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Gottfried Crayon's Skizzenbuch

Washington Irving: Gottfried Crayon's Skizzenbuch - Kapitel 21
Quellenangabe
typesketch
booktitleGottfried Crayon's Skizzenbuch
authorWashington Irving
translatoranonym
editorJ. V. Adrian
firstpubca. 1830
year1846
publisherJohann David Sauerländer
addressFrankfurt am Main
titleGottfried Crayon's Skizzenbuch
created20050812
sendergerd.bouillon
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Die Landkutsche.

    Omne bene,
    Sine poena,
Tempus est ludendi.
    Venit hora
    Absque mora
Libros deponendi.
Altes Schulferien-Lied.

In den vorhergehenden Blättern habe ich einige allgemeine Bemerkungen über die Weihnachtsfeierlichkeiten in England gemacht, und bin versucht, sie durch einige Anecdoten von einer Weihnachtszeit, die ich einmal auf dem Lande zugebracht, zu erläutern; bei dem Durchlesen derselben lade ich jedoch die Leser sehr höflich ein, den Ernst der Weisheit bei Seite zu legen und den echten Feiertagsgeist anzunehmen, der mit der Thorheit Nachsicht hat und nur Unterhaltung sucht.

Während einer Decemberreise in Yorkshire, fuhr ich, an dem Tage vor Weihnachten, eine lange Strecke in einem der öffentlichen Wagen. Die Kutsche war, sowohl innen als außen, ganz mit Reisenden besetzt, die, nach ihren Reden, meistens auf dem Wege nach den Wohnungen ihrer Verwandten oder Freunde begriffen waren, um das Weihnachts-Mittagsessen zu verzehren. Auch war die Kutsche mit Körben voll Wild und mit Schachteln und Körbchen voll Leckerbissen beladen; und Hasen hingen mit ihren langen Ohren am Kutschersitze umher, Geschenke von entfernten Freunden zum bevorstehenden Feste. Ich hatte drei hübsche, rothwangige Schulknaben zu Mitgefährten im Wagen, Bursche, ganz von der körnigen Gesundheit und dem männlichen Geiste, welche ich an den Kindern in diesem Lande bemerkt habe. Sie kehrten in voller Lust für die Feiertage nach Hause zurück, und versprachen sich eine Welt von Freuden. Es war ergötzlich, den riesenhaften Vergnügungsplänen der kleinen Schelme zuzuhören, und den unglaublichen Thaten, welche sie während der sechswöchentlichen Befreiung von der verhaßten Sclaverei der Bücher, der Ruthe und des Schulmeisters, verrichten wollten. Sie freuten sich schon im Voraus auf das Zusammentreffen mit der Familie und den Hausbewohnern, selbst bis auf die Katze und den Hund hinab; und auf das Vergnügen, das sie ihren kleinen Schwestern durch die Geschenke machen würden, womit sie sich die Taschen vollgestopft hatten; was sie aber mit der meisten Ungeduld zu erwarten schienen, war das Wiedersehen Bantams, der, wie ich fand, ein Klepper im väterlichen Hause war, und ihren Reden nach, mehr Tugenden besaß, als irgend ein Roß seit den Tagen des Bucephalus. Wie der traben, wie der laufen und was er springen konnte – es gab keine Hecke in der ganzen Gegend, über die er nicht setzte.

Sie standen unter der besondern Aufsicht des Kutschers, an den sie, sobald sich irgend eine Gelegenheit fand, ein Heer von Fragen richteten, und ihn für einen der besten Bursche in der Welt ausgaben. Auch konnte ich nicht umhin, das mehr als gewöhnlich geschäftige Ansehen und die wichtige Miene des Kutschers zu bemerken, der seinen Hut etwas auf einer Seite trug, und einen großen Strauß von Weihnachtsgrün in dem Knopfloche seines Rocks stecken hatte. Er ist immer eine Person, die ihre vielen Sorgen und Geschäfte hat; ganz besonders aber ist er dieß in dieser Zeit, wo er, des großen Austausches der Geschenke wegen, eine Menge von Aufträgen auszurichten hat. Und hier wird es meinen ungereisten Lesern vielleicht nicht unangenehm sein, eine Skizze zu finden, die als eine allgemeine Schilderung dieser sehr zahlreichen und wichtigen Classe von Geschäftsleuten dienen kann, welche eine ihnen eigenthümliche Kleidung, Art und Weise, Sprache und Aussehen haben, und die die ganze Brüderschaft bezeichnen, so daß, wo man nur einen englischen Landkutschen-Fuhrmann sieht, man ihn nicht wohl als zu einem anderen Gewerbe gehörig betrachten kann.

