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Goldköpfchen als Mutter

Magda Trott: Goldköpfchen als Mutter - Kapitel 8
Quellenangabe
typefiction
authorMagda Trott
titleGoldköpfchen als Mutter
publisherPaul Franke Verlag
yearo.J.
firstpub1932
correctorreuters@abc.de
secondcorrectorRegine Kreutz
senderwww.gaga.net
created20160801
modified201802121
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7.
Vom Freudenspenden

»Ihr Kinderlein, kommet, o kommet doch all –«

Mit lauter Stimme sang der kleine Hermann Wendelin das Weihnachtslied und schlug dazu die neue Trommel.

»Sei still, Helga will singen!« tönte es aus der Ecke des Zimmers herüber, und gleich darauf setzte ein feines Kinderstimmchen ein:

»O Tannebaum, o Tannebaum, wie grün sind deine Blätter!«

Aber Hermann ließ sich nicht stören. Nur noch lauter begann er zu singen. »Ihr Kinderlein, kommet, o kommet doch all!«

»Wie grü – ü – ün sind deine Blätter!«

»Stille bist du, kleines Mädchen!«

»Oller dummer Junge. O Tannebaum – o Tannebaum–«

Bums! – Der Trommelstock wurde nach der Ecke geschleudert, in der die kleine Helga Wagner saß. Sie weilte mit den Eltern zum ersten Male im Hause des Großvaters, in der Apotheke zu Dillstadt. Der Apothekenbesitzer und seine Gattin hatten schon lange Vorbereitungen getroffen, einmal alle Kinder und Enkelkinder zusammen zu vereinen, und so hatte man beschlossen, dieses Weihnachtsfest gemeinsam zu feiern. Sogar Großmama Lindberg fehlte nicht. Frau Wagner hatte die Mutter mehrfach gewarnt, zu kommen, doch die gute alte Dame behauptete, sie sei Kindertrubel gewöhnt, in Heidenau ginge es immer recht lebhaft zu.

Harald Wendelin, der ebenfalls mit Frau und seinen beiden Jungen nach Dillstadt gekommen war, hatte die Reise im Auto zurückgelegt, um der Großmama alle Bequemlichkeiten zu schaffen. Seine Firma stellte ihm bereitwilligst den Wagen für diese Reise zur Verfügung, den Harald selbst gesteuert hatte.

So war diese Reise für die Kinder ein doppeltes Vergnügen, für Frau Lindberg allerdings etwas anstrengend, weil die beiden Knaben trotz aller Ermahnungen keine Ruhe hielten. Unterwegs hatte Harald angehalten und sich zuerst Hermann nach vorn geholt, eine halbe Stunde später folgte Jürgen, und nun hatte der arme Vater seine liebe Not mit den Jungen, die durchaus den »Karren« allein steuern wollten.

Joachim Wagner, der seit sechs Jahren mit einer tüchtigen Frau verheiratet war und in Süddeutschland eine gutbezahlte Stelle als Ingenieur bekleidete, hatte sich auch für die Weihnachtstage bei den Eltern in Dillstadt angesagt und seine vierjährige Tochter Helga mitgebracht.

Außer diesen Gästen waren auch noch Martin und Kuno gekommen, die beiden Studenten, von denen Martin das dritte Semester Medizin studierte; Kuno hingegen hatte sich entschlossen, Apotheker zu werden, um später einmal die Apotheke des Vaters zu übernehmen. Sein Plan, das praktische Jahr beim Vater durchzumachen, fiel ins Wasser. Herr Wagner meinte, daß es seinem Sohne viel nützlicher sei, unter einem fremden Chef zu arbeiten, und Kuno hatte sich fügen müssen.

So war die Apotheke in Dillstadt bis unter das Dach mit Gästen besetzt. Gleich am ersten Tage hatte es einen mächtigen Streit gegeben, denn Hermann wollte durchaus in dem Zimmer schlafen, in dem Helga mit den Eltern schlief. Jenes Zimmer hatte ein dreiteiliges Fenster, während Hermanns Quartier zwei »ganz olle gewöhnliche Fenster« aufzuweisen hatte. Das behagte ihm ganz und gar nicht.

»Kleines Mädchen, ich komme nachts als schwarzer Teufel zu dir und schmeiße dich aus dem Bett!«

»Dann nehme ich Vaters Stiefel und schmeiße nach dir!«

»Hach, dein Vater hat ja die Stiefel an!«

»Wenn er sie ausgezieht hat.«

So ging die Häkelei den ganzen Tag fort. Großpapa Wagner mußte oft energisch eingreifen, um die Störenfriede zur Ruhe zu bringen.

