ansprechen muß, daß die Trennung von seinen Büchern seine zartesten Gefühle ergriffen zu haben, und der einzige Umstand gewesen zu sein scheint, welcher seine Muse begeistern konnte. Der Gelehrte allein weiß, wie theuer diese stummen und doch beredten Gefährten reiner Gedanken und unschuldiger Stunden in der Zeit des Mißgeschicks werden. Wenn alles Weltliche um uns her sich in Tand verwandelt, so behalten diese allein ihren unveränderlichen Werth. Wenn Bekannte kalt werden, der Umgang vertrauter Freunde sich zu schaler Höflichkeit und in Gemeinplätze verflacht, so behalten diese allein das unwandelbare Aussehen glücklicherer Tage, und erheitern uns durch die wahre Freundschaft, welche nie die Hoffnung betrog, und nie den Kummer verließ.

Ich will den Tadler nicht spielen; – allein wenn die Bewohner von Liverpool eigentlich gefühlt hätten, was sie Herrn Roscoe und sich selbst schuldig sind, so würde seine Bibliothek nie verkauft worden sein. Triftige, äußerliche Grunde mögen zweifelsohne für diesen Umstand angegeben werden können, welche durch andere, allein auf der Einbildungskraft geschöpfte, zu bekämpfen schwer werden möchte; allein dieß scheint mir eine Gelegenheit gewesen zu sein, wie sie sich selten findet, ein edles, mit Ungemach kämpfendes Gemüth, durch eines der zartesten, aber bedeutsamsten Zeichen öffentlicher Theilnahme zu erheitern. Es ist indessen schwer, einen Mann von Genie, den man täglich vor Augen hat, gehörig zu würdigen. Er wird mit andern Leuten vermischt und gleich ihnen beurtheilt. Seine großen Eigenschaften verlieren ihre Neuheit, und wir werden zu vertraut mit den gewöhnlichen Bestandtheilen, welche die Grundlage selbst des erhabensten Charakters bilden. Einige von Herrn Roscoe's Landsleuten mögen ihn als einen bloßen Geschäftsmann betrachten, andere als einen Politiker; alle sehen ihn, wie sich selbst, in ganz gewöhnliche Beschäftigungen verwickelt, und dünken sich selbst vielleicht in mancher Rücksicht an weltlicher Klugheit ihm überlegen. Sogar die liebenswürdige und anmaßungslose Einfachheit des Charakters, welche der wahren Vorzüglichkeit eine so unbeschreibliche Anmuth verleiht, mag die Ursache sein, daß er von gemeinen Seelen, welche nicht wissen, daß wirkliches Verdienst stets ohne Schimmer und Ansprüche ist, nicht hinlänglich geschätzt wird. Aber der wissenschaftliche Mann, welcher von Liverpool redet, redet davon, als von dem Aufenthaltsorte Roscoe's. – Der unterrichtete Reisende, der den Ort besucht, fragt, wo er Roscoe sehen kann. Er ist das wissenschaftliche Wahrzeichen des Orts, dessen Dasein er dem entfernten Gelehrten ankündigt. – Er erhebt sich, wie die Säule des Pompejus in Alexandrien, allein in klassischer Würde.Wir unterschreiben, was bei dieser Stelle Herr Spieker sagt: »Man wird mir erlauben, auf mein eigenes Werk über England zu verweisen, um darzuthun, daß auch ich dem Manne, der eine Zierde Englands ist, den Tribut der Achtung und Bewunderung gezollt habe, die ganz Europa dem Geschichtschreiber der Medici schuldig ist.«

Des folgenden Sonnettes, welches Herr Roscoe an seine Bücher richtete, als er sich von ihnen trennen mußte, wurde in dem vorstehenden Abschnitte gedacht. Wenn irgend etwas dem reinen Gefühle und den erhabenen Gedanken, welche darin ausgesprochen sind, eine größere Eindringlichkeit geben kann, so ist es die Ueberzeugung, daß das Ganze kein leerer Erguß der Phantasie, sondern der wahre Ausdruck der Gefühle des Verfassers ist.

 
Sonnett.
        Wie Einer, der sich von den Freunden trennt,
Den herben Abschied durch den Trost versüßt,
Daß bald er seine Lieben wieder grüßt,
Den Schmerz so mildernd, der im Herzen brennt:

Geliebte Freunde, so werd' ich getrennt
Von euch, die Weisheit ihr und Kunst umschließt,
Und Trost in unsere trüben Stunden gießt –
Wohl dem, der da noch schön'res Hoffen kennt:

Wenn wenig kurze Jahre, Tage schwanden
Dann werden bess're Zeiten sich gestalten,
Und unser Aller Bund blüht neu und hehr.

Dann werden, frei von allen Erdenbanden,
Verwandte Geister sich umfangen halten
Und nichts trennt dann ihr ew'ges Bündniß mehr.

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