Er hat gewöhnlich ein breites volles Gesicht, sonderbar roth gesprenkelt, als ob das Blut durch grobe Nahrungsstoffe in jedes Gefäß der Haut getrieben worden wäre; er ist, durch häufigen Genuß von Malzgebräu, zu einem hübschen Umfang gediehen, und seine Dicke wird durch eine Menge von Röcken, in die er wie ein Kehlkopf begraben ist, und wovon der obere ihm bis an die Fersen geht, noch vergrößert. Er trägt einen Hut mit breiter Krämpe und niedrigem Kopfe; ein dickes farbiges Halstuch, das künstlich geknotet und in den Busen eingezogen ist, und hat zur Sommerzeit einen großen Blumenstrauß im Knopfloche, sehr wahrscheinlich das Geschenk eines verliebten Landmädchens. Seine Weste ist gewöhnlich von irgend einer hellen Farbe, gestreift, und seine Beinkleider gehen weit über die Kniee hinab, wo sie an ein Paar Klappstiefeln stoßen, die ihm ungefähr bis auf die Hälfte des Beines reichen.

Diese ganze Tracht wird stets in großer Ordnung erhalten; er ist stolz darauf, seine Kleider immer von trefflichen Stoffen zu haben; und man bemerkt an ihm, trotz der äußerlichen Rohheit seiner Erscheinung, stets eine gewisse Nettigkeit und Sauberkeit, welche einem Engländer beinahe angeboren sind. Er erfreut sich auf der Landstraße einer großen Wichtigkeit und Bedeutsamkeit; hat häufige Berathungen mit den Hausfrauen in den Dörfern, welche ihn wie einen äußerst zuverlässigen und besonnenen Mann betrachten; und er scheint mit jedem helläugigen Landmädchen in einem guten Verständniß zu sein. Sobald er an dem Orte ankommt, wo die Pferde gewechselt werden, wirft er die Zügel mit einer gewissen Art von sich, und überläßt dem Hausknecht die Sorge für die Thiere, da es sein Amt nur ist, von einer Station nach der andern zu fahren. Wenn er vom Bocke gestiegen ist, steckt er die Hände in die Taschen seines Ueberrocks, und wiegt sich auf dem Hofe mit einer wahren Herrschermiene umher. Hier umgibt ihn gewöhnlich ein bewundernder Haufe von Hausknechten, Stalljungen, Schuhputzern und jenen namenlosen Anhängseln, welche Gasthöfe und Schenken belagern, Gänge machen, und alle Arten von Diensten verrichten für das Vorrecht, sich von dem Abfall in der Küche und dem, was in dem Schenkzimmer daneben fließt, zu ernähren. Diese betrachten ihn alle wie ein Orakel; speichern sich sorgfältig seine Kunstausdrücke auf; wiederholen seine Aussprüche über Pferde und ähnliche Gegenstände der Reitknechts-Kunde; und bemühen sich vor allem, sein Aeußeres und seine Haltung nachzuahmen. Jeder Lump, der nur einen Rock auf dem Leibe hat, steckt seine Hände in die Taschen, wiegt sich bei seinem Gange, spricht in Kunstausdrücken, und ist ein Kutscher im Embryo.

Vielleicht war es eine Wirkung der angenehmen Heiterkeit, die in meinem Gemüthe herrschte, daß ich auf der ganzen Reise in jedem Gesichte Fröhlichkeit zu lesen glaubte. Eine Landkutsche bringt indessen immer Leben mit sich, und setzt, während sie dahinrollt, die ganze Welt in Bewegung. Wenn das Horn am Eingange des Dorfes erklingt, so entsteht eine allgemeine Erregung. Einige eilen fort, ihre Freunde zu bewillkommen; Andere, mit Bündeln und Pappschachteln beladen, um Plätze in der Kutsche zu erhalten, wobei sie in der Eile des Augenblicks kaum Zeit genug haben, um Abschied von dem Haufen zu nehmen, der sie begleitet. Unterdessen hat der Kutscher eine Welt von kleinen Aufträgen auszurichten. Hier liefert er einen Hasen oder Fasanen ab; dort wirft er ein kleines Packet oder eine Zeitung an die Thür eines Wirthshauses hin; dort reicht er, mit einem bedeutsamen Seitenblick und einigen schlauen Worten, einem halb erröthenden, halb lächelnden Hausmädchen ein sonderbar gestaltetes Liebesbriefchen von irgend einem Bewunderer vom Lande. Indem die Kutsche durch das Dorf rasselt, läuft Alles ans Fenster, und man sieht auf allen Seiten frische Landgesichter und blühende, kichernde Mädchen. An den Ecken stehen Versammlungen von Dorf-Müßiggängern und weisen Leuten, welche hier ihren Standpunkt wählen, um die Leute vorbeigehen zu sehen; die allerweiseste Versammlung ist aber die vor der Thür des Schmieds, für die das Vorüberfahren der Kutsche ein an mancher Spekulation fruchtbares Ereigniß ist. Der Schmied hält, den Pferdehuf in der Hand, mit der Arbeit ein, während das Fuhrwerk vorbeirollt; die um den Amboß versammelten Cyklopen lassen ihre tönenden Hämmer ruhen und das Eisen kalt werden, und das rusige Gespenst mit seiner Mütze von braunem Papier, das an dem Blasebalg arbeitet, lehnt sich einen Augenblick auf den Handgriff und läßt das keuchende Werkzeug einen langgezogenen Seufzer thun, während er durch den schwarzen Rauch und die Schwefelhelle der Schmiede dahinstarrt.