Selbstverständlich war es für die Kinder ein großes Vergnügen, zwischen den vielen Erwachsenen umherzulaufen und jeden mit Fragen zu bestürmen. Jürgen, der zweijährige Blondkopf, lief von einem zum anderen und fragte neugierig:

»Bist du auch ein Papa von mir oder eine Mutti?«

Es wollte dem Kleinen durchaus nicht in den Kopf, daß der Opa ein Vater, ein Vati und ein Opa war, und daß alle die vielen Frauen lauter Muttis waren. Das begriff er noch nicht. Aber hier in der Apotheke gab es so viel zu sehen, denn alles war dem kleinen Kerl neu.

Herr Wagner und sein Provisor behaupteten, sie brauchten jeder zwanzig Augen, denn unnütze Kinderhände wollten immer wieder nach den Büchsen und Flaschen greifen, die in der Apotheke umherstanden.

»Nichts anfassen!« drohte der Provisor, »jede Büchse beißt. Sie sind aus glühendem Eisen.«

»Hahaha,« lachte Hermann, »Eisen beißt doch nicht!«

»In jeder Büchse sitzt ein Tier mit Hörnern, und wenn man die Büchse anfaßt, springt es heraus und stößt nach euch.«

Da kauerte Hermann eine halbe Stunde lang in der Ecke und wartete darauf, daß der Provisor eine Büchse anfassen mußte. Und als das geschah und sich kein Tier zeigte, fing er so laut an zu schreien, daß dem Provisor das Glas beinahe aus der Hand gefallen wäre.

»Oller Schwindler!«

Es war ein Glück, daß das Weihnachtsfest mit seinen letzten Vorbereitungen die Gedanken der Kinder in andere Bahnen lenkte. Da saßen sie zusammen und berieten, was ihnen wohl der Weihnachtsmann bringen werde.–

Obwohl Apotheker Wagner und seine Frau übermäßig zu tun hatten, denn ein jeder sollte bedacht werden, freuten sie sich selbst auf die Festtage, in denen sie sich ganz ihren Kindern und Kindeskindern widmen konnten. Wohl wischte sich Wagner manchmal verstohlen dicke Schweißtropfen von der Stirn, wohl durchlebte er viele unruhige Minuten, wenn er irgendwo Poltern und Klirren hörte; aber es war trotzdem herrlich, einmal alle Kinder wieder um sich zu haben und sich an Joachims und Bärbels Glück zu erfreuen.

Das Fest hatte seinen Einzug gehalten, Kinderjubel, wie er selten gehört wurde, durchhallte das große Haus. Aber nicht nur die Kleinen gaben ihrer Freude lebhaften Ausdruck, auch Bärbel und Hanna konnten sich laut und herzlich über die Geschenke freuen, lachten und lärmten mit den Kindern, und Großmama Lindberg zog sich deshalb mit Frau Wagner schnellstens aus dem Bescherungszimmer zurück, weil sie fürchteten, der Kopf springe ihnen auseinander. Aber man fand in der ganzen Apotheke keinen Raum, in den der Jubel nicht hineinschallte. Die Vorübergehenden auf der Straße schauten lachenden Blickes hinauf zu den hellerleuchteten Fenstern und meinten:

»Nun ja, in der Apotheke hat schon immer reges Leben geherrscht.«

Alles wurde bestaunt, unzählige Fragen an Bärbel und Hanna gerichtet, immer wieder mußte man den Kindern vom Weihnachtsmann erzählen, der mit so reichen Geschenken eingekehrt war.

»Ist morgen noch 'mal Weihnachten?« fragte Hermann.

»Jetzt kommen die Weihnachtsfeiertage, an denen die Menschen nicht arbeiten, sondern sich an dem Fest freuen.«

»Ich weiß,« meinte die kleine Helga altklug, »heute ist der Weihnachtsmann gekommen, und morgen schickt er seine Frau. Dann geht das Schenken von neuem los.«

»Oh, – dann wünsche ich mir,« rief Hermann stürmisch, »wünsche –«

»Hast du noch nicht genug, Hermann? Soll der Weihnachtsmann vielleicht alles wieder fortholen? Müssen Kinder nicht bescheiden sein?«

»Mutti? – Dürfen wir jetzt wieder unartig sein? Wir waren doch immer nur so brav, daß der Weihnachtsmann kommen sollte. Nun haben wir uns so gemüht, nun können wir doch wieder so ein ganz klein bißchen unartig sein.«

»Nein, mein Junge, das dürft ihr nicht, im Gegenteil, ihr seid alle sehr reich beschenkt worden, dafür müßt ihr dankbar sein. Alle haben euch so viel Freuden bereitet, nun liegt es an euch, auch den Erwachsenen Freude zu machen.«

»Der Jürgen will Freude machen,« krähte der Zweijährige.