Vielleicht hatten die bevorstehenden Feiertage der Gegend eine mehr als gewöhnliche Lebendigkeit gegeben, denn es schien mir, als ob Jedermann munter aussähe und guter Laune wäre. Wild, Geflügel und andere Leckerbissen der Tafel, waren in lebhafter Bewegung von einem Dorfe zum andern, und die Läden der Gewürzkrämer, Schlächter und Fruchthändler dicht mit Kunden gefüllt. Die Hausfrauen bewegten sich flink umher, und brachten ihre Wohnungen in Ordnung, und die glänzenden Zweige der Stechpalme, mit ihren hochrothen Beeren, begannen an den Fenstern sichtbar zu werden. Dieser Auftritt erinnerte mich an die Nachricht eines alten Schriftstellers über die Zurüstungen zu Weihnachten: »Jetzt müssen Kapaunen und Hühner, nebst Truthähnen, Gänsen und Enten, Ochsen und Hämmeln – alles muß sterben – denn in zwölf Tagen läßt sich eine Menge von Leuten nicht mit Wenigem ernähren. Jetzt füllen Rosinen und Gewürz, Zucker und Honig die Lücken zwischen Pasteten und Brühen auf. Jetzt oder nie muß die Musik wohl stimmen, denn die Jugend muß tanzen und singen, um sich warm zu machen, während die Alten bei dem Feuer sitzen. Das Landmädchen läßt seinen halben Einkauf zurück, und muß noch einmal ausgeschickt werden, wenn sie am Weihnachtsabend ein Spiel Karten mitzubringen vergißt. Groß ist der Streit zwischen Stechpalme und Epheu, und ob der Herr oder die Frau die Hosen trägt. Würfel und Karten bringen dem Kellermeister etwas ein, und wenn es dem Koch nicht an Verstand fehlt, so leckt er gewiß seine Finger hübsch ab.«

Ans diesem Fluge üppigen Denkens ward ich durch einen lauten Schrei meiner kleinen Reisegefährten erweckt. Sie hatten die letzten wenigen Meilen beständig aus den Kutschenfenstern gesehen, jeden Baum und jede Hütte begrüßt, während wir vorüberfuhren, und nun gab es ein allgemeines Freudengeschrei. – »Da ist Johann! und da ist der alte Carlo! und da ist Bantam!« riefen die glücklichen kleinen Schelme, in die Hände klatschend.

Am Ende eines Weges stand ein alter, nüchtern aussehender Bedienter in Livree, der sie erwartete; er hatte einen ausgedienten alten Hühnerhund und den furchtbaren Bantam bei sich, eine alte, kleine Ratte von Klepper, mit einer buschigen Mähne und langem, rostigen Schweif, der ruhig nickend an der Landstraße stand, und sich die stürmischen Zeiten, die seiner jetzt warteten, wenig träumen ließ.

Es machte mir viel Vergnügen, zu bemerken, mit welcher Liebe die kleinen Leute um den alten Bedienten hersprangen, und den alten Hühnerhund herzten, der vor Freude am ganzen Leibe zitterte. Aber Bantam war der große Gegenstand des Interesses; alle wollten ihn zu gleicher Zeit besteigen, und es hielt schwer, ehe der alte Johann es einrichten konnte, daß sie einer nach dem andern reiten, und daß der Aelteste zuerst aufsitzen sollte.