»So ist es recht,« lobte Goldköpfchen. »Ihr müßt euch bemühen, recht lieb und brav zu sein, die Großeltern haben so viel Mühe auf sich genommen, die müßt ihr ihnen ein wenig vergelten. Seid also recht brave und folgsame Kinder und seht zu, daß ihr uns alle in der nächsten Zeit erfreut.«

Diese Worte Bärbels waren auf die drei Kinder nicht ohne Eindruck geblieben. Flüsternd saßen sie in der Ecke des Zimmers hinter dem Weihnachtsbaume und unterhielten sich, wie sie wohl allen eine Freude machen könnten. Doch sie fanden nicht das Rechte. Wohl erklärte sich Hermann bereit, der Urgroßmama die Haselnüsse zu schenken, die er nicht gerade gern aß, aber Frau Lindberg äußerte über dieses Geschenk recht wenig Freude und meinte, daß sie Nüsse nicht mehr beißen könne.

Da kam gegen Mittag Hermann strahlend zu seinen Eltern gelaufen und sagte mit leuchtenden Augen:

»Mutti, – ist es lieb vom Hermann, wenn er auch einem anderen Manne eine Freude macht?«

»Freilich, mein Kleiner.«

»Der Hermann hat einem Manne, der wie ein Schornsteinfeger aussah, aber nicht so schwarz war wie ein Schornsteinfeger, sein Taschentuch geschenkt.«

»Was hast du gemacht?«

»Ist der Mann mit so einem hohen Hut am Garten vorbeigegangen und hat den Hermann gefragt, ob er nicht ein Taschentuch hätte. Und weil du uns gesagt hast, daß Schenken sehr was Schönes ist, habe ich ihm mein Taschentuch in die Hand gedrückt und bin davongelaufen.«

»Ganz klar ist mir die Sache nicht,« meinte der Vater. »Was war denn das für ein Mann?«

»Weiß nicht, Vati.«

»Und dann verschenkst du dein Taschentuch?«

»Na, laß 'mal, Mutti, es war nicht schade drum, es war schon schrecklich schmutzig, und dann hat der Jürgen mit einem Nagel viele Augen hineingebohrt.«

»Und dieser Mann wollte dein Taschentuch haben?«

»Freilich, Mutti, – er hat doch gesagt, daß er kein Taschentuch hätte. Da habe ich ihm meines gegeben.«

Schon eine Stunde später klärte sich das Mißverständnis auf. Professor Heimers hatte im Nebenhause einen Besuch gemacht. Als er an der Apotheke vorüberging, war gerade von ihm beobachtet worden, wie sich Hermann mit dem Ärmel seines guten blauen Anzuges die kleine Nase abwischte. Er hatte darauf an den Knaben die Frage gerichtet, ob er denn kein Taschentuch habe, worauf ihm der freundliche Knabe einen zerrissenen, unsauberen Lappen in die Hand drückte, mit dem Bemerken: ›Da hast du, ich schenke es dir!‹ Ehe der Professor noch recht zur Besinnung gekommen war, war der Knabe wieder davongelaufen. Nun wurde dieses Taschentuch in der Apotheke mit einem Gruß des Professors abgegeben. Harald Wendelin brach in herzliches Lachen aus, als er das Eigentum seines Sohnes wieder in Händen hielt.

Aber eine noch viel schlimmere Überraschung stand Frau Wagner bevor. Unnütze Kinderhände waren wieder einmal am Werke, um Schaden anzurichten. Der große Tisch im Eßzimmer stand gedeckt, die hungrigen Kleinen waren hineingelaufen und warteten, ob es nicht bald etwas zu essen gäbe.

Die Mutti wurde darum befragt.

»Ihr müßt noch etwas warten,« sagte Bärbel, »der Tisch muß erst noch ein wenig geschmückt werden.«

Begehrlich schauten die drei Kinder auf die Schüsseln mit dem Kompott. Da standen eingelegte Kirschen, Birnen und Kürbis. Die Augen des kleinen Jürgen wurden groß und immer größer. Besonders die roten, leuchtenden Kirschen hatten es ihm angetan. Gestern erst hatte er gesehen, wie die Großmama solche rote Kirschen auf einen Kuchen legte. Es war ein schöner Kranz geworden, und die vielen roten Punkte hatten dem Kinde sehr gefallen. Wenn er nur seiner Mutti eine Freude machte und ihr um den Teller auch solch einen Kranz von den roten Kirschen legte? Oh, wie würde das prächtig aussehen!

Er teilte seinen Plan dem größeren Bruder mit, doch der meinte bedenklich: »Ich glaube, das gibt Flecke, – aber schön wäre es schon. – Du mußt es eben allein machen.«

»Oh, Jürgen will es machen!«

Man half ihm, auf den Stuhl zu steigen, Hermann und Helga rückten ihm sogar die Schüssel mit den Kirschen ganz in die Nähe, und dann schauten beide mit pfiffigen Gesichtern zu, wie die kleinen ungeschickten Kinderhändchen bald hier, bald dort eine eingelegte Kirsche auf das weiße Tischtuch fallen ließen.

»Oh,« sagte der kleine Jürgen erfreut, »ist das schön!«

Hermann schwieg dazu. Wohl freute er sich über das spaßige Werk des Bruders, doch war ihm nicht ganz wohl dabei. Die Mutti hatte es nicht gern, wenn er auf das Tischtuch Flecke machte.

Jürgen ließ sich in seiner Arbeit nicht stören. Er fand es sehr schön, daß so viele Kirschen auf das weiße Tischtuch verteilt wurden. Helga betrachtete prüfend das Werk, drohte Jürgen schließlich mit dem Finger und sagte:

»Ich glaube, nachher kriegst du deine Prügel.«

»Na, laß nur,« meinte Hermann, »er hat noch lange nicht so viel bekommen wie ich, – es schadet ihm nichts!«

Schließlich half man dem Knirps wieder vom Stuhl herunter, und als jetzt im Nebenzimmer Stimmen laut wurden, verkrochen sich Hermann und Helga hinter den Fenstervorhang, während der kleine Jürgen mitten im Zimmer stehenblieb.

Frau Wagner mit Bärbel betraten das Zimmer.

»Mutti,« krähte ihr Jürgen vergnügt entgegen, »sieh 'mal, so schön!« Dabei wies das kleine Händchen zur Tafel.

Aus Bärbels Munde kam ein Ausruf des Schreckens. Hermann und Helga drückten sich vor Freude fest aneinander, sie fühlten sich heute völlig unschuldig.

»Wer hat denn das gemacht?«

»Der gute, kleine Jürgen!«

»Was fällt dir denn ein?«

»Aber, Jürgen,« tadelte Frau Wagner, »hast du die Schüsseln anzufassen? – Darf das ein artiges Kind tun?«

»Jürgen machte seiner Mutti eine Freude!«

Bärbel wollte erregt auffahren, da legte die Mutter beschwichtigend die Hand auf den Arm der Tochter.

»Wir hätten den Jungen nicht allein lassen sollen, Bärbel. – Wo mögen wohl die beiden anderen sein?«

Hinter dem Vorhang rührte sich nichts.

»Hermann und Helga hätten doch auf Jürgen ein wenig achthaben können. – Wo steckt nur das kleine Volk? – Ich will rasch abräumen, Mutti.«

»Wir haben doch nichts gemacht,« flüsterte Hermann seiner Base zu.

Der Tisch wurde neu gedeckt. Als Bärbel gerade einige Schüsseln neu aufstellte, fiel ihr Blick auf den Fenstervorhang, den eine Kinderhand zur Seite schob.

»Hermann – Helga!«

Sehr langsam erschienen die beiden.

»Was macht ihr denn dort?«

Nun ging es ans Verhör. Obwohl Hermann erklärte, daß der Jürgen ganz allein die Dekoration geliefert habe, bekam er doch ein paar tüchtige Schläge auf die Hände, so daß er in lautes Schreien ausbrach.

»Da hat er nun gar nichts gemacht, und er kriegt die Haue, und der andere kriegt nichts! – Die Helga hat auch zugesehen.«

»Du schweigst! – Du bist bereits ein großer Junge, du hättest wissen müssen, daß man das saubere Tischtuch nicht beschmutzen darf. Nun denke einmal über deine Unart nach, Hermann.«

Eine ganze Weile war es still, dann kam es murmelnd aus der Ecke: »Er denkt immerzu nach, – aber der Jürgen muß die Prügel kriegen.«

Der Schaden war wieder behoben; die Kinder waren heute während des Essens recht schweigsam, was natürlich dem Apothekenbesitzer nicht entging. Teilnahmsvoll erkundigte er sich beim kleinen Hermann, aus welchem Grunde seine Unterlippe heute so tief herabhinge. Aber Hermann warf nur einen scheuen Blick auf seine Mutti und flüsterte:

»Opa, – das erzähle ich dir später.«

Für den Knaben gab es während des heutigen Mittagessens noch eine unangenehme Überraschung. Als Gemüse reichte man Grünkohl herum. Grünkohl aber war für den kleinen Hermann ein entsetzliches Essen, und auch heute versuchte er, möglichst viel davon seiner Base Helga auf den Teller zu schieben. Aber Bärbel hatte ein wachsames Auge auf ihren Ältesten und gebot kurz und bündig, er solle seine Portion allein aufessen.

»Du hast heute alle Ursache, Hermann, brav und folgsam zu sein. Ärgere die Mutti nicht schon wieder. Grünkohl ist dir gesund.«

»So ein Deiwelszeug!«

Es half nichts, der kleine Mann mußte, wenn auch widerstrebend, den Teller leer essen und wurde erst durch die Nachspeise wieder versöhnt, denn der Großpapa schob ihm auch noch seinen Teller zu.