Endlich ging es fort; Einer auf dem Klepper, mit dem Hund vor ihm herspringend und bellend, und die beiden Anderen den Johann an beiden Händen haltend; beide zu gleicher Zeit sprechend, und ihn mit Fragen über »zu Hause« und mit Schulanecdoten bestürmend. Ich sah ihnen mit einem Gefühl nach, von dem ich nicht weiß, ob Vergnügen oder Traurigkeit darin vorherrschte; denn ich gedachte der Tage, wo ich, wie sie, weder Sorgen noch Schmerz kannte, und ein freier Tag der Gipfel irdischer Glückseligkeit für mich war. Wir hielten einige Augenblicke nachher an, um die Pferde zu tränken, und als wir unsere Reise fortsetzten, ließ uns eine Krümmung der Straße ein nettes Landhaus erblicken. Ich konnte deutlich die Gestalten einer Dame und zweier jungen Mädchen unter der Säulenhalle entdecken, und sah meine kleinen Cameraden mit Bantam, Carlo und dem alten Johann den Fahrweg entlang ziehen. Ich lehnte mich zu dem Kutschenfenster hinaus, und hoffte die glückliche Bewillkommung mit ansehen zu können, aber ein Gebüsch entzog sie meinem Blicke.

Am Abend erreichten wir ein Dorf, wo ich zu übernachten beschlossen hatte. Als wir in den großen Thorweg des Gasthofes fuhren, sah ich auf der einen Seite das Licht eines hellen Küchenfeuers durch das Fenster strahlen. Ich trat hinein und bewunderte zum hundertsten Male dieses Gemälde der Bequemlichkeit, Nettigkeit und gerader, ehrlicher Freude, – die Küche eines englischen Gasthofes. Sie war von geräumiger Ausdehnung, rundum mit hellglänzendem Kupfer und Zinngeschirr behängt, und hier und da mit Weihnachtsgrün verziert. Schinken, Zungen und Speckseiten hingen von der Decke herab; ein Bratenwender rasselte unaufhörlich neben dem Herde, und eine Uhr tickte in einem Winkel. Ein wohlgescheuerter tannener Tisch nahm die eine Seite der Küche ein, mit einem kalten Stück Rindfleisch und anderer derber Kost darauf, über welche zwei schäumende Krüge Ale Wache zu halten schienen. Reisende aus der niedern Classe schickten sich an, auf diese kräftige Speise einen Angriff zu machen, während Andere, rauchend und schwatzend bei ihrem Ale, auf zwei eichenen Schemeln mit hohen Lehnen, neben dem Feuer saßen. Flinke Hausmädchen liefen ab und zu, nach den Anweisungen einer frischen thätigen Hausfrau; wobei sie jedoch dann und wann einen Augenblick wahrnahmen, um ein flüchtiges Wort mit der Gruppe, die um das Feuer saß, zu wechseln, oder mit ihr recht herzlich zu lachen. Der Auftritt verwirklichte vollständig des armen Robin's bescheidenen Begriff von der Behaglichkeit eines Winterabendes:

Jetzt ist der Baum des Laubhut's baar,
Und grüßt des Winters Silberhaar;
Ein lust'ger Wirth, 'ne Wirthin schöne,
Ein Krug mit Ale, der Trinksprüch Töne,
Tabak und gutes Feuer bringen
Uns Freude jetzt vor allen Dingen.Des armen Robin's Kalender 1684.

Ich war noch nicht lange in dem Wirthshause, als eine Postchaise an der Thüre vorfuhr. Ein junger Herr stieg aus, und bei dem Schein der Lampen erblickte ich ein Gesicht, das mir bekannt vorkam. Ich trat vor, um es näher zu sehen, als er mich ebenfalls bemerkte. Ich hatte mich nicht geirrt; es war Frank Bracebridge, ein munterer, wohlgemuther junger Mann, mit dem ich einst auf dem Festlande gereist war. Unser Willkomm war überaus herzlich, denn das Gesicht eines alten Reisegefährten erinnert immer an tausend angenehme Auftritte, sonderbare Abenteuer und vortreffliche Späße. Alle diese bei einer flüchtigen Zusammenkunft in einem Gasthofe zu erörtern, war unmöglich; und da er hörte, daß meine Zeit nicht drängte und daß ich bloß eine Beobachtungsreise machen wollte, so bestand er darauf, daß ich einen oder zwei Tage auf dem Landsitze seines Vaters, nur wenige Meilen weiter, zubringen sollte, wohin er eben zu gehen im Begriff war, um dort während der Feiertage zu verweilen. »Es ist besser, als in einem Wirthshause ein einsames Weihnachts-Mittagsessen zu verzehren,« sagte er: »und ich kann Euch eine herzliche Aufnahme, vielleicht ein wenig im alten Style, versprechen.« Seine Gründe waren einladend, und ich muß gestehen, daß die Zurüstungen, welche ich zur allgemeinen Festlichkeit und zum geselligen Genusse machen sah, mir meine Einsamkeit ziemlich fühlbar machten. So nahm ich denn ohne Weiteres seine Einladung an; die Chaise fuhr am Thore vor, und nach wenigen Augenblicken war ich auf dem Wege nach dem Stammhause der Bracebridge.

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