»Deine Mutti sagt nicht: ›Du mußt essen,‹ – ach, große Leute haben es doch zu gut!«

Am Nachmittag wurden die Kinder wieder in das Bescherungszimmer geschickt. Dort wußte man sie am besten aufgehoben. Hin und wieder fand sich einer der Erwachsenen ein, der zeitweise mit ihnen spielte, sogar die beiden Studenten, Kuno und Martin, ließen sich herab, den Kleinen allerlei Späße vorzumachen und sie zu unterhalten. Als sich aber im Laufe des Nachmittags Gäste einfanden, ermahnten die Eltern ihre Kinder nochmals dringend, jetzt recht artig zusammen zu spielen.

»Die Eltern haben heute gute Freunde bei sich, nun zeigt einmal, daß ihr artige Kinder seid, die sich auch einmal allein beschäftigen können. Ihr habt so viele schöne Spielsachen bekommen, daß ihr damit spielen könnt. Von Zeit zu Zeit wird der Vati oder die Mutti nach euch sehen, und wer dann am bravsten gewesen ist, dem machen wir eine besondere Freude.«

»Der Hermann möchte schon sehr artig sein,« sagte der Älteste, dem noch immer das heutige Erlebnis im Kopfe umherging, »aber es geht nicht so, wie er möchte«

»Warum geht es denn nicht, mein Junge?«

»Weil eben immer einer da ist, der anders möchte als der Hermann.«

»Wer soll denn da sein, Hermann? Das ist ja Unsinn, was du sagst. Wenn du nur wirklich willst, dann geht es schon.«

»Nein, Vati, – wenn der Hermann heute mittag nicht den ollen Grünkohl hätte aufessen müssen, wäre es schon gegangen. Aber in dem Grünkohl sitzt der Teufel, und den hat der Hermann nun mit verschluckt. Und wenn der Hermann sehr artig sein will, kommt der kleine Teufel und sagt: ›Ich will nicht!‹ Dann geht es nicht. Die Großmama hat gesagt, der Teufel ist ein starker Mann, und der Hermann ist doch nur ein kleiner Junge, der nichts dagegen machen kann, wenn der Teufel eben anders will.«

»In dem Grünkohl sitzt kein Teufel, merke dir das, mein Junge. Du hast dir da etwas ausgedacht, das nenne ich eine dumme Ausrede.«

»Du hast ihn nur nicht gesehen, aber der Hermann hat den kleinen Teufel heute mittag auf dem Teller 'rumhüpfen sehen. Er hat ihn mit aufessen müssen.«

»Dann spucke ihn nur wieder aus, den kleinen Teufel, oder mache den Mund fest zu, wenn der kleine Teufel etwas sagen will. Das ist noch viel besser, Hermann. – Wenn der Teufel etwas anderes will als du, so machst du eben den Mund fest zu.«

»Dann kommt er eben zu die Nasenlöcher 'raus!«

»Ei was, – du bist doch schon ein großer Junge, jetzt zeige mir 'mal, daß du den bösen Teufel in dir klein kriegst. So, und jetzt spielt ihr recht schön zusammen. Mutti kommt nachher herüber, um nach euch zu sehen.«

Es ging zunächst alles überraschend gut. Um fünf Uhr zeigte sich Frau Wagner und fand die Kinder in einträchtigem Spiel beisammen. Eine halbe Stunde später schlich Frau Lindberg davon, auch sie konnte bei ihrer Rückkehr zu den Gästen melden, daß oben alles in Ordnung sei. Wieder eine halbe Stunde später eilte Bärbel die Treppe empor und fand die drei Kinder zusammengekauert an der Tür sitzend.

»Nanu, warum seid ihr denn hier im Flur?«

»Geh nicht hinein,« sagte Hermann, »drin ist der Weihnachtsmann.«

Im ersten Augenblick glaubte Bärbel, daß die Kleinen mit einem Spiel beschäftigt seien, aber als sie ihrem Ältesten noch einmal in die Augen schaute, sah sie darin zitternde Angst.

»Mutti wird 'mal nachsehen.«

»Nein, ach nein,« rief Hermann flehend, »geh nicht hinein!«

Plötzlich hob Bärbel den Kopf. Was war denn das für ein eigentümlicher Geruch? Und schon schob sie die drei Kinder zur Seite, öffnete die Tür und – prallte zurück.

Auf der Erde lag der Weihnachtsbaum. Anscheinend waren von den Kleinen einige Lichter angezündet worden. Nun hatte die herunterhängende Decke des Tisches Feuer gefangen. Noch war die Flamme nicht groß, aber aus der Ecke des Zimmers kam dicker Qualm hervor.

Beim Öffnen der Tür entstand gelinder Zug, der das Schwelen zur hellen Flamme brachte. Bärbel sah, wie das Himmelbett, das Helga für ihre Puppe bekommen hatte, hell aufloderte. Die dünne Mullgardine war von der Flamme erfaßt worden.

Schuldbewußt kamen die Kinder hinter Bärbel hergelaufen.

»Mutti, wir haben nur schön gespielt, – da ist –«

»Tante Bärbel, – der Jürgen hat –«

Bärbel sah, daß die Kinder immer näher an das Feuer kamen. Wie leicht konnten auch sie von der Flamme ergriffen werden.

»Hinaus!«

Sie nahm die drei, schob sie zur Tür hinaus, schlug sie hinter ihnen zu, denn sie wußte, daß Zugluft in diesem Augenblick das Gefährlichste war. – Jetzt galt es, klaren Kopf zu behalten, um die Gefahr nicht noch zu vergrößern. Um Hilfe rufen? – Nein! – Inzwischen waren auch die Vorhänge von der Flamme erfaßt worden. Dort, die beiden Steppdecken, ein Geschenk des Apothekenbesitzers an seine Gattin. Bärbel besann sich nicht erst lange. Sie riß die beiden Decken von dem Gabentisch herunter und warf sie weit ausgebreitet über den Baum, über die schwelende Tischdecke und das Himmelbettchen. Dann warf sie sich selbst darüber, um das Feuer zu ersticken. Mit weit ausgebreiteten Armen drückte sie die Decken fest gegen den Fußboden. Währenddessen schaute sie spähend umher, ob nicht doch irgendwo ein Flämmchen zum Vorschein komme, das neue Gefahr brachte.

Den Kindern wurde angst. Besonders der kleine Jürgen war bei dem Hinauswerfen gestolpert. Er hatte sich heftig an die kleine Stupsnase geschlagen und schrie laut. Dieses Schreien wurde von einem der Mädchen gehört. Auch Ida verspürte den brenzligen Geruch; voll schlimmer Ahnungen eilte sie die Treppe empor, wurde aber aus den Zurufen der Kinder nicht klug. So öffnete sie besorgt die Tür. Da lag Bärbel auf den Decken. Ida glaubte nichts anderes, als daß die junge Frau vor Schreck ohnmächtig geworden sei, kopflos eilte sie wieder davon, hinein in das Wohnzimmer, in dem die Gäste saßen, und rief laut und verängstigt:

»Die junge gnädige Frau liegt oben wie tot, – der Baum ist umgefallen, – ich glaube, es brennt!«

Harald war der erste, der das große vierfenstrige Zimmer betrat. Er sah sein Bärbel am Boden liegen, merkte aber sofort, daß er hier keine Ohnmächtige vor sich hatte, sondern eine ruhige, besonnene Frau, die das Feuer bereits erstickt hatte.

Nachdem Harald festgestellt hatte, daß seine junge Frau außer dem ersten Schreck keinerlei Schaden genommen hatte, daß auch schlimme Verwüstungen nicht angerichtet waren, daß man außer der Tischdecke nur den Verlust des Puppenbettes zu beklagen hatte, holte er sich seine Kleinen herbei. Jetzt gab es ein strenges Verhör. Hermann hatte den Weihnachtsbaum begonnen zu entzünden, weil es doch gar so schön sei; dann hatten die drei gelacht und getollt, Jürgen hatte sich beim Umherlaufen an den Zweigen gehalten, der Baum war umgefallen; so war das Unglück geschehen.

Und während oben wieder einmal ein strenges Gericht gehalten wurde, lobte man unten Bärbels beherztes Eingreifen, ihre Umsicht und ihr entschlossenes Handeln.

»Bin doch recht stolz auf dich, mein Bärbel,« sagte Apotheker Wagner zu seiner Tochter, »in der Not stehst du immer deinen Mann. Bist zwar sonst ein kleiner Hasenfuß; aber wenn es drauf und dran kommt, kann man dir getrost alles überlassen.«

»Das weiß ich auch,« stimmte ihm Frau Lindberg bei, »ich denke immer nur an die Examensnöte zurück. Anfangs hat unser Bärbel wie Espenlaub gezittert; als es dann aber so weit war, ist sie ruhig und beherzt gewesen. – Mache es immer so im Leben, mein Bärbel.«

Die Angst, die die Kinder ausgestanden hatten, wirkte eine ganze Weile nach. Die Lust zu irgendwelchen Entdeckungen war ihnen vergangen, zumal auch der Vater ernste Worte mit ihnen gesprochen hatte. Nun saßen sie still zusammen und schauten von Zeit zu Zeit ängstlich auf die Erwachsenen. Sie merkten es dem Gesicht der Mutti an, daß jene recht ärgerlich war, und immer wieder erstand in ihnen der brennende Wunsch, die Zürnende zu versöhnen. Gar zu gern hätten sie der Mutti eine große, wirkliche Freude gemacht, aber Hermann hatte schon begriffen, daß die Freude, die sich ein Kinderherz ausdachte, bei den Erwachsenen nicht immer die gleichen Gefühle auslöste. Es war wohl richtig, wenn man sich beim Vati oder den Großeltern erkundigte, wie man sich bei der Mutti erneut in Gunst setzen könnte.

Auf eine schüchterne Anfrage bei dem Vater erklärte dieser, daß es allen Eltern immer am liebsten sei, wenn die Kinder recht brav wären.

»Aber wenn wir brav sind, ist es auch nicht recht,« meinte Hermann. »Kleine Kinder sind ganz anders brav als große Leute.«

»Meint ihr etwa, daß es artig ist, wenn ihr in Großmamas Wohnung ein Feuer entstehen laßt? Habt ihr auch gesehen, was ihr angerichtet habt? Nicht nur das gute Tischtuch ist verbrannt, auch die hübsche Filetdecke, die die Mutti von der Oma bekommen hat, ist mit angebrannt. Nun hat die Mutti keine schöne Decke mehr. Das war ihr ein gar liebes Weihnachtsgeschenk, das habt ihr nun ruiniert.«

»Dann muß die Oma der Tante Bärbel eine neue Decke kaufen,« meinte Hella.

»Die Oma hat jetzt kein Geld mehr dazu.«

»Bringt denn der Weihnachtsmann für die großen Leute nicht auch die Geschenke? Der Weihnachtsmann hat doch viel Geld, er bekommt alles umsonst. Wenn er also ein guter Mann ist, wird er der Mutti gewiß eine neue Decke bringen.«

»Das wird er nicht, mein Junge. Außerdem ist diese Decke ein Geschenk der Oma. Nun muß die Mutti eben auf eine Freude verzichten.«

»Große Leute können sich doch alles besorgen, was ihnen Freude macht, Vati?«

»Da irrst du dich gewaltig, kleiner Hermann, deiner Mutti sind lange nicht alle Wünsche erfüllt worden. Als sie auch so klein war wie du, hat sie sich viele Jahre hindurch solch ein schönes Schaukelpferd gewünscht, wie du gestern eines bekommen hast. Jedes Weihnachten schrieb sie das Schaukelpferd auf den Wunschzettel, doch sie hat es nie bekommen.«

»Oh, – warum hat sie es denn nicht bekommen?«

»Weil der Weihnachtsmann meinte, die Mutti brauche kein Schaukelpferd. – So, und nun geht ihr ganz artig zu Bett, überlegt euch nochmals, daß ihr heute recht unartig waret, und daß ihr nötig habt, morgen alles durch doppeltes Bravsein wieder gutzumachen.«

Als Bärbel eine Viertelstunde später an die Betten der Kinder trat, um ihnen gute Nacht zu sagen, schlang Hermann seine Arme innig um den Hals der Mutter.

»Arme Mutti, nun hast du keine Decke und hast auch kein Schaukelpferd. Na, sei 'mal nicht traurig, morgen darfst du auch 'mal auf meinem Pferd reiten.«

Auch Jürgen plapperte die Worte des Bruders nach und setzte hinzu: »Wenn der Jürgen ein Vati ist, schenkt er dir ein Schaukelpferd. Sollst auch ein Pferd haben, Mutti!«

Die Kinder waren allein. Aber heute schliefen sie nicht so schnell ein, denn es gab noch manches zu tuscheln.

»Ich möchte schon,« sagte Hermann aufseufzend, »aber es tut mir so leid.«

»Was möchtest du denn?« piepste Helga.

»Der Mutti mein Schaukelpferd schenken, mein schönes, neues Schaukelpferd. Wenn sie doch nie ein Schaukelpferd gekriegt hat. – Aber ich habe das Pferd doch so lieb.«

Er warf sich noch eine ganze Weile in seinem Bettchen hin und her. Bei dem Gedanken, daß er der Mutti schließlich doch das schöne Pferd schenken könne, wurde das kleine Kinderherz recht schwer. Aber wenn sich doch die Mutti das Schaukelpferd immer wieder wünschte, machte er ihr sicherlich eine große Freude damit.

»Du schönes, schönes Pferd,« murmelte er, »ich hab' dich doch so gern. Bist mir doch nicht böse, wenn ich dich an die Mutti verschenke?«

Dann schlief Hermann endlich ein. Aber am nächsten Morgen erschien ihm sein Entschluß doch zu heldenhaft. Er umarmte das Pferd und sagte zärtlich:

»Hat sie nun schon so lange auf dich gewartet, kann sie auch noch einen Tag länger warten. Heute möchte ich noch auf dir reiten.«

Während des ganzen Vormittags ging er kaum von dem Rücken des schönen neuen Schaukelpferdes herunter. Plötzlich hörte er ein lautes Klirren. Er schaute sich um, Jürgen, der eben noch im Zimmer gespielt hatte, war nicht mehr da. Neugierig blickte Hermann ins Nebenzimmer. Da stand der Knabe und hielt in der Hand eine Spitzendecke, die er von dem Spiegeltischchen heruntergezogen hatte. Einige Glasschalen lagen an der Erde.

»Mutti, – Mutti,« jubelte er, »der Jürgen hat 'ne Geleedecke für dich!«

Auch Bärbel hatte das Klirren vernommen, eilte ahnungsvoll herbei und lief in die ausgebreiteten Arme ihres Jüngsten.

»Hier hast de!«

»Was machst du denn schon wieder?«

Zum Glück waren die beiden Schalen nicht zerbrochen.

»'ne Geleedecke, damit du nicht schreist!«

Aufs neue Ermahnungen, die Hermann schweigend mit anhörte.

»Ihr macht mir aber gar keine Freude mehr, Kinder, ihr seid hier in Dillstadt noch unartiger als daheim. Habt ihr mich denn gar nicht lieb?«

Zwei Knaben schmiegten sich zärtlich an die traurige Mutter.

»Wir haben dich so lieb, so schrecklich lieb, Mutti!«

»Warum macht ihr mich dann immer traurig?«

»Sollst nicht traurig sein, liebe Mutti, der Hermann wird dir eine große Freude machen.«

»Nein, nein,« rief Bärbel nervös. Sie hatte Angst vor den Freuden, die ihr die Kinder bereiten wollten.

»Willste nich, – Mutti?«

»Ihr sollt artig sein.«

»Mutti, ich weiß aber, was du haben willst, der Hermann – schenkt dir – der Hermann – schenkt – Mutti – du sollst doch 'ne Freude haben, – er schenkt dir, – komm 'mal mit!«

»Was hast du denn schon wieder angerichtet, Kleiner? Warum fängst du denn an zu weinen?«

»Er will aber nicht weinen, er will dir doch 'ne Freude machen. – Ach, Mutti, ich habe ihn doch so lieb, aber ich schenke ihn dir.«

»Wen schenkst du mir?«

»Den – den –« und dann mit jähem Aufschluchzen, »den Schaukelpferd!«

Einen Augenblick blickte Bärbel fassungslos auf den Knaben, der beide Fäustchen in die Augen bohrte, dann tief aufatmete, ins Nebenzimmer eilte und vor Bärbel das Schaukelpferd hinschob.

»Da – haste, – und nu freu' dich aber, – ich geb' es dir gerne! Ja, dir geb' ich's. Nu wird der Hermann wieder sehr artig sein. Siehste, Mutti, nu haste doch noch dein Schaukelpferd bekommen. Aber der Hermann hat nu kein Pferd mehr.«

»Und das schöne Schaukelpferd willst du mir schenken?«

»Ja,« sagte der Knabe tapfer, »der Vati hat gesagt, immerzu wünschst du dir ein Schaukelpferd, aber du hast nie eins gekriegt. Und du sollst dir doch freuen. So, nu reite 'mal!«

»Mein Junge, – mein lieber, lieber Junge!«

»Nu mußte aber auch reiten, Mutti!«

»Wenn die Mutti jetzt aber das Schaukelpferd gar nicht mehr haben will?«

»Nimm's nur, ich gebe es dir wirklich gerne. Aber nächstes Weihnachten krieg' ich doch wieder ein Pferd?«

Gerührt breitete Bärbel die Arme aus und drückte ihren Ältesten an sich. Sie hatte sich in den letzten Tagen manchesmal über ihre Jungens geärgert, aber in diesem Augenblick erkannte sie den guten Kern im Herzen ihrer beiden Kleinen. Das machte sie überaus glücklich.

»Die Mutti dankt dir recht herzlich für dein Geschenk. Damit du aber auch eine Freude hast, soll uns beiden das Schaukelpferd gehören, und wer will, der darf darauf reiten.«

»Ein halbes Pferd gehört also mir?«

»Ja, mein Junge.«

Jubelnd schwang sich Hermann auf den Rücken des Pferdes. »Ach, Mutti, haste nu auch am halben Pferd 'ne große Freude?«

»Ja, mein lieber Junge, daß du mir heute das Schaukelpferd geschenkt hast, war für mich eine sehr, sehr große Weihnachtsfreude.«

»Da hätte dir der Weihnachtsmann doch schon lange ein Pferd bringen sollen, wenn du dich doch so darüber freust.«

An diesem Vormittag verlangte Hermann mehrfach, daß sich die Mutti auf das Schaukelpferd setzte. Sie tat es auch, weil sie wußte, daß sie ihrem Knaben damit wiederum eine Freude bereitete.

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